Marita Spang Die Frauenburg

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Inhaltsangabe zu „Die Frauenburg“ von Marita Spang

Ein großer historischer Roman über eine Frau, die für ihre Zeit Unerhörtes wagte. Das Römisch-Deutsche Reich im Jahr 1324. Die junge Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim übernimmt nach dem frühen Tod ihres Gatten die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. In dem Kurfürsten Balduin von Trier findet sie einen mächtigen Verbündeten gegen ihre zahlreichen Feinde und nach einer unglücklichen Ehe Erfüllung in ihrer geheimen Liebe. Auf dem Höhepunkt ihres Glücks entschließt sich Loretta, eine Burg zu erbauen, unerhört für eine Frau ihrer Zeit. Ihr Plan verändert alles… Exzellent recherchiert und mitreißend erzählt zeichnet die HOMER – Preisträgerin Marita Spang das Leben einer faszinierenden Frau nach, die im deutschen Mittelalter ihresgleichen sucht.

Mein Highlight im 1. Halbjahr 2017!

— Eliza08

Absolut lesenswert. Ein historischer Roman über den Kampf einer starken Frau für den Erhalt der Grafschaft für ihren noch minderjährigen Soh

— Derhunsruecker

Großartiger Roman einer starken Frau, die mehr ihren "Mann stehen" musste, als die Männer ihrer Zeit

— angelika51

Ein großartiger Roman über das 14te Jahrhundert und einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Sehr authentisch ohne kitsch!!!

— TanjaJahnke

Ein großartiger Roman über eine starke Frau im 14. Jahrhundert

— nirak03

Wieder ein mitreißender historischer Roman über starke Frauen im Mittelalter von Marita Spang, der völlig ohne Kitsch auskommt!

— leserattebremen

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  • Mein Halbjahreshighlight 2017

    Die Frauenburg

    Eliza08

    05. July 2017 um 18:06

    Seit fast drei Jahren publiziert der Dromer/Knaur Verlag die Bücher von Marita Spang. Ihr erstes Buch „Hexenliebe“ liegt auch noch auf meinem SUB, ich habe es irgendwann mal aus einer „Grabbelkiste“ befreit. Heute frage ich mich, warum es immer noch auf meinem SUB liegt, denn das Buch dieser Autorin liegt dort definitiv zu unrecht. Marita Spang ist für mich persönlich die Neuentdeckung des Jahres! Eine Autorin, die es meisterhaft schafft historische Fakten zu einem Roman zu verweben, ohne allzu sehr von der Wahrheit abzuweichen und ihre fiktiven Personen im luftleeren Raum stehen zu lassen. Mittelpunkt ihres Romans ist eine der bedeutendsten Frauen des 14. Jahrhunderts, Loretta von Starkenburg-Sponheim, sie wagt das unerhörte und gibt als Bauherrin eine Trutzburg in Auftrag. Nach dem Tod ihres Gatten veraltet sie das Erbe für ihre Söhne, sie muss sich nicht nur gegen Rivalen in der eigenen Familie durchsetzen, nein sie muss auch gegen mächtige Persönlichkeiten der Zeit, um das Erbe für ihre Söhne zu erhalten, bestehen. Fehden müssen ausgestanden werden, Erbstreitigkeiten müssen beigelegt werden, Rivalitäten zwischen kirchlicher und weltlicher Macht werden ausgetragen. Loretta wird Zeugin der ersten Judenpogrome. Sie muss um ihre Freunde bangen und aufpassen, dass ihre Liebe nicht das Erbe ihrer Söhne leichtfertig zerstört. Mehr möchte ich über den Inhalt an dieser Stelle gar nicht verraten, denn dieses Buch muss man einfach selber lesen. Eine Vielzahl von historischen Personen schickt die Autorin ins Feld. Sie gestaltet den Roman, mit nur wenigen fiktiven Personen aus, die das Salz in der Suppe des Romans sind, denn man nimmt sie als Teil des Ganzen wahr. Die Personen sind excellent recherchiert und haben viele Facetten, sie wirken lebendig und lebensnahm. Einige Figuren verabscheut man aus ganzem Herzen, andere wiederum schließt man in sein Herz und einige haben die Fähigkeit einen sehr zu täuschen. Ein umfangreiches Personenregister erleichtert dem Leser die Orientierung, die aber im Laufe des Romans kaum von Nöten ist, da alles auch innerhalb des Romans sehr gut erklärt ist, sodass man der Autorin als Leser jederzeit folgen kann. Ein Glossar, zwei Karten und Quellenangaben runden den überaus positiven Eindruck des Gesamtpaktes ab. Ich habe bei diesem Roman gelacht, geweint und mit den Figuren gelitten. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der Lebensumstände und des historischen Backgrounds gefallen, denn die Autorin tritt in keinster Weise belehrend auf, sondern vermittelt neues Wissen „unter der Hand“, sodass es dem Leser als „Wissensvermittlung“ gar nicht vorkommt. Marita Spang hat mich auch mit ihrer Sprache absolut überzeugt, die dem Roman überaus angemessen ist und ihn erst wirklich rund macht. Die Dialoge zeugen von einer Feinfühligkeit der historischen Gegebenheiten, aber auch beispielsweise die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut formuliert, sodass auch hier das Bild vor dem inneren Auge des Lesers entsteht. Für mich ein Historienepos mit Format von einer Autorin, die den Vergleich mit den Großen des Genres wie Rebecca Gablé nicht scheuen muss. Von mir eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung. Ein absolutes Muss für jeden Fan von historischen Romanen.  

