Die Welt in Karten

von Marjo Nurminen 
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Die Welt in Karten
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Ein opulenter Überblick über historische Landkarten - ein Augenschmaus nicht nur für Kartografen

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Inhaltsangabe zu "Die Welt in Karten"

Marjo T. Nurminen legt mit diesem großformatigen und großartig bebilderten Band eine Geschichte der Kartographie in Weltkarten vor. Von der Antike bis zur Aufklärung spannt sich der zeitliche Bogen, über 200 Karten sind in hervorragender Druckqualität im Vollbild und in Detailvergrößerungen abgebildet. Eingebettet in den jeweiligen historischen Kontext zeigt Nurminen, wie sich Darstellung und Technik in der Kartographie verändern, aber auch welche Paradigmenwechsel an den Karten ablesbar sind, welche Weltbilder sie abbilden: von der antiken T-O-Karte über die heilsgeschichtlichen Karten des Mittelalters, in denen Texte und Karte zum christlichen Weltbild verschmelzen mit Jerusalem als Zentrum der Welt, über die Seekarten der Entdecker und Händler bis hin zu thematischen Weltkarten wie etwa Aaron Arrowsmith's Karten mit den Reisen von James Cook. Erzählt wird dazu die Geschichte der Kartenmacher und ihrer Auftraggeber, die immer auch etwas über den Zweck verrät, dem die Karten dienten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783806235579
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Erscheinungsdatum:01.09.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Tag
    Kurzmeinung: Ein opulenter Überblick über historische Landkarten - ein Augenschmaus nicht nur für Kartografen
    "Alte Karten sind wie ein Fenster in die Geschichte"

    Die finnische Archäologin und Autorin Marjo Nurminen hat für Liebhaber von historischen Landkarten ein wunderbares Werk geschaffen. In diesem großformatigen Atlas (34 x 25 cm) zeigt sie uns eine Auswahl von prächtigen Land-, See- und Weltkarten. Der Schwerpunkt liegt bei der Darstellung von frühen Karten, also zwischen dem 7. und 17. Jahrhundert.  

    In fünf große Kapitel fasst die Autorin die Reise in die Vergangenheit zusammen: 

    ·       Die Mittelalterliche Welt in Karten

    ·       Die Wiederentdeckung der antiken Geografie

    ·       Auf zu neuen Welten

    ·       Die Weltkarte rückt ins Blickfeld

    ·       Die Welt ist umrundet

     

    Jedes Kapitel ist noch in Spezialgebiete untereilt und endet mit einem Fazit.  

    So erfahren wir im ersten Teil einiges über die mittelalterlichen Seekarten (Portolane) sowie über Richtungen, Entfernung und Maßstab auf den Karten.  

    Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit der Wiederentdeckung der antiken Landkartenkunde. 

    Der dritte Abschnitt hat die Reisen in die Neue Welt zum Thema. Hier lesen wir auch, dass die Osmanen (1517) unter Admiral Piri Reis beim Zeichnen einer exakten Weltkarte die Nase vorne hatten.  

    Im vierten Kapitel lernen wir die Neuerungen in Mathematik und Astronomie der Renaissance kennen. Großformatige Weltkarten rücken in den Fokus von Forschern, Entdeckern und Herrschern. 

    Der fünfte und letzte Abschnitt widmet sich den großen Entdeckern und den begleitenden Kartografen. Vor allem den Niederländern gebührt hier der Respekt. Nun werden auch die ersten Globen wie wir sie heute kennen, angefertigt. 

    Der Epilog gibt dann einen Ausblick auf die späteren Ereignisse wie Aufklärung, Kolonialismus sowie die technischen Innovationen, die die Kartografie nachhaltig beeinflussen. 

    Meine Meinung: 

    Ein Großteil der abgebildeten Karten stammt aus Nurminens eigener Sammlung.  

    Die Abbildungen sind oft doppelseitig und mehrfärbig. Wir erfahren einiges über die Kartenherstellung. Zuerst per Hand, dann mit der Erfindung des (Buch)Drucks werden Karten auch für die Allgemeinheit erschwinglich und verbreiten sich schnell. Zu jeder Karte wird deren Schöpfer wie z. B. Martin Waldseemüller (1507), soweit bekannt, vorgestellt. 

    Allerdings bedarf es einiges an Fachwissen, um den erläuternden, umfangreichen Text und die am Ende etwas versteckte Darstellung der verschiedenen Kartenprojektionen im Detail zu verstehen. Geografen, Mathematikern und Geodäten sind Fachbegriffe wie zylindrische, stereographische und Kegelprojektion geläufig, andere werden hier wohl ein wenig nachlesen müssen.  

    Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte, findet im Anhang eine Vielzahl von weiterführender Literatur.

    „Alte Karten sind wie ein Fenster in die Geschichte.“ Sagte Abraham Ortelius, ein flämischer Meisterkartograf, Verleger und Sammler bereits im 16. Jahrhundert. Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. 

    Fazit: 

    Ein imposantes und höchst informatives Werk, das die knapp 100,00 Euro Kaufpreis durchaus rechtfertigt. Gerne gebe ich 5 Sterne.

     


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