Marjane Satrapi

 4,5 Sterne bei 282 Bewertungen
Autorin von Persepolis, Persepolis 2 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marjane Satrapi

Marjane Satrapi, geboren 1969 im Iran, wuchs in Teheran auf, wo sie auch Visuelle Kommunikation an der Kunstfakultät studierte. Später emigrierte sie nach Frankreich und besitzt heute neben der iranischen auch die französische Staatsbürgerschaft. Bekannt wurde sie durch ihre Comic-Autobiographie „Persepolis“, worin sie ihre Kindheit und Jugendzeit im Iran unter den dort vorherrschenden politischen Bedingungen beschreibt. 2007 wurde die Geschichte verfilmt und sogar für den Oscar nominiert. Heute lebt Satrapi in Paris.

Alle Bücher von Marjane Satrapi

Cover des Buches Persepolis (ISBN: 9783037311172)

Persepolis

 (166)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Persepolis 2 (ISBN: 9783800054022)

Persepolis 2

 (54)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Sticheleien (ISBN: 9783037311462)

Sticheleien

 (13)
Erschienen am 31.01.2016
Cover des Buches Huhn mit Pflaumen (ISBN: 9783037310069)

Huhn mit Pflaumen

 (9)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Persepolis (ISBN: 9783037312100)

Persepolis

 (3)
Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Marjane Satrapi: Der Seufzer (ISBN: 9783862016570)

Marjane Satrapi: Der Seufzer

 (2)
Erschienen am 07.10.2013
Cover des Buches Die ersten Tage (ISBN: 9783726903039)

Die ersten Tage

 (0)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches The Complete Persepolis (ISBN: 0375714839)

The Complete Persepolis

 (15)
Erschienen am 16.10.2009

Neue Rezensionen zu Marjane Satrapi

Cover des Buches Sticheleien (ISBN: 9783037311462)
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Rezension zu "Sticheleien" von Marjane Satrapi

Sticheleien von Marjane Satrapi
SophieSyndromvor 10 Monaten

»Sticheleien« ist ein kurzes Comicerlebnis von Satrapi, was mein Highlight »Persepolis« um noch einen kleinen Zusatzeinblick in den Alltag der Frauen in Teheran ergänzt. Bei einer Tasse Tee kommen Marjane und einige Frauen aus dem Familien- und Freundeskreis zusammen und erzählen sich Geschichten. Teils von sich selbst, teils von Frauen, die sie kennen. Sie erzählen frei heraus und scheren sich nicht um Unannehmlichkeiten. Der Comic ist humorvoll und ich war froh noch mehr von Oma und ihren sarkastischen Bemerkungen zu lesen. Der Witz wird stark von Satrapis Zeichenstil unterstützt, der sich wie auch bei »Persepolis« klar aufs Erzählen an sich fokussiert. Es ist nicht mit ihrem Vorgängerwerk zu vergleichen, aber das wäre sowieso der falsche Ansatz. Denn hier wird keine Lebensgeschichte erzählt, sondern hier stehen die Geschichten ganz unterschiedlicher Frauenfiguren im Vordergrund. Und das war ein großes Vergnügen!

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Cover des Buches Persepolis (ISBN: 9783037312100)
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Rezension zu "Persepolis" von Marjane Satrapi

Persepolis von Marjane Satrapi
SophieSyndromvor 10 Monaten

»Persepolis« habe ich zunächst als Film gesehen in einem Alter, in dem ich noch keine große Vorstellung von der östlichen Welt hatte und auch noch nicht alle Zusammenhänge verstand, die im Film thematisiert wurden. Allerdings hat mich der Film trotzdem geprägt wie kaum ein anderer. Weil es auch eine Geschichte übers Erwachsenwerden ist. Ein Kampf, den man mit sich selbst ausmachen muss.

Auch als ich nun den Comic gelesen habe, ist mir nicht die Breite der politischen und historischen Hintergründe bewusst. Und dennoch habe ich das Buch nicht aus der Hand legen können und zähle es nun zu meinen Highlights. Marjane Satrapi kämpft mit diesem Comic gegen Vorurteile und Klischees an, versucht, der eindimensionalen westlichen Vorstellung über den Iran Tiefe zu geben, und lässt einen das Land und die Menschen aus anderen Augen betrachten. Aus den Augen eines rebellischen Mädchens, welches ihren Weg zwischen Krieg und Veränderung finden muss.

Film sowie Comic sind beeindruckend und gehen ans Herz. Der Zeichenstil beschränkt sich auf die Nutzung von Schwarz und Weiß, stellt das Erzählen in den Vordergrund - eingeteilt in kleine Kapitel. Er verbindet eine Einfachheit und Tiefe, die mich sehr beeindrucken. Und ich liebe Oma Satrapi - die Szenen mit ihr sind mir die Liebsten. Ich kann Buch und Film nur jedem ans Herz legen!

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Cover des Buches Persepolis 1&2 (ISBN: 9783866158719)
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Rezension zu "Persepolis 1&2" von Marjane Satrapi

Film besser als das Buch
awogflivor 3 Jahren

Book2moviechallenge
Kategorie 11: ein Zeichentrickfilm oder eine Märchenverfilmung darf auch Graphic Novel sein:


Diese Book2movierezension ist nicht ganz ausgewogen fair und komplett, denn obwohl auf meiner Graphic Novel sich der Aufkleber "Das Buch zum Film" befindet, handelt es sich bei diesem Band nur um Teil 1 Die Kindheit im Iran.