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  • Ein wunderbarer Roman über eine starke und faszinierende Frau

    Die Frauenburg

    Derhunsruecker

    07. March 2017 um 20:55

    Mit ihrem neuesten Werk „Die Frauenburg“ hat die Autorin Marita Spang ihren dritten historischen Roman vorgelegt. Ich habe alle drei gelesen und „Die Frauenburg“ ist mein persönlicher Favorit. Die Autorin erzählt in diesem Roman die Geschichte der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim, einer ganz außergewöhnlichen Frau. Wie auch in „Hexenliebe“ und „Blut und Seide“ verbindet Marita Spang Fiktion und historische Tatsachen. Auch Loretta ist eine historisch belegte Person. Man kann es sich heute kaum noch vorstellen aber zu ihrer Zeit standen Frauen unter der Vormundschaft des Vaters oder im späteren Leben ihres Ehemanns bzw. eines anderen männlichen Familienmitgliedes. Ganz anders bei der historischen Loretta.  Sie übernahm nach dem Tod ihres Mannes und ihres Schwiegervaters die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn, für die damalige Zeit unerhört. Die Grafen aus der Nachbarschaft kreisen wie die Geier um die Grafschaft und versuchen, sich Teile davon einzuverleiben. Die Autorin sorgt aber dafür, dass das Buch kein trockener geschichtlicher Abriss wird, sondern sie hinterlegt eine Liebesgeschichte zwischen der Gräfin Loretta und dem mächtigen Kurfürsten Balduin von Trier. Ergänzt um einen edlen Ritter, der ebenfalls unsterblich in Loretta verliebt ist. Vom ersten Moment an, wird der Leser in die Geschichte hineingezogen. Loretta rettet aufgrund einer besonderen „Gabe“ Balduin im Trierer Dom das Leben. Beide werden sich später wieder treffen und lieben. Besonders gut gefällt mir, dass die Charaktere der Protagonisten psychologisch meisterhaft gezeichnet sind. Der Schreibstil ist lebendig und die Geschichte ist gut recherchiert. Der Leser kann der Geschichte über die gesamte Zeit gut folgen und es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Am Anfang des Buches werden die Protagonisten in einem Personenverzeichnis vorgestellt. Die mittelalterlichen Begriffe werden am Ende in einem Glossar erläutert. Im Nachwort gewährt uns die Autorin einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Romans und erläutert die historischen Bezüge der Geschichte. Mein Fazit, ein wunderbarer Roman über eine faszinierende Frau, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

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  • Großartiger Roman einer starken Frau, die mehr ihren "Mann stehen" musste, als die Männer ihrer Zeit

    Die Frauenburg

    angelika51

    22. January 2017 um 10:47

    Mit diesem Roman steht Marita Spang auf gleicher Höhe mit anderen sehr erfolgreichen Autoren. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und die knapp über 600 Seiten waren so schnell gelesen und es war ein besonderes Vergnügen.
    Ich hoffe für alle, die keinen Reader haben, dass die Printversion schnellstens veröffentlich wird!
    Für mich erhält dieser Roman eine absolute Leseempfehlung.

  • Großes Kino über eine starke Frau

    Die Frauenburg

    MarionHue

    13. January 2017 um 09:06

    Dies ist mein dritter historischer Roman von Marita Spang und ich halte die Autorin wirklich für eine Entdeckung. Auch hier nimmt sie sich wieder einer Frauenfigur an, dieses Mal der jungen Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim. Durch eine Gabe, die Gefahr um Menschen, die ihr etwas bedeuten, zu erspüren, macht Loretta schon in jungen Jahren auf sich aufmerksam. Sehr zum Leidwesen ihres strengen Vaters, der davon nichts wissen will und nur daran denkt, sie sinnvoll zu verheiraten. Auch wenn dies bedeutet, dass sie einen wenig attraktiven und gewaltsamen Mann heiraten muss. Desses Vater, Graf Sponheim, fasst Loretta jedoch so sehr ins Herz, dass er ihr auf seinem Totenbett das Versprechen abnimmt, die Führung der Regentschaft für ihren Sohn bis zu dessen Vollmundschaft zu übernehmen. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die von allen beäugt wird, da im 14. Jahrhundert einer Frau niemand diese Rolle zutraut, geschweige denn sie als ebenbürdig ansieht.So sieht auch Kurfürst Balduin von Trier, ein mächtiger Mann in dieser Zeit, in der jungen Gräfin anfangs auch eher die Gespielin. Im Lauf der Zeit macht sich Loretta Balduin zum Verbündeten gegen ihre Widersacher, die ihr das Land streitig machen wollen, später hält dessen Habgier jedoch nicht vor Lorettas Ländereien halt, so dass er seine Geliebte am Ende zu seiner erbittertsten Gegnerin macht.Sprachlich hat mich das Buch wieder auf der ganzen Linie überzeugt. Das Cover passt hervorragend in die Reihe der anderen historischen Romane der Autorin, die ich alle sehr ansprechend finde. Der Stil ist angenehm zu lesen, die Charaktere gut ausgearbeitet. Die Zeit mit ihren politischen Machenschaften ist sehr präzise beschrieben, der Autorin gelingt es leicht, das Mittelalter in all seinen Facetten lebending werden zu lassen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich die Hauptfigur selbst, die mir dieses Mal den Einstieg etwas schwerer gemacht hat. Loretta ist mir zu sprunghaft gezeichnet, die emotionale Ebene geht mir nicht tief genug. Ich konnte ihre Entscheidungen zwar immer nachvollziehen, aber sie waren doch sehr naiv. Möglicherweise ist es der damaligen Zeit geschuldet, aber die Liebe zwischen der Gräfin und dem Kurfürst hat mich an vielen Stellen leider nicht überzeugen können. Und gerade diese zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

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  • Die Frauenburg

    Die Frauenburg

    -sabine-

    26. December 2016 um 11:53

    Auch mit ihrem neuen Buch hat Marita Spang wieder ein fesselndes Werk geschaffen, in das man ein- und abtauchen kann und das einem die damalige Zeit spannend und packend nahebringt.Diesmal geht es in das 14. Jahrhundert, in die Grafschaft Sponheim. Erzählt wird die Geschichte von Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim, einer Frau, die auch tatsächlich gelebt hat und in deren Leben es einige Höhen und Tiefen gegeben hat. Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes übernimmt Loretta die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn – doch als Frau hat sie nicht nur gegen die damals üblichen Vorurteile zu kämpfen, sondern muss sich auch ihren Gefühlen stellen, denn Loretta verliebt sich in einen Kirchenmann. Wieder einmal hat die Autorin mich schon nach wenigen Seiten fesseln können – und das liegt für mich vor allem an dem lebendigen und packenden Schreibstil, der sich gut lesen und die Seiten rasch dahinfliegen lässt. Wer denkt, eine langatmige Romanbiographie in der Hand zu halten, irrt sich gewaltig – die Geschichte Lorettas wird wirklich lebendig, und ich als Leserin habe mich als Teil dieser Geschichte gefühlt. Sehr bildgewaltig und farbenkräftig sind die Beschreibungen der verschiedenen Szenerien, egal ob es um das Leben auf der Burg geht, um die umgebenden Landschaften oder die Menschen und deren Alltag. Loretta ist eine sehr interessante Figur, und dass sie tatsächlich gelebt hat, macht das Ganze nur noch spannender. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und historisch Wahres wunderbar mit Fiktivem verknüpft. Loretta ist eine sehr starke Frau, die sich in der damals von Männern regierten Welt zu behaupten weiß. Manches Geschick musste sie mühsam erlernen, schließlich aber entwickelt sie sich zu einer diplomatischen Frau, die hart durchgreift, wo es notwendig ist, aber dennoch das Herz am rechten Fleck trägt. Gerade, dass Loretta auch Schwächen hat, macht sie einfach sympathisch, aber gerade auch in Herzensdingen hätte ich sie manches Mal schütteln können. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Interessant ist vor allem auch die Figur von Balduin von Luxemburg, der eine breite Facette von Eigenschaften zu bieten hat. Mal ist er charmant und sympathisch, dann wieder kalt und herzlos – mal konnte ich ihn gut verstehen, dann wieder gar nicht, letztlich aber hat mich aber vor allem sein Verhalten Loretta gegenüber sehr wütend gemacht. Denn sie ist mir wirklich ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr bei einigen Tiefschlägen sehr gelitten, ihre Höhen dann aber auch gefeiert. In sie konnte ich mich gut hineinversetzen, weil mal als Leser Teil ihrer Gedankengänge ist und sie so natürlich viel besser verstehen kann.Die Geschichte um Loretta war wirklich interessant und hat mich von Anfang an gepackt – zwar war die Spannung nicht konstant hoch und im Mittelteil gab es doch mal Kapitel, die nicht ganz so zu fesseln vermochten, trotzdem aber war ich tief versunken im Buch und wollte daher auch unbedingt wissen, wie es weitergeht. Mir hat auch dieses Buch von Marita Spang wieder sehr gut gefallen, ich gebe 4 von 5 Sternen und freue mich auf weitere historische Romane aus ihrer Feder. Mein FazitEine fesselnde Romanbiographie um die historische Persönlichkeit Loretta von Starkenburg-Sponheim, einer Gräfin, die sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten weiß. Die Geschichte ist gut recherchiert, die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und der lebendige Schreibstil lässt die Seiten rasch dahinfliegen – ich bin vollends eingetaucht in die Geschichte und gebe 4 von 5 Sternen.

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  • Eine starke Frau, in einer von Männern beherrschten Welt

    Die Frauenburg

    nirak03

    14. December 2016 um 19:03

    Loretta wächst als unbedarftes Mädchen auf der Burg Blieskastel auf. Sie hat sich dem Willen des Vaters zu fügen. Dieser, hoch verschuldet, verheiratet die Tochter mit dem Erben von Starkenburg-Sponheim. Loretta fügt sich unglücklich in ihr Schicksal. Ihr zukünftiger Gemahl ist keine Schönheit und schnell wird Loretta klar, ihre Ehe wird nicht glücklich werden. Trotz Schwierigkeiten bekommt sie drei Kinder von ihrem Gemahl, dann stirbt dieser früh und Loretta übernimmt die Aufgabe, das Erbe für ihren ältesten Sohn Johann zu sichern. Als Regentin im 14. Jahrhundert hatte sie es nicht leicht. Eine Frau, die es den Männern gleichtun wollte, das konnte unmöglich funktionieren. Aber Loretta beweist es allen. Zudem steht ihr der Kurfürst Balduin von Trier zu Seite. Loretta und er stehen sich näher als es nach außen scheint. Auch für die junge Frau scheint es so etwas wie Liebe zu geben. Doch dann schmiedet sie ungeheure Pläne, eine Burg will sie bauen und damit die Ländereien sichern. Kann das funktionieren? Marita Spang erzählt hier die Lebensgeschichte der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim. Diese Frau ist historisch belegt und gilt als eine der wenigen Frauen im ausgehenden Mittelalter die ihre Ländereien selbst regierten. Loretta tat dies, bis zu dem Tag, an dem ihr Sohn mündig wurde. Erst dann übergab sie die Grafschaft in seine Hände. Ihr größter Sieg war wohl, der Bau einer eigenen Burg. Die Frauenburg. War es schon ungewöhnlich als Frau zu regieren, so war der Bau einer eigenen Burg wohl noch ungewöhnlicher. Die Autorin hat es geschafft, hier ein nachvollziehbares Bild dieser Frau zu zeichnen. Loretta wirkt so lebendig und echt. Es macht einfach Spaß hier zu lesen. Gekonnt hat Spang historische Details mit einer fiktiven Geschichte verwoben, sodass ein glaubwürdiges Gesamtbild entstanden ist. Ihr Erzählstil ist dabei der Zeit durchaus angepasst. Natürlich gut lesbar für die Leserschaft von heute, aber immer wieder mit Floskeln der Zeit verwoben, die für einen authentischen Text sorgen. Das Leben von Loretta war wohl kein einfaches und jeder hätte ihr bestimmt ein bisschen Glück gewünscht. So hat die Autorin ihr hier eine Liebschaft gestattet. Ob es die tatsächlich auch gegeben hat, sei dahin gestellt, schön zu lesen war sie in jedem Fall. Diese Liebesgeschichte fügt sich zudem wunderbar in die gesamte Geschichte ein. Ein ausführliches Nachwort beschließt die Frauenburg. Hier werden Fiktion und Wahrheit getrennt und ein paar interessante Details schließen sich an. Auch zwei Karten sind vorhanden, sodass sich der Leser einen schönen Überblick verschaffen kann. Ein Personenregister zu Beginn sorgt dafür, dass auch bei den Protagonisten die Übersicht nicht abhandenkommt. Ich mag solche Details sehr gern in historischen Romanen. „Die Frauenburg“ ist ein toller, unterhaltsamer Roman über eine starke Frau im 14. Jahrhundert. Sie ist lebendig und echt, gefühlvoll und dramatisch. Kurzum, ein rundherum gelungener historischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Gerne mehr davon!!!

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  • Historischer Roman der superlative.

    Die Frauenburg

    TanjaJahnke

    13. December 2016 um 19:53

    Marita Spang entführt uns in 14te Jahrhundert. Eine recht dunkle, finstere Zeit. Eine Zeit, wo es besonders Frauen und Mädchen nicht sonderlich gut erging, denn ihr Vater oder Ehemann (Eheherr) war im wahrsten Sinne den Wortes ihr Herr und Meister. Sein Wort war Gesetz. Und häusliche Gewalt, Züchtigung und Demütigung keine Seltenheit und an der Tagesordnung. Auch war es eine Zeit, in der das einfache Volk (Bauern, Schmiede etc) unter dem Joch ihres Lehnherren lebten und zuweilen auch litten.So grenzt es nahezu an ein Wunder, dass eine solche Zeit ein Mädchen bzw eine Frau hervor bringt, die "wider der Natur" ist. Eine Frau, die klug, wissbegierig und zielstrebig ist. Die das Herz auf dem rechten Fleck hat und sich klar gegen die geltenden Konventionen stellt. So setzt sie sich für das hungernde Volk im Winter ein, springt in die Bresche, wenn dem "kleinen Mann" Unrecht oder Gewalt getan wird und ähnliches. Auch ist ihr Umgang mit Menschen niederen Ranges oder andersgläubigen (Juden) anders als es in dieser Zeit üblich ist.Marita Spang erzählt uns die Geschichte von Loretta. Einer Frau, die als junges Mädchen unter dem Starrsinn und Ungerechtigkeit ihres Vaters leidet und später in einer lieblosen Ehe gefangen ist. Doch das Schicksal hat weit höhere Ziele mit ihr vor. Dank ihrer Klugheit und ihren Mut erbt sie die Regentschaft ihres Schwiegervaters und verwaltet das Reich bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes...und tritt damit in eine Welt ein, die dominiert wird von Neid, Hass, Habgier, einen ewigen Hunger nach Macht und Intrigen.Wird Loretta sich auf dem Spielfeld der hohen Politik sich bewehren oder kläglich untergehen? Wird sie sich gegen ihre Feinde behaupten und den richtigen Menschen vertrauen?Der Fokus der Geschichte liegt auf Loretta und dem Erzbischof Balduin, deren Lebenswege sich durchaus überschneiden und zuweilen auch verbinden.Natürlich ist die Sprache im 14ten Jahrhundert etwas komplex und ungewohnt, aber Marita Spang schafft es dennoch sie verständlich zu halten, ohne dass man den Anschluss verliert oder sie zu schnörkelig wird.Dieses Buch ist ein klares Muss für all jene, die an Geschichte interessiert sind, die eine gewisse Vorliebe für das Mittelalter und keine Angst haben vor etwas düsteren und schockierenden Bildern. Denn das Kopfkino ist hier im Dauerbetrieb und zaubert durchaus grausame Bilder auf die Leinwand. Wer sich also eine Geschichte mit Flatterbändchen, Edelmännern und wilden Romanzen erhofft, ist hier falsch. Hier werden eher Fehden ausgetragen, Menschen ausgepeitscht, Gliedmaßen abgetrennt und anderes.Kurzum ein sehr starkes Buch, das nicht für schwache Gemüter gedacht ist und Zeit braucht. Ein wirklich tolles Buch.Ich gebe ihm 5 von 5 Sternen und wünsche allen viel Spaß damit 

