Marjana Gaponenko Annuschka Blume

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Inhaltsangabe zu „Annuschka Blume“ von Marjana Gaponenko

Annuschka lebt als Lehrerin in der ukrainischen Provinz, Piotr ist Journalist und Weltenbummler und immer weit, weit weg, um zu beweisen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Steppe und Bergen. Wie es ja auch keinen Unterschied gibt zwischen Mensch und Tier, Mann und Frau, Glück und Unglück, hier und dort. Kommt nur darauf an, wie weit man sich von den nüchternen Tatsachen entfernt. Und das tun die beiden mit Begeisterung und Leidenschaft, indem sie sich Briefe schreiben. Schreiben? Sie zünden sie wie Raketen, schießen sich und die Welt ins All, und von dort aus schauen die Dinge tatsächlich etwas anders aus, als wenn man auf dem Boden bleibt. Und so schweben sie und schwärmen sie und berauschen sich und erzählen einander Geschichten, die so witzig sind und zugleich so traurig, denn – wo ist da der Unterschied? Das ist wahrlich kein Buch für Musterschüler und Bürokraten. Hände weg!

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  • Rezension zu "Annuschka Blume" von Marjana Gaponenko

    Annuschka Blume
    buchratte

    buchratte

    08. October 2011 um 13:18

    „Annuschka Blume“ erzählt die Geschichte einer Liebe zwischen Annuschka einer ukrainischen Lehrerin und Piotr einem Journalisten und Weltenbummler. Ihre Zuneigung füreinander können die beiden aufgrund der Entfernung nur in Briefen ausdrücken. Sowohl Annuschka als auch Piotr sind nicht mehr ganz jung und dies merkt man auch ihren Briefen an. In diesen finden sich keine jugendhaften, spontanen und unüberlegten Sätze, die vor wildem Verlangen strotzen. Leidenschaftlich sind die Briefe zwischen Annuschka und Piotr trotzdem. Beide haben bereits ihre Erfahrungen im Leben gemacht und erfreuen sich an den kleinen, besonderen Dingen des Daseins, die sie im Briefwechsel miteinander teilen. Ich bin ja sonst kein Fan von Liebesgeschichten, da diese doch sehr schnell ins Kitschige abrutschen und somit für mich tierisch langweilig und nervig werden. Marjana Gaponenko´s Debüt handelt jedoch von einer besonderen Art der Zuneigung. Figuren die sich nicht sehen, berühren und küssen können und trotzdem aneinander hängen und mit Sehnsucht auf den nächsten Brief des anderen warten, machen diesen kleinen Roman zu etwas Besonderem und für mich, die sonst auf Spannung aus ist, zu einer genüsslichen Lektüre über die Liebe. Besonders schön fand ich auch den Titel und das verträumte blumige Cover des Buches.

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  • Rezension zu "Annuschka Blume" von Marjana Gaponenko

    Annuschka Blume
    Talen D.

    Talen D.

    08. March 2011 um 23:57

    Der Buchrücken verführte mich mit den Worten "Dieses Buch steckt voller Wunder" zum Kauf und in der Tat, ich erlebte mein blaues Wunder. Annuschka und Pitor entdecken einander durch Liebesbriefe und Traumbilder,die sich farbenfroh entwickeln und am Ende zu bunt werden. Das Buch beginnt mit "Liebe Anna Konstantinowna", in welchem der verliebte Journalist übertrieben in seinem Kummer versinkt. Während seiner Reise durch die Berge, die er antrat um zu beweisen, dass es keinen Unterschied zwischen "Bergen und Steppen" gäbe, schreibt er seiner Geliebten zahlreiche Briefe. Zahhlos bricht er in Tränen aus, wenn er nur an ihren Namen denkt, etliche Schmerzen ertrage er und die Landschaft sei herzreisend. Anna, die barmherzige Grundschuldlehrerin, antwortet ihm und erzählt von ihrem Leben in der Ukraine und ihrem Unmut gegen die Wissenschaft. Sie plädiert für das Träumen und die Gefühle. Dies setzt sich im gesamten Buch fort, bis zum erlösendem Ende. Sowohl Syntax, Wortfeld als auch Bilder unterscheiden zwischen Anna und Pitor kaum. Der Leser hat das Gefühl einen durchgehenden Brief mit den selben Wörtern zu lesen. Die traumüberfüllten Bilder sind manchmal ansprechend, doch viel zu oft schweift die Autorin ab, indem sie Nebeneindrücke schildert und abermals zu einem anderem Punkt springt. "ob ich ihnen schon von meinem Büro erzählt habe?" (S. 58) schreibt Pitor, was aber anscheinend völlig überflüssig war, da er sofort auf die erlösende Öffnung des Briefes und dann auf das Treffen mit seinem Chef eingeht. Dies macht die Autorin nicht nur einmal. Dieser sparsame Verbrauch am roten Faden lässt ein abgehacktes Bild von vielen seltsamen Eindrücken zurück, von Kometen die einfach wieder verschwinden, von winkenden Vögeln und rezitierenden Pilzen. Dieses Buch hat mir einige Stirnfalten und Nasekräuseln bereitet, da ich all zu oft nicht nachvollziehen konnte, wieso ein anderes Thema aufgegriffen wird. Aber anscheinend ist es dem Buch auch egal, ob es irgendetwas logisch nachvollziehbares gibt; es will einfach verzaubern und das hat es bestimmt nicht nur einmal nicht geschafft.

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  • Rezension zu "Annuschka Blume" von Marjana Gaponenko

    Annuschka Blume
    Revontulet

    Revontulet

    30. November 2010 um 13:31

    Ein so wunderschönes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die Autorin, geboren in der Ukraine, hat in ihrer Jugend beschlossen Deutsch zu lernen und schreibt nun auch auf deutsch. Sie schreibt üppig, romantisch und wunderschön. Ihr Gefühl für die einzelnen Worte ist eine Ode an die deutsche Sprache. Aber worum gehts? Ein Briefroman zwischen Piotr Michailowitsch und Anna Konstantinowna, die sich von ihren Erlebnissen und Gedanken berichten, auf eine Art, die den Leser einfach verzaubert. Romantik aus dem Osten trifft auf die Romantik der deutsche Sprache.

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