Marja-Liisa Vartio Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

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Inhaltsangabe zu „Männer wie Männer, Frauen wie Frauen“ von Marja-Liisa Vartio

Ich hätte gar nicht erst herkommen dürfen , sagt die 18-jährige Leena. Aber da sitzt sie schon auf seinem Bett. Sie ist verliebt. Ich hätte es nicht tun dürfen , sagt er, ein verheirateter Straßenarbeiter, die Verantwortung liegt bei mir . Leena hätte so gern etwas gelernt, studiert, aber der Vater ließ sie nicht. Jetzt erwartet sie ein Hurenbalg . Aber während etwas innen wächst, wird sie nach außen stärker. Leena rebelliert, verlässt Dorf und Familie, sucht sich in der Stadt eine Stelle. Das macht sie nicht glücklich, aber doch freier und selbstbestimmter. §Eine tausendmal erzählte Geschichte, aber wie Marja-Liisa Vartio diese Geschichte erzählt, ist unerhört. Mit Feingefühl und lyrischer Intensität beschreibt sie die Gefühlswelt einer jungen Frau, die sich selbst erst kennenlernen muss, um etwas aus ihrem Leben zu machen.

HIer zeigt sich, dass auch ältere Bücher lesenswert sind. 1959 zum ersten Mal in Finnland erschienen, nun auch ins Deutsche übersetzt.

— gst
gst

Ein wirklich einzigartiger Erzählstil. Es ist keine leichte Kost und man muss sich Zeit nehmen für dieses Buch!

— Scheherazade
Scheherazade

Ein Klassiker Finnlands, der durch seinen außergewöhnlichen Erzählstil überzeugt!

— Die-wein
Die-wein

Ein moderner Klassiker der finnischen Literatur. Eine tausendmal erzählte Geschichte so alt wie die Welt.

— RubyKairo
RubyKairo

Schöne Lyrik, aber das Potential der Geschichte wurde meiner Meinung nach leider nicht vollständig ausgeschöpft

— mona_lisas_laecheln
mona_lisas_laecheln

Sehr schön geschriebene Geschichte, hat mir gut gefallen.

— Tamaru
Tamaru

Die Lyrik auf sich wirken lassen

— Gudrun67
Gudrun67

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  • Viel besser als erwartet

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Sonntag16

    Sonntag16

    07. June 2016 um 10:16

    Nach der Leseprobe hatte ich den Eindruck, dass hier eine Geschichte erzählt würde, die schon tausend Mal erzählt worden war. Besonders das erste Kapitel kam mir sehr kitschig und naiv vor und ich hatte das Vorurteil, dass ich die folgenden Geschehnisse erahnen kann und das Buch langweilig werden könnte. So war es jedoch gar nicht. Klar eine Geschichte wie die eines jungen Mädchens, dass schwanger wird und dadurch folglich Probleme resultieren, hat jeder schon einmal gehört. Aber darum geht es in diesem Buch nicht. Der Autor bringt diesen Inhalt des jungen schwangeren Mädchens auf eine literarische Ebene. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm zu lesen und beschreibt klar und deutlich Wesentliches ohne romantische oder überdramatisierte Ausschmückungen, die dieses Buch keinesfalls bedarf! So wird der Mann der Leena, die Protagonistin, schwängert, stets als "der Mann" bechrieben, er wird nie beim Namen genannt. Durch diese Namenslosigkeit wird der Mann zum Symbol für alle Männer die ein junges Mädchen in eine dergleichen brenzlige Situation bringen. Des Weiteren wird die Geschichte in einer personalen Erzählform geschrieben, dennoch hat man durch die vermittelte Innenperspektive auf Leena das Gefühl, dass die Geschichte beinahe in der Ich-Perspektive geschrieben sein könnte. Der Autor verbindet, wie hier deutlich wird, elegant die persönliche Situation von Leena, die stellvertretend für alle jungen ungewollt schwanger gewordenen Mädchen steht, und die geselslchaftlichen Sichtweisen und Einstellungen, die Einfluss auf das junge Mädchen nehmen. Folgendes Zitat unterstreicht dieses: "Ja, die Welt endet nicht mit uns, wenn man es so betrachtet. Und wahrscheinlich empfinden die Menschen dieselben Dinge immer gleich." (S. 75). Ferner wird herausgestellt, dass Leena mit allen Problemen alleine zurecht kommen muss, sie kann sich niemandem anvertrauen und über ihre Schwangerschaft oder "den Mann" reden. So wird beim Leser das Gefühl einer ausweglosen Sitation geweckt und Emotionen von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit erzeugt. Ein Thema dieses Buches ist es also mit Herausforderungen im Leben umzugehen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Auch empfindet der Leser Wut darüber, wie die Familie Leena behandelt und wie die gesellschaftlichen Umstände ihr das Leben schwer machen. Schließlich nimmt Leena eine Stelle als Haushaltshilfe in einer anderen Stadt an. Dort redet ihre Chefin stets in der dritten Person mit ihr, obwohl sie Leena direkt anspricht. Dies wirkt als wäre Leena nicht wirklich anwesend und als dürfte sie nicht selbst über ihr eigenes Leben entscheiden, so, als wäre sie eine Spielfigur, die von verschiedenen Personen, die stellvertretend die Gesellschaft symbolisieren, hin und her geschoben wird. Folgendes Zitat unterstreicht dies: "Als wäre sie in der ganzen Angelegenheit wieder einmal eine Nebenfigur, die der Frau einen willkommenen Anlass zur Vergnügung geliefert hätte." (S. 238-239). Dies beantwortet auch ein wenig die Frage, warum Leenas Chefin unbedingt eine schwangere Haushaltsangestellte anstellt und sich so sehr für Leenas Umstände und den Vater des Kindes interessiert.

