Blut und Seide

von Marita Spang 
4,8 Sterne bei58 Bewertungen
Blut und Seide
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Anfangs war es ein wenig zäh, nahm dann aber Fahrt auf. Die historischen Geschehnisse haben mir gefallen, aber die Handlung zu vorhersehbar.

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"Ein großer mitreißender Facettenreicher Historischer Roman, geprägt von Liebe, Verrat und Macht "

Alle 58 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Blut und Seide"

Ein kluger und spannender historischer Roman über Recht und Unrecht im Mittelalter
Das Jahr 1260. Der junge Simon wird nach dem Raubmord an seinen Eltern als Ziehsohn des Grafen
Johann von Sponheim zum Ritter ausgebildet. Heinrich, Johanns jüngerer Bruder, schikaniert ihn von
Anfang an. Simon ist machtlos, als die Frau, die er liebt, zur Ehe mit Heinrich gezwungen wird.
Verbittert verlässt er die Heimat und kämpft mit dem Habsburger König Rudolf gegen dessen Rivalen
Ottokar von Böhmen. Doch die Intrigen der Mächtigen stoßen ihn ab.
Als Heinrich nach Simons Rückkehr eine Fehde gegen seinen Bruder Johann anzettelt, stehen sich die
beiden Todfeinde urplötzlich auf dem Schlachtfeld gegenüber.
Ein großer Roman über das Fehdewesen und die Stellung der Frau im Mittelalter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517178
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:832 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.11.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    lielo99vor einem Monat
    Kurzmeinung: Anfangs war es ein wenig zäh, nahm dann aber Fahrt auf. Die historischen Geschehnisse haben mir gefallen, aber die Handlung zu vorhersehbar.
    Einen Stern Abzug, da sehr absehbar

    Marita Spang hat mit diesem Buch die landläufige Vorstellung historischer Romane bestens bedient. Jugendliche verlieben sich, dürfen nicht zusammenkommen und nach vielen Irrungen und Wirrungen geschieht es dann doch. 
    Was mir gut gefiel ist, dass Frau Spang die historischen Geschehnisse ausführlich beschreibt und dafür aufwendige Recherchen betrieb. Auch ihre Sprache gefiel mir, da sie anspruchsvoll und bildhaft ist. Ich konnte mich gut in die Hauptperson hineinversetzen und lernte zudem auch noch einiges über Kräuter und deren Wirkung kennen.

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    Ariettas avatar
    Ariettavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: "Ein großer mitreißender Facettenreicher Historischer Roman, geprägt von Liebe, Verrat und Macht "
    Grandiosses Eposes, um Liebe, Macht und Verrat

    Schon mit großer Begeisterung habe ich ihren 1. Roman Debüt "Hexenliebe " gelesen. Mit ihrem 2. Roman " Blut und Seide erging es mir nicht anders.

    Meine Zusammenfassung und Reszission  zum Roman:

    Im Mittelpunkt ihrer Handlung stehen der junge Waise Ritter Simon von Montfort, der seine Eltern als kleines Kind bei einem heimtückischen Überfall auf die Elterliche Burg verlor. Sein Ziehvater Johann von Spohnheim hatte sich seiner angenommen und zog ihn auf. Alles hätte so schön verlaufen können wäre da nicht der jüngere Bruder von Johann, dieser Heinrich, der ihm von klein auf piesackte und das Leben schwermachte. Heinrich ist ein Hinterhältiger und brutaler Kerl. Unglücklicher Weise verliebt sich Simon ausgerechnet in Christina von Katzenellenbogen, eine Liebe die nicht sein darf und etwas an Romeo und Julia mich erinnert. Den Christina ist von Klein an Heinrich versprochen worden. Der armen Christina bleibt nicht anders übrig als sich zu Fügen , die Ehe mit Heinrich ist das reinste Martyrium, er misshandelt sie wo er nur kann , ein Schrecken ohne Ende. Heinrich ist von Rachsucht , Gier und Neid getrieben auf seinen Bruder Johann , wie auf seinen Nebenbuhler Simon und dessen Freund Michel. Simon ist ein sehr treuer und ergebener Vasal , er kämpft gegen den König von Böhmen an der Seite von König Rudolf und ist Johann Treu ergeben als es um Johann und Spohnheim geht. Er , Michel und Christina kämpfen für ihr Land, ihre Liebe und ziehen gegen Heinrich in die Schlacht. Ein Ende mit viel Leid und bitteren Verlusten. Wer am Ende die Schlacht gewinnt ,wer unterliegt und ob Simon und Christina ihr Glück finden , steht in den Sternen. Eine Geschichte mit vielen unvorhergesehenen Wendungen.

    Zur Autorin:

    Marita Spang ist eine herausragende Historische Schriftstellerin. Ihr neuer Roman hat Tiefgang und ist sehr gut recherchiert. Er übertraf all meine Erwartungen. Sie hat sehr geschickt Fiktives mit wahrem Historischen Hintergrund mit einander verwebt. Sie hat einen großen Facettenreichen Spannungsbogen geschaffen. Ihre Einzelnen Protagonisten kommen sehr real, lebendig und glaubhaft herüber. Die einzelnen Charaktere ob gut oder böse sind hervorragend herausgearbeitet. Man kann sich während des Lesens in die Gefühle , Emotionen und ihre Ängste hinein versetzen, wird eins mit den Personen. Auch das Geschichtliche kommt nicht zu kurz, und ist sehr gut wieder gegeben. Ob es um König Rudolf , den Böhmischen König Ottokar, den Erzbischof von Mainz oder die vielen anderen Adeligen geht. Es geht um eins um Macht, Intrigen, Ränkespiele, Verrat, das Sinnlose Morden und die blutigen Schlachten und Kriege. Hier kommt sehr viel fundiertes Wissen über die Geschichte der Spohnheimer herüber . Ein Roman in dem man Versinken kann.

     

    " Ein großer mitreißender m Facettenreicher Historischer Roman "

    Den man unbedingt lesen muss !

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    Tuddes avatar
    Tuddevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hervorragendes Buch.
    Sehr zu empfehlen.

    Es war mein erstes Buch der Autorin. Und bestimmt nicht mein letztes. Was mir gefiehl, war der Schreibstil. Es wurde eine durchgehende Spannung aufgebaut. Keine Seite war langweilig. Was mir besonders gefiehl, war das Bestreben, die Dialoge im Stil der alten Zeit einzufärben. Die Anrede, sowie die Art des Sprechens ließ somit eine Authentizität mit der alten Zeit glaubhaft erscheinen. Auch die Recherchen überzeugten mich. Rundherum ein gelungenes Buch, an welches in noch lange positiv denken werde.

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    angelika51s avatar
    angelika51vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine fiktive Geschichte vermischt sich hervorragend in die reale Geschehnisse. Ein großartiges Werk!
    Ein großartiges und gut recherchiertes Werk!

    "Blut und Seide" von Marita Spang

    Inhalt des Buches:
    "Die Kauzenburg bei Bad Kreuznach um 1260: Simon wächst als Ziehsohn des Grafen Johann von Sponheim auf, sehr zum Missfallen von dessen jüngerem Bruder Heinrich, der um Johanns Gunst und damit um sein Erbe fürchtet. Die Situation eskaliert, als Simon sich in Heinrichs Verlobte verliebt, die seine Gefühle erwidert. Diesmal kann ihm auch Johann nicht helfen, denn er hat die Verlobung seines Bruders selbst arrangiert. Erst viele Jahre später wird Simon die Chance erhalten, erneut um sein Glück zu kämpfen, als sich die Brüder Johann und Heinrich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen."

    Mein Eindruck von diesem großen Werk:
    In einem außergewöhnlichen Schreibstil begleitet man Simon, Christina, Michel und viele weitere Charaktere durch eine schwere Zeit. Der besondere Schreibstil findet sich in den Dialogen wieder und lässt einem so viel besser in das 13. Jahrhundert abtauchen.
    Es wird sehr bildlich auch grausame, zu der Zeit gehörende Gewalttaten, beschrieben. Nicht nur Schlachten - man meint, dass man mitten drin dabei ist - sondern auch die unmenschlichen Grausamkeiten, die Frauen in der damaligen Zeit über sich ergehen lassen mussten, lassen einem nicht unberührt. (Leider erfahren auch Frauen in der heutigen Zeit, unerträgliche Grausamheiten).
    Frauen waren den Männern ausgeliefert und es war fast normaler Alltag.
    Intrigen, Mord, Habgier waren die Mittel vieler "Hohen Herren" um an ihr Ziel zu kommen, ohne Rücksicht auf Verluste. Verluste, die bei denen zu beklagen waren, die sich nicht wehren konnten, nämlich beim kleinen Mann.

    Eine Hauptperson in diesem Roman ist Michel. Man begleitet ihn, hofft mit ihm und trauert mit ihm.
    Man leidet mit Christina, die leider mehr Leid als Freude in Ihrem Leben erlebt, ebenso wie Simon.

    Der Spannungsbogen reicht durch das ganze Buch, was mich sehr gefesselt hat. Alles ist sehr durchdacht und oft hat man ein paar Seiten später einen "Aha" "Achso"-Effekt.
    Die fiktive Geschichte vermischt sich hervorragend in die reale Geschehnisse.

    Ich bin von diesem Roman absolut begeistert und kann ihn jedem, der historische Literatur mag, nur ans Herz legen.

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    LadyOfTheBookss avatar
    LadyOfTheBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender historischer Roman,in einer grausamen Zeit!Tiefgründige Charaktere,tolle Mischung aus Geschichte + Fiktion.Teilweise zu brutal!
    Tolle Mischung aus Geschichte und Fiktion, mit zu vielen brutalen Szenen

    Ich habe bereits das 1. Buch von Marita Spang gelesen und war tief beeindruckt von ihrem geschichtlichen Wissen und dem spannenden Erzählstil, der mich direkt in die damalige Geschichte gezogen hat.

    Geschichte
    Die erzählte Geschichte spielt zwischen 1259-1281 in Kreuznach und zeigt uns das grausame Hoch-Mittelalter in Deutschland.

    Graf Johann von Sponheim ist auf der Suche nach der Familie seines besten Freundes. Er findet allerdings nur noch seinen Son Simon, der Rest der Familie hat die Reise nicht überlebt. Simon wächst in der Familie von Graf Johann auf und erhält die Ritterweihe. Er verliebt sich in die etwas verwöhnte Christina, die allerdings einen anderem versprochen ist.

    Christina kann lesen und schreiben, was eher untypisch für die Zeit ist und ist anfänglich etwas zickig. Als sie den ungehobelten, gefühlskalten und sehr brutalen Heinrich von Sponheim heiraten muss, verändert sich ihr Leben.

    Simon kämpft bei vielen Schlachten der damaligen Zeit mit und gerät so immer wieder in die Fronten der Herrschenden...

    Inspiration der Autorin
    Marita Spang wurde von einer Skulptur in Bad Kreuznach inspiriert. Hier wird der Metzgerssohn Michel dargestellt, dieser hatte seinem Herrn, dem Grafen von Sponheim, in einer Schlacht das Leben gerettet. Auch er spielt eine Rolle in der Geschichte, die aber erst gegen Ende aufgelöst wird!

    Meine Meinung
    Das Buch hat mich auch diesmal direkt in den Bann gezogen. Wenn man einmal damit angefangen hat, ziehen einen diese tollen Worte und interessanten Charaktere in die Geschichte hinein. Man spürt förmlich die Zeitreise und hat alle Schauplätze gut vor Augen. Ich mochte den Tiefgang der Charaktere sehr und wie man um sie bangt und mit ihnen mitfühlt.

    Die Sprache ist ein wenig anspruchsvoll, was ich bei diesem Genre aber sehr gerne habe. So kann ich mich viel schneller hineinfühlen und habe dann tatsächlich das Gefühl, in dieser Zeit zu leben!

    Die Mischung aus tatsächlich passiertem und dazu erdachten, fand ich wieder sehr gelungen. Die Übergänge sind nicht spürbar, was mir gerade bei historischen Büchern wichtig ist! Die gewählten Schauplätze sind wunderbar gewählt und lassen einen den Flair der Zeit spüren.

    Die gewählte Zeit ist eine sehr dunkle, grausame Zeit, die mir auch beim Lesen oftmals weh getan hat. Mir persönlich war es manchmal zu brutal und gewaltsam. Marita Spang beschreibt, mir persönlich, zu stark und intensiv diese grausamen Momente, aus denen man keine Flucht schafft. Ich musste das Buch an vielen Stellen beiseite legen und mir frohe Gedanken machen! Das ist natürlich sehr positiv, dennoch ist war es mir too much!

    Empfehlung
    Wer historische Romane ausserhalb von Königshäusern mag und nicht zu empfindlich ist, der sollte zu diesem wirklich guten und spannendem Buch greifen! Die Sprache ist wirklich toll und ich mochte gerade die Charaktere sehr gerne!

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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbarer, gut recherchierter und prall gefüllter historischer Roman, spannend und überraschend
    Ein Leckerbissen!

    1259 – 1281: Simon von Montfort wird nach dem grausamen Mord an seinen Eltern von seinem Paten Johann von Sponheim aufgenommen. Dessen Bruder Heinrich fühlt sich zurückgesetzt und verfolgt Simon von Kindheit an mit seinem Hass. Simons Leben verläuft sehr wechselhaft und ist in die politische Lage des Reiches eingebunden.

    Der Klappentext lässt ein bisschen befürchten, dass das Liebesdrama allzu sehr im Mittelpunkt stehen könnte, und zu Beginn schien die Geschichte auch ein bisschen klischeehaft werden zu wollen. Gut, dass dem nicht zu ist, am Ende hatte ich einen spannenden und oft nicht vorhersehbaren Leckerbissen unter den historischen Romanen verspeist.

    Von Anfang an überzeugt mich, wie Marita Spang erzählt, die Sprache wirkt der Zeit sehr gut angepasst, erzählt wird sehr bildhaft, so dass man schnell das Gefühl hat, dabei zu sein. Letzteres wird auch dadurch vermittelt, dass man viel über das Leben der damaligen Zeit erfährt, z. B. darüber, wie die Burgherren mit den ihnen Unterstellten umgingen, über Rittertugenden oder welche Stellung Frauen hatten. Auch die negativen Seiten der damaligen Zeit kommen dabei nicht zu kurz und machen den Roman manchmal etwas düster, vor allem auch, wenn Gewalttaten allzu explizit erzählt werden, jedoch gehört auch das zum damaligen Leben. Die Geschichte ist, wie bereits erwähnt, spannend und hat mich immer wieder überrascht. Sehr schnell war ich gefesselt, emotional sehr gepackt und neugierig auf die historischen Hintergründe. Durch Perspektivewechsel wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und die Spannung erhöht.

    Die Charaktere sind sehr gut gelungen und größtenteils ohne Schwarz-Weiß-Färbung. Marita Spang zeigt z. B. sehr gut auf, dass auch der beste Charakter sich verdüstern kann. Nur der Antagonist, Heinrich, ist mir insgesamt zu negativ gezeichnet, ein paar, wenn auch kleine, weiße Flecken, hätten ihm womöglich gut getan. Die Protagonisten Simon und Christina gefallen mir beide gut, der Autorin ist es gelungen, sie glaubhaft darzustellen. Die Perspektivewechsel tragen viel dazu bei, die einzelnen Charaktere tiefgehend zu zeichnen und ihre Beweggründe verständlich zu machen. Besonders gut hat mir der Waffenknecht Michel gefallen, dessen historische Person die Autorin überhaupt erst dazu inspiriert hat, den Roman zu schreiben.

    Wie jeder gute historische Roman hat auch „Blut und Seide“ (der Titel wird übrigens im Roman angesprochen, das fand ich richtig gut!), einige Extras zu bieten, neben zwei Karten und einem Personenregister, in dem die historischen Persönlichkeiten (und das sind nicht wenige) kenntlich gemacht wurden, gibt es ein umfassendes Glossar, das die vielen „Fachbegriffe“ der mittelalterlichen Welt, die im Laufe des Romans benutzt werden und die zur Authentizität der Erzählung viel beitragen, erklärt, sowie ein Verzeichnis der wichtigsten Quellen. Sehr gut ist auch das Nachwort der Autorin, in dem sie auf Fakten und Fiktion eingeht.

    Insgesamt ist Marita Spang ein wunderbarer, gut recherchierter und prall gefüllter historischer Roman gelungen, der mich einfach nur begeistert hat und den ich allen Genrefans ans Herz legen möchte.  

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    Julieevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gefühlsgeladen und hochexplosiv, die Spannung kaum auszuhalten. Ein einzigartiges Werk!
    Ein wahres Meisterwerk


    Was Historische Romane angeht bin ich sehr wählerisch und kritisch, für mich müssen diese mehrere Kriterien erfüllen. Blut und Seide erfüllt diese und noch mehr. Ich bin beeindruckt wie gut die Autorin die historischen Ereignisse in ihre Geschichte eingeflechtet hat und wie stark man von dieser mitgerissen wird. Die Handlung ist Gefühlsgeladen und hochexplosiv, die Spannung kaum auszuhalten und das Leseerlebnis so real als wäre man dabei gewesen. Die Handlungsorte sind so authentisch beschrieben, dass ich das Gefühl hatte diese schon einmal gesehen zu haben. Die Charaktere sind alles andere als perfekt und jeder hat Stärken und Schwächen wie reale Menschen, dies macht sie sterblich und gut hinein fühlbar. Der Protagonist ist kein üblicher Held auf einen weißen Schimmel und doch ein wahrer Ritter, seine Hochs und Tiefs lassen den Leser mit fiebern. Die Sprache in der das Buch verfasst ist an die der Handlungszeit angepasst, was ungewöhnlich ist und mich als Leser so manches Mal stutzen ließ, doch sind die ungewöhnlichen und heutzutage kaum noch gebräuchlichen Begriffe im Glossar erklärt. Alles in allem macht mir der Roman den Eindruck, dass die Autorin viel Zeit für eine gründliche Recherche investiert hat und dies zahlt sich meiner Meinung nach auch aus. Marita Spang hat mich überzeugt und Blut und Seide wird nicht der einzige Roman bleiben den ich von ihr gelesen habe.

    Zum Aufbau des Romans möchte ich noch sagen, dass dieser mit Karten die das Gebiet in dem die Handlung stattfinden wird zeigen eingeleitet wird. Während des Lesen habe ich immer wieder zu diesen zurück geblättert um mir über Entfernungen klar zu werden, außerdem war es schön ein Bild von der Gegend vor Augen zu haben. Dem Karten folgt das Dramatis Personae da werden die Charaktere aufgelistet und nach Familien geordnet, auch wird dort zwischen den historisch belegbaren Personen und den erfundenen Charakteren unterschieden. Dies zeigt wie eng Fantasie und Realität hier verwoben sind. Mir erlaubte dies auch meine Neugierde über die historischen Ereignisse zu befriedigen. Nach dem Dramatis Personae beginnt die Geschichte mit einem Prolog und man ist sofort gefesselt und der bewegenden Geschichte. Die Handlung des Romans ist in mehrere Teile unterteilt, welche wie Pausen zum Atem holen dienen, denn die Spannung der Geschichte lässt einen oft den Atem anhalten. Am Ende des Romans schreibt die Autorin im Anhang noch über die Wahrheit und Fiktion und Inspiration für diesen. Es folgt ein Glossar mit Begriffserklärungen, welches ich oben schon erwähnte. Hinter dem Glossar listet die Verfasserin auch noch ihre Quellen auf.

    Ein paar Anmerkungen zum Inhalt möchte ich noch loswerden. Die Handlung ist stellenweise sehr Gewalt geladen und somit nicht unbedingt für jüngere Leser geeignet. Desweiteren sind vor allem am Anfang große Zeitsprünge in der Handlung, diese sind etwas verwirrend, doch man stellt sich recht schnell darauf ein und sie sind auch immer gekennzeichnet. Diese Zeitsprünge sind für den Verlauf der Handlung auch sehr sinnvoll.

    Meine abschließenden Worte sind: Ich bin positiv überrascht und begeistert von den Roman und möchte der Autorin danken für diese fantastische Geschichte!

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    Nessa_Davyvor 2 Jahren
    Blut und Seide

    Das Deutsche Reich im 13. Jahrhundert: Simon wächst als Ziehsohn eines Adligen auf, nachdem seine Eltern bei einem Überfall getötet wurden. Die Zuneigung seines Ziehvaters bringt ihm allerdings den Neid von dessen jüngerem Bruder Heinrich ein. Das Verhältnis wird zunehmend angespannter; dann verliebt sich Simon auch noch in Heinrichs Verlobte Christina. Während die junge Frau unter der Ehe mit dem grausamen Heinrich leidet, versucht der Ritter Simon einen König zu finden, der ihm würdig erscheint - was sich als schwierig erweist.
    Doch die Ränkespiele im Deutschen Reich bedrohen die Adligen...

    Handlung und Inhalt:
    In diesem Roman gibt es keinen einzelnen Handlungsstrang (außer vielleicht Simons Wunsch, den Mörder seiner Eltern zu finden), sondern vielmehr wird das Leben und Leiden der Protagonisten Simon und Christina verfolgt; dennoch ist er an den meisten Stellen spannend, da es immer wieder Ereignisse (wie beispielweise bevorstehende Überfälle) gibt, die Spannung aufbauen.
    Dieser Roman ist an vielen Stellen eher düster und tragisch, es gibt wenige helle Momente für die Protagonisten.
    Die historischen Hintergründe erscheinen mir gut recherchiert, die Autorin gibt im Schlusswort noch weitere Hintergrundinformationen - das hat mir sehr gut gefallen.

    Figuren:
    Der eigentliche Held des Buches ist Michel von Kreuznach; warum er nicht zum direkten Protagonisten gemacht wurde, erklärt die Autorin im Nachwort.
    Ich persönlich finde Michel allerdings den sympathischsten Charakter im Buch. Selbst sein Gefährte, der Protagonist Simon, wirkt eher wie ein Gegensatz zu ihm. Für Simon konnte ich wenig Sympathien entwickeln, er ist mir viel zu jähzornig, selbstmitleidig und ein wenig egozentrisch.
    Christina hingegen hat einen Charakter, der mir besser gefällt - nur schade, dass sie mit ihren "guten Eigenschaften" keinen Erfolg hat.
    Heinrich, der Bösewicht, wird im Laufe des Romans zu einer Person, die man nur hassen kann. Ganz am Anfang konnte ich sein Verhalten noch nachvollziehen, da er wirklich etwas benachteiligt wurde.

    Fazit:
    Hundertprozentig begeistern konnte mich das Buch nicht, weil ich die beiden Hauptfiguren nicht so richtig ins Herz schließen konnte; die Geschichte um Michel ist allerdings wirklich gut.

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    Helene2014s avatar
    Helene2014vor 2 Jahren
    Blut und Seide

    Blut und Seide war mein erstes Buch von Marita Spang und bestimmt nicht mein letztes! Da ich aus der Gegend stamme in der die Geschichte spielt (ich bin in Bad Kreuznach geboren) wollte ich das Buch natürlich unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe durch den Roman einiges an geschichtlichen Hintergründen erfahren, die ich so vorher nicht gewusst habe. So sollten historische Romane sein! 
    Die Geschichte war ausgesprochen spannend, ich konnte mit Lesen garnicht mehr aufhören. Von mir aus hätte das Buch gerne noch ein paar Seiten mehr haben können. 

    Die einzelnen Charaktere wurden gut beschrieben und ich habe mit Simon, Christina und Michel mitgelitten. Die Grausamkeiten und die Willkür , denen manche Frauen während ihrer Ehe ausgesetzt waren, waren in den Schilderungen manchmal kaum zu ertragen. Ebenso die Brutalität mit der die Soldaten gegen die Bevölkerung, auch hier voll allem gegen die Frauen, vorgingen. 
    Die Schlachten wurden nicht allzu ausufernd geschildert, was mich in anderen historischen Büchern manchmal etwas gestört hat. Auch die Liebesszenen wurden diskret und nie aufdringlich oder gar schwülstig beschrieben. Umso interessanter waren die Schilderungen des Burglebens und des Lebens der einfachen Bevölkerung. 
    Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen, die Dialoge der Zeit angemessen.
    Fazit: ein sehr gelungener historischer Roman, dem ich wohlverdiente 5 Sterne gebe und gerne eine Leseempfehlung ausspreche. 

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 2 Jahren
    Eine tolle Reise ins 13. Jahrhundert

    Eine fesselnde und hervorragend erzählte Geschichte aus dem Deutschen reich im 13. Jahrhundert.

    Der junge Simon von Montfort wird nach einem brutalen Überfall auf seine Familie zum Waisen. Johann von Sponheim, ein Freund der getöteten Eltern, nimmt sich seiner an und behandeln ihn, wie ihren eigenen Sohn. Sehr zum Missfallen von Heinrich,dem Bruder von Johann, der keine Gelegenheit auslässt den jungen Simon zu schikanieren. In dieser Konstellation kommt es zu einer unglücklichen Liebschaft, Simon und Christina,die Verlobte von Heinrich, finden zueinander haben aber keine gemeinsame Zukunft, da  Christina zur Heirat mit Heinrich gezwungen wird. Können sie ihr vorgezeichnetes Schicksal ändern?

    Ich muss gestehen, es fällt mir manchmal etwas schwer in eine umfang-reichere Geschichte einzusteigen, bei Blut und Seide habe ich es aber zu keinem Zeitpunkt bereut. Die anfänglich hoch erscheinende Seitenzahl hätte zum Ende hin gerne noch höher ausfallen dürfen. Marita Spang gelingt es mit ihrer sehr bildreichen und wunderbar flüssig zu lesenden Schreibart den Leser an das Buch und die Geschichte zu fesseln. Die Protagonisten werden hervorragend beschrieben und charakterisiert, so dass sie dem Leser nach kurzer Zeit bereits sehr vertraut sind. Schnell waren bei mir die Sympathien verteilt und ich konnte mit den Protagonisten mitfühlen und -bangen. Der historische Hintergrund des Buches wirkt auf mich hervorragend recherchiert, so dass "Blut und Seide"  neben dem hohen Unterhaltungswert auch noch viele interessante Aspekte aus der Vergangenheit beinhaltet.

    Insgesamt kann ich nun die unglaublich guten Bewertungen zu den bisherigen Büchern von Marita Spang sehr gut nachvollziehen und schließe mich natürlich mit den möglichen 5 von 5 Sternen an. Aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane!!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    maritaspangs avatar
    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und -Leser,
    die vielen Bewerbungen zu meiner Leserunde im November kurz nach Erscheinen des Buches konnte ich gerade einmal zu einem Viertel berücksichtigen. Trotz der spannenden und fruchtbaren Diskussionen fehlt mir die Zeit, eine zweite Leserunde anzubieten. Außerdem würde mich Eure Meinung zu einer Frage sehr interessieren, die mich seit einiger Zeit beschäftigt.
    Nun bin ich auf die Möglichkeit der Buchverlosung gestoßen und möchte diese nutzen.
    Ich verlose 5 handsignierte Exemplare von "Blut und Seide" unter allen Bewerberinnen und Bewerbern, die bereit sind, eine Rezension zu schreiben, und mir die folgende Frage beantworten:
    Was erwartet Ihr von einem guten historischen Roman? Es wäre toll, wenn es jeweils mindestens drei Kriterien gäbe, die Ihr nennen würdet.
    Wer sich vor der Bewerbung näher für das Buch interessiert, dem empfehle ich den Text zu lesen, mit dem ich zur Leserunde eingeladen habe, oder noch besser auf meiner Website zu stöbern: www.maritaspang.de. Dort findet Ihr auch eine Leseprobe.
    Ich freue mich auf Eure Bewerbungen und wünsche Euch schöne Osterfeiertage
    Eure Marita
    Zur Buchverlosung
    maritaspangs avatar

    Liebe Leserinnen und Leser auf LovelyBooks,

    heute möchte ich Euch ganz herzlich einladen, an der Leserunde zu meinem zweiten historischen Roman "Blut und Seide" teilzunehmen. Diesmal möchte ich Euch in eine Zeit entführen, die die Historiker das "Hochmittelalter" nennen.
    Wie bei "Hexenliebe" hat mich wieder eine Legende mit einem wahren Kern zu "Blut und Seide" inspiriert. Es ist die Geschichte des Kreuznacher Helden Michel, dessen Denkmal noch immer mitten in der Altstadt steht. Er rettete seinem verwundeten Herrn in einer Feldschlacht im Rahmen einer Fehde gegen den Erzbischof von Mainz das Leben. Doch sein Beiname Mort (frz. tot), den man ihm gab, zeigt schon, wie die Sache für ihn ausging: Er kam in der Schlacht selbst ums Leben.
    Aber warum kam es überhaupt zu dieser Fehde? Wieso bekämpften sich Nachbarn bis aufs Blut und vernichteten dabei bedenkenlos die Existenz der armen Landbevölkerung, die zudem furchtbaren Gräueltaten ausgesetzt war? Und das in einer Zeit, in dem die Ideale des Rittertums noch in ihrer Blüte standen?
    Ich begann zu recherchieren und wurde nicht enttäuscht! Das Hochmittelalter war eine Zeit voller Widersprüche. Edelmut und Niedertracht, Heldentum und Hinterlist existierten nebeneinander, was auch der Titel "Blut und Seide" widerspiegeln soll. Und so würde ich Euch gerne auf die Reise mitnehmen, die Michel an der Seite des jungen Ritters Simon von Montfort, dem er als Waffenknecht dient, an die Höfe der Mächtigen und in die Katen der Armen, sowie in die großen Intrigen und Schlachten der Zeit führt, bis sich sein tragisches Schicksal erfüllt.
    Rund um diese Geschichte erfahrt Ihr etwas über die Weltanschauung im Mittelalter, die Stellung der Frauen, das Raubrittertum und vieles mehr, alles sorgfältig recherchiert und soweit auf historischer Basis erzählt, wie es ein Roman eben erlaubt.
    Ich freue mich über jede Bewerbung, die bis zum 20.11. eingeht. Wieder hat Knaur 20 Bücher zur Verfügung gestellt, die ich dann auslosen darf.
    Herzliche Grüße
    Eure Marita
    PS Eine Leseprobe findet Ihr auf www.blutundseide.de

    Rebecca1120s avatar
    Letzter Beitrag von  Rebecca1120vor 2 Jahren
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