Marion Schiffler Ich war das Jadekind

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Inhaltsangabe zu „Ich war das Jadekind“ von Marion Schiffler

In einer kalten Nacht erblickte ich in der Stadt der Fünf Widder auf der Insel Yi-Sa-Tao im Perlfluss das Licht der Welt, schreibt Marion Schiffler zu Beginn ihrer Erinnerungen. Die Biografie der Meranerin kann ungewöhnlicher nicht sein: Weil der Vater für den deutschen Großkonzern I.G. Farben (BASF) die Geschäfte in China betreut, verbringt sie die ersten 14 Jahre ihres Lebens in Kanton und in Hongkong. Ihre Kindheit ist gekennzeichnet von der Kolonialkultur - getrennt von der einfachen, in Armut lebenden Bevölkerung, aber fasziniert von der chinesischen Kultur. Häufig romanartig und märchenhaft schildert Schiffler ihre Erlebnisse inmitten dieser fremden, beeindruckenden Welt. Die Zeit in China und Hongkong ist nur ein Teil dieser Erinnerungen: Nach der Rückkehr nach Europa verbringt Marion Schiffler einige Zeit in Meran, erlebt dort die Vorhut der Option und freundet sich mit jüdischen Flüchtlingen an, die in Meran auf Zwischenstation sind. Den Krieg erlebt Schiffler in Opatija auf der Halbinsel Istrien, die im Herbst 1943 von den Hitler-Truppen eingenommen wird. Ende 1944 kehrt sie nach Meran zurück. Besonders wertvoll ist auch der Fotobestand, der das Alltagsleben in China in beeindruckender Weise veranschaulicht.

Interessante Einblicke in das China der 20er und 30er vor dem Kommunismus. Leider ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig.

— Anchesenamun
Anchesenamun

Marion Schiffler schafft mit ihrem Buch weniger eine Biografie als eine Studie zur chinesischen Kultur.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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Letztlich eher enttäuschend. Die Autobiographie nahm mehr Raum ein als die Bücher. Außerdem ein paar Taktlosigkeiten.

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  • Rezension: "Ich war das Jadekind" von Marion Schiffler

    Ich war das Jadekind
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    22. March 2015 um 17:01

    Zum Inhalt Marion Schiffler wird 1924 in Kanton geboren, wo ihr Vater für den deutschen Großkonzern I.G. Farben (BASF) die Geschäfte in China betreut. Inmitten der Kolonialkultur wächst sie wohlbehütet in einer Villa mit Hausangestellten auf, sucht jedoch auch dank ihrer weltoffenen Eltern stets den Kontakt zu den Einheimischen. Sie freundet sich mit ihnen an und entwickelt eine unbändige Liebe zu ihrem Geburtsland, seinen Bräuchen und Traditionen. Nach Ausbruch des japanisch-chinesischen Konflikts kehrt die Familie 1938 Hals über Kopf nach Europa zurück, wo Marion Schiffler den zweiten Weltkrieg erlebt und später in Meran als Lehrerin sesshaft wird. Meine Meinung „Ich war das Jadekind. Meine Kindheit in China bis 1938“ ist ein weiterer Band aus der faszinierenden Buchreihe Memoria – Erinnerungen an das 20. Jahrhundert“. Die Autorin Marion Schiffler war Lehrerin und später Direktorin an Oberschulen, und ihre hohe Bildung merkt man bei jedem Wort. Sie schreibt sehr anspruchsvoll und schmückt ständig mit zahlreichen Metaphern und bildlichen Umschreibungen aus. (Z. B. „Aus den schweigenden Gegenden tauchten beredte nackte Berghänge auf von einer Färbung wie alte Bronze.“ oder „Ein wirkliches und wahrhaftiges Pandämonium entfesselte der mörderische Taifun, der Monstersturm, welcher im Spätsommer mit einer Elementargewalt und einem Furor über die Meere raste...“,). Anfänglich trug dies noch zur Anschaulichkeit des Landes und der Menschen bei, doch irgendwann fing ich an, diesen Schreibstil zu fürchten. Diese permanente Demonstration der Eloquenz empfand ich als sehr ermüdend. Die Erzählungen, die mich wirklich interessierten (Persönliche Begebenheiten, Erlebnisse mit der chinesischen Bevölkerung u. Ä.) waren so in diese Ausschweifungen eingebettet, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste sie suchen und rauspicken. Dies führte dazu, dass ich das Buch ständig weglegte und zwischendurch andere Bücher las. Selten habe ich für ein Buch mit knapp 250 Seiten so lange gebraucht Auch fehlte mir ein roter Faden. Die Kapitel sind teilweise recht kurz und erzählen irgendeine Begebenheit oder bestehen aus ausschweifenden Beschreibungen. Doch meist wusste ich nicht, in welchem Jahr wir uns nun befinden, so dass das ganze Buch durcheinandergewürfelt wirkte. Dies besserte sich später etwas, als Marion Schiffler nach Europa zurückkehrte. Auf der einen Seite finde ich ihre große Liebe zu China ja sehr rührend, aber irgendwann nervte mich die Autorin dann doch mit ihrem ewigen „China ist das Maß aller Dinge, Europa und v. a. Deutschland sind so barbarisch.“-Getue. Überhaupt blieb sie mir sowieso die ganze Zeit fremd, teilweise sogar unsympathisch. Sie ist nicht direkt arrogant, behandelt die Hausangestellten und einfachen Einheimischen auch sehr respektvoll, aber man merkt einfach, dass sie sehr privilegiert war. Es folgt noch im Anhang eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Autobiographie durch Thoralf Klein, in der u. a. historische Ereignisse noch einmal etwas genauer ausgeführt wurden. Bis dahin war mir die Puste schon längst ausgegangen, so dass ich auch daran keine Freude hatte. Es gibt über 80 Fußnoten, die erwähnte Personen, historische Ereignissen o. Ä. im Anhang weiter ausführen. Generell begrüße ich solche Ausführungen, die nicht den Schreibfluss stören und deshalb als Fußnote vermerkt werden. Aber hier hat es mich gestört, dass ich jedes Mal erst nach hinten blättern musste. Ich bin ein Freund von Fußnoten unter dem Text. Aber das ist halt Geschmackssache. Ob allerdings ältere Leser mit der winzig-kleinen Schriftgröße der Fußnoten ihre Freude haben, daran zweifle ich. Eine Autobiographie, die mich leider nicht fesseln konnte. Es tut mir auch wirklich leid, dass ich mit Marion Schifflers Biographie nicht so richtig warm wurde, denn sie bietet hier durchaus spannende Einblicke in das China vor dem Kommunismus. Und es mag vielleicht Leute geben, die den Sprachstil toll finden, weil er sehr ausschmückend ist. Man muss das aber mögen, und ich mochte es einfach nicht. Das ist natürlich schade, da mir so die Lust am Lesen verging und ich vielleicht die ein oder andere interessante Stelle eher lustlos heruntergelesen habe, statt mich auf die Erzählungen voll und ganz einzulassen. Schön anzusehen sind aber auf jeden Fall die zahlreichen s/w-Fotos, die Marion Schifflers Erzählungen anschaulicher machen und das Buch auf jeden Fall nochmal aufwerten. „Ich war das Jadekind“ kann ich ungeachtet des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils aber auf jeden Fall all denen ans Herz legen, die sich für dieses Land interessieren und wissen möchten, wie deutsche Expats in den 1930er Jahren in China lebten, arbeiteten und reisten.

