Marisha Pessl

 3.8 Sterne bei 1.120 Bewertungen
Autorin von Die alltägliche Physik des Unglücks, Niemalswelt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Marisha Pessl (© Laura Rose )

Lebenslauf von Marisha Pessl

Amerikanische Jungautorin: Marisha Pessl, geboren am 29. Oktober 1977 in Clarkston, Michigan, ist eine US-amerikanische Autorin. Sie wuchs in einer kreativen Atmosphäre bei ihrer Mutter auf und genoss Reit-, Mal- und Jazzunterricht. Ihr Studium der Englischen Literatur an der Columbia University schloss sie mit Magna-Cum-Laude ab. Nach dem Studium arbeitete sie als Beraterin bei PricewaterhouseCoopers, und begann in ihrer Freizeit zu schreiben. Ihr Debütroman "Die alltägliche Physik des Unglücks" erschien im Jahr 2006 und schaffte es gleich auf die New York Times Bestsellerliste, und wurde in 30 Sprachen übersetzt. 

Alle Bücher von Marisha Pessl

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Buchformat:
Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks9783596170739

Die alltägliche Physik des Unglücks

 (591)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Niemalswelt9783551584007

Niemalswelt

 (275)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Die amerikanische Nacht9783596183326

Die amerikanische Nacht

 (165)
Erschienen am 25.09.2014
Cover des Buches Niemalswelt9783745600995

Niemalswelt

 (31)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks9783866102736

Die alltägliche Physik des Unglücks

 (10)
Erschienen am 14.03.2007
Cover des Buches Die amerikanische Nacht9783837123180

Die amerikanische Nacht

 (2)
Erschienen am 23.09.2013
Cover des Buches Niemalswelt9783844920758

Niemalswelt

 (0)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Special Topics in Calamity Physics0143112120

Special Topics in Calamity Physics

 (31)
Erschienen am 24.04.2007

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Neue Rezensionen zu Marisha Pessl

Neu

Rezension zu "Die amerikanische Nacht" von Marisha Pessl

Was für ein Ritt!
Amilynvor 18 Tagen

Nach dem Selbstmord der Tochter eines berühmten aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit lebenden Regisseurs, beginnt der Journalist Scott McGrath mit den Recherchen, die ihn in die Abgründe einer Familie ziehen, die sogar mit dem Teufel im Bunde zu sein scheint.

Durch das Video einer amerikanischen BookTuberin auf das Buch aufmerksam geworden, und weil es bei deren Präsentation durch die Aufmachung interessant aussah (da einige Passagen der Geschichte in Form von Internetartikel etc erzählt werden), und weil ich sowieso gerade in Thriller-Stimmung war, habe ich "Die Amerikanische Nacht" von Marisha Pessl spontan bestellt und ebenso spontan zu lesen begonnen, obwohl ich ihren Namen bisher nur in Zusammenhang mit einem sehr negativ besprochenen Jugendbuch in Verbindung gebracht habe.

Und was auf was für eine Reise dieses Buch mich geschickt hat!

Ich kann auch hier die negativen Stimmen verstehen. Es ist sicherlich keine Allerweltskost, nichts für den Mainstream, und für einen rasanten Thriller mindestens 400 Seiten zu lang. Die Hauptfigur ist alles andere als sympathisch, und die beiden Nebenfiguren, die er während der Recherche um den Selbstmord einer jungen Frau kennenlernt und zu seinen Helfern werden, auch nicht. Dazu kommt, dass Marisha Pessl durch extrem viele Kursivierung ihrer Textes den Leser dazu zwingt, ihn auf eine bestimmte Art zu betonen, wodurch man sich etwas bevormundet fühlt - die einzige Sache, die ich persönlich negativ kritisieren würde.

Ansonsten habe ich das Buch von vorne bis hinten geliebt.

Ich mochte den Protagonisten gerade, weil er an bestimmten Stellen sehr unsympathisch wirkte, z.B. in seiner Vaterrolle, die er mehr schlecht als recht einnimmt und bei der man jedesmal, wenn er beteuert, mit seiner Tochter dies und das zu unternehmen, schon weiß: die Arbeit wird mal wieder vorgehen. Ich mochte es, dass Marisha Pessl nicht darauf achtet, was sie schreibt, sondern dass sie so schreibt, wie ihr Protagonist nun mal ist, und das ist oftmals: klischeehaft in seinem Denken, verallgemeinernd und zunehmend wahnhaft in seinem Wunsch, den Selbstmord der jungen Frau zu recherchieren, bzw. irgendwie an deren Vater heranzukommen.

Auch die beiden Nebenfiguren, die er während seiner Recherche kennenlernt, sind nicht unbedingt die sympathischsten, und es war so erleichternd, über einen jungen Mann zu lesen, der als sehr schön beschrieben wird und der trotzdem irgendwie unangenehm rüberkommt und nicht so, als würde ihm jede Schandtat verziehen, nur, weil er gut aussieht.

Und der Schreibstil! Ich hätte noch einmal 800 Seiten lesen können und noch einmal und noch einmal. Marisha Pessl schreibt einerseits speziell, gleichzeitig aber sehr eingängig, und genau so mag ich es. So würde ich auch die Stile von Stephen King und Donna Tartt beschreiben, ohne dass sich diese jedoch ähneln. Auch sind alle drei von der Sorte "Ich schreib das jetzt so, weil meine Figuren so sind". Wer also grundsätzlich mit den Schreibstilen dieser beiden Autoren gut zurechtkommt, für den könnte Marisha Pessl etwas sein. Für mich hat sie ein enormes schriftstellerisches Talent, das sie gerne auf knapp 800 Seiten breittreten kann. Ich höre ihr zu.

"Doch weil sie so viel Make-up trug, war kaum zu erkennen, wo sie selbst aufhörte und die Illusion von ihr begann." (S. 278)

"Wir durchsuchten den nächsten Raum, ein überladenes Wohnzimmer, das wie ein verrottetes Terrarium aussah." (S. 484)

Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Dazu kommen immer wieder Passagen, in denen sie es mühelos schaffte, mir vor Angst die Schuhe auszuziehen. Ich habe mich mitten in diesem realistischen New Yorker Setting stellenweise zu Tode gefürchtet, lediglich durch ein paar gut platzierte Sätze und ohne in irgendeine Form in Fantasy abzurutschen.

Fazit: Ich kann den Schreibstil von Marisha Pessl, ihr Talent, ihre Mühelosigkeit, grandiose Sätze zu formulieren, ohne dass es gezwungen oder unauthentisch wirkt, nicht genug loben und hervorheben. Die Geschichte selbst ist erschreckend und tragisch und spannend und irgendwie irre und wirkt selbst in der psychedelischsten Phase nicht albern. Ein absolutes Highlight und natürlich 5*****.

PS: Wer den Film "Sieben" noch nicht kennt und gerne noch schauen will, sollte auf keinen Fall die Seite 703 lesen!




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Rezension zu "Niemalswelt" von Marisha Pessl