Der Film umfasst aber doppelt so viel Stoff, nämlich auch den Comicband um die Jugend in Wien, und somit wären nur zwei Bände Graphic Novel mit dem cineastischen Werk wirklich richtig vergleichbar. Dennoch bemühe ich mich, all diese Umstände zu berücksichtigen. Wie immer lasse ich einen Teil meiner Originalrezension genauso stehen, wie er erstellt wurde, damit das Gefühl der Erstentdeckung eines Stoffes nicht verlorengeht. Das ist insbesondere bei diesem Buch sehr wesentlich, denn mit Sartrapis Persepolis habe ich das Genre der Graphic Novel (ich gebe zu, sehr spät) überhaupt erst und dann auch noch mit totaler Begeisterung zufällig entdeckt.


Buch: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Zufällig bin ich in der Caritas 2012 über dieses Buch gestolpert und es hat mich vom Hocker gerissen. Meine Erfahrung in diesem Genre war überhaupt nicht vorhanden - eine Weile habe ich mir überlegt, ob ich fürs Einordnen ins shelf Comic von Euch geröstet oder vom Verlag verklagt werde ;-) (das kommt ja seit November gelegentlich vor).

Auf jeden Fall weiss ich gar nicht, wo ich mit dem Lob anfangen soll. Die Geschichte ist spannend, politisch, philosophisch und sogar die verkürzte Sprache in den Sprechblasen lässt an Qualität und Poetik nichts zu wünschen übrig. Den Zeichenstil kann ich mangels Vergleich ja nicht beurteilen, aber er gefällt mir sehr gut und ist sehr detailliert ausgeführt.

So nun bin ich auf weitere politische Comics, Graphic Novels, Mangas oder wie sie auch immer heissen sollen gespannt. Adolf - Mord in Berlin von Osamu Tekuza steht eh schon eine Weile auf meiner Liste, Blankets von Craig Thompson und ein paar andere werden im Nachwort von Persepolis empfohlen und kommen unbedingt auch auf meine Wunschliste.

Fazit: Grandios! Habe ein ganz neues Genre entdeckt, das mir sehr gut gefällt.

Heute nach siebenjähriger intensiverer Auseinandersetzung mit dem Genre bin ich noch immer extrem angetan von Persepolis, habe aber auch zumindest schon gleich gute Graphic Novels gelesen. Vielleicht wäre ich heute etwas strenger in der Beurteilung, wenn dieses Werk für mich damals nicht so innovativ gewesen wäre. Der Schwarz/Weiße mit teilweise sehr vielen schwarzen Flächen ausgemalte Stil ist zwar dem sehr tragischen dramatischen Thema geschuldet, lässt aber manchmal im Strich ein bisschen Filigranität vermissen. Das mag zwar der unverkennbare Stil von Persepolis sein, ist aber eben für mich manchmal ein bisschen zu eindimensional und derb in der grafischen Ausrichtung. Nachtsdestotrotz habe ich auch heute bei einem re-read 4,5 Punkte vergeben.

Film: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️+
Im Film ist der chronologischen Ablauf etwas anders. Da wird zuerst die sehr freie Kindheit unter dem Schah im französischen Lycee genauer beschrieben und dann erst die Hinwendung des Staates zu einem religiösen Gottesstaat. Im Buch wird das alte Leben im Staate des Schahs nur in Rückblenden kurz angesprochen. Das gibt dem ganzen im Film einen konsitenteren Ablauf, wie sich alle Personen allmählich zu den theokratischen Religionswächtern, die auch gerne andere trietzen und verleumden, verändert haben. Die Zeit in Wien, die mir im Film am besten gefallen hat, weil sie erstens mit spitzer Feder meine Landsleute ironisch skizziert und sich auch noch stilistisch durch farbenfrohe Zeichnungen von der Geschichte im Iran unterscheidet, war ein richtig erfrischender Kontrapunkt in der an furchtbaren Handlungen nicht armen Story. Am Ende der Zeit in Wien holt Marjan aber dann wieder die Depression ein. Um aus einer unglücklichen Liebe und dem Leben auf der Straße, zu dem sie der Liebeskoummer gebracht hat, zu flüchten, will sie nur noch zurück in den Iran. In den Gottestaat zurückgekehrt, heiratet Marjan sehr schnell und unüberlegt einen Mann, den sie gar nicht kennt und kann auch diesmal nicht zu sich selbst finden. Nach der Scheidung versucht Marjan endlich zu leben. Der im Untergrund stattfindende Lebensstil und die Renitenz der jungen Leute, aber auch der älteren Generation der Sartrapis wird sehr gut geschildert, sie gehen einerseits in innere Immigration, versuchen sich aber kleine Freiheiten abgeschottet in ihrer Clique zu erhalten und auf subversive Art gegen die Behörden und die Religionswächter zu verteidigen. Das ähnelt sehr den Reportagen über junge Leute in der inneren und äußeren Immigration, die ich aus dem Iran gesehen habe, z. B. jener über die Snowboardclique. Am Ende flüchtet sie erneut nach Europa, diesmal nach Paris.

Der Film ist etwas rasanter und spannender als die Comicvorlage, indem er die Handlung der beiden Bände der Graphic Novel etwas gestrafft hat. Zudem haben mir das stilistisch farblich ausgezeichnete Intermezzo und die sehr satirisch präsentierten Wiener Erfahrungen am allerbesten gefallen. Das geht bis zur grandiosen Übersetzung in den Wiener Dialekt bei der deutschsprachigen Filmversion.

Fazit: Eine sehr gute gelungene cineastische Umsetzung, die durch die Straffung der Handlung noch um eine Nuance besser als die Vorlage bei mir ankommt.

Fazit Buch gegen Film: Diesmal bin ich tatsächlich für den Film.

Kommentare: 6
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Marjane Satrapi wurde am 22. November 1969 in Rascht geboren.

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