Die Frauenburg

von Marita Spang 
4,8 Sterne bei30 Bewertungen
Die Frauenburg
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Oriass avatar

Historische Geschichte, wie sie nicht besser erzählt werden kann.

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Es gibt gute Romane. Es gibt sehr gute Romane. Und es gibt Romane von Marita Spang. Unvergleichbar!

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Inhaltsangabe zu "Die Frauenburg"

Ein großer historischer Roman über eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters von der preisgekrönten Autorin Marita Spang
Die junge Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim übernimmt im Jahre 1324 nach dem frühen Tod ihres Gatten die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. In dem Kurfürsten Balduin von Trier findet sie einen mächtigen, aber gefährlichen Verbündeten gegen ihre zahlreichen Feinde - und endlich auch Erfüllung in einer Liebe, die vor der Welt geheim gehalten werden muss.
Als sie sich entschließt, eine Burg zu erbauen – ein unerhörtes Ansinnen für eine Frau ihrer Zeit – hat sie endgültig alle machthungrigen Männer gegen sich. Doch neben Klugheit und Weitsicht hilft ihr auch ihre Gabe, Unglück vorherzusehen. Nur ihr eigenes Unglück vermag sie nicht zu erahnen…
Ein Mittelalter-Roman über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520239
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:816 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Oriass avatar
    Oriasvor einem Monat
    Kurzmeinung: Historische Geschichte, wie sie nicht besser erzählt werden kann.
    Meisterhaft!!

    Die junge Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim übernimmt im Jahre 1324 nach dem frühen Tod ihres Gatten die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. In dem Kurfürsten Balduin von Trier findet sie einen mächtigen, aber gefährlichen Verbündeten gegen ihre zahlreichen Feinde - und endlich auch Erfüllung in einer Liebe, die vor der Welt geheim gehalten werden muss. Als sie sich entschließt, eine Burg zu erbauen - ein unerhörtes Ansinnen für eine Frau ihrer Zeit - hat sie endgültig alle machthungrigen Männer gegen sich. Doch neben Klugheit und Weitsicht hilft ihr auch ihre Gabe, Unglück vorherzusehen. Nur ihr eigenes Unglück vermag sie nicht zu erahnen..


    Ein Mittelalter-Roman über eine starke Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

    "Die Frauenburg" wurde mir als Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Ich liebe historische Romane, kannte von Marita Spang aber bis dato kein Buch.

    Was für ein Genuss!!

    Zum Inhalt möchte ich eigentlich gar nichts sagen, denn ich möchte Euch nicht die Spannung und Vorfreude nehmen. Taucht ein in die Welt von Loretta von Starkenburg-Sponheim und erlebt ihre einzigartige Geschichte.

    Dieses Buch ist wahrlich ein Meisterwerk von der ersten Seite an. Schön fand ich die Auflistung am Anfang mit den wichtigsten Personen und auch die Erklärungen zum Schluss. Einigen Lesern mögen die ganzen mittelalterlichen Begriffe nicht geläufig sein.

    Der Schreibstil ist dem Genre perfekt angepasst, es ist eine Freude Zeile um Zeile zu lesen. Da ich gerne und oft historische Romane lese, hatte ich mit der Schreibe überhaupt keine Probleme, fand sie perfekt eingesetzt und nicht schwulstig.

    Hervorheben möchte ich auch die Recherche zur Frauenburg. TOP!!

    Die Geschichte um Loretta ist unheimlich spannend, zu gerne liest man von einer Frau, die sich in dieser Zeitepoche behaupten kann. Das Buch ist kurzweilig aber auch sehr umfangreich und so brauchte ich immer wieder Pausen um mich zu sortieren. Welcher Ort gehört zu welchem Lehnsherr, was wurde an wen wann verpfändet, wer "mauschelt" mit wem, wer ist sich Spinnefeind. Die Autorin schreibt so real, das man meint, man ist live dabei. Ein außergewöhnliches Talent.

    Ein "Geschichts-Buch", das Geschichte nicht besser erzählen kann und nach meiner Meinung der beste Geschichts-Unterricht ist!

    Die Frauenburg bekommt von mir eine klare Leseempfehlung und ist eines meiner Highlights in diesem Jahr. Das nächste Buch von Marita Spang ist schon bestellt.

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    Danions avatar
    Danionvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Es gibt gute Romane. Es gibt sehr gute Romane. Und es gibt Romane von Marita Spang. Unvergleichbar!
    Wie immer unvergleichbar!

    Es gibt auf dem Markt zuhauf historische Romane. Dazwischen finden sich gute Romane, sehr gute Romane und die Romane von Marita Spang. Mit der „Frauenburg“ brachte sie ihren dritten historischen Roman heraus, der die Reihe der Meisterwerke fortsetzt.

    Ich muss gestehen, ich bin seit dem ersten Roman „Die Hexenliebe“ ein großer Fan von Marita Spang. Ihr zweiter Roman „Seide und Blut“ hat mich sehr beeindruckt durch die psychologische Tiefe, durch die Figuren, Sprache, Spannung. Umso höher waren meine Erwartungen, als es hieß, der dritte Roman erscheint. Und ich war nicht enttäuscht.

    Als erstes fällt bei diesem Roman auf, wie historisch verwurzelt er ist, wie viele historische Fakten eingearbeitet wurden. Selbst bei den Szenen, die für mich fast „fantastisch“ klangen (Entführung des Erzbischofs und Erpressung ohne fatale Folgen für die Erpresserin – ich konnte mir das nicht vorstellen, aber im Nachwort zum Roman liest man, dass es dafür historische Belege gibt.

    Für den Roman wurde also eine sehr spannende Zeit und eine sehr interessante Hauptfigur ausgewählt. Eine Frau, die irgendwie gar nicht in die mittelalterlichen Vorstellungen von einem „demütigen Weib“ passt. Eine Regentin kommt auf den Vordergrund, die viel zu kämpfen hat. Vor allem mit sich selbst und eigenen Gefühlen, aber auch mit den Bedrängnissen, die von allein Seiten kommen.

    Es gibt mehrere erfolgreich realisierte Spannungslinien. Mein persönlicher Höhepunkt ist der Freitod (ich schreibe hier nicht, von wem, um nicht zu spoilern). Die Seiten 736 bis 743 sind die Seiten, für die ich Marita Spang so liebe. Es sind Seiten, die mich zum Zittern brachten, vor Aufregung, die kalten Schweiß auf meiner Haut trieben. Ich denke, das sind die besten Zeichen dessen, dass der Autorin die gewünschte Wirkung ihres Werkes auf die Leser gelungen ist.

    Ich liebe Marita Spang und ihre Sprache, von der ich sehr viel lerne (ich bin ein Nicht-Muttersprachler). Kein Wort in ihren Büchern ist umsonst. Jedes davon trägt einen Sinn, emotionale Färbung, trägt dazu bei, ein möglichst detailliertes Bild zu schaffen, damit sich der Leser in jede einzelne Szene hineinversetzen kann. Ich hatte stets das Gefühl, an den Orten der Geschehnisse zu sein und die Handlung von der Seite zu beobachten. Das ist einfach faszinierend!

    Das Lesen Ihrer Romane von Marita Spang ist ein Genuss, den man sich und seinen Freunden gönnen sollte. Jeder Roman, ob „Die Hexenliebe“, „Blut und Seide“ oder „Die Frauenburg“ - sind echte Meisterwerke, die man gelesen haben sollte. Und nach dem Lesen weiterempfehlen!

    Nun fühle ich mich ein wenig leer und traurig – der nächste Roman ist zu Ende gelesen. Die Figuren, die mich nach der Lektüre noch einige Zeit begleitet haben, sind auf ihren Weg weiter gegangen. Und mir bleibt nichts anderes übrig, als auf den vierten historischen Roman zu warten. Auf das vierte Meisterwerk von Marita Spang, der Autorin aus der Superlative-Kategorie..

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Das Lebensbild einer staren Frau in einer von Männern dominierten Zeit! Leseempfehlung!
    Eine Frau setzt sich durch

    „...Aber noch faszinierender sind ihre Geistesgaben. Sie hat einen scharfen, wachen Verstand und scheint ihm doch nicht zu vertrauen. Als wäre sie zu oft für ihre Klugheit gescholten worden...“


    Wir schreiben das Jahr 1308. Die neunjährige Loretta, Tochter des Grafen Bernhard von Salm, darf ihre Eltern nach Trier begleiten. Dort begegnet sie zum ersten Mal zwei Männer, die ihren Lebensweg entscheidend mit prägen werden. Zum einen ist es der Erzbischof Balduin, ein junger Mann aus dem Geschlecht derer von Luxemburg, zum anderen Graf Johann von Starkenburg-Sponheim, ein Freund ihres Vaters.

    Im Jahre 1315 heiratet Loretta auf Befehl des Vaters Martin von Starkenburg-Sponheim. Sie schenkt ihm drei Söhne. Als Martin 1324 stirbt, überträgt ihr Schwiegervater Johann ihr die Regentschaft für den unmündigen Enkel Johann. Graf Johann kann sie aber nur wenige Monate beraten, dann stirbt auch er.

    Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Ich darf den Weg der Gräfin Loretta über etliche Jahre begleiten. Im Mittelpunkt steht ihre Beziehung zu Balduin. Es ist einerseits eine Geschichte von Liebe und Vertrauen, Verrat und Neuanfang, andererseits ein detailliertes Gemälde der damaligen Zeit.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Schnell wechselnde Kapitel und Handlungsorte sorgen für einen hohen Spannungsbogen. Anfangs wird abwechselnd das Leben von Balduin und Loretta geschildert. Dabei werden die Protagonisten vor allem durch ihr Tun und Handeln gut charakterisiert. Das gilt selbst für Nebenfiguren. Balduin gelingt es, durch raffiniertes politisches Handeln und hart an der Grenze des Rechts agierend, sein Besitztum kontinuierlich zu vergrößern. Loretta möchte nur eins: Den Besitz für ihren ältesten Sohn erhalten. Doch das ist nicht einfach. Als Frau wird sie in der damaligen Zeit normalerweise nicht ernst genommen. Zwar steht ihr Matthias, Geistlicher und Bruder des Grafen Johann, hilfreich zu Seite, doch durchsetzen muss sie sich allein.

    Das Eingangszitat stammt von Balduin. Er ahnt nicht, wie Recht er damit hat. Schon als Neunjährige in Trier bekommt Loretta von ihre Mutter gesagt:


    „...Schon wieder Fragen, Loretta. Zu viel Neugier schickt sich nicht für ein sittsames Mädchen...“


    In gemeinsamen Fehden zeigt sich Loretta gegenüber Balduin großzügig und überlässt ihm den Großteil des Sühnegeldes.. Das nimmt der als selbstverständlich, wertet es als weibliche Schwäche und reagiert ausgesprochen unwirsch, wenn ihm Loretta doch einmal Widerworte gibt. Trotz seiner Einschätzung nimmt er sie als Regentin nicht für voll. Dass sie sich eine eigene Burgbauen lässt, wertet er als Affront.

    In der Geschichte spielen weitere starke Frauen eine Rolle. Dazu gehört insbesondere die Miriam, eine jüdische Frau, die nach dem grausamen Tode ihres Mannes sein Geschäft weiterführt. Sie wird für Loretta zur Vertrauten. Ihre Gespräche sind fein ausgearbeitet, berühren persönliche, aber auch gesellschaftliche Aspekte und gehen in die Tiefe. Einmal geht es zum Beispiel um die Stellung der Frau in der Familie. Das folgende Zitat zeigt, wie geschickt Miriam agiert:


    „...Ich habe in meiner Ehe immer sorgfältig darauf geachtet, nie in Gegensätze oder gar Streit mit Thaddäus zu geraten. Die Weichen dazu stellt eine kluge Frau weit im Voraus, so dass ihr Gemahl gar nicht merkt, dass sie ihn leitet und lenkt...“


    Loretta erlebt die Grausamkeiten von kriegerischen Auseinandersetzungen. Deshalb sucht sie neue Wege, um ihr Recht durchzusetzen. Hilde, ihre Hebamme, Heilerin und Kinderfrau, gibt ihr dafür ein wichtiges Argument:


    „...Keine Eroberung ist ist jemals ehrenhaft, Herrin. Es sind die kleinen Leute, die für die Hoffart ihrer Herren zu büßen haben, ganz gleich, wie eine solche Eroberung vonstatten geht...“


    Zwei historische Karten und ein ausführliches Personenverzeichnis befinden sich zu Beginn des Buches. Im Nachwort trennt die Autorin Fiktion von geschichtlicher Wahrheit und begründet geringfügige zeitliche Abweichungen.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet das Bild einer starken Frau in einer von Männern dominierten Welt. Mit einem Wort von König Johann von Böhmen, einem Neffen Balduins, das bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat, möchte ich meine Rezension abschließen:


    „...In der Welt der Mächtigen lässt jeder jeden bespitzeln...“

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    Dreamworxvor 3 Monaten
    Loretta - eine starke Frau

    14. Jh. Grafschaft Sponheim. Als Tochter eines Adligen, der hoch verschuldet ist, wird die junge Loretta mit dem reichen Grafen Martin von Starkenburg-Sponheim zwangsverheiratet. Loretta bleibt nichts anderes übrig, als sich in ihr Schicksal zu fügen. Obgleich ihr Mann nicht attraktiv ist und sogar körperlich versehrt, bekommt Loretta mit ihm drei Kinder, bevor ihr Ehegemahl stirbt. Ab nun ist Loretta gezwungen, das Erbe für ihre Kinder zu sichern, vor allem für ihren ältesten Sohn Johann. Bis Johann mündig und selbst als Regent auftreten kann, übernimmt Loretta als Vertreterin die Regentschaft und hat in einer Männerdomäne als Frau kein leichtes Leben. Aber Loretta wächst über sich hinaus, kann sie doch auf die Unterstützung des Kurfürsten Balduin von Trier zählen. Dieser hat insgeheim ihr Herz erobert und lässt sie endlich die Liebe spüren, die sie bis dahin vermisst hat. Außerdem plant Loretta den Bau einer Burg. Wird es ihr gelingen, dass Erbe ihres Sohnes gegen alle Widerstände zu erhalten und den Burgbau zu realisieren?

    Marita Spang hat mit ihrem Buch „Die Frauenburg“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, der dem Leser auf spannende Weise in einem Porträt das Leben der historisch belegten Person Loretta von Starkenburg näher bringt. Der Schreibstil ist flüssig, bildgewaltig und fesselt von der ersten Seite, der Leser tritt eine Reise ins Mittelalter an, um dort unsichtbar mit Loretta eine aufregende, aber auch harte Zeit erleben zu dürfen. So erfährt er hautnah Lorettas Gefühls- und Gedankenwelt, was sie sehr lebendig wirken lässt.  Die Autorin hat akribisch recherchiert und versorgt den Leser nicht nur mit Informationen über die damaligen Lebensumstände, die Position der Kirche und die gesellschaftlichen Unterschiede, sondern lässt in ihrer Geschichte auch gebräuchliche Redewendungen aufleben, die sie in einem Glossar am Ende des Buches erklärt und die die Handlung noch glaubhafter wirken lassen. Das Verweben von historisch belegten Details und Fiktion sind hier meisterlich gelungen, so dass der Leser das Gefühl hat, Geschichte leibhaftig mitzuerleben. Ein Personenverzeichnis, Karten und ein Nachwort der Autorin vervollständigen das außergewöhnliche Buch und geben dem Leser einen sehr guten Rundumblick.

    Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und mit individuellen Eigenschaften versehen. Sie wirken durchweg sehr real und authentisch und geben dem Leser die Möglichkeit, sich in sie hineinzuversetzen. Loretta ist eine sympathische Frau, die schon in jungen Jahren einige Höhen und Tiefen erleben musste. Sie musste schon früh lernen, dass sie sich den Wünschen anderer zu fügen hat, obwohl sie ganz eigene Träume hat. Als junge Frau wirkt sie oft unbedarft und musste durch eine harte Schule. Nach dem Tod ihres Gatten entwickelt sie neben Diplomatie einen Mut und eine Stärke, die einem Respekt abringt. Gleichzeitig zeigt sie Herz und auch einige Schwächen, doch sie setzt sich über Widerstände hinweg, kämpft für ihre Familie, für ihre Vorstellungen und erlebt endlich auch noch die Liebe, die sie so lange entbehren musste. Balduin ist ein Kirchenmann und schon lange im Herzen von Loretta verankert. Er ist wie ein Chamäleon, mal ist er warmherzig und charmant, dann wieder wirkt er unterkühlt und hart. Auch die weiteren Protagonisten steigern mit ihrem Auftreten die Spannung und geben der Handlung zusätzliche Impulse.

    „Die Frauenburg“ ist ein hervorragender und packender Roman über die historisch belegte Person Loretta von Starkenburg. Der Autorin gelingt es mit diesem Buch auf wunderbare Weise, den Leser Geschichte lebendig miterleben zu lassen. Absolute Leseempfehlung für ein außergewöhnliches Buch!

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 3 Monaten
    Die Frauenburg

    Es ist bereits das dritte Buch, welches ich von der Autorin lesen durfte. Genau, wie die beiden anderen Bücher, "Blut und Seide" und "Hexenliebe" war ich sofort wieder mittendrin im historischen Geschehen. Loretta wächst als Tochter eines verarmten Adligen auf und wird dann in die Ehe mit einem zwar wohlhabenden, aber verkrüppelten Grafen gezwungen. Loretta schenkt ihrem ungeliebten Mann zwar drei Söhne, aber die Ehe bleibt unglücklich und endet mit dem frühen Tod ihres Gatten. Lorettas Schwiegervater vertraut ihr die Regentschaft über die Grafschaft bis zur Mündigkeit ihres ältesten Sohnes an, obwohl es noch einen jüngeren Bruder ihres verstorbenen Mannes gibt. Das führt natürlich nach dem Tod des Schwiegervaters zu erheblichen Konflikten. Das Buch beruht auf historischen Fakten, Loretta von Starkenburg-Sponheim hat wirklich gelebt und ihr außergewöhnliches Leben bietet sich als Romanstoff geradezu an. Gekonnt hat Spang historische Details mit einer fiktiven Geschichte verwoben, sodass ein glaubwürdiges Gesamtbild entstanden ist. Ihr Erzählstil ist dabei der Zeit durchaus angepasst. Natürlich gut lesbar für die Leserschaft von heute, aber immer wieder mit Floskeln der Zeit verwoben, die für einen authentischen Text sorgen. Der Stil ist flüssig, angenehm und anschaulich. Marita Spang ist auch in diesem Werk wieder das Eintauchen in gut recherchierte Historie gelungen. Interessant auch hier wieder die Rolle der Frau. Tolles Buch. Spannend und Lesevergnügen pur.

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein lesenswerter Roman, der nicht nur Geschichtsfans überzeugen kann
    Eine starke Frau und ihr ungewöhnliches Bauvorhaben

    Die Region Mosel im 14. Jahrhundert: Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim, geborene von Salm, übernimmt im Jahr 1324 nach dem frühen Tod ihres Ehemanns Martin die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Johannes. Kurfürst Balduin von Trier, mit dem sie ein Liebesverhältnis unterhält, ist für die junge Frau ein gleichsam mächtiger wie gefährlicher Verbündeter gegen ihre Feinde. Doch mit ihrem ungewöhnlichen Entschluss, eine Burg zu bauen, bringt sie viele gegen sich auf - und schließlich auch den Kirchenmann. Mit ihrer besonderen Gabe kann Loretta Unglücke vorhersehen. Nur ihr eigenes Unglück vermag sie selbst nicht zu erahnen…

    „Die Frauenburg“ von Marita Spang ist ein historischer Roman, der im Mittelalter angesiedelt ist.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus 38 Kapiteln und sechs Teilen. Zudem gibt es einen Pro- und einen Epilog. Die Handlung spielt zwischen den Jahren 1311 und 1330. Auch die Schauplätze wechseln. Einheitliche Orts- und Zeitangaben sorgen jedoch für einen guten Überblick.

    Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und anschaulich. Sprachlich ist der Roman der damaligen Zeit ein wenig angepasst, was ich als gelungen empfinde. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

    Loretta ist eine sympathische, außergewöhnliche und starke Protagonistin, deren Weg ich gerne verfolgt habe. Sie macht eine Entwicklung durch, die ihre realitätsnahe Darstellung unterstreicht. Auch die übrigen Charaktere werden vielschichtig beschrieben und wirken authentisch.

    Mit rund 800 Seiten ist der Roman eine umfangreiche Lektüre. Dank der abwechslungsreichen Handlung, die unterschiedliche Themen aufgreift, kommt jedoch trotzdem keine Langeweile auf.

    Gut gefallen hat mir, wie Fakten und Fiktion miteinander verknüpft wurden. Gerne habe ich mehr über Loretta von Starkenburg-Sponheim erfahren, die mir bis dato noch nicht bekannt war. Dass ihre Geschichte nun literarisch aufgearbeitet wurde, finde ich schön. Zudem lernt der Leser einiges über das Leben zu dieser Zeit.