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  • Geschichte einer starken Frau

    Die Frauenburg

    Helene2014

    12. December 2016 um 21:13

    Marita Spang zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen bei historischen Romanen. Und auch ihr drittes Buch Die Frauenburg konnte mich wieder voll und ganz von ihrem Können in diesem Genre überzeugen. Erzählt wird die wahre Geschichte einer herausragenden Frau des Mittelalters. Loretta wächst als Tochter eines verarmten Adligen auf und wird dann in die Ehe mit einem zwar wohlhabenden, aber verkrüppelten Grafen gezwungen. Loretta schenkt ihrem ungeliebten Mann zwar drei Söhne, aber die Ehe bleibt unglücklich und endet mit dem frühen Tod ihres Gatten. Lorettas Schwiegervater vertraut ihr die Regentschaft über die Grafschaft bis zur Mündigkeit ihres ältesten Sohnes an, obwohl es noch einen jüngeren Bruder ihres verstorbenen Mannes gibt. Das führt natürlich nach dem Tod des Schwiegervaters zu erheblichen Konflikten. Schon während ihrer Ehe verliebt sich Loretta in Balduin von Luxemburg, einen der einflussreichsten Kirchenmänner der damaligen Zeit. Und diese Liebe zieht sich durch ihr ganzes weiteres Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Marita Spang versteht es meisterhaft, aus dem Leben dieser für ihre Zeit außergewöhnlichen Frau zu erzählen. Man hat das Gefühl, man steht neben Loretta und kann alles genau beobachten. Der Roman ist sehr gut recheriert und überzeugt mit einem angenehm zu lesenden Schreibstil. Die handelnden Personen sind glaubhaft skiziert, man kann sich gut in jeden einzelnen hinein versetzen, besonders da von Zeit zu Zeit die Gedankengänge von Loretta und Balduin geschildert werden. Dadurch versteht der Leser die Handlungen der einzelnen Personen wesentlich besser und kann nachvollziehen, warum er/sie so und nicht anders gehandelt hat. Auch die Stellung der Frau zur damaligen Zeit wurde sehr gut geschildert. Einer Frau traute man gerade mal ein Gehirn in Erbsengröße zu!! Und das Leben einer Frau -besonders wenn sie aus der einfachen Bevölkerungsschicht stammte- war absolut nichts wert. Fazit: ein wunderbar geschriebener historischer Roman, der mich voll überzeugt hat und dem ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung gebe. 

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  • Mitreißend und spannend bis zur letzten Seite

    Die Frauenburg

    leserattebremen

    09. December 2016 um 10:10

    Loretta von Starkenburg ist eine außergewöhnliche Frau. In jungen Jahren wird sie mit Martin von Starkenburg verheiratet, einem unansehnlichen Mann, der ihr zutiefst unsympathisch ist. Doch als er nach wenigen Jahren der Ehe stirbt, überträgt ihr Schwiegervater ihr die Regentschaft in Vertretung ihres Sohnes Johannes bis zu dessen Volljährigkeit. Plötzlich steht Loretta vor einer großen Aufgabe, im tiefsten Mittelalter muss sie sich als Frau gegen zahlreiche Männer behaupten, die sie entweder nicht ernst nehmen oder zutiefst verachten. Ein langer Kampf um Anerkennung, Stolz und auch Liebe beginnt für die bewundernswerte Frau. Wieder einmal überzeugt Marita Spang mit einem herausragenden historischen Roman. Das wahre Leben der Loretta von Starkenburg verknüpft sie mit vielen Details zu einem farbenprächtigen und mitreißenden Bild der mittelalterlichen Gesellschaft mit all ihren Kämpfen, Fehden und Affären. Besonders das Bild der Kirche, wie wir es heute haben, passt überhaupt nicht zu den damaligen Gebräuchen, Kirchenmänner waren nicht selten gleichzeitig Kriegsherren und Liebhaber. Die Autorin bringt dem Leser die Hauptfiguren so nahe, dass man glaubt, völlig in Lorettas Welt einzutauchen und an ihrer Seite zu kämpfen und auch zu lieben. Loretta ist gleichzeitig sympathisch und unbedarft, mehr als einmal wollte ich am liebsten hineinspringen in das Geschehen, um sie zu warnen oder von Fehlurteilen abzuhalten. Marita Spangs neuer Roman „Die Frauenburg“ zeichnet sich durch gut recherchierte Details und eine hochspannende Geschichte aus. Gleichzeitig macht sie wieder einmal deutlich, dass es in der Männerwelt Mittelalter auch Ausnahmepersönlichkeiten gab wie Loretta von Starkenburg, die schon damals als außergewöhnliche Frauen wahrgenommen wurden. 

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  • Lebendige Historie

    Die Frauenburg

    ManuelaBe

    06. December 2016 um 17:11

    Mit Die Frauenburg hat die Autorin Marita Spang einen weiteren historischen Roman geschrieben mit guter Recherche und in lebendigem Stil. Sie erzählt in diesem Roman die Geschichte der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim, eine historisch belegte Person die für ihre Zeit ungewöhnlich war. Zu einer Zeit in der Frauen unter der Vormundschaft des Vaters oder Ehemanns bzw. eines männlichen Familienmitgliedes stand übernahm sie nach dem Tod ihres Mannes sowie ihres Schwiegervaters die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn und führte die Regentschaft erfolgreich bis zur Übergabe an ihren Sohn. Die Autorin verquickt die historisch belegten Tatsachen mit einer Liebesgeschichte rund um die Gräfin und dem Kurfürsten Balduin von Trier. Der Schreibstil ist lebendig und die Geschichte ist gut recherchiert. Am Anfang des Roman erhält der Leser durch ein Personenverzeichnis einen guten Einblick in die verschiedenen Protagonisten, ein Glossar am Ende des Buches erklärt heute nicht mehr gebräuchliche Redewendungen und Begriffe. Im Nachwort erklärt die Autorin was in ihrer Geschichte den Tatsachen entspricht und was sie als Autorin dazu geschrieben hat. Sie erläutert auch die Namensänderungen und die Zeitabläufe. Insgesamt entwirft Marita Spang ein lebendiges und interessantes Portrait von Loretta und lässt den Leser hautnah an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Auch andere Protagonisten werden so tiefer charakterisiert und das Leben zu dieser Zeit wird realitätsnah geschildert. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und kommt ohne langatmig Füller daher. Die Geschichte hat einige Zeitsprünge denen ich durch die Datierung am Kapitelanfang gut folgen konnte. Mein Fazit, ein fesselnder Roman über eine faszinierende Frau.

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