Die wilden Piroggenpiraten

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Inhaltsangabe zu „Die wilden Piroggenpiraten“ von Maris Putnins

Einer für alle, alle für eine Eine süße Mohnschnecke als Piratenkapitän, eine wilde Pirogge im Kloster, ein Hörnchen im Kerker, ein Eclair, das Schiffbruch erleidet. Es wird wild gekämpft, es rieseln die Füllungen, und der Schlachtruf lautet: Macht sie zu Semmelbröseln! Dieses Buch ist einzigartig. Es ist verrückt, wahnsinnig komisch und abgedreht. Und es hat alles, was ein großer Abenteuerroman braucht. Und alle, wirklich alle, werden ihren Spaß haben und lauthals lachen, wenn sie die essbaren Helden auf ihrem steinigen Weg zum großen Glück begleiten. Ein Hoch auf alle Kaffeestückchen und Teigtaschen dieser Welt!

... erscheint am 8. März 2012!

— Matriga
Matriga

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    Die wilden Piroggenpiraten
    sueglanzner

    sueglanzner

    18. November 2014 um 04:30

    Die junge und schöne Mohnschnecke Eloise wollte doch nur den Ball auf der Insel Sankt Krokant besuchen, wovon ihre Eltern natürlich nichts wissen durften – und nun findet sie sich in den Fängen der gefürchteten Piroggenpiraten wieder, die die ganze Südsee unsicher machen! Ihr Begleiter Eclair, der sich noch retten konnte, wird von Eloises Eltern verstoßen und schließt sich den Pelmeni an, die ihren Unterhalt als Fischer verdienen. Mit seinem Freund Otto träumt er davon, in See zu stechen, um Eloise zu retten. Und der Kapitän der Piroggen macht unter Eloises Einfluss bald eine merkwürdige Veränderung durch – aber auch sie erinnert bald nicht mehr an das artige Mädchen aus gutem Hause, von dem sich die Piraten ein anständiges Lösegeld erhofft hatten…Eloise überredet den Angestellten ihrer Eltern, Eclair, sie (verbotenerweise) zu dem großen Ball auf Sankt Krokant zu rudern. Dort imponiert ihr ein lässiges Weißbrothörnchen mit seiner Yacht, lädt sie zu einer Spritztour vor dem Hafen ein – und wird prompt von den Piroggenpiraten geentert. Hilflos muss Eclair mitansehen, wie Eloise entführt wird, trotz seines Rettungsversuchs, bei dem er nur Hörnchen aufgreifen konnte. Die Geschichte nimmt ihren Lauf: Eloise hält die Piraten mächtig auf Trab, der verstoßene Eclair baut mit dem Pelmen Otto heimlich ein Schiff, und der Snob Hörnchen wird ausgesandt, Eloise zu retten… Ein unglaublich einfallsreiches Buch, das Kinder wie Erwachsene lieben werden! Vielleicht wäre es eine gute Idee, das Buch zusammen zu lesen, da einige der Gebäckbezeichnungen auch mir Fragen aufgeworfen haben, das wird bei Kindern vielleicht noch größere Verwirrung stiften. Trotzdem: Unterhaltung vom Feinsten!

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    04. July 2012 um 11:13

    Kurzbeschreibung:
    Eine süße Mohnschnecke als Piratenkapitän, eine wilde Pirogge im Kloster, ein Hörnchen im Kerker, ein Eclair, der Schiffbruch erleidet. Es wird wild gekämpft, es rieseln die Füllungen, und der Schlachtruf lautet: Macht sie zu Semmelbröseln! Dieses Buch ist einzigartig. Es ist verrückt, wahnsinnig komisch und abgedreht. Und es hat alles, was ein großer Abenteuerroman braucht. Und alle, wirklich alle, werden ihren Spaß haben und lauthals lachen, wenn sie die essbaren Helden auf ihrem steinigen Weg zum großen Glück begleiten. Ein Hoch auf alle Kaffeestückchen und Teigtaschen dieser Welt!

    Zum Autor:
    Maris Putnins (sprich: Máhris Púttninsch), geboren 1950 in Valmiera, Lettland, ist Theater-, Drehbuch- und Kinderbuchautor, Illustrator, Filmproduzent, Schauspieler, Puppenspieler und Bühnenbildner.