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  • Leena und das Leben

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Herbstrose

    Herbstrose

    Leena ist verliebt, ein bisschen jedenfalls, und auch ein bisschen neugierig wie das so ist, das Leben und so. Sie ist jetzt 18 Jahre alt und war bisher immer die brave Tochter, die fleißig auf dem Bauernhof der Eltern mithalf. Zur Schule durfte sie nur zwei Jahre gehen, dann war der Vater der Meinung, dass es nun genug sei. Jetzt hat sie einen Mann kennen gelernt, einen Straßenarbeiter, doppelt so alt wie sie und dazu noch verheiratet. Leena ist verwirrt, weiß nicht was sie tun soll. Der Mann weiß es umso besser, auch wenn er danach meint, er „hätte es nicht tun dürfen“ und Leena glaubt, sie „hätte gar nicht erst herkommen dürfen“. Trotzdem treffen sie sich heimlich immer wieder. Als Lena merkt dass sie schwanger ist, verdrängt sie zunächst alle Gedanken daran und versucht, mit anstrengender Arbeit und heißen Saunagängen das los zu werden, was einfach nicht sein darf. Doch irgendwann lässt sich ihr Zustand vor den Eltern nicht mehr verbergen. Mutter macht sich Gedanken darüber, was die Leute im Dorf sagen werden, und für Vater ist Leena einfach nicht mehr existent. So fasst sie zum ersten Mal in ihrem Leben einen eigenen Entschluss. Sie nimmt eine Stelle als Haushaltshilfe an und zieht in die Stadt … Um dieses Buch richtig zu verstehen sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Geschichte Mitte der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts spielt, zu einer Zeit also, in der eine ledige Schwangere noch als Nutte bezeichnet wurde, ihr Kind folglich ein Hurenbalg war. Unter diesen Aspekten lässt sich die Gefühlswelt, die Panik und innere Zerrissenheit der Protagonistin besser nachfühlen. Der Schreibstil ist sehr distanziert, die Autorin spart mit Worten und drückt doch alles aus. Zu Beginn mag man ihn als passiv und gleichgültig empfinden, doch hat man sich erst daran gewöhnt fühlt man die Kraft und Stärke, die von den knappen und ruhigen, mit viel Feingefühl verfassten Worten ausgeht. Die Kargheit der finnischen Landschaft und die Trostlosigkeit des elterlichen Hofes empfindet man sehr eindringlich, die Charaktere der meist namenlosen Personen sind gut nachvollziehbar. Erscheint Leena anfangs noch sehr naiv und unreif, ändert sich das mit ihrem Auszug aus dem Elternhaus allmählich. Ihre Gedanken werden strukturierter, sie akzeptiert das Unvermeidliche und erkennt nach und nach ihre Möglichkeiten. Das Ende bleibt offen und macht die Geschichte für mich unvollständig. Leenas Problem endet doch keineswegs damit, dass sie eine Entscheidung weiterhin vor sich herschiebt. Sie bringt einen gesunden Jungen zur Welt, und damit beginnen meiner Meinung nach erst die richtigen Schwierigkeiten für sie. Doch leider ist darüber nichts mehr zu lesen, nichts ist geklärt, keines ihrer Probleme ist gelöst. Sie macht sich ans Wäschewaschen – im Buch bleiben acht leere Seiten … Fazit: Ich habe dieses Buch gerne gelesen und mich nicht damit gelangweilt, dennoch entlässt es mich ein wenig ratlos.