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  • Ich war das Jadekind

    Ich war das Jadekind
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2014 um 09:37

    „Ich war das Jadekind“ beschreibt eine ungewöhnliche Kindheit: ihr Vater betreute die Geschäfte der deutschen Firma I. G. Farben (BASF) in China, was die Familie bereits vor Marion Schifflers Geburt nach Hongkong führte. Dort findet Marion 1924 den Weg in die Welt und wächst inmitten blühender Kolonialkultur auf. Trotz eigentlich getrennter Welten kommt es zu regem kulturellem Austausch – auch wegen ihrer weltoffenen Eltern und nicht zuletzt wegen der chinesischen Amme. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1938 muss die Familie China hinter sich lassen. Deutschland ist der vierzehnjährigen Marion zu diesem Zeitpunkt nur von kurzen Besuchen bekannt. Innerhalb der nationalsozialistischen Gesellschaft fühlt sich die Familie allerdings nicht wohl, und sie bricht wieder auf, zunächst nach Istrien, ehe Familie Schiffler sich in Meran niederlässt. Marion Schiffler schafft mit ihrem Buch weniger eine Biografie als eine Studie zur chinesischen Kultur. Vor dem Hintergrund ihrer Kindheit beschreibt sie ein China voller Mythen und dem allgegenwärtigen Lächeln der Chinesen, deren Gesicht nicht zu durchschauen ist. Sie beschreibt sich selbst als Ausländerin in China, welche sich unter den Chinesen wohler fühlt als unter „weißen Teufeln“. Erika

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  • Rezension zu "Ich war das Jadekind" von Marion Schiffler

    Ich war das Jadekind
    martina20

    martina20

    28. January 2013 um 20:43

    Sehr angenehme Lektüre: in verschiedenen Kapiteln erzählt die Autorin von ihrer außergewöhnlichen Kindheit in China bis 1938, ergänzt durch zahlreiche Fotos. Es werden die damaligen politischen Ereignisse geschildert und ihre Auswirkungen auf den Lebensweg der Autorin. Dank der Beschreibung der Gerüche und Geräusche werden die geschilderten Bilder vor dem inneren Auge lebendig. China ist die Heimat der Autorin, sie fühlt sich immer noch mit dem Land und seinem Volk verbunden und ihr Buch bringt China und seine Kultur auch uns Lesern ein wenig näher....

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