    Rezension:
    Die verwöhnte Mohnschnecke Eloise, deren Vater Mohnstrudel einen Laden betreibt, ist gerne Gast auf Tanzveranstaltungen und Bällen. Als sie sich eines Tages heimlich mithilfe von Eclair, dem Mitarbeiter ihres Vaters, auf den Weg zu Graf Napoleon nach Sankt Krokant aufmacht, der für seine rauschenden Feste bekannt ist, wird sie von den fürchterlichen Piroggenpiraten unter Führung von Kapitän Mordan entführt. Auch Hörnchen, der ihr auf dem Fest den Hof gemacht hat, kann dies nicht verhindern.

    Mordan will sie auf dem Sklavenmarkt von Djadida gewinnbringend verkaufen. Doch da hat er die Rechnung ohne Mohnschnecke gemacht! Denn Mohnschnecke mausert sich mit der Zeit zu einer echten Piratin und bringt den Piraten erst einmal "Hügjene" bei. Unterdessen versucht Eclair mit seinem neuen Freund, dem Pelmen Otto, Mohnschnecke ausfindig zu machen und auch Hörnchen bleibt nicht untätig, denn auch er möchte das schöne Mädchen retten...

    Maris Putnins hat mit "Die wilden Piroggenpiraten" ein wahrhaft leckeres und zauberhaftes Kinderbuch erschaffen. Nicht nur, dass dem Leser während der ganzen Geschichte das Wasser im Mund zusammenläuft obhin der vielfältigen Gebäckarten und anderen Köstlichkeiten, nein, auch die Geschichte ist abenteuerlich und voller Humor, dass sich die Balken biegen.

    Man gelangt als Leser von einer skurrilen Szene in die nächste, nimmt an Seeschlachten teil, wo Kartoffeln, Pflaumen und Pfirsiche zum Einsatz kommen, man ins entfernte Käsien reist, wo es unsagbar stinkt und man lernt die kriegerischen Blutwürste kennen, die, wenn sie besiegt werden, Harakiri durchführen, indem sie sich selbst die Haut entzweireißen. Dies sind nur einige der wahnwitzigen Szenen, die auf den Leser warten!

    Die einzelnen Charaktere wurden von Maris Putnins sehr liebevoll und anschaulich gestaltet. Mohnschnecke mausert sich vom verwöhnten Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzt und Anerkennung erntet. Hörnchen entwickelt sich vom Hallodri zu einem ernsthaften jungen Mann und Eclair, der anfangs bedauernswerte Mitarbeiter von Mohnschneckes Vater, geht auf seiner Suche nach Mohnschnecke mit seinem Freund Otto sprichwörtlich durchs Feuer.

    Mit seinen immerhin 656 Seiten ist "Die wilden Piroggenpiraten" zwar ein sehr dickes Buch, doch fliegen die Seiten beim Lesen dank seiner mit Humor vollgepackten Szenen, in die man nahtlos schlittert, nur so dahin. Ich würde das Buch allerdings für Kinder ab 10 Jahren empfehlen, 8 Jahre empfinde ich etwas zu tief gegriffen. Auch Erwachsene werden mit diesem witzigen und innovativen Roman sicherlich ihre Freude haben! Ich war jedenfalls sehr begeistert von dieser tollen Idee des Autors.

    Fazit: "Die wilden Piroggenpiraten" ist eine wirklich einmalige Geschichte, in der geschmackvolle Lebensmittel die Protagonisten sind. Mohnschnecke und ihre Freunde konnten mich ganz für sich einnehmen, und ihre Abenteuer kann ich jedem Leser, der Abenteuer und ausgefallenen Humor und Wortwitz mag, nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    20. June 2012 um 17:47

