Mark Andreas Seiler Ein Gletscher - ein Hotel - eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie

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Inhaltsangabe zu „Ein Gletscher - ein Hotel - eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie“ von Mark Andreas Seiler

Bild- und Textband über das Hotel Glacier du Rhône in Gletsch (1858–1984), die anderen Seiler’schen Gastbetriebe in Zermatt, Bern und Küsnacht am Zürichsee und markante Unternehmerpersönlichkeiten dieser wohl bekanntesten Walliser Hoteliersfamilie. Mit einem Vorwort von alt Bundesrat Pascal Couchepin, Bundespräsident der Schweiz 2003 und 2008.

Der Hauptteil des 446 Seiten zählenden und mehr als sechs Kilogramm wiegenden Opus im aussergewöhnlichen Format A3 quer, das in einer traditionsreichen chinesischen Druckerei auf Heidelberger Maschinen gedruckt und in Handarbeit gebunden wurde und nun in elegantem Schuber angeboten werden kann, beschlägt landschaftliche, reisekulturgeschichtliche und hotelunternehmerische Aspekte der Hotelsiedlung am Fusse des Rhonegletschers. Der zeitliche Rahmen umfasst die zweieinhalb Jahrhunderte von den ersten bildlichen Darstellungen des Rhonegletschers zu Beginn des 18. Jahrhunderts über die Entstehung des Haupthauses im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts und den touristischen und wirtschaftlichen Höhepunkt dieser Transitstation des alpinen Pferdekutschenverkehrs vor dem Ersten Weltkrieg bis zur Aufgabe des Hotelbetriebs durch die Familie Seiler im Herbst 1984.

Die Landschaft im Wandel, ihre Darstellung über die Jahrhunderte und das mit bedeutenden Walliser Antiquitäten des 17. und 18. Jahrhunderts komponierte Hotelinterieur, wie es bis 1984 existierte, sind mit lithografischer Akribie in grossformatigen Abbildungen opulent illustriert. In fundierter historischer Analyse mit Hunderten von Bild- und Textbelegen wird die ‚Touristen-Karawanserei‘ Gletsch im hotelunternehmerischen Zusammenhang dargestellt. Einen stärker fokussierenden Teil des Buches bilden zahlreiche Dokumente von Passanten, Touristen, Gästen, Mitarbeitenden und Hoteliers, eine bunte, nach Jahrzehnten geordnete Palette von Werbematerial und Bildpostkarten, die den Tourismus zwischen Furka und Grimsel vor Augen führt, zeitgenössische Zeitungsartikel, welche die Wahrnehmung des Hotels im Jahre 1984, am ‚Ende einer Epoche‘, widerspiegeln.

Anderthalb Dutzend Seiten sind dem heutigen Ort Gletsch gewidmet, der nunmehr im ‚Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS)‘ als ‚Spezialfall von nationaler Bedeutung‘ figuriert. Zur Sprache kommen Aspekte des Landschafts- und Naturschutzes und der Wiederaufbau der Furka-Bergstrecke für den Dampfbahnbetrieb seit den 1980er-Jahren.

Wer den Hoteliersnamen Seiler hört, denkt indes in erster Linie an Zermatt, und ohne ausgreifende Skizzen der beruflichen Tätigkeit für diesen Teil der verzweigten Familienbetriebe und von dessen eindrücklicher Entfaltung zu einem der grössten Hotelunternehmen der Schweiz sind die Angehörigen der Familie, welche sich als hotelunternehmerische Visionäre oder aus familialer Solidarität der Belle Epoque Relaisstation Gletsch annahmen, in ihrem Wirken ebensowenig zu verstehen wie ohne Aufweis ihres politischen und verbandspolitischen Engagements für das Gemeinwesen und den Berufsstand. So gelangen die touristischen Anfänge des Matterhorndorfes von der Mitte der 1850er-Jahre bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges, insbesondere die Lancierung des Zermatter Sportwinters durch Hermann Seiler 1927/28 und dessen Etablierung in den folgenden Jahren bis 1939 in diesem Prachtwerk erstmals anhand von vielen Dutzend signifikanten Bild- und Textzeugnissen zur Darstellung. Randabfallend im Format A3 wiedergegebene Fotografien, Werbeplakate, Hotelprospekte, Artikel aus Zeitungen und Magazinen stellen vor Augen, wie sich das einst kleine Gletscherdorf in den Walliser Bergen zumal dank mannigfacher Initiativen und Bemühungen der Familie Seiler zu einer weltberühmten Feriendestination entwickelt hat.

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