Rezension zu "Selma Merbaum – Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben" von Marion Tauschwitz
Babsi123Mein Fazit:
" Ich habe keine Zeit gehabt, zu Ende zu schreiben " ... Der Titel lässt erahnen, dass Selma nicht viel Zeit hatte, ihr Leben zu genießen. Sie starb mit 18 Jahren in einem Zwangsarbeitslager in der Ukraine, ehe ihr Leben so richtig begonnen hatte.
Zitat: " Ich möchte leben. Ich möchte lachen und Lasten heben und möchte kämpfen und lieben und hassen … "
Ein viel zu kurzes Leben, voller Emotionen, einer Lebensgeschichte, die berührt, ein Lebensweg, der tragisch endet, ein Mensch, der der Nachwelt eine wunderschöne Lyriksammlung hinterlassen hat. Wenn man sich Fotos von Selma anschaut, sieht man eine junge, in die Kamera lachende, lebenslustige, selbstbewusste Frau, deren Leben am 16.12.1942 so dramatisch und völlig umsonst ausgelöscht wurde. Eine junge Frau, die behütet aufgewachsen ist, in der Schule schon Gedichte schrieb und die auf abenteuerliche Weise den Krieg überlebt haben. Von der ersten Seite an war ich fasziniert von Selmas
Lebensgeschichte, von ihrer Poesie, die einfach nur verzaubert und das Herz erwärmt. Im zweiten Teil des Buches hat die Autorin die schöne Lyrik auf poetische Weise dargestellt , die von Herzschmerz, von großen Gefühlen und Dramatik handelt. Am Ende kamen mir die Tränen, denn man spürt, mit wie viel Herzblut Selma diese wundervollen Gedichte geschrieben hat.
Mit dieser Biografie hat die Autorin dieser zu früh verstorbenen jungen Frau ein literarisches Denkmal gesetzt.