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    • 3
  • Ein eigenartiges Leseerlebnis

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    gst

    gst

    Marja Liisa Vartio gilt in Finnland als die moderne Klassikerin der Prosa. Geboren 1924 verstarb sie bereits mit 41 Jahren an den Folgen eine Fieberkrankheit. Obwohl das schon 1966 war, gilt sie in ihrem Heimatland noch heute als Bestsellerautorin. Dieses Buch erschien bereits 1959, doch übersetzt wurde es erst jetzt. Es handelt von der 18jährigen, ein wenig einfältigen Bauerntochter Leena. Sie trifft sich mit einem Straßenarbeiter und erwartet schon bald ein Kind von ihm. Doch diese Tatsache wird erst nach ungefähr der Hälfte des Buches verbalisiert. Vorher findet man nur Andeutungen. Es scheint, dass sie es vor sich selbst nicht zugeben will, obwohl sie versucht, das Kind abzutreiben... Der Vater des Kindes, ein Wanderarbeiter, ist verheiratet. Gefühle werden in diesem Buch nicht benannt, sondern auf eine ganz besondere Art beschrieben – auch Namen spielen keine große Rolle. Von dem Mann erfahren wir Leser nur den Anfangsbuchstaben „K“, Leena selbst spricht in der dritten Person von sich. Der Vater, die Mutter und die Schwester spielen zwar wichtige Rollen, werden aber auch mit Abstand betrachtet. Trotzdem (oder gerade deshalb?) übte das Buch einen gewissen Reiz auf mich aus. Beim Lesen fiel der Bezug zu der vergangenen Zeit auf, in der die Familie noch mit dem Pferd unterwegs war und Autostraßen sich auf dem Land im Bau befanden. Als Leser können wir miterleben, wie Leena ihre Situation nach und nach annimmt. Sie findet in der Stadt eine Stelle als Haushaltshilfe an und wird ganz langsam selbständig ... Der Titel dieses Buches passt übrigens hervorragend: Der Autorin ist es gelungen, die unterschiedliche Art, wie Männer und Frauen mit Problemen umgehen, darzustellen.

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    • 2
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Eine stille Geschichte

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Lucinda85

    Lucinda85

    19. November 2014 um 00:26

    Es wird die Geschichte der 18jährigen Leena im Finnland der 50ger Jahre erzählt. Sie lebt ein einfaches Hofleben, zusammen mit ihrer Schwester Riita bei Vater und Mutter. Gerne würde sie die Schule oder Kurse besuchen, jedoch wird ihr das vom Vater verwehrt, der keinen Sinn darin sieht. Die Mutter ist ebenso für Kinder und Haushalt zuständig und nimmt eine dem Ehemann untergeordnete Rolle ein - so üblich zur damaligen Zeit, was jungen Lesern evtl. seltsam und befremdend erscheinen mag. Eines Tages lernt sie einen 36jährigen Straßenarbeiter kennen und lieben, der bereits Frau und Kinder zu Hause hat. Anfängliche Spaziergänge und Gespräche vertiefen sich bald und es entsteht eine Liebesbeziehung. Leena, naiv und unschuldig, ist neugierig auf den Mann und die neuen Gefühle, die dieser bei ihr entfacht. Bis zu dem Tag, an dem er die Baustelle arbeitsbedingt wechseln muss - mittels Briefen wird der Kontakt zwischen beiden fortgeführt, als Leena zu ihrem Erschrecken feststellen muss, dass sie schwanger ist. Es beginnt eine schwere Zeit für sie, den Umstand vor Familie und Dorf geheim zu halten, wobei sie alles mögliche versucht, eine Fehlgeburt herbeizuführen (vermehrte Arbeit, Saunagänge...) Schließlich ist der Umstand nicht mehr zu verheimlichen, der Vater reagiert heftig mit Wut und Scham, etwas Beistand erfährt sie von der Mutter. Leena fällt bald die Entscheidung, das Elternhaus zu verlassen, und eine Stelle in der Stadt als Haushaltshilfe anzunehmen und dort das Kind zur Welt zu bringen. Die Familie bei der sie fortan arbeitet, hat bereits mehreren ledigen Schwangeren geholfen, die Chefin bringt Leena Verständnis und Hilfe entgegen. Ebenso der Kindsvater ist davon unterrichtet, schreibt Leena und kommt zu Besuch. Mehr und mehr wird Leena klar, dass sie keine Scheidung des Mannes will, ebenso wenig ein Zusammenleben mit dem Mann, "nur" weil sie ein gemeinsames Kind haben. Leena bringt einen gesunden Jungen zur Welt - hier endet die Handlung, und der Leser bleibt mit einigen offenen Fragen zurück, z.B. kehrt Leena zur Familie zurück, behält sie das Kind, haben sie und der Mann eine gemeinsame Zukunft..? Fazit: Die Handlung des Buches beschränkt sich auf o.g. Inhalt, nicht mehr und nicht weniger. Leena ist die Hauptperson, dies wird dadurch unterstrichen, dass keine weiteren Personen mit Namen genannt werden (Ausnahme: ihre Schwester Riita). Ihre Gefühlswelt, Gedanken und Handlungen werden sehr detailliert und sensibel beschrieben, ihr Charakter mit der einfachen, klaren Sprache unterstrichen: ein einfaches Mädchen, das ihren Weg noch finden muss, zu einer Zeit, in der Frauen unterdrückt waren und auf "Frau und Mutter" reduziert wurden. Mir hat die Erzählweise und Geschichte gefallen, zumal das Thema "Ungewollte Schwangerschaft" nach wie vor aktuell ist, und junge Mädchen und Frauen damals wie heute mit Problemen dieser Art zu kämpfen haben. Ein eindringliches, sensibel erzähltes Buch, das zum Nachdenken anregt, schnell gelesen ist und im Kopf nachhallt.