    Meine Erwartungen an dieses Buch waren extrem hoch, da ich von mehreren Seiten höchstes Lob gehört hatte. Vielleicht ist das der Grund, warum ich am Ende doch eher ein bisschen enttäuscht bin. Und ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Es handelt sich um eine wirklich nette, liebevoll und phantasievoll erzählte Geschichte. Doch ich konnte mich nicht so richtig hineinfühlen. Zum einen konnte ich mir die Charaktere nur schlecht bildlich vorstellen, zumal die eigentlich ganz schönen Illustrationen im Buch überhaupt nicht zu den Beschreibungen passen. Eine Mohnschnecke zum Beispiel stelle ich mir als plattgedrückten Kringel vor. Mag ja lecker aussehen, aber auf zwei Beinen wandelnt erscheint mir das nicht anmutig oder herausragend hübsch. Offenbar fehlt es mir hier an Fantasie. (Dem Illustrator aber auch.) Zum anderen fand ich außer dem kleinen Pelmen (was bitte ist ein Pelmen??) die meisten Charaktere unsympathisch oder zumindest in ihrem Verhalten nicht so, dass ich mit ihnen mitfühlen würde. Mohnschnecke zum Beispiel erscheint erstmal als eingebildet, wandelt sich dann als sie zu den Piraten stößt. Ihre Motive bleiben für mich aber im Dunkeln. Und wie kommt es eigentlich, dass die Piraten die Guten sind? Okay, wir alle lieben Jack Sparrow und ich sehe auch ein, das Piratengeschichten spannend sind, aber trotzdem. Oder bin ich zu spießig? Ronja Räubertochter war als Kind eine meiner Lieblingsfiguren. Auch dort sind wir natürlich auf der Seite der Räuberfamilien, aber immerhin wird dort festgestellt, dass die Menschen schreien und weinen, wenn man ihnen was wegnimmt, weshalb Ronja selbst am Ende kein Räuberhauptmann werden will.
    Alles in allem habe ich mich zwar ganz gut unterhalten gefühlt und auch einige Male schmunzeln mussen, kann mich aber nicht mit vollem Herzen in die Geschichte hineinfühlen. Daher leider nur 3,5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    23. May 2012 um 00:48

    Mit „Die wilden Piroggenpiraten“ liegt dem Leser ein besonders schmackhaftes Buch vor – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Charaktere in diesem Buch sind zweibeinige Personifikationen von etwas zum Naschen. Ob eine Mohnschnecke, ein Eclair, ein Zwieback oder eine Teigtasche – die Idee zu den Charakteren ist in der Tat ein „gefundenes Fressen“ und so innovativ, dass selbst einem älteren Leser dieses Kinderbuch Spaß macht!

    Der auktoriale Erzählstil und der mitschwingende „Es war einmal“-Tonfall verleihen dem Roman ein wenig kinderfreundlichen Märchenbuchcharakter. Gleichzeitig ist die rasant voranschreitende Handlung jedoch so spannend, dass er bald sich zu einem richtigen „Abenteuerschinken“ mausert, der versehen mit einer Prise Humor jeden Lesergeschmack treffen dürfte.
    Die Protagonisten sind trotz zumeist teigiger Substanz sehr authentisch dargestellt und benehmen sich trotz Blutlosigkeit wie Menschen: Sie verlieben sich, erleben Trauer, sind trotz ablaufendem Haltbarkeitsdatum heldenmutig, versnobt, machen Fehler und vollbringen Gutes. Jedes „süße Stückchen“ und jede „Teigware“ zeichnet sich durch ganz eigene Charakterzüge aus und ist auf seine Art liebenswürdig. Ich kann keinen benennen, der im Verlaufe des Buches nicht über sich selbst hinausgewachsen wäre oder dem Leser letztlich ungeahnte Füllungen offenbart hätte.
    Besonders schön fand ich bei der Charakterzeichnung zudem, dass für jedes Hauptpersonenrezept stets zwei gleiche Zutaten verwendet und vom Leser auch herausgeschmeckt wurden: Hoffnung und Lebensfreude.
    Und ich denke, dass das eine wichtige Botschaft für den Leser darstellt: Auch wenn es ernste und sehr traurige Moment im Leben gibt, es lohnt sich, weiterzumachen und die Freude daran nie zu verlieren. Es gab schon immer Menschen, die Angst vor der „Hölle“ haben – die Buchhelden in diesem Roman beweisen, dass selbst nach einem Aufenthalt im warmen Ofen das Abenteuer erst so richtig beginnen kann. Dann eben einfach ein bisschen „crosser“.
    Zu der Handlung selbst sollte wohl nichts weiter verraten werden – ein Bäcker behält das Geheimnis um seine „Spezialzutat“ schließlich auch stets gut unter Verschluss.

