Blutzeichen

von Mark Billingham 
3,5 Sterne bei11 Bewertungen
Blutzeichen
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Billinghams vierter Thorne-Thriller fesselt weiter.

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Inhaltsangabe zu "Blutzeichen"

Ein erbitterter Revierkampf in Londons Unterwelt hält Detective Tom Thorne und sein Team in Atem: Das blutige X auf dem Rücken seiner Opfer ist die makabere Visitenkarte eines Killers, der offenbar im Auftrag eines mächtigen Gangstersyndikats arbeitet. Alle Spuren scheinen zu einem Mann zu führen: dem skrupellosen Gangsterboss Billy Ryan. Doch bald muss Thorne feststellen, wie leicht man sich im Netz des organisierten Verbrechens verstrickt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442459131
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:413 Seiten
Verlag:Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum:13.06.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    TheSilencers avatar
    TheSilencervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Billinghams vierter Thorne-Thriller fesselt weiter.
    Gute 20 Jahre ist es her, ...

    ... daß in einem Londoner Vorort ein Verbrechen verübt wurde, das die Umgebung lähmte: der geständige Täter zündete während der Schulpause eine Schülerin an.
    Als eines Nachts bei der damaligen Ermittlerin ein anonymer Anruf mit den Worten "Ich habe sie angezündet" eingeht, ist dies nur der Beginn, undurchschaubarer Ereignisse, die es zusammenzusetzen gilt. 
    Detective Tom Thorne greift der Ex-Ermittlerin unter die Arme und versteht alsbald, daß sein aktueller Fall um die blutige Rivalität zwischen einem englischen und einem türkischen Gangstersyndikat vom Fall des damaligen brennenden Mädchens nicht zu trennen ist.

    In seinem vierten Roman um Tom Thorne, dem eigenwilligen, sturen, aber durchaus einmaligen Ermittler mit dem Musikgeschmack jenseits des Mainstreams, weiß Mark Billingham ein weiteres Mal die Charaktere der Hauptakteure zu vertiefen, um sie mit weiteren nicht minder interessanten Figuren zu konfrontieren.
    Thornes an Alzheimer erkrankter Vater treibt ihn in den Wahnsinn, sein Kollege Holland hat seine Ehe- und Baby-Phobie scheinbar überwunden und Hendricks, der schwule Gerichtsmediziner, zieht bei ihm ein. Als ob das nicht reichen würde, landet auch noch eine Verfahrensbeteiligte im Bett des untersetzten Polizisten.

    Nach Der Kuß des Sandmanns, Die Tränen des Mörders und Die Blumen des Todes ist meine Thorne-Euphorie ungebrochen. 

    Möge mein Bücherschrank wegen Billingham bersten ...

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Der Tiefpunkt der Thorne-Serie

    Den berüchtigten "schlechten Tag" muss wohl Mark Billingham gehabt haben, als das Skript für diesen vierten Teil aus der Reihe um Detective Tom Thorne im Geiste gestalt annahm, denn "Blutzeichen" kann leider in keiner Weise an die guten Vorgänger anknüpfen.

    Ungewöhnliche Längen ziehen sich durch das ganze Buch, das mit einem Themengemisch aus Drogenhandel, Menschenhandel, Bandenkrieg und Serienkillerjagd völlig überfrachtet zu sein scheint und in dem man bis zum Schluss den roten Faden wohl vergeblich sucht. Schon zu Beginn fühlt sich der Leser ins kalte Wasser geworfen, wird er mit Fakten konfrontiert dessen Hintergründe er nicht kennt und der Plot mit Handlungssträngen verknüpft (Thornes Feindschaft mit dem Vorgesetzten Tughan), die in den letzten drei Bänden keinerlei Bedeutung mehr gehabt haben. Was man nach knapp fünfzig Seiten schließlich entnehmen kann, ist folgende Grundstory:

    In London tobt ein erbitterter Bandenkrieg und Gangsterboss Billy Ryan ist offensichtlich das beliebteste Ziel. Innerhalb von nur sechs Wochen sind bereits vier hochrangige Opfer aus seinem Umfeld von einem unbekannten Auftragsmörder getötet worden, der ihnen vor Abschluss seiner "Arbeit" noch ein blutiges "X" in den Oberkörper geritzt hat. Daraufhin ist die Serious Crime Group von Thorne mit der SO7, spezialisiert auf organisierte Verbrechen, zusammengelegt worden, um den so genannten "X-Man" zu fassen. Diese Jagd gerät aber allzu bald in den Hintergrund, als Carol Chamberlain, ehemalige Beamte vom Morddezernat und gute Freundin Thornes, Anrufe von einem Unbekannten erhält, der sich brüstet vor 20 Jahren ein Schulmädchen mit Benzin angezündet und lebensgefährlich verletzt zu haben. Dabei kam es zu einer Verwechslung, da das eigentliche Opfer die Tochter des früheren Gangsterbosses Kelly sein sollte. Der Täter Gordon Rooker, der damals die Tat gestanden hatte, widerruft nun seine Aussage und bietet Informationen im Austausch von Polizeischutz an. Von nun an ermittelt Thorne gleich an mehreren Fronten, wobei er stets auch noch sein Privatleben meistern muss, dass nach der Alzheimer-Diagnose seines Vaters und dem Einzug des schwulen Pathologenfreunds Hendricks in seine Wohnung nicht einfacher geworden ist...

    Puh. Alles behalten? Leider ist das nur die Spitze eines völlig überfrachteten Eisbergs von Buch, das alles auf einmal will und irgendwie völlig außer Kontrolle geraten zu sein scheint. Billingham muss wohl im absoluten Schreibwahn gewesen sein, denn anders lässt sich diese Vielfalt an einzelnen Handlungssträngen, die zumeist ins totale Nix führen, nicht erklären. Von der sonst so fesselnden Ermittlungsarbeit, dem ständig packender werdenden Plot, ist nun rein gar nichts zu sehen. Stattdessen wird fleißig mit dem Auto der Großraum London erkundet und in gemütlichen Treffen im Polizeirevier eine neue Richtung der Ermittlungen diskutiert, um dann mit offensichtlichen Provokationen die Bösen aus der Reserve zu locken. Gründliche Zeugenbefragungen, Spurensuche oder forensische Untersuchungen? Fehlanzeige. Thorne stolpert ziellos durch den Plot, bedroht hier und vögelt da, ohne dem Kern des Ganzen (wo immer der auch ist) näher zu kommen.

    Erstaunlich also, dass sich "Blutzeichen" dennoch einigermaßen flüssig lesen lässt, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass Billinghams Humor wenigstens noch zündet. Teilweise jedoch auch sehr doppeldeutig, denn wenn der Autor seinen Helden sich nach einem einfachen Psychopathen sehnen lässt, kann man als Leser nicht anders als zuzustimmen. So ertrinkt letztendlich alles in klischeehaften Ansätzen, in denen Spannung nicht aufkommen kann, da man ja schließlich krampfhaft bemüht ist, in all dem Durcheinander den Überblick zu bewahren. Warum also dieses Buch lesen? Für alle Neueinsteiger stellt sich diese Frage nicht. Diese sollten tatsächlich lieber mit dem ersten Band beginnen. Treue Fans der Serie müssen hier etwas Arbeit leisten, werden aber zumindest insofern belohnt, da Thornes Probleme mit dem leidenden Vater (das hat schon fast wallandrische Züge) sehr eindringlich daherkommen und das Buch zudem mit 412 Seiten auch das bis dato Kürzeste ist.

    Insgesamt bleibt "Blutzeichen" ein mittelmäßiges und unausgegorenes Psychothriller-Krimi-Gemisch ohne klare Linie, das man nach Beendigung der Lektüre auch ganz schnell wieder vergessen hat. Ohne Frage der bisher schlechteste Teil der Reihe.

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    Pythos avatar
    Pytho
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    Alanda_Veravor einem Jahr
    C
    calayshavor 7 Jahren
    mirzas avatar
    mirzavor 8 Jahren
    Claudias-Buecherregals avatar
    Claudias-Buecherregalvor 8 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    J
    JackReachervor 8 Jahren
    S
    Sabrina13582vor 8 Jahren

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