Mark Billingham Das Geständnis des Toten

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Inhaltsangabe zu „Das Geständnis des Toten“ von Mark Billingham

Ein tödlicher Unfall, ein unglaubliches Geheimnis und eine Frau auf der Suche nach der Wahrheit
Als Paul Hopwood die Schüsse hört, ist es bereits zu spät. Das Auto, auf das gefeuert wurde, kommt von der Fahrbahn ab, rast auf ihn zu und tötet ihn. Die Polizei geht davon aus, dass eine Jugendbande auf den Wagen gezielt hatte, der Paul in den Tod riss. Doch Helen kann nicht glauben, dass ihr Mann auf so sinnlose und zufällige Weise ums Leben kam. Ihre Ehe war zwar nicht mehr die glücklichste, aber sie hätte noch eine Chance gehabt, zumal Helen auch noch schwanger ist. Als sie jedoch eine unbekannte Nummer auf Pauls Handy entdeckt, weiß sie bald nicht mehr, wer dieser Mann war, mit dem sie ihr Leben geteilt hat ...
Alles deutet darauf hin, dass es ein tragischer Unfall war. Ein Auto kam von der Fahrbahn ab und raste auf den Gehsteig, dorthin, wo Paul Hopwood unglücklicherweise gerade stand. Eine Jugendbande hatte wahrscheinlich als Mutprobe Schüsse auf den Wagen abgefeuert. Ein zwar nicht alltäglicher Vorfall, aber in jenem Teil Londons leider auch nicht völlig ungewöhnlich. Dass Paul Polizeibeamter gewesen war, dürfte bei seinem Tod keine Rolle gespielt habe, da er offensichtlich nur zum zufälligen Opfer wurde. So denken viele seiner Kollegen. Doch Pauls Frau Helen glaubt nicht an einen Unfall. Vielleicht will sie auch nicht daran glauben. Paul und sie hatten zwar in letzter Zeit ihre Probleme, aber immer hatte sie gehofft, dass sie es noch einmal schaffen würden. Doch nun ist sie Witwe, und alle Hoffnungen auf eine zweite Chance für ihre Ehe sind zerstört - ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Doch schon bald, nachdem sie die ersten Fragen gestellt hat, erkennt sie, dass tatsächlich mehr hinter der Sache steckt. Da sie auch selbst Polizeibeamtin ist, spürt sie, wenn etwas nicht stimmt, und sie weiß auch, wie sie weiter vorgehen muss. Als sie dann aber Telefonnummern von dubiosen Geschäftemachern auf Pauls Handy findet, ist sie verunsichert. Wer war ihr Mann wirklich, und in welche Machenschaften war er verwickelt? War er einer jener korrupten Beamten, die schon längst die Seiten gewechselt hatten? Helen ermittelt weiter und entdeckt mehr, als sie je für möglich gehalten hätte ...

Ein perfekt inszenierter und schockierender Thriller."
The Guardian

"Furchteinflößend, atemlos und spannungsgeladen."
Literary Review

"'Das Geständnis des Toten' ist Mark Billinghams erster Roman außerhalb der Tom-Thorne-Serie. Eine zeitgenössische Tragödie mit Figuren, die so lebendig wirken, als wären sie direkt den Schlagzeilen der aktuellen Tageszeitung entsprungen. Außerdem beschließt er seinen bisher ambitioniertesten und perfektesten Roman mit einer völlig unerwarteten und überraschenden Wendung."
Sunday Telegraph"

Jenseits des üblichen Krimi-Klischees - dennoch verdammt spannend!

— TheSilencer

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    Das Geständnis des Toten

    TheSilencer

    18. August 2016 um 07:26

    Nach sieben "Tom Thorne"-Romanen versucht es Billingham mit einem Krimi ohne seinen Helden - ganz kann er auf ihn allerdings nicht verzichten und verschafft ihm einen Cameo.Helen Weeks und Paul Hopwood erwarten ein Baby. Die Freude darüber ist ein wenig getrübt, denn Paul ist nicht unbedingt der Vater; das Kind kann auch während einer eingestandenen Affäre Helens gezeugt worden sein. So bleiben Spannungen nicht aus.Die Welt dreht sich langsamer, als Paul ein Spiel einer Jugendgang im Straßenverkehr mit seinem Leben bezahlt.Paul war Polizist. Helen ist Polizistin. So bleibt ihr Argwohn nicht aus. Hochschwanger stellt sie eigene Ermittlungen an und stellt irgendwann fest, daß es einige dunkle Flecken auf Pauls Karriere gibt.Billingham schafft es tatsächlich, einen "anderen" Krimi zu schreiben als jene mit "Tom Thorne". Ein wenig in Slow Motion modelliert er Charaktere und Zusammenhänge, die anfänglich zwar verwirrend sind, sich nach und nach aber aufklären - und das alles mit einem geouteten Täter auf den ersten Seiten. Tief dringt er in die Gedankenwelt der Figuren ein und erzeugt Spannung mit verborgenen Geheimnissen jenseits der üblichen Täterhatz.Billingham entschuldigte sich bei seinen Fans bei der Veröffentlichung dieses Buches auf seiner Internetseite dafür, daß er seine Serie um Thorne unterbrochen hat.Für dieses Buch muß sich niemand entschuldigen.PS: Die Auflage wurde unter dem Titel  Die Scherben der Wahrheit veröffentlicht.

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  • Eine Frage des Geschmacks

    Das Geständnis des Toten

    Stefan83

    Es scheint, als sei die Zeit für Mark Billingham als Autor auf dem deutschsprachigen Buchmarkt endgültig abgelaufen. Mit „Tödlicher Verdacht“ ist im April 2012 der vorerst letzte Titel aus der Reihe um den Detective Inspector Tom Thorne übersetzt worden, welcher zudem nicht annähernd die Klasse seiner Vorgänger erreichen konnte. Für Billingham, der er es nie zu größerer Popularität (geschweige denn Verkaufszahlen) hierzulande brachte und auch beim Goldmann Verlag stets nur im Schatten von Ian Rankin verblieb, ein herber Rückschlag. Gut möglich, dass ihm damit in Deutschland ein ähnliches Schicksal wie James Lee Burke droht, der nun schon seit vielen Jahren von der hiesigen Verlagsszene konsequent ignoriert wird. (Aktuelle Informationen lassen aber zumindest hier in naher Zukunft frohe Kunde erwarten) Woran liegt es aber, dass Billingham der Durchbruch versagt blieb, sein Namen nie einen höheren Stellenwert erreichen konnte? Fakt ist: Die komplette Handhabung der Thorne-Serie wurde von Goldmann äußerst stiefmütterlich betrieben. Wenig Werbung, fortdauernd wechselnde Covergestaltung, nichtssagende und austauschbare Titelgebung. Dem Blick auf einen Billingham-Roman folgte dadurch seitens der Kundschaft selten ein zweiter. Eine Tatsache, die ich als Buchhändler in der Abteilung Spannung nur allzu oft beobachten musste. Nun stellt sich für mich die Frage, ob eine Rezension hier überhaupt noch lohnt, sind doch bis auf den oben genannten Titel alle Werke des Autors in der Print-Ausgabe vergriffen. Warum also Werbung für jemanden machen, der davon eh nicht mehr groß profitieren kann? Wahrscheinlich ist es Sturheit meinerseits, da das Werk Mark Billinghams größere Aufmerksamkeit schlichtweg verdient und vielleicht ja auch die kleine Hoffnung besteht, das es für ihn in meiner Heimat doch noch mal einen zweiten Frühling gibt. Dies ist natürlich auch abhängig von der Qualität der Romane, die, wie bereits erwähnt, zuletzt nachgelassen hatte. Bestes Beispiel ist dafür sein erster Stand-Alone-Titel „Das Geständnis des Toten“, welcher in den Rezensionen bisher nicht gut davonkommen gekommen, teilweise sogar äußerst schlecht bewertet worden ist. Während ich bei „Tödlicher Verdacht“ in das Horn der Kritiker mit einstimme, muss ich an dieser Stelle jedoch Gegenposition beziehen. Billinghams ersten Ausflug außerhalb der Thorne-Reihe halte ich für ein rund um gelungenes Wagnis, das sich, für Leser wie Autor gleichermaßen, ausgezahlt hat. Und ein Wagnis ist es, allein schon aufgrund der Wahl der Hauptprotagonistin. Kurz zur Handlung: Die Polizistin Helen Weeks ist hochschwanger und verwitwet, seit ihr Mann Paul, ebenfalls Polizist, bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Eine Jugendbande hatte, offensichtlich als Initiationsritus, auf ein vorbeifahrendes Auto gefeuert, das daraufhin den Kontakt zur Fahrbahn verlor und den dienstfreien Paul mit Vollgas in den Tod riss. Jede Hilfe kommt noch am Unfallort zu spät. Doch Helen ist skeptisch. Sie kann nicht glauben, dass ihr Mann auf so sinnlose und zufällige Weise ums Leben kam. Und auch wenn ihre Ehe schon lange nicht mehr glücklich war, ist sie über die zurückhaltenden und oberflächlichen Ermittlungen der Polizei verärgert. Als die dann auch noch eine unbekannte Nummer aufs Paul Handy entdeckt, entscheidet sie sich dafür, eigene Nachforschungen anzustellen. Doch was sie dann findet, ist zwar aufschlussreich, aber wenig tröstlich. Offensichtlich hatte ihr Mann nicht nur Kontakt zu zwei lokalen Gangster-Größen, sondern war auch tiefer in deren Machenschaften verstrickt. Schon bald stellt sie sich nur noch eine Frage: Wer war eigentlich dieser Mann, mit dem sie ihr Leben geteilt hat? Vorneweg: Wenngleich ich auch die negativen Kritiken zu diesem Buch nicht teile, ahne ich durchaus, wo sie ihren Ursprung haben. „Das Geständnis des Toten“ ist eine ganze andere Art von Kriminalroman, als sie Billingham bisher in seiner Thorne-Reihe lieferte. Und obwohl dieser zwar einen kurzen (und meiner Ansicht nach wenig notwendigen) Cameo-Auftritt hat, kommt der Plot weit düsterer und schrofferer daher. Insofern ist der englische Titel „In the Dark“ auch viel besser gewählt, zumal Billingham, der schon immer einen hohen Wert auf Realismus gelegt hat, diesen hier auf eine neue Stufe hebt. Ob er, wie ihm manche vorwerfen, damit unbedingt einen literarischen Roman abliefern wollte, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist jedenfalls: Mit „Das Geständnis des Toten“ kredenzt der Autor dem Leser ein bisschen mehr als nur die übliche Leiche-Ermittlung-Auflösung-Story, geht er vor allem intensiver auf die Gefühle der einzelnen Charaktere ein. Für deren Entwicklung beweist Billingham wieder ein exzellentes Auge, setzt sie stilistisch hervorragend in Szene, ohne Gefahr zu laufen, die Grenzen von Schwarz und Weiß zu genau zu kennzeichnen. Herausgekommen ist ein nachtschwarzer, äußerst ernster Thriller, der uns tiefe Einblicke in die Drogenszene Nordlondons gewährt und dabei einmal mehr daran erinnert, dass komplexe Situationen im wahren Leben nicht immer ein schönes, versöhnliches Happyend finden. Im Gegenteil: Billingham lässt einige lose Enden zurück. Gerade das wird dem üblichen Thorne-Leser, dem die von Twists-und-Turns gespickte Handlung samt Auflösung sonst immer auf die Spannungsachterbahn geschickt hat, vielleicht bitter aufstoßen. „Das Geständnis des Toten“ lebt mehr vom realistischen Thrill als vom künstlichen Effekt, verzichtet auf unnötige Gageinlagen, beschönigt in seinen Ausführungen nichts. Selbst von der schwangeren Helen wird ein äußerst nachvollziehbares Porträt einer schwangeren Frau gezeichnet, deren wechselnde Stimmungen von Schärfe bis Weinerlickeit mitunter schwer zu ertragen, aber doch an der Wirklichkeit gehalten sind. Ob man dies mag oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Meiner Ansicht nach hat es dem naturalistischen Touch der Story jedenfalls mehr geholfen, als geschadet. „Das Geständnis des Toten“ ist und bleibt am Ende in vielen seiner Elemente Geschmackssache. Da hilft nur probieren, ob es schmeckt.

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