Marius Jung Moral für Dumme

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Moral für Dumme“ von Marius Jung

Unbestritten: Die Vertreter der politischen Korrektheit meinen es gut. Aber viel zu oft bewirken sie das Gegenteil: Frust, Genervtheit und Gehemmtheit im Umgang mit Menschen, weil niemand mehr weiß, was man sagen darf . Was als Rücksicht auf Schwächere begann, ist heute zu einem gedankenlos-bürokratischen Instrument geworden, mit dem Sektierer, Fanatiker und Dummköpfe absurde Sprach- und Verhaltensvorschriften erlassen. Die Folge ist unter anderem eine orwellhafte Verkümmerung der Sprache. Oder finden Sie das mittlerweile gängige Kurzwort SuS (für Schülerinnen und Schüler) schön als Bezeichnung für Kinder?§Marius Jung zeigt in seiner satirisch-polemischen Bestandsaufnahme anhand zahlreicher kurioser Beispiele die Absurditäten und Widersprüche einer ursprünglich sinnvollen Idee, die total aus dem Ruder gelaufen ist.

Ein Plädoyer dafür respektvoll miteinander umzugehen und weniger auf korrekte Begrifflichkeiten zu achten.

— Originaldibbler

Die Political Correctness wird mit viel Humor hinterfragt, der Gedanke dahinter ist durchaus ernsthaft. Immer wieder Lachen und Nachdenken.

— Ofelia

Stöbern in Humor

Der Letzte macht den Mund zu

Vor allem für Fans der Hasslisten geeignet :)

fraencisdaencis

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!

Sehr lesenswert für die Eltern, die "alright" sind.

silvia1981

Amore mortale: Kriminalroman (Florentinische Morde 2) (German Edition)

ein spannender Krimi den ich gerne gelesen habe

hexenaugen

Ziemlich beste Mütter

Schöne Geschichte für Zwischendurch. Eine gelungene Mischung aus Kinderthemen, Romantik und Freundschaft.

KidsandCats

Unnützes Wissen 6

Upps, ich habe schon wieder einiges vergessen und kann das Buch von vorne beginnen.......

OmaInge

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Plädoyer für respektvollen Umgang statt korrekter Begrifflichkeiten

    Moral für Dumme

    Originaldibbler

    22. July 2015 um 05:23

    "Moral für Dumme - Das Elend der Politischen Korrektheit" ist - so der Klappentext - eine "satrisch-polemische Abrechnung" mit der politischen Korrektheit. Die Autoren Auf dem Cover wird Marius Jung als Autor benannt. Marius Jung wurde 1965 in Trier geboren und lebt heute in Köln. Er ist Kabarettist, Schauspieler, Moderator und Coach. Die Autorenangabe im Buch lautet jedoch "Marius Jung mit Oliver Domzalski". Oliver Domzalski wurde in Berlin geboren, ist promovierter Historiker und leitet bei Carlsen den Programmbereich "Humor und Geschenkbuch. Blättert man dann das Buch durch, so findet man bei vier von zwanzig Kapiteln die Angabe "Von Marius Jung". Die restlichen sechzehn Kapitel kommen ohne Angabe eines Autoren daher, stammen also offenbar aus der gemeinsamen Feder der beiden Autoren. Schaut man sich allerdings den Stil dieser Kapitel an, so liegt der Verdacht nahe, dass Oliver Domzalski mehr zu diesen Kapiteln beigetragen hat als Marius Jung!. Der Inhalt Carlsen ordnet das Buch sowohl der Sparte "Humor & Comedy" als auch der Sparte "Geschichte und Gesellschaft" zu. Das ist durchaus passend, da sich der Fließtext (ungefähr 50% des Buches) sehr ernsthaft mit dem Thema Politische Korrektheit (PC) auseinandersetzt, während die zahlreichen Einschübe satirisch-überspitzte Beispiele für PC liefern. Der essayistische Fließtext beschäftigt sich zum einen damit, welche Formulierungen heute als politisch korrekt gelten und zum anderen mit der Frage, warum neue Formulierungen nicht ausreichen, um die gesellschaftliche Wirklichkeit zu verändern. Dabei geht es schwerpunktmäßig um das Thema Gender, also darum, wie man sprachlich anzeigt, dass nicht nur Männer, sondern auch Frauen gemeint sind und um die unvermeidliche Folgefrage, ob diese zweigendernde Sprache nicht genau so diskriminierend ist, da sie alle Personen ausschließt, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen. Der Fließtext wird von zahlreichen Kästen unterbrochen, in denen die Autoren humorvoll darstellen, wohin ein konsequenter Gebrauch der PC führt. Zum Beispiel gibt es ein Quiz mit politisch korrekten Buchtiteln. Na, welche Bücher sind gemeint (S. 137)? Emil/ia und die nachforschenden Personen , Ronja, Nachkomme von Personen, die Vermögensdelikte begehen , Die vertikal benachteiligte Muckperson Meine Meinung Der essayistische Fließtext ist wirklich interessant zu lesen. Obwohl PC für mich kein neues Thema ist, waren mir doch nicht alle "Auswüchse" bekannt. Insbesondere die ersten Kapitel zum Thema Gender fand ich sehr spannend zu lese. Die zweiten Hälfte habe ich dann aber schon als weniger spannend empfunden, da sich viele Aussagen einfach nur an anderen Beispielen wiederholen. Mit dem Humorteil konnte ich nur wenig anfangen. Ja, die überspitzten Darstellungen sind sehr aussagekräftig und eins, zwei Darstellungen waren auch witzig aber da die Idee im Prinzip immer die selbe ist, hätten einige wenige solcher Seiten auch ausgereicht. Fazit Oliver Domzalski und Marius Jung stellen die Problematik der Politischen Korrektheit in vielen Facetten nachvollziehbar dar. Das Buch ist ein eindrucksvolles Plädoyer dafür respektvoll miteinander umzugehen und weniger auf korrekte Begrifflichkeiten zu achten. Dabei ist der Humorteil, wenn auch bestimmt verkaufsfördernd, allerdings wenig hilfreich. Wertung: 3,5/5 Sternen 