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  • Marja-Liisa Vartio - Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Angelika007

    Angelika007

    10. November 2014 um 11:01

    Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam, kunstvoll und mitreißend die Geschichte von Leena. Sie verschachtelt die Zusammenhänge, entwirrt sie sie mit der Zeit immer mehr, jedoch nicht zu offensichtlich, so dass der Leser sehr auf der Hut sein muss. Wenn dem Leser eine Kleinigkeit entgeht, fehlt gleich an dieser Stelle ein kleines Puzzleteil, welches nur einen kleinen Hinweis verbirgt oder am Ende doch sogar den Schlüssel der Geschichte beinhaltet. Es ist daher auf jeden Fall ein Buch, welches man sehr sorgsam lesen sollte, denn sonst gehen viele Details an einem vorbei und erst genau diese machen meiner Meinung nach in ihrer Gesamtheit gerade die Qualität des Romans aus. Dies ist ein wundervolles Buch über das Leben und die Liebe. Diese Geschichte ist eine Geschichte der leisen, nachdenklichen Töne. Es geschieht nichts wirklich Dramatisches oder Aufregendes, vielmehr handelt es sich eher um eine schon fast alltägliche, banale Geschichte. Sehr behutsam und dadurch umso eindringlicher wird hier jedoch das ganze Gefühlschaos der Protagonisten dargelegt. Die Charaktere werden mitsamt ihren Gedanken, Konflikten und Erinnerungen vorgestellt, sodass man sich gleich als Teil ihres Lebens versteht. Realistisch, aber nicht in gewohntem Maße dramatisch, weiß die Autorin die Demütigung und Verzweiflung von Menschen in großen Krisen ebenso zu benennen wie die Formen der Liebe, die Menschen für wahr halten. . Nicht nur die realitätsnahen Figuren, sondern auch die subtile Art, schwierige Themen anzugehen, haben mich an diesem Buch begeistert. Verlust, Liebe, verzweifelung, Untreue und Familieninterna stellen keine Probleme für die Autorin dar. Sie nimmt sich jedem Thema sehr fürsorglich an und präsentiert es dem Leser mit sehr viel Gefühl. Das Innenleben der Figuren wird sehr genau beleuchtet und detailliert beschrieben. Durch häufige Perspektivenwechsel kann man sowohl die eigene Sicht der jeweiligen Figur, als auch das Bild, das andere Figuren von ihr haben kennenlernen, wodurch ein noch mehrdimensionaleres Bild entsteht. Vieles wird allerdings nicht in aller Deutlichkeit gesagt. Es bleibt Platz für eigene Gedanken und Interpretationen. Vartio traut ihren Lesern durchaus zu, eigene Schlüsse zu ziehen, kaut nicht alles Schritt für Schritt vor. Aufmerksam und konzentriert lesen sollte man also schon, da man sonst zu leicht wichtige Details übersehen kann. Mir fiel das allerdings nicht weiter schwer, weil mich das Buch auf jeder Seite so in seinen Bann gezogen hat, dass ich die Welt um mich herum vergessen habe. Alles in Allem muss ich sagen, dass mich dieser Roman sehr lange beschäftigt hat. Immer wieder muss man an diese Geschichte denken, weil sie wirklich bis ins kleinste Detail ausgeschmückt und auch im Nachhinein ein volles Bild ergeben hat. Ein packendes Buch mit viel Erinnerungswert, was sich zu lesen lohnt!!!

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  • Leenas Geschichte

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    FlipFlopLady007

    FlipFlopLady007

    29. October 2014 um 11:34

    Leena ist 18 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern auf einem Bauernhof. Sie  hätte gerne studiert, doch ihre Eltern lassen sie nicht, da sie auf dem Hof helfen soll. Eines Tages lernt sie einen verheirateten Straßenarbeiter kennen, in den sie sich verliebt. Die beiden treffen sich des Öfteren, obwohl sie beide wissen, dass es falsch ist. Und dann wird Leena auch noch schwanger von ihm. Inhalt: Die Autorin erzählt in sehr gefühlvoller Weise von Leena, ihren Gefühlen, ihrer Familien und den vielen Erwartungen an sie. Das Buch hat insgesamt eher wenig Handlung, dafür wird viel Alltägliches, wie Leenas Arbeit auf dem Bauernhof und ihre Versuche ihre Liebe vor ihrer Familie und den anderen Dorfbewohnern zu verbergen, thematisiert. Es stehen vor allem Leenas Gedanken und Gefühle im Vordergrund der Erzählung. Gerade dies macht das Buch sehr interessant und beinahe einzigartig. Einzig das Ende hat mir nicht so gut gefallen, da es sehr offen gehalten ist und man sehr wenig darüber erfährt, wie es wohl weiter gehen wird. Man kann nur spekulieren und dies hat mir nicht ganz so gut gefallen. Da gerade der Fortgang der Handlung mich sehr interessiert hat. Aufbau und Schreibstil: Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, da aus der dritten Person erzählt wird und die Anrede der Personen oft mit „der Mann“, „er“, „sie“ usw. erfolgt. Ich bin der Meinung, dass ich das ganze Buch über den Namen des Straßenarbeiters nicht erfahren habe und wenn, so wurde er doch während der Erzählung nicht benutzt. Ich fand dies anfangs etwas befremdlich, habe mich dann jedoch sehr schnell daran gewöhnt. Ansonsten hat mir der Schreibstil des Buches gefallen.  Ich fand das Buch insgesamt spannend, da ich mich immer gefragt habe, wie es weitergeht. Die Autorin hat diese Neugier geschickt ausgenutzt und vergrößert und so eine Spannung aufgebaut, die den Leser zum Weiterlesen zwingt. Auch ist der etwas lyrische Erzählstil dieses Buches etwas Besonderes. Charaktere: „Männer wie Männer, Frauen wie Frauen“ legt von seinen Charakteren. Sie machen das Buch zu etwas Besonderem. Gerade Leena ist eine sehr interessante Persönlichkeit, da man über sie am meisten erfährt. Sie teilt ihre Sorgen und Ängste mit dem Leser und bindet ihn so in ihr Leben mit ein. Von den anderen Figuren erfährt man nur sehr wenig über ihre Gedanken. Man kann zwar Vermutungen aufgrund ihres Verhaltens anstellen, bestätigt werden diese im Regelfall jedoch nicht. Ich hätte gerne mehr über die Gedanken von Leenas Eltern erfahren und auch die Schwester war mir oft ein Rätsel, doch ich glaube auch, wenn ich das alles gewusst hätte, hätte das Buch auch an Spannung verloren. Cover und Klappentext: Das Cover hat mich persönlich nicht besonders angesprochen. Ich finde jedoch, dass es sehr gut zum Buch passt, da es durch seine Gestaltung ausdrückt, dass es sich um ein literarisch anspruchsvolles und ein bisschen lyrisches Buch handelt. Ich finde die Pastelltöne des Covers passen hier sehr gut und erwecken im Betrachter keine falschen Erwartungen von diesem Buch. Dennoch fällt das Cover in meinen Augen nicht aus der Masse der meisten Bücher heraus, sodass ich es wahrscheinlich übersehen würde. Der Klappentext ist ansprechend geschrieben und weckt eine gewisse Neugier im Leser. Bei mir hat der Klappentext genau die richtigen Erwartungen geweckt und ich bin vom Buch nicht enttäuscht worden. Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Ich war zwar anfangs vom Schreibstil nicht besonders angetan, ich habe mich mit der Zeit jedoch daran gewöhnt. Der Inhalt hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mir ein klein wenig mehr Handlung gewünscht hätte. Die Figur Leena hat das Buch für mich ausgemacht, dass es um ihr Leben geht und der Leser einen sehr detaillierten Eindruck von ihren Gedanken und Gefühlen erhält. Insgesamt finde ich das Buch empfehlenswert, man sollte jedoch vorher wissen, dass es sich weniger um einen Roman als um ein literarisch anspruchsvolles Werk handelt.

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  • Distanzierter und abweisender Schreibstil

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Nijura

    Nijura

    13. October 2014 um 19:53

    Die Handlung des Buches ist schnell erzählt: Leena, die 18jährige Tochter einer Bauernfamilie in Finnland bandelt mit einem 36jährigen Straßenarbeiter an. Nach einer Weile gibt er an verheiratet zu sein und zwei Töchter zu haben. Leena wird schwanger von ihm und geht von zu Hause fort, da ihr Vater außer sich ist vor Wut. In der Stadt versucht sie ihr Leben in den Griff zu bekommen. Ich bin mit den Figuren nicht warm geworden. Die Autorin hält alle Personen irgendwie auf Distanz. Der Liebhaber von Leena ist immer „der Mann“, er wird nie mit Vornamen genannt und man kann die Liebe zwischen den beiden nicht fühlen. Bis auf Leenas Schwester Riita haben alle anderen Protagonisten keine Namen, sind eben der Vater, die Mutter, usw. Ich habe das Buch ab der Mitte quergelesen, da ich mich nicht wohlgefühlt habe beim Lesen, das Thema an sich ist sehr interessant. aber ich bin über den Schreibstil doch sehr enttäuscht.

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  • Klassiker aus Finnland

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    britta70

    britta70

    "Männer wie Männer, Frauen wie Frauen" ist ein Klassiker aus Finnland, der bereits 1958 erschien. Erzählt wird die Geschichte der 18jährigen Leena, die sehr gerne etwas gelernt und studiert hätte, aber sich den elterlichen Anweisungen, im Hof mitzuhelfen ohne zu murren fügt. Eines Tages bei Bauarbeiten in ihrer Straße wird sie auf einen älteren Mann aufmerksam, dem sie folgt. Es folgen heimliche Treffen und Spaziergänge. Der ältere, verheiratete Straßenarbeiter und zweifacher Vater hat viel zu erzählen und Leena verliebt sich in ihn. In ihrer Naivität folgt sie ihm in sein gemietetes Appartment und es kommt, wie es kommen muss: Die beiden haben Sex und Leena wird schwanger. Natürlich gelingt es ihr nicht dauerhaft, dies vor ihren Eltern zu verbergen. Leena beschließt, in einer fremden Stadt als Kindermädchen ihr Glück zu versuchen. Der Erzählstil des Autoren ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn er wirkt recht distanziert- zumal einige der Protagonisten namenlos bleiben. Landschaften, Leenas Gefühlswelt wie auch die Eigenart der Finnen werden jedoch sehr gut beschrieben. Es handelt sich um einen Entwicklungsroman, der Leenas Reifungsprozess vom naiven, jungen Mädchen zur eigenständigen Frau nachzeichnet. Mir hat das Buch gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, weitere Werke des Autoren zu lesen.

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    • 2
    parden

    parden

    19. September 2014 um 07:38
  • Leena

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Tamaru

    Tamaru

    Das Cover ist sehr ansprechend und passt gut zum Buch. Man kann sich vorstellen, wie Leena so manche Stunde nachdenklich am Tisch verbringt und nicht weiß, was sie tun soll. Die 18jährige Leena erwartet ein Kind von einem verheirateten Mann. In der Zeit, in der sie lebt, eine Schande. Da sie weder von ihren Eltern noch vom Kindesvater Hilfe erwarten kann, beschließt sie, das Kind alleine zu bekommen. Sie zieht in eine andere Stadt, nimmt dort eine Stelle als Haushaltshilfe an und baut sich alleine ein neues Leben auf. Sie hat Glück mit der Stelle die sie annimmt, die Hausherrin ist freundlich und hilft ihr bei den nötigen Schritten bis zur Entbindung. Leena kann zum ersten Mal in ihrem Leben alleine entscheiden was sie möchte. Auch wenn sie nicht unbedingt glücklich dabei wird. Das Buch hat mir sehr gut gefallen auch wenn der Schreibstil teilweise etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber man darf nicht vergessen, dass es ja auch schon ein älteres Buch ist, aus einer anderen Zeit. Lediglich das Ende der Geschichte war mir etwas zu abrupt. Leena war mir direkt sympathisch, ihre teils naive Art und ihre Launen erinnern an die eigene Jugend. In einer Zeit schwanger zu werden, als uneheliche Kinder noch "Hurenbälger" waren, stelle ich mir sehr schwer vor. Aber sie befreit sich vom erdrückenden Vater und nimmt ihr Leben und das ihres Kindes selbst in die Hand. Man lernt sie sehr gut kennen und erfährt viel von ihren Gefühlen und Gedanken, leidet mit ihr und hofft dass alles ein gutes Ende findet. Ein sehr gefühlvolles Buch, genau das Richtige für einen gemütlichen Sonntag auf der Couch.

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    • 2
  • So stark wie karg

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    wandablue

    wandablue

    So stark wie karg Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 steht dankenswerterweise finnländische Literatur im Mittelpunkt des Interesses. Denn bisher ist finnische Literatur in der Bundesrepublik nicht präsent. Im Vorfeld dessen liegt erstmals die Übersetzung dieser finnischen Erfolgsautorin des zwanzigsten Jahrhunderts vor: Irgendwo im Buch mag stehen, wie ihr vollständiger Name lautet, aber für den Leser bleibt Leena einfach nur Leena. Und als Leena später in der Stadt in Stellung geht, wird sie in der dritten Person angeredet: „Leena kann dies tun, Leena kann jenes machen und hat Leena daran gedacht, eine Kindausstattung zu stricken und Leena soll zur Mütterberatungsstelle gehen.“ Leena hat an nichts gedacht, es ist ihre Natur, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Ausserdem hat sie keine Worte für Unbekanntes, Neues. Mit Worten ist Leena nicht so gut, was man von der Autorin nicht sagen kann. Marja-Liisa Vartio lässt Leenas Panik, als sie merkt, dass „so etwas von so was kommt“ plakativ vor mir entstehen, ohne dass Leena sich mit Worten ausdrückt; deren Überforderung kommt gerade durch die Kargheit von Leenas Wortschatz zum Ausdruck. Leenas Wesen ist präsenter durch unmittelbares, pures Sein denn durch Reflexion. Kochend heisse Saunagänge bringen sie fast um, aber das Kind bleibt. Chinin wird geschluckt, das ist noch schlimmer, vor allem in der Kombination mit der Sauna, aber das Kind bleibt. Sie reißt in sengender Hitze stundenlang das Unkraut aus, gräbt mit blossen Händen nach dem tiefen Wurzelwerk, bekleidet mit einer viel zu warmen weiten Jacke, damit niemand zu früh bemerkt was mit ihr los ist, macht keine Pausen und rettet sich nicht in den Schatten, bis eine große Schwäche sie nieder zwingt, den Körper dicht an der Erde, den Kopf in die Pflanzen gedrückt, einer Ohnmacht nahe. Da liegt sie, ausgeliefert und doch der Erde verbunden. Der Erde verbunden, das ist Leena. Ihre Liebesgeschichte ist eine kleine, unscheinbare oder auch keine. Als „die Frau“ sie fragt, ob sie ihn denn hätte heiraten wollen, wenn er frei gewesen wäre und sie die Wahl gehabt hätte, schweigt sie. An so etwas hat sie nie gedacht. Dass man eine Wahl haben könnte. In ihrer (Gedanken-)Welt geschehen die Dinge einfach und man muss sehen, wie man damit klar kommt. Aber nach und nach gelingt es Leena doch, etwas zu formulieren. Das, was sich mühsam herauskristallisiert. Dass es Möglichkeiten gibt. 1959 in Finnland erschienen, ist Vartios „Männer wie Männer, Frauen wie Frauen“ auch 2014, als sie endlich übersetzt wird, ein starker Auftritt. Marja Liisa Vartio ist Jahrgang 1924 und als Autorin in Finnland schnell bekannt geworden. Viel zu früh stirbt mit ihr 1966 ihre Erzählkunst. Bei uns kannte man sie bisher nicht. Ich hoffe, nach diesem Werk werden weitere Übersetzungen folgen. Fazit: eine Bereicherung Kategorie: gehobene Literatur Insel Verlag Berlin 2014

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    • 4
  • das Leben leben

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    01. September 2014 um 13:41

    Die Frau auf dem Cover zeigt deutlich, dass das Buch in den fünfziger Jahren spielt. Wir sind in einem Dorf irgendwo in Finnland. Leena ist 18 Jahre alt und die ältere Tochter einer Bauersfamilie. Sie verguckt sich in einen viel älteren Straßenarbeiter. Der ist verheiratet und hat Kinder. Was zieht sie zu ihm hin? Verliebtheit ist es nicht, eher die Neugier auf das Leben. Dann ist sie schwanger. Der Vater reagiert so drastisch, wie es in jener Zeit üblich war, er wirft sie raus. Leena will nicht, dass der Vater des Babys sich scheiden lässt. Sie nimmt eine Stelle in der Stadt an. Dann wird das Kind geboren. Das Ende der Geschichte bleibt offen. Was passiert nach der Geburt des Kindes? Wie verläuft Leenas Leben weiter? Der Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig, was vielleicht daran liegt, dass das Buch bereits 1959 veröffentlich wurde. Die Werte sind zu jener Zeit andere als heute, die Moralvorstellungen viel enger. Jüngere Menschen werden deshalb die Handlung merkwürdig finden. Die Personen sind gut beschrieben. Nur die Familienmitglieder haben Namen, dadurch wird es etwas unpersönlich. Es ist ein ruhiges und poetisches Buch, das mir aber gut gefallen hat.

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  • Die Lyrik auf sich wirken lassen

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Gudrun67

    Gudrun67

    Das Buch, das bereits erstmals in Finnland im Jahr 1959 erschienen ist, handelt von einer Geschichte, die glaube ich, so alt wie die Menschheit ist....und niemals aussterben wird.....leider...... An den Erzählstil von Marja-Liisa Vartio (geb. 1924, gest. 1966) musste ich mich anfangs erst gewöhnen. Nach kurzer Eingewöhnungsphase habe ich das Buch jedoch verschlungen, da es die Gefühlswelt von Leena, der Hauptprotagonistin, sehr aufrührend erzählt. Kurz zum Inhalt: die 18jährige Leena hat eine Affäre mit einem verheirateten Straßenarbeiter mittleren Alters. Anfangs wirkt das ganze etwas spröde, da Leena ja noch keine Erfahrung hat. Beide geben vor, dies sei alles ohne große Gefühle....aber, Leena steckt da doch etwas tiefer drin als sie zugeben möchte.....ausserdem bemerkt sie, als er schon wieder bei seiner Frau lebt, dass sie schwanger ist.... tja, hier beginnt der Kampf im Leben Leenas.....sie bemerkt, dass sie doch nur ein Spielzeug für den Typen war....mit viel Energie und Kraft muss sie jetzt ihr Leben stemmen, denn hier steht sie erstmal alleine da und weiß nicht, wie sie das alles schaffen soll... Mein Fazit: Die Lyrik auf sich wirken lassen

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  • Ein lyrischer Klassiker

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Adlerauge

    Adlerauge

    "Ich hätte gar nicht erst herkommen dürfen " sagt die 18jährige Leena. "Ich hätte es nicht tun dürfen " sagt er , ein verheirateter Straßenarbeiter. Eine tausendmal erzählte Geschichte, aber wie Marja -Liisa Vartio sie erzählt, ist unerhört. Mit lyrischer Intensität beschreibt sie die Gefühlswelt einer jungen Frau, die sich selbst erst kennenlernen muss , um etwas aus ihrem Leben zu machen. Meine Meinung: Am Anfang des Buches war ich recht skeptisch, denn die Thematik der Geschichte ist an sich nichts Neues ( junges Mädchen wird schwanger von einem verheirateten Mann und muss sich im Leben selber behaupten ) Aber da die Schreibweise und die poetische Ausdrucksform der Autorin sehr beeindruckend war , bin ich von diesen , kleinen Büchlein ( 260 Seiten ) sehr angetan ! Zwar endet die Geschichte mit einem offenen Ende , - kann es aber trotzdem bestens weiter empfehlen ! (ein lyrischer Klassiker )

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    serendipity3012

    serendipity3012

    30. August 2014 um 19:22
  • Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

    Männer wie Männer, Frauen wie Frauen
    Biest

    Biest

    29. August 2014 um 22:19

    Marja-Liisa Vartio wurde 1924 geboren und gilt in Finnland als die große moderne Klassikerin. Im Alter von 41 Jahren starb sie an den Folgen einer Fieberkrankheit. Die finnische Bestsellerautorin schrieb vor allem über Frauen, die sich gegen ihre Grenzen zur Wehr setzen. Zum Inhalt: Die 18jährige Leena hätte gerne etwas gelernt, oder gar studiert, aber ihr Vater hat dies zu verhindern gewusst. Stattdessen trifft sie sich nun mit einem verheirateten Straßenarbeiter, der um einiges älter ist als sie selbst. Leena ist verliebt in ihn. Er scheint ihre kindliche Naivität auszunutzen und lockt sie in seine Wohnung. Er erzählt ihr Geschichten aus seinem Leben, doch irgendwie scheint Leenas Interesse immer nur kurz geweckt zu sein. Sie findet alles doof und würde am liebsten weinen. Als sie beschließt zu gehen, führt der Mann sie zurück zum Bett und schläft mit ihr. Im Nachhinein denken beide, dass es ein Fehler war und machen sich Vorwürfe. Doch sie treffen sich immer wieder. Kurze Zeit später ist sie schwanger. Leena hofft nur das ihre Eltern von alledem nichts mitbekommen. Doch lange konnte sie es nicht vor ihnen verbergen. Mit ihrer Hoffnungslosigkeit steigt auch die Wut in ihr. Sie setzt sich gegen ihre Eltern durch, sucht sich eine Stelle in der Stadt und verlässt ihr Elternhaus. In der Stadt angekommen, beginnt sie mit ihrer neu gewonnene Freiheit ein selbstbestimmtes Leben zu führen.   Meine Meinung: Die erste Ausgabe dieses Buches stammt aus dem Jahre 1958, was man definitiv sofort am Schreibstil merkt. Dieser ist doch etwas vornehmer, als man ihn von heute kennt. Das Buch fand ich am Anfang sehr verwirrend. Es beginnt mitten in einem Gespräch und man weiß gar nicht richtig was Sache ist und um wen es sich handelt. Doch es dauert nicht lange, und man weiß worum es geht. Die Landschaften sind sehr bildlich beschrieben. Die Charaktere sind ebenfalls schön dargestellt, wobei man auch hier wieder merkt dass das Buch schon etwas älter ist. Was mir auch aufgefallen ist, es werden nicht viele Namen genannt, sondern meist wird nur von Frau oder Mann bzw. von Mutter oder Vater gesprochen. Leena die Hauptprotagonistin wirkt auf mich sehr kindlich und naiv, ihre Gedanken erscheinen mir sehr wirr, sie weiß selbst nicht was sie wirklich will. Mit dem Auszug aus dem Elternhaus werden ihre Gedanken jedoch klarer. Der Mann und Vater des Kindes ist mir auf der einen Seite sehr sympathisch, da er sich doch seine Gedanken zu machen scheint und versucht den Kontakt aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite scheint er mir Leena aber auch nur hinhalten zu wollen.Die Geschichte selbst finde ich toll, sie zeigt das Gefühlsleben einer jungen Frau, die erst noch lernen muss sich selbst zu finden. Allerdings fand ich das Buch an einigen Stellen doch sehr in die Länge gezogen. Somit ist dann auch teilweise der Spannungsbogen etwas abgesunken Das Cover finde ich hingegen sehr gelungen, es spiegelt die Gefühle von Leena wider, sie fühlt sich alleine und im Stich gelassen.   Fazit: Ein für die damalige Zeit sehr gelungenes Buch. Allerdings sollte man sich darüber im klaren sein, das es mit der heutigen Literatur nicht zu vergleichen ist.

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