Mark Benecke , Lydia Benecke Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt

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Inhaltsangabe zu „Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“ von Mark Benecke

In der Dunkelkammer des Bösen rücken wir ganz nah heran an erstaunliche Verbrechen. Wir treffen auf Killer wie Dr. Holmes, den ersten bekannten Serienmörder der USA. 1893 baute dieser Gaskammer, Krematorium und Präparationstische, um Hunderte von Menschen zu foltern und zu töten. Wir widmen uns Vergewaltigern, Nekrophilen, Sadisten, Sexualmördern und anderen Tätern. Wir schauen in ihr Innerstes und wir besuchen sie im Knast. Wir fragen uns: Wie entstehen "Monster"? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen? Was steckt hinter den Fällen Fritzl und Kampusch, und waren das grausige Ausnahmen? (Quelle:'Flexibler Einband/19.07.2013')

Interessante Einblicke in die Psyche von Tätern und wie sie zu solchen wurden.

— mischiefmanaged
mischiefmanaged

Pathopsychologie anhand von Serienkillern - schockierend, erschreckend und nichts für schwache Nerven

— Ambermoon
Ambermoon

Ich bin ein großer Fan von Mark Benecke . Es ist super Interessant geschrieben und lässt einen nicht so schnell los ! Krimi pur !

— AnnkaWunderland
AnnkaWunderland

Sehr spannend und viel aus dem Nähkästchen geplaudert - hat mir gut gefallen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sehr komplex und fesselnd

    Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
    Kristinas_Buecherwelt

    Kristinas_Buecherwelt

    06. July 2017 um 00:14

    In „Aus der Dunkelkammer des Bösen“ werden verschiedene Themenkomplexe und Untersuchungen dargestellt und forensisch sowie psychologisch aufgearbeitet. Soweit ich das beurteilen kann, entsprechen die Erkenntnisse den allgemein vorherrschenden, wissenschaftlichen Standards. Schwer verständlich ist es allerdings nicht, da es für ein breites Publikum verfasst worden ist. Auf allzu hochgegriffene Begriffe und Erklärungen ist hier Abstand genommen worden. Ob Absicht oder nicht, die Erklärungen klingen manchmal etwas wiederholend (zur besseren Verständlichkeit der Ergebnisse?). So die Untersuchungen nicht von Beneckes persönlich durchgeführt worden sind, oder die Erkenntnisse nicht aus eigener Recherche stammen, sind sehr interessante Gesprächspartner zur Stelle, die das Buch inhaltlich toll unterstützen und Teilaspekte der aufgegriffenen Themen verständlich machen. Die Formulierungen kann man durchaus als sachlich aber auch deutlich beschreiben. Hier wird nichts beschönigt oder um den heißen Brei herumgeredet, die Täteranalysen sehr tiefgehend und ehrlich bewertet. Diese Kombination ist zur Abwechselung mal sehr angenehm und der oftmals verbreitete, sensationsgeile Klatsch den man häufig in der Boulevardpresse findet, kommt hier so gar nicht zum Tragen und wird, soweit es möglich ist, auch vorsichtig kritisiert. Man merkt dem Buch also deutlich seine wissenschaftlichen Quellen an und so sollte es bei einem Sachbuch auch sein. Etwas befremdlich erschien mir das Themenhopping. Der Wechsel zu anderen Bereichen verliert sich manchmal ein wenig, sodass ich schon einige Male das Gefühl hatte, ins Tausendste abgerutscht zu sein. Das Wiederaufgreifen der eigentlichen Thematik kommt dann an der ein oder anderen Stelle etwas plötzlich. Über die Länge des Buches habe ich mich an die etwas eigenwillige Art gewöhnt. Zumindest muss ich an dieser Stelle dazu erwähnen, dass so eine große Informationsvielfalt zustande kam und eine tiefer gehende Betrachtung der Geschehnisse möglich war. Konsequent wäre es allerdings gewesen, wenn man sich entweder für eine kapitelübergreifende Gestaltung entschieden hätte oder dagegen. Die Gedankensprünge wären dann definitiv besser einzuordnen gewesen. Außer der Reihe tanzt ein wenig das erste Kapitel „Hitlers Zähne“, da es so gar nicht zu den anderen passen mag. Es liest sich auch am zähflüssigsten und worauf der Fokus liegt, kann man am Ende nicht so einfach beantworten. Als sehr stark habe ich wiederum das abschließende Fazit daraus empfunden. Daher mein Tipp: Das Kapitel unbedingt bis zum Ende lesen! Denn die persönliche Verantwortung eines jeden, wird meines Erachtens nach doch zu oft in den Hintergrund gerückt. Was mir an diesem Werk besonders gut gefallen hat, ist die Frage nach dem ‚Warum?‘. Nicht um den Mörder besonders gut dastehen zu lassen, damit dieser eine möglichst milde Strafe bekommt (wie es ja manchmal unterstellt wird), sondern um zu verdeutlichen, welch große Bedeutung diese Betrachtungsweise für die Gewaltprävention hat. Das Fazit des Gesamtwerkes, dass mit der Tat, alle vorigen Instanzen versagt haben, ist eindringlich und rührt an dem festen Gedankenmodel, dass man einfach nur die ‚Monster‘ einsperren müsste oder besonders hohe Strafen verhängen muss, damit die teilweise schrecklichen Taten nicht geschehen. Und genau das unterscheidet dieses Buch auf eine sehr angenehme Art von den Stammtischforderungen oder polemischen Forderungen aus der Klatsch-Presse. Wer ein ‚Mehr‘ an Prävention möchte, muss auch ein ‚Mehr‘ in das ‚Warum?‘ stecken. Sehr deutlich wird das auch im Kapitel „Pädophilie“, welches sachlich und doch eindringlich aufgebaut ist. An diesem Beispiel wird anschaulich aufgezeigt, woran es oft hakt und wo man ansetzen könnte. Der Abschluss dieses Buches, greift darauf dann auch noch mal zurück und schließt es wunderbar ab. Dieser Gesamtfokus auf die Prävention gefällt mir außerordentlich gut und zeigt, ohne erhobenen Zeigefinger auf, woran man noch arbeiten muss. Dass eine nicht unbedeutende finanzielle Zuwendung dafür notwendig ist, kann man sich an einer Hand abzählen. Was mich wieder nachhaltig berührt, und mich schon nach seiner Veranstaltung sehr nachdenklich gemacht hat, ist die manchmal etwas zu blinde Justitia (um die Worte des Buches aufzugreifen). Es ist eine Sache, sich Fehlurteile in der Theorie auszumalen, eine andere, wenn die Menschen hinter solchen (eventuellen) Fehlleistungen der Justiz in allen Details beschrieben werden. Im Buch wird es nicht ganz so ausführlich bearbeitet, wirft aber trotzdem genügend Fragen auf. Zusammen mit der Vorstellung „Mord im geschlossenen Raum“, kommt man nicht umhin zu hinterfragen, warum es keine Wege aus dieser Falle gibt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu ausführlich erläutern, wie es dazu kommen kann, wobei Ursache die falsche Grundannahme ist, aber wer sich damit eingehender beschäftigen möchte, ist mit dem genannten Infotainment und dem Buch gut beraten. Das Ganze ist sehr umfangreich, dafür aber nicht minder schockierend. Diese Kritik am System ist aus meiner Sicht durchaus angebracht. Aber auch hier: Es wird anhand eines Beispieles erläutert, der erhobene Zeigefinger fehlt (angenehmerweise). Auch wenn das Buch überwiegend sachlich gehalten ist, geben manche Interviews dem Werk eine recht emotionale Note, was das Leid hinter manchen Taten bzw. Tataufarbeitungen greifbar macht. Mir persönlich hat das gut gefallen, da es dem Verständnis der Themen in meinen Augen zuträglich ist. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, etwas besser sortiert hätte es aber sein dürfen. Wer Mark Benecke schon einmal live erlebt hat, wird feststellen, dass er das fast genauso hintereinander weg von sich gegeben haben könnte. Erzählt ist das durchaus spannend, schriftlich dagegen manchmal irritierend (insbesondere der Wechsel von forensischer zu plötzlich psychologischer Betrachtung und zurück). Nichts desto trotz macht es Lust auf mehr, die Querverweise sind dahingehend geschickt gestreut, und die wichtigsten Konsequenzen toll ausgearbeitet. Wer sich also eingehender auch mit  Täteranalyse beschäftigen möchte, aus Interesse, zu Präventionszwecken oder vielleicht auch um eine Romanfigur glaubhaft darstellen zu können und ihr Tiefe zu geben, ist mit diesem Buch gut beraten. Die wichtigsten (tatrelevanten) psychischen Störungen sind jedenfalls mit enthalten und an Beispielen erklärt.

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  • Kriminalpsychologie

    Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    15. June 2017 um 11:34

    Kriminalbiologie finde ich hochinteressant – so CSI und dergleichen. Atemberaubend, was man heute alles feststellen und nachweisen kann! Genau auf diesem Gebiet arbeitet Mark Benecke, und er ist ein anerkannter Fachmann. Deshalb hatte ich mir vom Buch einiges versprochen. Es kommen auch die verschiedensten Themen zur Sprache, in aller Regel auch recht interessant aufbereitet. Allerdings stammt ein großer Teil des Textes aus der Feder der Ehefrau des Autors, Lydia Benecke – ihres Zeichens Psychologin. Das liegt nun wohl an mir, denn mit den Axiomen der Psychologie kann ich ausgesprochen wenig anfangen – wenn auch die Inhalte teilweise recht interessant sind, wie ungeklärte Morde, Ermittlungspannen und -fehler und dergleichen. Insgesamt war es dann auch recht interessant zu lesen, aber nicht das Highlight, das ich mir versprochen hatte. Für Leute, die noch wenig zum Thema gelesen haben oder sich speziell für die Psychologie der Täter interessieren, sicher ein lohnendes Objekt. Für mich eher nicht so der Goldene Schuß. Vier schwache Sterne.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Der Psychopath - ein ewig gieriges und aussaugendes Wesen

    Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
    Ambermoon

    Ambermoon

    21. April 2017 um 12:07

    In der Dunkelkammer des Bösen rücken wir ganz nah heran an erstaunliche Verbrechen. Wir treffen auf Killer wie Dr. Holmes, den ersten bekannten Serienmörder der USA. 1893 baute dieser Gaskammer, Krematorium und Präparationstische, um Hunderte von Menschen zu foltern und zu töten. Wir widmen uns Vergewaltigern, Nekrophilen, Sadisten, Sexualmördern und anderen Tätern. Wir schauen in ihr Innerstes und wir besuchen sie im Knast. Wir fragen uns: Wie entstehen "Monster"? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen? Was steckt hinter den Fällen Fritzl und Kampusch, und waren das grausige Ausnahmen?...(Klappentext)                                       --------------------------------Zugegeben, der Klappentext im inneren des Buches ist etwas reißerischer als der Inhalt, wobei der Inhalt keineswegs leichte Lektüre enthält. Zudem kommt hier eher Lydia Benecke zu Wort und nur selten der Mikrobiologe selbst. Geschicktes Marketing sage ich da nur.Nichtsdestotrotz hat mich dieses Buch mehr oder weniger gefesselt. Mehr oder weniger nicht aufgrund fehlender Spannung, sondern da die Thematik alles andere als leichte Kost ist und ich aufgrund dessen hin und wieder Lesepausen einlegen MUSSTE. Nicht nur, um sonst den Glauben in die Menschheit vollends zu verlieren, sondern weil manche Themen wirklich unter die Haut gehen.Dadurch, dass vor allem Lydia Benecke in diesem Buch das Wort hat, geht es hier nicht, bzw. nur selten, um Blutspuren oder sonstige Materialien die ein Täter hinterlässt, sondern um die Pathopsychologie. Die Diagnosen dazu werden anhand von Serienkillern, Vergewaltigern, etc. aufgezeigt und beschäftigt sich mit den Fragen was einen Psychopathen ausmacht, wie er zu einem werden konnte und was in ihm vorgeht.Hierbei werden z.B. auch sog. pathopsychologische Bausteine erklärt, welche zur Beurteilung eines "Klienten" verwendet werden. Dafür werden psych. Erkrankungen wie z.B. der Narzissmus grob erklärt und dessen Eigenschaften in Punkte aufgegliedert. Hat ein Mensch fünf der vorhandenen neun Punkte erreicht, hat dieser eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (Übrigens: Trump erhielt nach meinen Berechnungen 8 von 9 Punkten / Erdogan 9 von 9 Punkten; lt. Definition nach Robert Hare zu Psychopathen, sind auch hier beide ganz vorne dabei - dingdingding, wir haben gleich zwei Gewinner; wie beruhigend).Klingt ziemlich simpel, ist es jedoch nicht, sonst könnte doch jeder Hobbypsychologe (wie ich, anhand von Trump und Erdogan *g*) ein Profiling durchführen.Es ist interessant hinter die Kulissen zu blicken. Hinter die Kulissen eines Psychologen, aber auch hinter die Kulisse einer Gedankenwelt eines Psychopathen. Dies geschieht in einem allgemein verständlichen und lockeren Plauderton.Die Themen umfassen u. A.:- Hitler Zähne (meiner Meinung nach passte dieses Thema irgendwie nicht so ganz zu den übrigen Themen)- Pädophilie- Sexualmörder und Vergewaltiger- Nekrophilie- Narzissmus- Antisoziale und Psychopathen- Übersinnliche Ermittlungen (Medien)etc.Wie schon erwähnt keine leichte Kost und daher nichts für schwache Nerven. Ich fand es jedoch interessant und auch spannend.Fazit:Eine Lektüre, die zwar aufgrund der Thematik nicht immer leicht zu lesen ist, mich aber trotzdem fesseln konnte und ich nun auch eine andere Sichtweise kennenlernte.Ich kann dieses Buch vor allem Lesern empfehlen, die sich bereits mit Pathopsychologie beschäftigen (z.B. Studenten als Begleitlektüre / wenn ich dies gemacht hätte, hätte ich als Diplomarbeit sicher nicht das 08/15 Thema Alkoholismus genommen *g*), oder sich für diese interessieren, da es aufgrund der Fallbeispiele gute Einblicke gewährt, sowohl in die Diagnosen, als auch hinter die Kulissen.Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und ich werde wohl auch noch andere Bücher von Lydia Benecke lesen.

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    • 5
  • Wie ein Autorenehepaar wohl selbst nicht recht wusste, was sie schreiben wollen...

    Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
    Nelly87

    Nelly87

    04. January 2017 um 19:59

    Mark Benecke kennen die meisten wohl eher durchs Fernsehen. Der Molekularbiologie war mir vor allem ein Begriff, weil er immer dann herangezogen wird, wenn der Sterbezeitpunkt anhand von Insekten bestimmt werden soll. Im vorliegenden Buch beschäftigt er sich gemeinsam mit seiner Frau Lydia, die Psychologin ist, mit dem Wesen und dem Treiben von Serienmördern. Leider merkte man dem Buch schnell an, dass beide Autoren hier nicht auf ihrem Steckenpferd daherkommen. Das Buch beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Themen. Beispielsweise erzählt Benecke, wie er in Russland auf Reisen war, um Hitlers Schädel und Zähne untersuchen zu können. Oder auch die Männer, die jahrelang Frauen oder Mädchen gefangen halten, um sie sich so herzuziehen, wie sie sich das wünschen. Seht ihr da einen Zusammenhang? Nicht? Ich nämlich auch nicht… Je weiter man in dem Buch voranschreitet, desto mehr bekommt man das Gefühl, als wäre es weder Fisch noch Fleisch. Mark und Lydia Benecke haben sich scheinbar die Themen rausgefischt, über die sie gerne etwas sagen wollten und haben diese Ausführungen dann zusammenhanglos aneinander gereiht. Kann man machen. Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Mir persönlich kam es einfach zu sprunghaft vor. Mir hat der rote Faden gefehlt, an dem man sich als Leser entlanghangeln kann. Sauer aufstoßen kann einem auch, dass Benecke teilweise seine Meinung als die allgemeingültige darstellt. So widmet er, wie bereits gesagt, ein großes Kapitel seiner Reise nach Russland und der Untersuchung von Hitlers Überresten. Dabei geht er auch ausführlich auf die Frage ein, ob Hitler nun drogensüchtig war oder nicht. Aufgefallen ist es mir deshalb, weil wir vor Jahren im Geschichts-LK darüber diskutiert haben und ich daraufhin etwas Google bemüht habe. Da erfuhr ich, dass diese These eigentlich seit Jahren wiederlegt ist. Benecke kann die Gegenansicht ja gerne vertreten, journalistisch einwandfrei wäre es aber gewesen, wenn er auf die herrschende Meinung hingewiesen hätte. Auch dieser ständige Wechsel zwischen den beiden Autoren empfand ich als eher anstrengend denn förderlich. Zum einen war einem zu Beginn eines jeden Kapitels nie wirklich klar, wer denn da jetzt schreibt. Wenn man Glück hatte, bekam man irgendwann einmal einen Hinweis. Welche Aspekte da jetzt beleuchtet werden sollen, war dann auch jedes Mal ein Rätselraten. Alles in allem hatte ich mehr den Eindruck, als wäre Benecke und seine Frau etwas auf den Pfad der Effekthascherei gelangt. Mord, Blut, Tod und Serienverbrechen interessieren die Menschen, das Böse fasziniert uns immer und immer wieder. Und dieses Interesse wollte das Autorenpaar wohl bedienen. Dabei ist ihnen allerdings entfallen, dass das, was sie eigentlich machen, schon spannend genug ist. Positiv hervorheben kann man dann allerdings, dass sich das Ehepaar Benecke tatsächlich die brutalsten und grausamsten Episoden der Neuzeit ausgesucht haben. Auch wenn die Aufbereitung nicht das Gelbe von Ei war, so gab es doch die ein oder andere Stelle, die ganz spannend war. Wer Mark Benecke als Kriminalbiologen aus dem Fernsehen kennt, dessen größte Leidenschaft die Insekten sind, die sich nach dem Tod eines Menschen an dessen Leichnam gütlich tun und sich aufgrund dessen für Beneckes Wirkungskreis interessiert, der wird von Aus der Dunkelkammer des Bösen enttäuscht sein. Dem Buch fehlt ein roter Faden und auch ein gewisser Aufbau, an dem man sich als Leser entlang hangeln kann. Auch der ständige Wechsel zwischen Benecke und seiner Frau Lydia ist gewöhnungsbedürftig und muss gemocht werden. Daher: kann man lesen, muss man aber nicht.© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • Krimi pur !

    Aus der Dunkelkammer des Bösen: Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
    AnnkaWunderland

    AnnkaWunderland

    28. December 2016 um 21:32

    Ich bin ein großer Fan von Mark Benecke ! Ich hab als erstes Buch von Ihm dieses gelesen . Ich würde es jedem Empfehlen der sich für echte Kriminalfälle Interessiert und mehr wissen will . Ich hab es in 2 Tagen ausgelesen und es hat mich nicht so schnell los gelassen . Spannung ist Garantiert. Ich lese super gerne Bücher von Ihm ! (: