Marion Poschmann Hundenovelle

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Inhaltsangabe zu „Hundenovelle“ von Marion Poschmann

Eine ungewöhnliche Begegnung: Am Stadtrand läuft der Erzählerin ein schwarzer Hund zu, verwildert, hungrig, aber von eigenartiger Schönheit. Der Hund lässt sich nicht abschütteln und drängt sich durch den Türspalt in ihre Wohnung. Sie kauft ihm zögerlich Tiernahrung, bringt ihn in einen Hundesalon. Mit dem imposanten Tier tritt ein Gegenüber in ihr Leben, das auf verstörende Weise immer mehr Platz in ihrer Einsamkeit einnimmt. Es sind die Hundstage, die Zeit der größten Sommerhitze, verbinden mit dem Erscheinen des Sternbilds »Großer Hund« am Horizont, dessen hellster Stern Sirius seit jeher als Künder besonderer Ereignisse und als Stern des Totenreichs gilt. In einer von hoher Sensibilität gekennzeichneten Sprache schreibt Marion Poschmann eine ebenso witzige wie unheimliche Geschichte über die Verführungskraft der Melancholie.

Die Sprache hat mich schon bei einer Lesung der Autorin in den Bann gezogen und wirklich, ich habe jedes Wort dieser Novelle genossen.

— Krimimimi
Krimimimi

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  • Rezension zu "Hundenovelle" von Marion Poschmann

    Hundenovelle
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. July 2010 um 12:08

    Eine ungewöhnliche Begegnung: Am Stadtrand läuft der Erzählerin ein schwarzer Hund zu, verwildert, hungrig, aber von eigenartiger Schönheit. Der Hund lässt sich nicht abschütteln und drängt sich durch den Türspalt in ihre Wohnung. Sie kauft ihm zögerlich Tiernahrung, bringt ihn in einen Hundesalon. Mit dem imposanten Tiert tritt ein Gegenüber in ihr Leben, das auf verstörende Weise immer mehr Platz in ihrer Einsamkeit einnimmt. Es sind die Hundstage, die Zeit der größten Sommerhitze, verbunden mit dem Erscheinen des Sternbilds "Großer Hund" am Horizont, dessen hellster Stern Sirius seit jeher als Künder besonderer Ereignisse und als Stern des Totenreichs gilt. FAZIT: Eine etwas zu viel auf die Beschreibungen der Umgebung spezialisierte Geschichte, die eine schlimme, aber leider heutzutage viel zu oft auftretende Wandlung des Lebens beschreibt. Die Handlung beschärnkt sich auf kleinste Einzelheiten, die Zeitspanne lebt innerhalb eines Sommers. Ich hatte mir viel mehr von diesem Buch versprochen, vor allem, da es eine gute Hintergrundidee hat, die man viel besser nutzen und viel tiefgreifender hätte beschreiben können.

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  • Rezension zu "Hundenovelle" von Marion Poschmann

    Hundenovelle
    Greta

    Greta

    12. April 2009 um 14:19

    „Mir waren diese Verhaltensweisen immer wie Verrat erschienen. Auch jetzt erhielt sich mir ein eigenartiges Schuldgefühl. Es bezog sich auf falschen Aktivismus. Auf erzwungene Aktivitäten. Auf jene Art von Handlungsmanie, starrköpfig, brutal, die die Welt regierte und kaputtmachte.”

  • Rezension zu "Hundenovelle" von Marion Poschmann

    Hundenovelle
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    03. December 2008 um 10:15

    Ziellos streift eine Frau durch unwirtliche Gegenden, stillgelegte Industrielandschaften, das Spiegelbild ihres verkümmerten Innenlebens. Die Frau, Ich-Erzählerin dieser Novelle, hat allen Grund zur Traurigkeit. Ihre Mutter, einst aus Osteuropa eingewandert, fristete bis zu ihrem Tod ein tristes Leben in dem von schweren Samtvorhängen abgeriegelten Wohnzimmer, dem „sentimentalen Gedenkraum“. Bis zu ihrem Tod , kümmerte sich die Frau um die Mutter, denn diese war nie in der Lage gewesen, etwas allein zu regeln,. Nun hat die Frau auch noch ihre Arbeit im Labor verloren, doch diese Einsamkeit, die sich um sie herum ausbreitet, empfindet sie als wahres Geschenk. Wäre da nicht dieser große schwarze und verwahrloste Hund, der sich an ihre Fersen heftet. In der Sommerhitze, den so genannten Hundstagen, folgt er ihr auf Schritt und Tritt, folgt ihr in die stille Stadtwohnung und alle Versuche ihn loszuwerden scheitern. Während das Sternbild des „Großen Hundes“ mit dem Stern Sirius, dem Stern des Totenreiches, am Horizont des Nachthimmels erscheint, arbeitet die Frau an ihrer Abgeschiedenheit: „Mir fehlte der innere Abstand zur Welt, wie ihn Personen entwickeln, die ganz auf sich gestellt sind.“ Marion Poschmann gelang mit „Hundenovelle“ eine ebenso lakonisch-witzige wie auch unheimliche Geschichte mit tiefgehenden Anspielungen auf Mythologie und Philosophie. Es geht hier nur oberflächlich betrachtet um die Seelenverwandtschaft eines schwarzen Hundes und einer melancholischen Frau. In einer geschliffenen und hochpoetischen Sprache erzählt die Autorin von einer in Vereinzelung begriffenen Gesellschaft. Von der Isolation einer in rabenschwarze Gedanken gehüllten Protagonistin, die mäandert zwischen Natursehnsucht und Konsumekel, zwischen Sehnsucht und Erlösungswunsch. Durch die suggestive Sprachvirtuosität und die Beschreibung der Dinge entsteht beim Lesen eine sinnliche Erfahrung. Glücklicherweise wird das Gefühl der Überfütterung mit „Kunstgriffen“ und die Gefahr einer lyrikgleichen Poesie, die den Plot erdrücken könnte, mit rechtzeitig eingesetztem lakonischen Witz und skurrilen Einschüben verbannt.

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