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Rezension zu "Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen -" von Mark Beeman

Ah, so kommen wir zum Aha-Erlebnis!
MargareteRosenvor 2 Jahren

Zwei Autoren schreiben fachlich hochinteressant. Der Stil ist so leicht, dass ich zwischendurch dachte, dass ich einen leichten Roman lese.

Die Fakten werden allgemeinverständlich aufbereitet. Die verwendeten Fachbegriffe gut erklärt und die Sprache bleibt durchweg für jeden Leser gut zu verstehen.

Von Kapitel zu Kapitel werden wir auf den neuesten Stand der Forschung und deren praktischer Anwendung gebracht.

Die "Rate"-Beispiele werden gut im Kontext der verwendeten Forschungen erklärt.

Wir können uns fragen: Sind wir ein Analyst oder doch eher ein Einsichtsvoller? Genug Hilfe es herauszufinden gibt es im Buch.

Besonders entspannend fand ich den Satz "Jeder tickt anders!"

Die rund 300 Seiten haben sich doch recht leicht lesen lassen und mir die eine und andere neue Erkenntnis über mein Denken beschert.

Fazit: Gutes Fachbuch, auch für "Nichtwissenschaftler".

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W

Rezension zu "Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen -" von Mark Beeman

Sehr verständlich geschrieben
WinfriedStanzickvor 3 Jahren


Die beiden Autoren des hier  anzuzeigenden von Nele  Junghanns  ins Deutsche übersetzten Sachbuches, John  Kounos und  Mark  Beeman gehören in den  USA zu den führenden Neurowissenschaftlern. In ihrem Buch "Das Aha-Erlebnis" gehen sie der Frage nach,  "wie plötzliche Einsichten entstehen  und wie wir sie erfolgreich nutzen".

Viele Menschen, nicht nur die mit den herausragenden  Geistesblitzen und Entdeckungen wissenschaftlicher oder künstlerischer Art, haben diese Erfahrung schon gemacht, dass sie, oft nach langem vergeblichen Nachdenken  über eine Sache oder ein zu  lösendes  Problem, eine urplötzliche  Einsicht  hatten,  an die  sie  vorher nie zu denken gewagt hätten. Ich bin sicher, dass es  in jedem Leben eine ganze Menge solcher  kreativer Momente gibt oder gegeben  hat, die von dem jeweiligen  Menschen aber entweder  gering geschätzt wurden oder aus Angst  vor den Folgen nicht umgesetzt worden sind. Wie viel reicher, wie viel erfüllter  könnte das Leben und der Alltag vieler Menschen sein,  hätten sie ihren Aha-Erlebnissen  mehr getraut  und sie ernst genommen.

Die Autoren  zeigen in einer auch für den wissenschaftlichen Laien verständlichen Sprache,  was bei solchen kreativen Prozessen  im Gehirn geschieht und beschreiben, wie jeder von uns diese Fähigkeit auch in kleinen Dingen  entdecken und für sich und andere sinnvoll  und erfüllend nutzen kann.

Viele Beispiele machen das Buch nicht nur zu einer lehrreichen, sondern auch zu einer regelrecht unterhaltsamen  Lektüre.

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melli_2897s avatar

Rezension zu "Das Aha-Erlebnis: Wie plötzliche Einsichten entstehen und wie wir sie erfolgreich nutzen -" von Mark Beeman

Da geht Ihnen bestimmt ein Licht auf...
melli_2897vor 3 Jahren

Die Möglichkeiten, Aha-Erlebnisse hervorzurufen, sind vielfältig - und alles andere als kompliziert. Sie lassen sich beispielsweise befördern, indem man sich von der Außenwelt löst: Der gefeierte Schriftsteller Jonathan Franzen etwa schrieb an seinem Bestseller "Die Korrekturen" oft im Dunkeln, er trug dazu obendrein Ohrstöpsel, Ohrenschützer und eine Schlafbrille. Sich in positive Stimmung zu versetzen, mentale Reisen in ferne Länder und vergangene Zeiten zu unternehmen, über die Zukunft nachzusinnen - auch das kann plötzliche Einsichten auslösen. Und wenn die Lösung eines kniffligen Rätsels, eines vertrackten Problems sich ganz und gar nicht einstellen mag, hilft es nicht selten, eine Pause zu machen und etwas völlig anderes zu tun oder zu denken. Das Aha-Erlebnis taucht dann zu den unwahrscheinlichsten Zeiten und an den abwegigsten Orten auf [...] (Klappentext)


Die renommierten Psychologen John Kounios und Mark Berman präsentieren ihren Lesern die neuesten Ergebnisse der modernen Neurologie aus dem Bereich der Erkenntnis-Forschung. Mit Hilfe kurzer Geschichten und Anekdoten schaffen es die Autoren, die Theorie, die hinter dieser Wissenschaft steckt, aufzulockern und für jeden verständlich zu machen, der Interesse an Verhaltensforschung oder den dazu gehörenden Gebieten zeigt. Dabei findet sich in den einzelnen Kapiteln immer wieder ein aktueller Bezug oder eine sorgfältig ausgewählte Grafik. Ebenfalls zur Verständlichkeit der Erklärungen beitragend sind die genauen Schilderungen der beschriebenen Studien, sowie (insofern möglich) Abbildungen, um Rätsel oder Aufgaben selbst durchdenken zu können. Der einzigen Kritikpunkt, den ich an dieser Stelle einbringen möchte ist aber, dass die Studien teilweise sehr ähnliche Ergebnisse liefern können und eine Anhäufung schon mal dazu führen kann, dass sich ein bis zwei Kapitel etwas träge wirken bzw. zu Wiederholungen neigen.

Man sollte sich bewusst sein, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Selbsthilfe-Ratgeber für inspirationslose Künstler handelt. Der Anteil der Neurologie und Verhaltenspsychologie dominiert, während "Tipps" zur Förderung von Aha-Erlebnissen nicht das Hauptaugenmerk auf sich ziehen. Viel mehr kann sich der Leser aus den Erkenntnissen der Forschungen erschließen, welche seiner persönlichen Verhaltensweisen förderlich sind oder eben nicht.

Ein großes Lob möchte ich für den umfassenden Anhang aussprechen, der fein säuberlich nach den Kapiteln gegliedert ist und eine Menge inhaltlicher Ergänzungen gibt, sowie weitere Literaturempfehlungen. Wer sich etwas genauer in ein spezielles Thema einlesen möchte, kommt hier sicherlich voll auf seine Kosten. Im Großen und Ganzen ein Buch, das durch ausgezeichnete wissenschaftliche Recherche punkten kann.

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