    Mehr
  • Klartext gegen die Sprachpolizei

    Moral für Dumme

    Ofelia

    20. July 2015 um 19:26

    Bereits auf der Buchmesse in Leipzig hatte ich das Glück in einer Lesung das Buch und den Autor kennen zu lernen. Es war zum Einen sehr unterhaltsam und zum Anderen war sehr schnell klar, dass hier kein rechts- konservatives Geschwafel zu erwarten ist, sondern eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Politischen Korrektheit und ihren Schwachstellen erfolgt. Das Buch hat in jedem Fall gehalten, was es versprochen hat und ich habe mich beim Lesen wirklich sehr amüsiert. Teils über die wirklich vollkommen absurden Ideen zur "korrekten Sprache", bei denen man schon denken könnte, dass es sich dabei um Satire handelt, teils über die sehr humorvollen, satirischen Entgegnungen des Autors. Es werden alle Bereich der PC beleuchtet, aber es wird nicht unreflektiert und hetzerisch an den Pranger gestellt. Denn über den Humor hinaus regt das Buch auf jeden Fall zum nachdenken an. Darüber, was mit der PC eigentlich erreicht werden soll, an welchen Stellen man bereits über das Ziei hinaus geschossen ist und wo die PC das eigentliche Ziel sogar verfehlt. Herr Jung zeigt, dass PC nicht nur etwas sperrig ist und sich nicht nur alte Menschen mit verbohrten Ansichten daran stören, sondern es auch zu Ausgrenzung gerade der Menschen führen kann, die eigentlich geschützt werden sollen. Sprache, die uns wie keinem anderen Lebewesen die Möglichkeit gibt, detaillierte Informationen auszutauschen und miteinander verbinden soll, schafft plötzlich unüberwindbare Gräben und ein Minenfeld der Unsicherheit. Was darf ich noch sagen, was nicht? Sehr lustig sind auch die diversen Vorschläge, wie denn unser Alltag und unsere Kultur aussähen, wenn sich die PC konsequent und ohne Auslassung durchsetzen würde. Kleine Rätsel, fiktive Zeitungsartikel, Fimlplakate, die RAL- Farbbscala und vieles mehr lockern den ohnehin leicht zugänglichen Text noch zusätzlich auf. Mein Fazit: Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, bei dem man sich gelegentlich selbst an die Nase fassen muss, gut unterhalten wird und ins Grübeln gerät.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks