Marion deSanters Vergesst Wagner? - Teil 3

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Inhaltsangabe zu „Vergesst Wagner? - Teil 3“ von Marion deSanters

Richard und auch Regina werden immer mehr, einem Schnitzler'schen Reigen gleichend, in weitere erotische Abenteuer verstrickt, in denen sie offenkundig weiter in Rollen gedrängt werden, an die sie nie zuvor gedacht hatten. Immer intensiver, je mehr sich Richard zugleich an seiner Masterthesis über die Nibelungen und die unterschiedlichen Interpretationen des Werkes beschäftigt, sieht er die feinen subtilen Warnungen und Hinweis, die er jedoch, selbst einem 'thumben thoren' wie Siegried gleichend, ignoriert oder nicht glauben kann. Welche Rolle dabei Harald, Reginas Ehemann, zu spielen scheint, offenbart sie ihm in einer heißen Liebesnacht, ehe alles in der unvermeidlichen Episode der Götterdämmerung kulminieren muss. Viel Spaß mit dem letzten Teil einer ganz anderen Betrachtung von Wagners Ring des Nibelungen … * * * * * Wenn er sich nicht recht geirrt hatte, dann war doch gerade kurz ein Luftzug auf ihn eingeströmt und das Geräusch zu hören, als wäre ganz besonders vorsichtig eine Klinke herunter gedrückt, eine Tür ge­öff­net worden und dann das ganze Prozedere von der Innenseite her wiederholt worden: Tür zu und Klinke behutsam wieder aus den Fingern lassen, um Geräusche zu vermeiden. 'Aha, also doch eher keine höhere Gewalt!' sagte er in sich hinein lächelnd und stellte eine erfreute Frage in jene Richtung hin, woher er dieses Klacken der Tür vernommen hatte. »Regina?« Etwas leise und vorsichtig noch, da es wirklich stock­finster in diesem Kellerbereich war. Eine kurze Pause, gerade mal einen tiefen Atemzug abgewartet, dann wiederholte er auf ein neues seine Frage in jene Richtung hin, wo er die Tür platziert wusste. »Regina - bist du es leicht?« Jetzt schon ein wenig lauter, da er sich gewiss war, einen ganz vor­sichtig annähernden Schritt zu erlauschen, ebenso barfuß wie auch er am kal­ten Fliesenboden vorsichtig hintappend. Noch einmal fing er mit seiner Frage an, hatte zu einem begin­nen­den 'Regina ...' sich erneut durch gerungen, dann wurde seine Ver­mu­tung bestätigt, dass sie sich heimlich ins Badezimmer eingeschlichen hatte. Ein kurzes gehauchtes 'Pssst' aber war ihre Antwort, ganz so als sol­le er leise sein. War das wohl die Art der Überraschung, die sie an­ge­deutet hatte – naja, auch recht, dachte er sich. Sie würde schon wis­sen, warum und was sie jetzt zu tun beabsichtigte. Welche Gründe auch immer das sein sollten, etwa Harald zu Hause und grantig oder eben die Freundin auch schon da, war ihm adhoc auch vollkommen egal. Aus alledem heraus gab es dann für ihn aber nur die Variante und Möglichkeit, dass sie mit Absicht die Si­che­rung her­aus gedreht hatte, um eben … was auch immer sie plante, es schien ihn aber nicht zu stören. Richard konnte nur an erotische Mo­tive und Gründe denken und die waren ihm, angesichts der geilen Ideen unter der Dusche gerade jetzt sehr willkommen. Er schmunzelte tief, auch wenn sie das nicht sehen konnte - aber es zeugte doch von ihrer generell bald schon ins Extreme gesteigerten Lust, was für interessante Einfälle sie mit einem Male hatte. Denn dass dieses Unterfangen nur in einem erotischen Abenteuer enden konnte, war ihm derart klar, dass er sich seiner stark aufgerichteten Lat­te nicht im geringsten schämen musste, sondern ganz im Ge­gen­teil, sogar sehr erfreuen wollte. Und auch, wenn in der Finsternis sie das nicht sehen konnte, so streckte er ihr doch stolz und voller geiler Anspannung seine hoch erregte Latte entgegen. Leicht zuckte Richard zusammen, selbst wenn es nur die berühmte Frage der Zeit gewesen war, bis er sie hatte spüren müssen, ihre Fin­ger, ihren Fuß, womit auch immer sie ihn ertasten und zuerst be­rüh­ren wollte. Er schauderte dem feinen Anpochen ihres Fingers, ihrer langen Nägel entgegen, die dennoch nicht üppige Kratzspuren hin­ter­ließen, weil es künstliche Nagelverlängerungen waren. Ein edles Kunst­harz, das sie je nach Lust und Laune auch mit kleinen Motiven zu verzieren pflegte. Erneut die leichte Ermahnung eines 'Psst', ...
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