    Allerdings würde ich „Die wilden Piroggenpiraten“ keinem Kind unter zehn Jahren zum Lesen geben. Eine Stärke von immerhin 656 Seiten könnte auf die kleinen Schlemmerer evtl. abschreckend wirken und sie vorab übersättigen. Ebenso wie manch angebrachter Witz oder die ein oder andere behandelte Thematik, was auch die Antriebskraft hinter so mancher Tat der Protagonisten einschließt, von diesen vielleicht nicht in dem Maße verstanden werden könnte, wie es ältere Leser vermögen. Da auch einige neologistisch eingebrachten Redewendungen und Begriffe nicht ohne Nachschlagen im Glossar gleich richtig gedeutet werden könnten, was meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan hat, würde ich Putnins Werk den eingefleischteren Bücherwürmern empfehlen.
    Ja, ich kann diesen Roman nur empfehlen – denn eine so originelle Geschichtsidee gehört einfach gelesen, genossen und noch mehr „Restaurantkritikern“ vorgesetzt. Als zusätzliche Bonus zählen die goldigen Zeichnungen, die jeweils am Kapitelanfang einen Ausschnitt aus dem Geschehen im Buch visualisieren und das Extra, das der Verlag für uns Leseratten und Naschkatzen im Internet zur Verfügung gestellt hat und auf das am Anfang des Buches nochmal hingewiesen wird: Die Rezepte der Helden finden sich online zum Nachbacken.
    Köstlich!

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    Lesemomente

    Lesemomente

    19. May 2012 um 10:41

    Ein Buch über Gebäckstücke, über Piroggen mit Zwiebelfüllungen, über Blutwürste und Knofikaufleute…

    Wer mich und meinen Lesegeschmack ein wenig kennt, weiß genau, dass mir der Einstieg in so ein Buch eher schwer fällt. Ich brauche immer ein bisschen, bis ich mich an so neue Ideen gewöhnt habe.

    Aber schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte um Mohnschnecke, Eclair, Otto und um die Piroggenpiraten komplett in den Bann gezogen. Der lettische Kinderbuchautor steckt so viel Gefühl, so viel Heldenmut und so viel Liebenswertes in seine teigigen Hauptdarsteller, dass sie schnell mein Herz erobert und mich an einigen Stellen sogar zu Tränen gerührt haben.

    Das soll aber nicht heißen, dass das Abenteuer um die wilden Piroggenpiraten eine traurige Geschichte ist: sie ist viel mehr voll von allem, was ein gutes Kinderbuch benötigt: Es gibt wahre Helden, eine wunderbare Freundschaft, eine Liebesgeschichte, Intrigen, Gefahren und vor allem jede Menge Abenteuer.
    Und ganz versteckt geht es in dieser zauberhaften Geschichte um Themen wie Identität, den Wunsch jemand anders zu sein und darum, für das einzustehen, woran man glaubt.

    Nebenbei glänzt „Die wilden Piroggenpiraten“ durch einen wirklich grandiosen Humor und einen Wortwitz, der insbesondere die erwachsenen (Vor)-Leser ansprechen dürfte: so heißt beispielsweise die Hauptstadt von Käsien Tschiesburg und deren Bewohner sind „keinwüchsig, aber allesamt stinkig und stänkerisch“.

    Die letzten Seiten über Mohnschnecke und die wilden Piroggenpiraten habe ich fast ein wenig traurig gelesen. Obwohl das Buch mehr als 600 Seiten umfasst, hätte ich gerne noch mehr Zeit mit meinen Teig-Helden verbracht, hätte gerne länger mit ihnen gelacht und gebangt, hätte mich an der List und Tücke der Piraten erfreut. Aber vor allem hätte ich gerne sehr viel länger meine heimlichen Lieblingsfiguren Eclair und Otto begleitet: zwei Freunde, die man sich besser nicht erträumen kann.

    „Die wilden Piroggenpiraten“ ist ein wirklich bezauberndes Kinderbuch. Aber ich bin mir sicher, dass auch jugendliche und erwachsene Leser an dieser wirklich tollen Idee und der noch besseren Ausführung ihre wahre Freude haben werden. Ich habe auf jeden Fall schon mehrere Personen im Kopf, denen ich dieses Piratenabenteuer empfehlen möchte. 9 von 10 Sternen!

