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ChrischiD

vor 3 Jahren

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Das Amulett, mit welchem Charlie zwischen ERde und Godheim hin und her reisen kann, wurde ihr genommen. Wie soll die Prophezeiung, dass nur sie den bösartigen Magier Oden noch stoppen kann, denn nun in Erfüllung gehen? Doch bevor Charlie sich darüber Gedanken machen kann, muss sie Hanna befreien, die auf der Burg von ebenjenem Magier festgehalten wird. Sollte das Schicksal eines jungen Mädchens wirklich schon besiegelt sein?

"Der Thul" ist der zweite Band der Trilogie "Die Erben der alten Zeit", einer Fantasysaga, die nicht dem Mainstream entspricht, und gerade deswegen eine Chance erhalten sollte.

Nachdem nun doch eine geraume Zeit nach dem Erscheinen des ersten Bandes vergangen ist, musste man sich zunächst wieder ein wenig in die Geschichte einfinden. Doch der Schreibstil der Autorin, der nach wie vor flüssig ist, hilft dabei. Auch die Darstellungen, die so lebendig daherkommen, dass man sie fast greifen kann, tragen enorm dazu bei, dass man schnell wieder im Geschehen angekommen ist. Bei ersten Wiedersehen mit Charlie hat man sofort das Gefühl eine alte Freundin, die man lange nicht gesehen hat, zu treffen. Das ist sehr gut gemacht, denn so kann man sich um einiges besser in das Geschehen hineinversetzen, da eine emotionale Bindung aufgebaut wird.

Da Charlie das Amulett nicht mehr besitzt, fehlen dieses Mal leider die großartigen Reisen zwischen den Welten, die man im ersten Band gerne verfolgt hat. Wäre natürlich auch ein wenig seltsam, denn wie sollte sie dies schließlich anstellen, ohne das Amulett. Dementsprechend passt diese Wendung natürlich wieder ins Gesamtbild und macht die Geschichte in sich stimmig.

Es gibt ein zwei kurze Passagen, in denen das Spannungsniveau, das im Grunde von Beginn an recht hoch gehalten wurde, ein wenig absackt, wodurch die Geschichte droht in die Länge gezogen zu werden. Glücklicherweise berappelt sich das Geschehen recht schnell, so dass man wieder zur alten Form finden kann.

Da das Ende der Trilogie natürlich noch nicht erreicht ist, bleibt zum Schluss einiges offen, dass man gerne sehr schnell beantwortet haben möchte. Und wenn alles nach Plan läuft, kann man dies sogar in ein paar Monaten.
Wie bereits erwähnt, gibt es in diesem Band das ein oder andere Manko. Diese wiegen allerdings nicht so schwer, als dass die Gesamtwertung schlecht ausfallen würde. "Der Thul" zieht mit dem ersten Band "Das Amulett" gleich. Man darf gespannt sein, was der Abschluss noch bieten wird.

Autor: Marita Sydow Hamann
Buch: Der Thul
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