Marit Kaldhol

 4.2 Sterne bei 60 Bewertungen
Autorin von Allein unter Schildkröten, Abschied von Rune und weiteren Büchern.
Marit Kaldhol

Lebenslauf von Marit Kaldhol

Marit Kaldhol arbeitete einige Jahre als Lehrerin, bevor sie ihre künstlerischkreative Tätigkeit als Schriftstellerin begann. 1986 erschien ihr erstes Kinderbuch „Abschied von Rune“, das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Kaldhol schreibt neben Kinder- und Jugendbüchern auch Lyrik, Romane und Kurzgeschichten. Aktuell stehen Psalmen und Theaterstücke für Kinder auf ihrem Arbeitsplan. 2010 erhielt sie für „Allein unter Schildkröten“ den Literaturpreis des norwegischen Kultusministeriums.

Neue Bücher

Abschied von Rune

Erscheint am 19.12.2018 als Hardcover bei Ellermann.

Alle Bücher von Marit Kaldhol

Allein unter Schildkröten

Allein unter Schildkröten

 (47)
Erschienen am 27.01.2016
Abschied von Rune

Abschied von Rune

 (11)
Erschienen am 01.02.1987
Zweet

Zweet

 (2)
Erschienen am 14.08.2017
Abschied von Rune

Abschied von Rune

 (0)
Erschienen am 19.12.2018

Neue Rezensionen zu Marit Kaldhol

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kathrineverdeens avatar

Rezension zu "Zweet" von Marit Kaldhol

Rezension zu "Zweet" von Marit Kaldhol
kathrineverdeenvor einem Jahr

Manchmal gibt es Bücher, die trotz ihres Umfangs und ihrer zahlreichen Kapitel so nichtssagend und unbedeutend sind. Und dann gibt es Bücher, die mit nur wenigen Seiten so vieles erzählen und ihre Leser auf eindringliche Weise bewegen. Wie „Zweet“, dem neuen Jugendbuch von Marit Kaldhol, das ich vor Kurzem für mich entdecken durfte. In dieser Geschichte geht es um sehr gewichtige Themen, die eigentlich immer aktuell sein dürften: Kaldhol berichtet auf beeindruckende Weise von Mobbing, Liebe und dem Anderssein.

Als ich den ersten von insgesamt drei Teilen von „Zweet“ las, lernte ich Lill-Miriam kennen, die sich nach einem Giftgas-Alarm in ihrer Schule versteckt hält. Es ist aus ihrer Sicht ein selbst gewähltes Gefängnis, in dem sie sich vor Terroristen schützt, die ihre Schule mit Giftgas angegriffen und ihre Mitschüler in Bussen verschleppt haben. Um ihre Angst doch noch gefunden zu werden und dasselbe Schicksal wie ihre Mitschüler zu teilen, abzumildern, lässt sie ihre Gedanken in ihre Lieblingswelt – die Welt der Insekten – abschweifen.
Liest man die ersten Passagen bemerkt man rasch, dass Lill-Miriam einen sehr eigenen Erzählstil hat – oft wirkt sie etwas fahrig und schweift immer vom eigentlichen Thema ab. Trotzdem wird man als Leser sehr neugierig und möchte wissen, ob man mit seinen Vermutungen bezüglich Lill-Miriam richtig liegt. Denn sie wirkt anders, eben besonders.

Nachdem man im ersten Teil etwas über die Geschehnisse in der Schule und viele Informationen zu Insekten erhalten hat, bringt Marit Kaldhol eine weitere sehr interessante literarische Figur in die Handlung. Susan berichtet aus ihrer Sichtweise über die Ereignisse nach dem Giftgas-Alarm und darüber, wie sie zu Lill-Miriam steht. Denn es gab einen Vorfall, den sie nicht nur miterleben musste. Susan war auch aktiv daran beteiligt, was sie bis heute bereut. Für mich persönlich war diese Sichtweise und die Erklärungen zu einer erschreckenden Tat sehr interessant. Schon oft hatte ich mich gefragt, was einen Menschen dazu bewegt, jemand anderen etwas anzutun.

Im dritten Teil von „Zweet“ lernt man Ruben kennen, einen Jungen, der oft wegen seiner Herkunft ausgegrenzt wird. Dank seiner offenen und träumerischen Art versinkt man vollends in dieser so besonderen Geschichte. Und auch er hat eine ganz eigene Sichtweise auf die geschehenen Dinge und einen sehr ausdruckstarken Erzählstil. In Rubens Passagen erfährt man Details einer sanften ersten Liebe und erhält viele Antworten auf die Fragen, die während der vergangenen Kapitel aufgekommen sind. Auch auf die Frage, warum Lill-Miriam sich nicht aus ihrem Versteck traut …

„Zweet“ von Marit Kaldhol ist ein wunderbares Jugendbuch, das mich sehr überraschen konnte. Die Handlung wächst mit jeder gelesenen Seite zu etwas Großem und Gewichtigen heran. Als Leser mag man anfangs etwas verwundert über Lill-Miriams Art zu erzählen sein, entdeckt aber sehr schnell, was sich dahinter verbirgt. Jeder Teil der Handlung ist eine eigene kleine Geschichte und doch sind alle auf eine besondere Weise miteinander verwoben.

"Zweet" vereint viele besondere Dinge: eine tiefgründige Handlung mit gewichtigen und aktuellen Themen und sehr interessanten literarischen Figuren, die mit ihrer ganz eigenen Geschichte wichtige Botschaften vermitteln. Für mich ist dieses Buch ein kleines Wunderwerk, weil es trotz seiner wenigen Seiten und der kurzen und so abwechslungsreichen Kapitel so groß erscheint.

www.kathrineverdeen.blogspot.de

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Rezension zu "Allein unter Schildkröten" von Marit Kaldhol

Traurige, bewegende Geschichte
EmmaZeckavor 2 Jahren

Eines schönen Tages, ließ ich mich wieder von den Rezensionen anderer Blogger inspirieren und stieß auf dieses Buch. Naja um genau zu sein, habe ich den Titel gelesen und es sofort auf meine Wunschliste geschrieben, weil mich schon allein der Titel ansprach und ich hier mal wieder auf mein berühmt berüchtigtes Bauchgefühl hörte. Gedanken über den Inhalt habe ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht gemacht. Nun lag das Buch über ein halbes Jahr bei mir herum und ich dachte, es wäre mal an der Zeit, es zu lesen.

Die Geschichte fängt mit Mikkes Tagebucheinträgen an. Anfangs berichtet er über die Entdeckungen in der Natur, die er so macht. Es wird deutlich, dass er sich für Schildkröten und andere Meerestiere interessiert. Nachdem er das Abitur absolviert hat, er steht kurz davor, möchte er Biologie studieren.
Nach und nach kristallisiert sich aber heraus, dass in seiner Familie nicht alles so perfekt läuft, wie er es sich gerne wünscht.

Der Schreibstil der Geschichte gefällt mir wirklich gut. Hier ist das "zwischen den Zeilen" lesen gefragt. Es ist wichtig zu verstehen, welche Signale Mikke mit den Berichten über Schildkröten setzt, um mehr über ihn zu erfahren. Daher habe ich bei dem Punkt "Geeignet für" ein Mindestalter von 16 gesetzt, da mich die Tiefe der Geschichten erst ab diesem Alter interessiert hätte. (Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass es auch jüngere Menschen lesen können).

Ich war erstmal damit beschäftigt einen "roten Faden" in der Geschichte zu finden ,da kam es plötzlich zu einem heftigen Schicksalsschlag für Mikke und seine Familie, der gleichzeitig auch den Haupthandlungsstrang der Geschichte bildet. Da ich im Grunde noch dabei war, die Hauptperson und deren Umfeld kennen zu lernen, traf mich der Schlag ehrlich gesagt nicht so hart und er berührte mich daher nicht wirklich.

Da die wichtige Aktion der Geschichte so plötzlich passierte, ist der Spannungskurve für mich danach ziemlich rasant gefallen. Die Gefühle und Gedanken der Charaktere konnte ich zwar nachvollziehen, dennoch ging mir die Handlung der Geschichte dann etwas zu schnell. Da die Überleitung von "Hauptperson kennen lernen" und zum "Spannungsteil" übergehen, hat bei mir nicht funktionierte, zog der Rest der Geschichte etwas an mir vorbei.

Dennoch habe ich Personen, wie Mikkes Freund, Sverre in mein Herz geschlossen. Er ist wunderbar beschrieben und ich mochte die Dialoge, die er mit Mikke hatte. Auch finde ich, dass das Thema der Geschichte getroffen ist. Für Mikke ist Einsamkeit ein sehr großes Thema. Er scheint zwar von Menschen umgeben zu sein, hat aber das Gefühl, dass ihn niemand versteht.

Wer sentimentale Bücher sucht, sollte sich "Allein unter Schildkröten" auf jeden Fall durchlesen. Da ich momentan wenig bis gar nicht bereit bin, dieser "Schiene" beizutreten, ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichte an mir vorbeizog.

Ich finde, dass dieses Buch auch wunderbar für den Deutschunterricht geeignet ist. Es gibt ein paar Dinge über die es sich gut interpretieren / diskutieren lässt. Außerdem ist die Geschichte nicht allzu lang.

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E

Rezension zu "Allein unter Schildkröten" von Marit Kaldhol

Ein brutales, intensives und tieftrauriges Buch.
emjay222vor 2 Jahren

Ein brutales, intensives und tieftrauriges Buch.

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Zusätzliche Informationen

Marit Kaldhol wurde am 12. April 1955 in Ålesund (Norwegen) geboren.

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