Marius Jung Singen können die alle! Handbuch für Negerfreunde

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Inhaltsangabe zu „Singen können die alle! Handbuch für Negerfreunde“ von Marius Jung

Marius Jung, schwarzer Comedian und Musiker, erklärt, wo die Fettnäpfchen stehen im Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe. Auch wenn es nur nett gemeint ist wie zum Beispiel "Singen können die alle" (und ebenso Tanzen, Vögeln und andere Sportarten). Mit gekonntem Witz und anhand persönlicher Erlebnisse packt Marius Jung die Hellhäutigen bei ihrer Befangenheit - ohne den gefürchteten Zeigefinger.

Satirischer Ratgeber zum Thema Alltagsrassismus und Autobiographie zugleich. Die Ratgeberteile sind äußerst witzig!

— Originaldibbler

Herrliche Satire mit bitteren Untertönen die zwischen den Zeilen rausblitzen. Gute "non pc Witze" die ich noch nicht kannte .....

— thursdaynext

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    Singen können die alle! Handbuch für Negerfreunde

    Originaldibbler

    22. July 2014 um 23:55

    "Singen können die alle" ist das Erstlingswerk des ... Bühnenkünstlers Marius Jung. (Für "..." setzen sie bitte ein Adjektiv ihrer Wahl ein, dass politisch korrekt beschreibt, dass jemand eine dunkle, durch afrikanische (Ur)Ahnen bedingte Hautfarbe besitzt.) In dem Buch wechseln sich satirische Ratgeberteile mit autobiographischen Passagen ab. Die Ratgeberteile beschäftigen sich dabei mit Fragen wie "Wer darf, wann wie und warum einen Neger Neger nennen?" Diese Teile sind in erster Linie witzig. Die autobiographischen Passagen sind weit weniger witzig geschrieben, dafür aber um so aufschlussreicher. Vor allem das Kapitel "Neger im TV" zeigt sehr anschaulich, dass "positiv gemeinter Rassismus" fast genau so schlimm ist wie negativ gemeinter. Alles in allem ein interessantes und gleichzeitig witziges Buch. Lesenswert! PS: Marius ist weder Jesus (wie der geneigte Leser im Kapitel "Personal Jesus" nachlesen kann) noch dessen Jünger. Er war aber mal jünger.

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  • „Singen können die alle „...... und der Rhythmus ist ihnen angeboren.......

    Singen können die alle! Handbuch für Negerfreunde

    thursdaynext

    Marius Jung konfrontiert einen herrlich unterhaltsam mit den eigenen unbewussten Vorurteilen. Bin an diesem Buch in der Buchhandlung hängengeblieben wegen des ansprechend gestalteten Covers welches die so nett unkorrekte Bezeichnung „Handbuch für Negerfreunde“ zusammen mit dem optischen Hingucker ziert. Gute Arbeit welche der Verlag da leistete. In dieser Mischung aus Biographie , Ratgeber und Satire legt der Autor von Beginn an los und klärt auf. Kleinere Test erleichtern die Selbstbestimmung zu welchem Typus man denn so gehört , Bilder aus des Autors Jugend erhellen das düstere Thema. Jung, 1965 in Trier geboren laut Eigenbeschreibung: „ein bezuschusster Neger, wie ein Milchkaffee oder eine Latte. Ein Mulatte.“ Diese Kategorisierung missfällt ihm allerdings ebenso wie das Wort Mischling: „Das klingt als säße ich seit Jahren in einem Tierasyl auf Mallorca ein – kastriert, leinenführig und fast stubenrein- und wartete auf mein neues Frauchen.“ Wer sich also Gedanken um die politisch korrekte Bezeichnung eines stärker pigmentierten Mitbürgers macht erfährt hier unter anderem, dass diese die Nennung ihres Namens jeder anderen Bezeichnung vorziehen. Hat ja auch was freundlich persönliches. Ich hab mich von Lesebeginn an weggeschmissen vor Lachen. Betroffenheitslektüre vom Betroffenen in wunderbar selbstironischer, überspitzter doch immer treffsicherer Form, sprachlich leger und doch anspruchsvoll und entzückend bebildert. Abgesehen vom Cover allerdings schwarz- weiß. Auch mit dem Begriff „Halbschwarzer“ hat der Autor verständlicherweise Probleme, da diese Bezeichnung bei ihm Assoziationen weckt die in Richtung „schwarz- weiß – gestreift“ und „Zebra“ abdriften; und „Afrogermane“ lässt ihn an Leopardenlendenschurz und baden in Drachenblut denken und wäre zudem inhaltlich falsch. „Unverzollt importierter GI Bastard“ missfällt ihm ebenfalls da es „Bei Vorstellungsrunden auf Dinnerpartys garantiert kein Eisbrecher ist . Und „irgendwie nicht sexy klingt.“ Mein vollstes Verständnis hat der Mann spätestens, seit er mit schriftstellerischem Kniff und geschick den Spieß umdrehte und ich mich in der Beschreibung „schwach pigmentierte Mitteleuropäerin mit gravitätisch herausgeforderten sekundären Geschlechtsmerkmalen.“ ansatzweise ( die Gravitation zerrt , aber sie siegt noch nicht!) wiedererkannte. Jung erzählt seinen Werdegang als Schwarzer in Deutschland herzzerbrechend und Lachmuskeln zersetzend komisch. Seine authentischen Anekdoten über bereits erlebtes sind witzig, aber nur, weil er selbst darüber lachen kann. Tatsächlich sind sie für die darin vorkommenden Handlungsträger eher extrem peinlich. Glücklicherweise kann der Mann sich hervorragend artikulieren und ist geprägt von einer angenehmen Unaufgeregtheit die es ihm möglich macht sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen. Und, meine ewige Dankbarkeit ist ihm gesichert, er hält die zensierende political correctness die ursächlich für die neuen , verhunzten Ausgaben von Pipi Langstrumpf und Otfried Preusslers „kleiner Hexe“ ist für völlig absurden Mist! Mein tiefempfundener Dank an dieser Stelle für die berufene Argumentation! Zum Schluss noch mein Lieblingswitz aus diesem lange fälligem Ratgber zum Umgang mit Mitmenschen : „Treffen sich zwei schwarze Musiker in New York.............“ Nein, das wäre zuviel gespoilert, besser ihr lest selbst. Es lohnt sich garantiert! Ihr würdet sonst Ingrid* verpassen. *Name womöglich geändert Günstig zu erwerben bei Carlsen.

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