    Ein Pluspunkt ist für mich das Zusatzmaterial. Neben zwei Landkarten bieten ein Glossar und eine Figurenübersicht, die historisch belegte Persönlichkeiten kennzeichnet, dem Leser Orientierung. Hilfreich und interessant ist außerdem das Nachwort, das weitere Infos liefert und die fundierte Recherche der Autorin belegt.

    Das Cover ist ansprechend und passt gut ins Genre. Der Titel ist knapp und ebenfalls treffend gewählt. Ein wenig gestört hat mich allerdings, dass die Seiten der Taschenbuchausgabe so dünn sind, dass die Schrift durchscheint.

    Mein Fazit:
    „Die Frauenburg“ von Marita Spang ist ein lesenswerter Roman, der nicht nur Geschichtsfans überzeugen kann. Mir hat die Geschichte unterhaltsame Lesestunden beschert.

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    dorlis avatar
    dorlivor 3 Monaten
    Rezension zu "Die Frauenburg" von Marita Spang

    In ihrem historischen Roman „Die Frauenburg“ nimmt Marita Spang den Leser mit in das 14. Jahrhundert und erzählt die spannende Lebensgeschichte der Gräfin Loretta von Starkenburg-Sponheim.

    Marita Spang hat die historischen Ereignisse der 1310er und 1320er Jahre mit einer fiktiven Geschichte verknüpft und ein facettenreiches und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im Geschehen und damit in einer Welt aus Machtgier, Intrigen und Fehden, aber auch aus Liebe und Leidenschaft.

    Im Alter von 16 Jahren heiratet Loretta von Salm den ältesten Sohn des Grafen Johann II. von Starkenburg-Sponheim. Als ihr Ehemann nach wenigen Jahren schwer erkrankt, nimmt dieser Loretta an seinem Sterbebett das Versprechen ab, bei ihrem Schwiegervater durchzusetzen, dass sie bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Johannes als Regentin eingesetzt wird und nicht ihr Schwager Pantaleon. Graf Johann zögert, dem Wunsch seines Sohnes zu folgen, lässt sich aber schließlich von Loretta überzeugen – eine Entscheidung, die sich als gut und richtig erweisen soll, denn Loretta verwaltet die Grafschaft mit viel Geschick.

    Gräfin Loretta war eine außergewöhnliche Frau des Spätmittelalters. Sie war klug und weitsichtig und hatte in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit großen Einfluss auf das politische Geschehen. Sie war tatkräftig, agierte mutig und mit ungewöhnlichen Maßnahmen in einer von Männern beherrschten Welt und zeigte keinerlei Scheu, sich mit den Mächtigen des Landes anzulegen, um ihre Interessen zu wahren. Sie findet sogar entgegen aller Widrigkeiten Mittel und Wege, eine eigene Burg zu bauen – die Frauenburg.

    Marita Spang hat ihre Protagonistin zudem mit einer besonderen Gabe ausgestattet, die sich in der weiblichen Line ihrer Familie weitervererbt. Loretta ist in der Lage, drohendes Unheil zu erahnen und Menschen aus ihrem Umfeld zu warnen bzw. sie aus einer bedrohlichen Situation zu retten.

    Auch die Darstellung der anderen Akteure hat mir sehr gut gefallen. Sowohl fiktive Figuren wie auch die zahlreichen historischen Persönlichkeiten bekommen schnell ein Gesicht. Alle werden lebendig und ausdrucksvoll präsentiert und wirken in ihrem Tun überzeugend. Es war äußerst spannend, ihre Wege zu verfolgen und ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten.

    „Die Frauenburg“ hat mich rundum begeistert – es war sehr interessant, diese außergewöhnliche Frau kennenzulernen und es hat großen Spaß gemacht, sie durch die Höhen und Tiefen ihres bewegten Lebens zu begleiten.

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    MarySophies avatar
    MarySophievor 3 Monaten
    Die Frauenburg

    Handlung:
    Römisch-Deutsches Reich 1324

    Loretta von Starkenburg-Sponheim hat großes vor. Nach dem frühen Tod ihres Ehemanns will sie ihren Söhnen das Erbe erhalten und verhindern, dass ihr Schwager Pantaleon die Macht an sich reißt. Sie übernimmt die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Johann.
    Schon in ihrer Kindheit war sie fasziniert von dem Kurfürsten Balduin von Trier und findet als Erwachsene in ihm einen Verbündeten, da sie sich mit ihrer Regentschaft als Frau zahlreiche Feinde macht. Nicht nur politisch findet Loretta in Balduin einen Gefährten, sondern sie lernt auch das erste Mal wahre Liebe kennen, von der niemand wissen darf.

    Loretta war auf dem besten Wege, das Erbe später einmal an ihren Sohn weiterzugeben, bis sie eine große Entscheidung trifft, die in der bisherigen Zeit unerhört war. Sie will eine eigene Burg bauen.


    Meinung:
    Das Cover finde ich nett anzusehen. Es wirkt altmodisch und gerade dadurch auf mich sehr authentisch und passend für den Roman. Mein einziger Kritikpunkt ist die Schriftfarbe von dem Namen der Autorin. Dieser geht aufgrund der ähnlichen Farbe des Hintergrundes etwas unter. Deshalb wäre es passender gewesen, wenn eine andere und auch auffälligere Farbe genutzt worden wäre.


    Noch vor dem Beginn des Romans gibt es eine Auflistung der Personen und es wurde unterschieden, welche Protagonisten historisch und fiktiv sind. Darüber war ich sehr froh, es traten immer wieder neue Personen auf, bei denen es mir anfangs schwer fiel, sie auseinanderzuhalten. Schon als ich die Namen und Details zu den Protagonisten durchgelesen habe, war ich begeistert, wie viele Personen historisch belegt sind. Umso gespannter war ich nun darauf, endlich mit dem Lesen des Romans zu beginnen und zu schauen, wie die Autorin diese Protagonisten verbunden und auch beschrieben hat.


    Schon nach den ersten 50 Seiten hatte ich mir vorgenommen, mir mit dem Roman Zeit zu lassen und ihn richtig zu genießen. Nicht nur die Handlung wurde spannend und anspruchsvoll beschrieben, sondern auch die Protagonisten konnten mich vollkommen überzeugen. Sie waren wundervoll beschrieben und dargestellt, besonders gut hat mir gefallen, dass jeder Wiedererkennungsmerkmale hatte und verschiedene Facetten seines Wesens gezeigt hat.


    Loretta von Starkenburg-Sponheim steht während des Romans klar im Mittelpunkt, als Leser lernt man sie schon mit einem jungen Alter kennen und begleitet sie in Jugendjahren (teilweise durch Erinnerungen ihrerseits), als auch während ihrer Ehe und der Zeit ihrer Regentschaft. Sie war als Charakter sehr stark beschrieben und hatte zahlreiche authentische Facetten, die sie für mich eingenommen haben. Deshalb habe ich schnell Sympathien für die Frau entwickelt und habe sie mit Freude auf ihrem Weg begleitet.

    Auch die anderen Protagonisten waren facettenreich und lebhaft dargestellt. Dies fand ich besonders beeindruckend anhand der zahlreichen Personen, die im Roman aufgetreten sind.

    Des weiteren hat es mir gut gefallen, dass eine Weiterentwicklung der Figuren klar zu erkennen war und mitzuerleben war.


    Ein weiterer positiver Aspekt war der Schreibstil. Er war leicht verständlich, gleichzeitig aber trotzdem anspruchsvoll und authentisch für das Mittelalter. Eingestreut wurden immer mal wieder altmodische Begriffe, die dem Roman viel Authentizität bringen und sich immer perfekt in den Text einfügten.



    Fazit:

    Schon nach kurzer Zeit konnte mich der Roman vollkommen überzeugen und hat mich bis zum Ende fasziniert und mitgerissen. Am liebsten hätte ich das Buch verschlungen, weil ich wissen wollte, wie es Loretta während ihrer Herrschaft erging, gleichzeitig wollte ich mir mit dem Roman viel Zeit lassen, um jedes Detail aufzusaugen. Für mich der beste historische Roman, den ich in letzter Zeit gelesen habe.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 4 Monaten
    Bestens recherchierter Roman

    Die Frauenburg ist für meinen Geschmack der bislang stärkste Roman aus der Feder von Marita Spang. Mit diesem Roman setzt sie der Loretta von Sponheim (siehe dazu auch Wikipedia) ein Denkmal.
    Beginnend mit der Jugend der Gräfin, über ihre freudlose Ehe, bis hin zur Übergabe des Erbes und der Regentschaft an ihren Sohn Johannes, den sie Hänsel nennt, beschreibt Marita Spang sehr spannend das Leben und Wirken der Loretta von Sponheim, einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.
    Die Autorin gelingt es aufs Beste die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und so ist man sehr schnell in der Story drin und ist regelrecht gefesselt und das auf mehr als 800 Seiten. Achthundert Seiten die den Leser durchweg gefangen halten und das ohne jegliche Längen.
    Die Figuren wirken allesamt authentisch und machen neugierig wie denn die echten Fürsten denn so waren. Für mich war es Ansporn neben dem Roman auch immer wieder bei Wikipedia nachzusehen wie echt das Leben ihrer Figuren geschildert wurde. Ich kann sagen, sehr echt auch wenn natürlich das eine oder andere abweicht vom realen Leben.
    Dank der schönen Karte im vorderen Teil des Buches hat man natürlich auch die Schauplätze bestens im Blick.
    Insgesamt hat mich Marita Spang mit der Frauenburg aufs allerbeste unterhalten und es ist für mich einer der besten historischen Romane diesen Jahres.
    Für mich sind das 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

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    Christine2000s avatar
    Christine2000vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: So gelingt Geschichte
    Ach gäbe es mehr Frauenburgen

    In diesem 800 Seiten starken historischen Roman um eine der mächtigsten, wenn nicht die mächtigste Frau des 14. Jahrunderts Loretta von Starkenburg-Sponheim, gelingt Marita Spang ein echtes Kunststück. Sie schreibt historisch gut recherchiert und trotzdem phantasievoll und lebendig. Sachliche Politik und Verantwortung für ihr schweres Amt und Herzensdinge wiegen gleich schwer für ihre Regentinnen-Figur. Sie emanzipiert sich auf eine so glaubhafte und integre Art, dass es eine wahe Freude ist. Auch Feigheit, Unvermögen, Berechnung, Manipulation haben ihren Platz. Genauso wie Liebe, sexuelle Lust, Eifersucht und Trauer. Alles wird gekostet, verdaut und alles hat seinen Preis. Der Mann dominiert zunächst das vermeintlich „schwache Weib“, bis er -mit seinen eigenen Waffen bezwungen- empört aufschreit: „Aber das ist doch etwas ganz anderes.“ Ist es nicht. Auch Frauen können gemein sein und dabei politisch korrekte Schlupflöcher nutzen. Das ist weder besser noch schlechter. Marita Spang, alias Loretta macht es möglich. Ich empfand beim Lesen die selbe Genugtuung, wie bei „drei Engel für Charly“, oder Lara Croft, wenn arroganten Fieslingen so richtig mit spitzen Pumps zwischen die Beine getreten wird. Ha! Take that! Und doch ist es kein plumpes Tit for tat. Loretta lernt aus ihren Fehlern, gelangt am Ende gar zu Weisheit. Keine Minute habe ich mich dabei gelangweilt. Ein richtig toller Schmöker.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    maritaspangs avatar
    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und -Leser,
    über ein Jahr hatte ich kein Buch als Print neu auf dem Markt, in diesem Jahr werden es dafür gleich mehrere. Da mein dritter Roman "Die Frauenburg" als Ebook schon fast 1,5 Jahre erhältlich ist, wurde schon viel darüber diskutiert. Deshalb habe ich mich mit Unterstützung meines Verlags Knaur zu einer Buchverlosung anstelle einer Leserunde entschlossen. Wer das Buch noch nicht kennt, ist ganz herzlich eingeladen, sich an der Verlosung zu beteiligen, sofern er/sie im Anschluss bereit ist, auch eine Rezension zu schreiben und zumindest hier auf Lovelybooks einzustellen, und eine Frage zum Buch richtig beantworten kann.
    Lasst Euch mitnehmen in das Leben einer der ungewöhnlichsten Frauen des Mittelalters.
    Hier kommt nun meine Frage: In welcher deutschen Stadt spielt der Prolog? Ein kleiner Tipp: Eine Leseprobe gibt es natürlich auf meiner Website www.maritaspang.de.
    Nun freue ich mich auf Eure Bewerbungen.
    Liebe Grüße  Eure Marita
    Zur Buchverlosung

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