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  • Leserunde zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer
    JensMuehling

    JensMuehling

    Russland... Wenn dieses Wort bei Dir das gleiche Kribbeln auslöst wie bei mir, dann bist Du hier genau richtig. Aber auch, wenn Du über Russland bisher gar nichts weißt und gerne mehr wissen würdest. Im einen wie im anderen Fall bist Du herzlich eingeladen, an dieser Leserunde teilzunehmen und Dich für eins von 10 Leseexemplaren zu bewerben.

    "Mein russisches Abenteuer" ist kein Roman, aber auch kein klassisches Sachbuch. Es ist eine Reiseerzählung, die den Leser mitnimmt ins heutige Russland.

    Darum geht's im Buch:

    Vor zehn Jahren lernt der Journalist Jens Mühling in Berlin den russischen Fernsehproduzenten Juri kennen. Die Begegnung verändert sein Leben. Juri verkauft deutschen Sendern erfundene Geschichten über Russland, er sagt: »Die wahren Geschichten sind noch viel unglaublicher als alles, was ich mir ausdenken könnte.« Seitdem reist Jens Mühling immer wieder nach Russland, getrieben von der Idee, diese wahren Geschichten zu finden. Die Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet, wirken wie ausgedacht - aber sie sind das wahre Russland: Eine Einsiedlerin, die seit ihrer Geburt in der Taiga lebt und erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der 1000 Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. ›Mein russisches Abenteuer‹ ist eine Reiseerzählung, die durch das heutige Russland führt. Aus sehr persönlicher Perspektive porträtiert Jens Mühling eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize im Ausland nach wie vor wenigen vertraut sind.

    Wer gerne zusammen mit anderen Lesern über dieses 350-seitige Russland-Abenteuer diskutieren und es anschließend rezensieren möchte, kann sich im Unterthema "Bewerbung" bis Sonntag, 6. Mai für eins von 10 Leseexemplaren bewerben. Alle, die das Buch bereits haben, sind natürlich auch herzlich willkommen als Leserundenteilnehmer.

    Mehr Infos zum Buch und einen Auszug aus dem ersten Kapitel gibt es hier:
    http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jens_Muehling_Mein_russisches_Abenteuer/10722

    Ich freue mich auf Eure Berwerbungen!

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    27. April 2012 um 20:09

    *PIRATEN* – angstvolle Schreie hallen seit Jahrhunderten über die Weltmeere, wenn man als friedlicher Handlungsreisender die Ozeane befährt und am Horizont die Schwarze Flagge mit Schädel und gekreuzten Knochen erblickt.

    *PIRATEN*… schreckliche Gestalten gehören zu der dunklen Besatzung der Weltliteratur und ganze Büchermeere machten sie unsicher. Unvergessen ist Robert Louis Stevenson und sein legendärer John Silver (hört ihr das Holzbein an Bord?) mit den übelsten Gesellen in seinem Gefolge… Die Schatzinsel – heute noch Synonym für die Freibeuter der Meere.

    *PIRATEN*… rette sich wer kann… schon wieder dreht ein Schiff bei – richtet seine Kanonen mit voller Breitseite auf das junge Lesevolk und scheint angriffslustig zum Entern anzuheben. *PIROGGENPIRATEN* – rette sich wer kann…

    *Öhm… stopp mal… jetzt ganz langsam!*

    Sagte ich gerade Piroggen? Habe ich um Hilfe geschrieben, weil eine Horde Teigtaschen auf einem Buchcover den Eindruck erwecken möchte, die größte Gefahr aller Meere zu sein…

    Gelächter – geht ja gar nicht… Piroggen…. Gelächter…

    Also machen wir mal einen Punkt und schauen uns den Roman doch mal genauer an. Ein Kinderbuch mit schlappen 653 Seiten – auf dem Cover eine muntere Schar, gar nicht so schurkiger Gesellen und erst auf den zweiten Blick: Lebensmittel. Ein tollkühnes Abenteuer um eine entführte Mohnschnecke zu retten und ihre furchtlosen Retter. So steht es dort geschrieben.

    *Die wilden Piroggenpiraten von Māris Putniņš*

    Völlig abgedreht, denken wir uns und gehen an Bord. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen und kaum über die Planke an Deck des riesigen Piratenschiffes gelangt, finden wir uns in einem aberwitzigen Abenteuer wieder.

    Māris Putniņš (sprich: Máhris Púttninsch), der geniale Erzähler lässt die Segel setzen, den Anker lichten und mit ein paar lauten Rufen der Besatzung sind wir auch schon auf dem Weltmeer der guten Geschichten. „Alle für eine, eine für alle… und macht sie zu Semmelbröseln“, schallt es in den Wind…

    Einige starke Taue spannt er in die Takelage der Speckkugel, seines Schiffes – unterschiedlich dicke Handlungsstränge, an denen wir nun hängen. Umgeben von Teigtaschen aus aller Herren Länder – und jedes gefüllte Kerlchen ist appetitlicher und witziger als das andere. Piroggen eben..

    Die bildschöne Mohnschnecke Eloise aus Murseille, (aus bestem Hause stammende Tochter eines Mohnstrudels und einer Wiener Mohnpotitze) wird von Piroggenpiraten entführt. Wenn diese geahnt hätten, was sie sich da an Bord holen, dann…. (aber das könnt ihr selbst lesen)

    Eclair, Puder über Zucker in sie verliebt begibt sich auf die verzweifelte Suche nach seiner Angebeteten und wird dabei von seinem Konkurrenten Hörnchen verfolgt, der jedoch ganz andere Absichten mit Mohnschnecke hat. Hörnchen vermutet Mohnschnecke auf dem Sklavenmarkt von Djadida und plant, sie schlicht und besitzergreifend preiswert zurückzukaufen, um dann Gewinn aus ihr zu schlagen.

    Mohnschnecke selbst mutiert an Bord des Piratenschiffes vom verwöhnten Ziergebäck zum Anti-Opfer. Sie übernimmt das Kommando, führt Regeln ein, die vormals ins Reich der Legende verbannt wurden (Hügjene zum Beispiel) und vertreibt den gar nicht arglosen Kapitän aus seiner angestammten Kabine. In Piratenkleidung gewandet wird sie schließlich zur Chefin an Bord.

    Eine wilde Jagd durch das Reich der vielfältigen Lebensmittel beginnt und führt die dicken Handlungstaue verzwirbelt zu einem großen Seil zusammen. Daran könnte man mühelos einen Anker befestigen, um irgendwann anzuhalten – aber das mag der Leser gar nicht. Deshalb freut man sich beim Lesen über das ausufernde Format des Romans….

    *PIRATEN – rette sich wer kann? Nein – der Ruf gilt nicht mehr* – steigt ein, mag man rufen – kommt an Bord und ihr werdet es nicht bereuen… Literatwo bleibt einfach hier und wartet, was noch so passiert und dabei lachen wir uns Piratenschlapp.

    Ein magisches Buch für Klein und Groß. Jede Lesergruppe erkennt neue und andere Anspielungen im Roman. Es erinnert mich daran, wie mir Asterix früher und heute gefallen hat. Für Kinder ist die schön illustrierte Geschichte einfach nur ein großes Vergnügen – für Erwachsene beinhaltet jedes Bild jedoch ein weiteres, denn der Autor hat unsere ganze Welt in dieser Erzählung gespiegelt. Es ist nur die Frage, auf wessen Seite wir lieber sind….

    Groß- oder Kleingebäck, Naschereien mit Studium an der Bonbonne oder im Zweifel dicke Blutwürste, die schon bei geringster Gefahr die Füllung verlieren…? Egal – jeder findet sich wieder – jeder fühlt sich angesprochen bei diesem Feuerwerk des guten Geschmacks. Und wer vom Roman noch nicht geng hat (und das wird der Fall sein), der kann im kleinen Kochbuch blättern und den Charakteren Leben einhauchen….

    *Es ist soooooooo lecker*

    http://literatwo.wordpress.com/2012/04/20/die-wilden-piroggenpiraten-an-bord-der-ms-literatwo/

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  • Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

    Die wilden Piroggenpiraten
    catbooks

    catbooks

    08. March 2012 um 05:24

    Dieses Buch muss wirklich etwas besonderes sein, wenn ich schon nach den ersten 10 Zeilen mein Handy raushole um diesen Abschnitt für mich und meine digitale Nachwelt festzuhalten!
    Ich bin von der Idee und der Umsetzung dieses Buches einfach hin und weg! Ich hätte mir eigentlich nie träumen lassen, dass ich von der Idee Essen zum Leben zu erwecken begeistert sein werde… ABER ich bin es!!! ♥

    Die Protagonistin ist eine Mohnschnecke, genauer gesagt heißt sie Eloise, wird aber von allen trotzdem nur Mohnschnecke genannt! ;) Sie ist die Tochter des Mohnmeisters Mohnstrudel und seine Frau die Mohnpotitze.
    Wie alle jungen Mädchen mag auch Mohnschnecke Eloise Veranstaltungen um mit anderen Menschen zu tanzen und viel Spaß zu haben. Doch durch einige blöde Zufälle wird Mohnschnecke von den wilden und sehr gefürchteten Piroggenpiraten entführt…
    Der Helfer von Mohnschneckes Vater, Eclair, und der junge Mann Hörnchen, den sie auf der Veranstaltung kennengelernt hat, machen sich so schnell wie möglich auf den Weg um Mohnschnecke aus den Fängen der Piroggenpiraten zu befreien.
    Ein riesiges und spannendes Abenteuer beginnt und lässt sowohl das Leserherz als auch das Herz jeder einzelnen Figur schneller schlagen!

    Maris Putnins hat jede einzelne Figur mit sehr, sehr viele Liebe zum Detail dargestellt. Ich habe von jeder Figur ein Bild vor Augen gehabt, die in diesem Buch vorgestellt wurde. Sie wirken trotz ihrer essbaren Form sehr lebendig, realistisch und könnten sehr gut auch die eigenen Freunde sein. Trotz vieler ernster Momente hat man gemerkt, dass den Figuren nie die Lebensfreude ausgeht. Auch wenn sie in einer eher schlechteren Position stehen, versuchen alle das beste aus ihrer Situation zu machen und sind einfach nur glücklich!
    Besonders niedlich und hinreißend fand ich Mohnschnecke, Eclair und den Piroggenkapitän.
    Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Figuren verraten. Kommt selbst in diese Welt und lernt die vielen verschiedenen Teilchen kennen und lieben, wie auch ich es getan habe!! ♥

    Um einen perfekten Überblick zu haben, wird die Geschichte aus der Sicht von Mohnschicke, ihrem ersten Retter Eclair und ihrem 2. Retter Hörnchen erzählt. Ich bin sehr froh, dass der Autor sich für die Art des Erzählens entschieden hat, ich war schon sehr traurig als ich schon ca. 20 Seiten mal nichts von der Mohnschnecke gehört hatte und ich doch aber unbedingt wissen wollte wie es ihr in den Händen der wohl furchtbarsten Piraten der Welt geht…

    Sprachlich fand ich dieses Buch teilweise etwas schwierig, da ich an der einen und anderen Stelle nicht genau wusste welches Wort sich hinter dem “Pseudonym” befindet. Es gibt zwar ein Glossar am Ende des Buches, wo man jederzeit die Wörter nachschlagen kann, doch meistens standen genau die Wörter nicht drin, die ich in diesem Moment gebraucht hätte.
    Daher würde ich dieses Buch wohl eher etwas älteren Kinder dieses Buch empfehlen, da es besonders sprachlich teilweise zu anspruchsvoll ist. Auch ist das Buch mit seinen 650 Seiten recht dick für ein 9-jähriges Kind. Würde es daher wohl eher jemanden in die Hand geben, der gerne liest, da ich befürchte, dass sich die meisten vor diesem Welzer erschrecken würden.
    Doch etwas kann ich euch und eure Kinder beruhigen, dieses Buch ist man so schnell durch, dass diese 650 Seiten kaum auffallen! ;)

    Das Cover ist wunderschön und drückt mit diesem Bild genau die freudige und abenteuerlustige Stimmung dieses Buches aus!
    Auch wenn ich nicht finde, dass die Figuren wie Eclair, Mohnschnecke und Pirogge aussehen. ;)

    Fazit:

    Der Autor Maris Putnins hat mit viel, viel Liebe zum Essen einen wundervollen, fantasievollen Roman für Menschen jeden Alters geschrieben. Ich bin begeistert, wie viel Leidenschaft und Zuneigung ein Mensch dem Essen entgegenbringen kann – ich werde in der nächsten Zeit keine Mohnschnecke oder Eclair essen können! ;)
    Aber noch einen Tipp: Wenn es möglich ist, dass lest dieses Buch mit jemanden zusammen! Ich war beim Lesen soo sehr mitteilsam, da ich immer wieder auch tolle Szenen gestoßen bin, die ich unbedingt jemanden erzählen wollte!

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