Auch für ältere Leser ziemlich spannend
czytelniczka73vor 21 Tagen

Bee ist mit ihren Freunden auf dem Weg von einem Konzert zurück nach Hause, als sie einen Autounfall haben...Nur eine von den fünf Personen hat überlebt, es steht aber noch nicht fest wer, das müssen die Freunde nämlich einstimmig selbst entscheiden. Bis es so weit ist, stecken sie in Niemalswelt, einem Raum zwischen Leben und Tod, fest. Nach anfänglichen Unglauben, Verleugnung und Trotzreaktionen kommen die Freunde zu der Erkenntnis, dass die Lösung in der tragischen Nacht vor einem Jahr liegt, als ihr Freund Jim angeblich den Selbstmord begangen hat.
Eine tolle Grundidee für eine gelungene und atmosphärisch überzeugende Mysterygeschichte, die auch zufriedenstellend umgesetzt worden ist. Ich fand es spannend die Vergangenheit Stück für Stück zu entdecken, sich langsam ein Bild von Jim zu machen und rauszufinden warum er gestorben ist. Noch spannender, das alles in Niemalswelt passiert, einem fremdaritgen Ort mit eigenen Regeln. Allerdings an manchen Stellen fand ich die Entwicklung bisschen verwirrend, bei Zeitschleifen - Geschichten passiert mir das aber öfftes, wahrscheinlich gehört bisschen Verwirrung einfach dazu. Letztendlich wirkt die Geschichte aber ziemlich logisch und gut durchdacht, das Lesen macht Spaß und bietet schöne Unterhaltung. Die Sprache ist modern und jugendlich, die Figuren nicht immer sympathisch, dafür aber sehr interessant. Was die Geschichte noch schöner und lesenswerter macht, ist die Botschaft am Ende, dass man sich selbst immer treu bleiben soll. Für Jugendliche ist das Buch sehr empfehlenswert, bleibt aber auch für Erwachsene spannend.

Kommentare: 6
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Rezension zu "Niemalswelt" von Marisha Pessl

Die Stärke liegt nicht in den Charakteren
biscoteria85vor einem Monat

Es gibt Bücher, da sterben Menschen und erhalten kurzfristig eine zweite Chance. Die Chance dem Tod zu entkommen und ihr Leben weiter zu leben. In dieser Geschichte sind es fünf junge Menschen, die in einer Nacht sterben, aber nur eine Person wird am Ende leben? Aber wer bloß?

Bee und Jim waren das Lieblingspaar in der Studienzeit gewesen. Bis eines Tages Jim tot im Steinbruch gefunden wurde. Die Polizei hat es als Selbstmord abgetan. Die jungen Leute haben damals keinen Grund für seinen Selbstmord gesehen. Aber was soll sonst passiert sein?

Fünf Jahre später treffen sich vier der fünf von damals zu einer Party. Bee entschließt sich diese zu crashen. Sie will die Leute von damals und vor allem ihre damals beste Freundin Whitley wiedersehen. Die Gruppe ist geschockt Bee zu sehen. Diese galt damals als labil nach Jims Tod und den getrennten Wegen von allen.

Sie überreden Bee über Nacht zu bleiben und dass sie mit zu einer Party mitkommt. Auf dem Weg dorthin geschieht ein Unfall und alle sind überrascht es überlebt zu haben. Sie gehen zurück ins Haus und bekommen dort Besuch von einem fremden, merkwürdigen Mann. Dieser erklärt ihnen, dass sie tot seien und in der Niemandswelt feststecken würden. Sie würden den Tag immer wieder bis zum Zeitpunkt ihres Todes erleben, wenn auch selbst gesteuert, und dann kommt die Wahl. Sie müssen entscheiden wer von ihnen leben darf, während der Rest endgültig stirbt.

Wo führt sowas natürlich erstmal hin: Unglaube, Verdrängung und ignorieren es. Nach dem es aber vier Stunden später wieder passiert, sie sterben wieder und kommen wieder im Haus an. Merken sie das der Alte die Wahrheit sprach. Sie feiern die Stunden, Tag für Tag, beobachten die Sterne. Manche Person verschwindet immer wieder für Stunden. Doch es bricht in sich zusammen. Sie merken das es nicht so viel Spaß macht, immer an den gleichen Stellen neu einzusteigen. Sie entscheiden sich also für was Sinnvolles, sie wollen herausfinden was mit Jim passiert ist. War es wirklich Selbstmord?

Bis hierhin ist Teil 1. Im zweiten Teil beginnt die Gruppe auf die Suche nach Hinweisen und Verdächtigen zu gehen. Dabei merken diese, dass die Welt nicht den normalen physischen Gesetzten entspricht, mal von den Tod und Auferstehen, abgesehen. Im dritten Teil erleben wir dann mehr aus der Zeit, wo Jim noch lebte und das Rätsel um seinen Tod wird aufgelöst sowie, das Geheimnis der Niemalswelt.

Alles in allem, war das Buch sehr schnell lesbar. Flüssig und einfach trotz der Thematik. Die Charaktere waren für mich alle durchweg blass und ungreifbar. Man bekommt am Anfang ein Bild dieser, aber das wird für mich nicht genügend vertieft. Zudem sie alle unsympathisch wirken. Wir wissen das Bee sich die Schuld am Tod gibt, aber dass sie damit nach fünf Jahren immer noch nicht abgeschlossen hat war schon was nervig. Klar erfahren wir, warum sie sich die Schuld gibt, aber sie konnte ja auch mit niemanden darüber reden.

Die Auflösung, naja, da war ich zwiegespalten. Alles in allem war das Buch in Ordnung gewesen, aber für den Neukaufwert dann doch nicht stark genug. Leider ist es einfach zu sehr gehypt gewesen.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücksundefined

Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Die alltägliche Physik des Unglücks" von Marsha Pest zu lesen. 

Wir beginnen ab nächster Woche (oder schon sofort) und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

Viel Spaß uns allen :)
4 Beiträge
Cover des Buches Die amerikanische Nachtundefined

Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Die amerikanische Nacht" von Marisha Pessl zu lesen. 

Wir beginnen am  01.07.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man zwei Lose dafür. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

Viel Spaß uns allen :)
43 BeiträgeVerlosung beendet
R
Letzter Beitrag von  Ro_Kevor 3 Jahren
Oh, wie toll. Danke für die Info :)
Cover des Buches Night Filmundefined
Mit ihrem Debutroman Special Topics in Calamity Physics (Die alltägliche Physik des Unglücks) hat sie unsere Herzen erobert und nun folgt der langersehnte neue Roman der amerikanischen Bestsellerautorin.

Mit ihrem neuen Roman geht sie neue Wege und ihr Buch hat es bereits auf die New York Bestseller Liste geschafft. Hier eine kurze Beschreibung von uns in englisch:

On a damp October night, beautiful, young Ashley Cordova is found dead in an abandoned warehouse in lower Manhattan. 

Her death is ruled a suicide, but veteran investigative journalist Scott McGrath suspects otherwise. As he probes the strange circumstances surrounding her death, McGrath comes face-to-face with the legacy of Ashley’s father: cult horror film director Stanislas Cordova. Rumored to be shuttered away in a remote Adirondack estate, Cordova remains an enigma. Though much has been written about his unsettling films, very little is known about the man himself.


With the help of two strangers, McGrath is slowly drawn into Cordova’s eerie, hypnotic world as he pieces together the answers:

What really happened to Ashley?

Who is Cordova?

And once we face our deepest fears—what lies on the other side?

Marisha Pessl liest einen Auszug hier 

Wer lieber die deutsche Ausgabe lesen möchte – diese ist im S Fischer Verlag erschienen mit dem Titel Die amerikanische Nacht und Ihr findet sie auf Lovelybooks hier

Wir verlosen 10 Exemplare der englischen Ausgabe und wer sich gern in der Originalsprache probieren möchte, müsste nur die folgende Frage beantwortet:

Im Buch geht aus unter anderem um verschiedene Varianten der Angst und wie diese durch eine Mischung von Realität und Fiktion erzeugt werden kann. Welches Buch hat bei Dir am meisten Eindruck hinterlassen und Dir soviel Angst eingejagt, dass Du nur noch unter die Bettdecke kriechen wolltest?
64 BeiträgeVerlosung beendet
S

Zusätzliche Informationen

Marisha Pessl wurde am 25. Oktober 1977 in Clarkston, Michigan (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Marisha Pessl im Netz:

Community-Statistik

in 1.966 Bibliotheken

auf 232 Wunschlisten

von 69 Lesern aktuell gelesen

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