Marisa Merico Mafia Princess

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Inhaltsangabe zu „Mafia Princess“ von Marisa Merico

Marisa Merico, the daughter of one of Italy's most notorious Mafia Godfathers, was dazzled by her father, Emilio DiGiovine. To her he was all powerful, sophisticated and loving; to the rest of the world he was staggeringly ruthless. Marisa knew her father would do anything for her, but she hadn't expected just how much he would ask in return.

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  • Rezension zu "Mafia Princess" von Marisa Merico

    Mafia Princess
    anushka

    anushka

    09. October 2010 um 17:53

    Marisas Mutter ist sehr jung, als sie aus Blackpool in England ausbricht und als Au Pair nach Italien geht. Dort lernt sie einen jungen Mann kennen und ist bald schwanger von ihm. Was sie zunächst nicht ahnt: dessen Mutter leitet einen Arm der 'Ndrangheta, eine der größten Mafiaorganisationen Italiens. Und so wächst Marisa zwischen Geldwäsche, Drogenschmuggel und Mordanschlägen auf. Schon früh wird sie selbst mit hineingezogen und übernimmt als junge Frau sogar die Leitung, während ihr Vater im Gefängnis sitzt. Wirklich begeistern konnte mich dieses Buch nicht. Sicherlich ist es eine Autobiographie und eine Bewertung des Buches kommt auch irgendwie immer einer Bewertung der Lebensgeschichte gleich. Dennoch wirkt mir die Autorin mit ihren 40 Jahren ziemlich naiv. Sie ist in einer italienischen Mafia-Familie aufgewachsen und lehnt sich als Teenager gegen ihre Mutter auf, die sie mit reduziertem Kontakt zum Vater am Abrutschen in dessen Machenschaften hindern will. Doch zwischenzeitlich nimmt Marisa dort sogar eine zentrale Rolle ein. Als sie dann als Mittzwanzigerin ins Gefängnis kommt, versteht sie die Welt nicht mehr. Schließlich habe sie ja nur Drogen geschmuggelt und Geld gewaschen und niemanden umgebracht. Ihre Werte sind völlig verschoben und sie scheint das Unrecht ihrer Taten und der ihrer Familie nicht zu begreifen, auch wenn das Buch mit einem moralischen Kapitel schließt. Dieses wirkt jedoch eher aufgesetzt, wurde vielleicht - ich spekuliere - auf Raten des Verlags hinzugefügt. Sie beschreibt ihren Vater als guten Menschen, dem das Schicksal übel mitspielt, scheint dabei jedoch außer Acht zu lassen, dass ihre Familie direkt und indirekt für den Tod anderer Menschen verantwortlich ist. Auch ihren späteren Freund, der selbst im Gefängnis war, beschreibt sie als guten Menschen mit weichem Herz und als verlorene Seele. Dieser stand jedoch noch während seiner Haft erneut mehrfach vor Gericht, weil er unter anderem einem Gefängniswärter den Kiefer gebrochen hat und seine Aggressionen einfach nicht in den Griff bekommt. Eine realistische Wahrnehmung scheint der Autorin also fern zu liegen. Das Angebot eines Verwandten, ihr Freund könne Drogen vertreiben, die er erst später bezahlen müsse, bezeichnet Merico als unschätzbaren Freundschaftsdienst. Auf den knapp 300 Seiten ist mir diese Autorin also keineswegs sympathisch geworden. Zudem kann ich nicht empfehlen, dieses Buch auf Englisch zu lesen, um Englisch als Fremdsprache zu verbessern, da dieses Buch sehr umgangssprachlich geschrieben und mit vielen verwirrenden britischen Slang-Begriffen gespickt ist. Einige interessante Einsichten hielt das Buch gegen alle Kritik dennoch bereit. Es bot Einblicke dahingehend, wie Banden im organisierten Verbrechen funktionieren und denken und welche Konflikte, Rivalitäten und Territorialkämpfe im Hintergrund vonstatten gehen, von denen unbescholtene Bürger gar nichts mitbekommen. Außerdem lässt mich der Einfluss mafiöser Gruppen in gesamten Geschäftszweigen auch das ein oder andere in meinem Alltag hinterfragen. Beispielsweise, ob es nicht auch Kämpfe um italienische und vietnamesische Restaurants im Ausland gibt, wer hinter gewissen Immobiliengeschäften steckt und ob nicht der ein oder andere Superreiche "Dreck am Stecken" hat. Denn Mericos Familie bewegte sich lange Zeit unbescholten in gesellschaftlich höher gestellten Kreisen und wurde durchaus respektiert. Insgesamt hat mich das Buch jedoch streckenweise sehr enttäuscht und ich konnte oft nur den Kopf schütteln, wenn es um moralische und Lebenseinstellungen der Autorin ging. Ein paar Bewertungspunkte wurden jedoch durch den informativen Gehalt gerettet. Abschließend hätte mich jedoch noch interessiert, wie die Familie damit umgegangen ist, dass Merico das Gesetz des Schweigens gebrochen hat. Und so ganz kann ich nicht glauben, dass sie die Geschichte rückhaltlos erzählt hat. Mich beschleicht der Verdacht, dass sie lediglich jene Verbrechen erwähnte, derer die einzelnen Familienmitglieder in diversen Gerichtsverfahren für schuldig befunden wurden.

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