Mark Billingham Der Manipulator

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Inhaltsangabe zu „Der Manipulator“ von Mark Billingham

Er gilt als einer der gefährlichsten Serienkiller Englands. Niemand weiß, wie viele Menschen er tatsächlich umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Seit einigen Jahren sitzt Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet: Er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Inspector Tom Thorne, der ihn einst zu Fall brachte, muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass er zu einem Himmelfahrtskommando antritt, denn Nicklin ist ein Meister der psychologischen Manipulation. Auf einer einsamen walisischen Insel merken Thorne und sein Team schon bald, dass der Killer ein perfides Netzt spinnt, dem keiner entkommen kann ...

Fesselnd und mit einem mega spannend Ende wie ich finde! Man kann der Handlung auch ohne die Vorgängerbände recht gut folgen :)

— Mikki
Mikki

Tolle Atmosphäre, aber leider nicht viel mehr

— melli_2897
melli_2897

Anders als erwartet, aber trotzdem ein guter Thriller.

— Mone80
Mone80

Spannender Thriller mit Schwächen.

— soetom
soetom

Furchtbar langweilige Lektüre, die die Bezeichnung „Thriller“ kaum verdient. :(

— nana_what_else
nana_what_else

Geht so.. Besonders packend ist's nicht.

— SofiaMa
SofiaMa

Tolle Atmosphäre und toller Erzählstil. Hätte aber noch spannender und unheimlicher sein dürfen!

— Luiline
Luiline

Bedrohlich und voller Atmosphäre, hat jedoch leider auch seine Längen. Trotzdem empfehlenswert!

— Seehase1977
Seehase1977

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    Der Manipulator
    melli_2897

    melli_2897

    21. June 2016 um 13:13

    Zu Beginn meiner Rezension: auch ich habe - wie viele andere Rezensenten - zuvor nicht gewusst, dass es sich um einen Titel aus einer zusammenhängenden Buchreihe handelt. Wem das schon mal passiert ist, weiß, wie ärgerlich das ist. Überraschenderweise waren die Kenntnis der vorhergegangenen Fälle nicht unbedingt relevant, um dem Plot von "Der Manipulator" folgen zu können. Dennoch hatte ich das Gefühl in Bezug auf die Charaktereinführung einiges verpasst zu haben. So recht warm konnte ich mit den Figuren nicht werden, was vermutlich daran liegt, dass ich Ihre Vorstellung bzw. Entwicklung über die letzten Bände nicht "miterlebt" habe.   Abgesehen von der dürftigen Charakterentwicklung konnte mich der Schreibstil Billinghams' durchaus überzeugen. Besonders das Rahmenbild der abgelegenen Insel hat mir sehr gut gefallen und schafft eine schaurig-schöne Atmosphäre.   Obwohl ich mir den Plot ein wenig ereignisreicher vorgestellt hatte, hat mich das Buch doch immer dazu motiviert, weiterzulesen. Ich mag Bücher, wie dieses, mit einer düsteren Grundstimmung und einer psychologischen Komponente.   Mein Gesamturteil fällt etwas ambivalent aus, weil ich beim Lesen durchaus unterhalten wurde, mich aber für die Charaktere nicht wirklich begeistern konnte. Allem in allem war das Buch für mich eher mittelmäßig - ich hatte gehofft, dass sich der Plot etwas mehr von den klassischen Thrillern absetzt. Bei Romanen begeistert mich immer das ungewohnte, kleine Etwas, das Bücher zu etwas Einzigartigem macht. Das hat mir hier ein bisschen gefehlt.

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  • Der Manipulator

    Der Manipulator
    wicked_fairy

    wicked_fairy

    10. February 2016 um 09:20

    Als Thriller erwarte ich einen Roman der mich vom 1. Kapitel fesselt, sodass man ihn in einem Stück durchlesen möchte. Zudem sollte das oder die Motive des Killers sich in einem schönen Spannungsbogen aufbauen. Was ich nicht erwarte sind einzelne aus dem Zusammenhang gerissene Episoden der einzelnen Darsteller. Der Rückentext erlaubt einen kleinen Ausblick auf die nächsten 444 Seiten. Der Manipulator ist nicht der erste Fall für Tom Thorne und das ärgert mich immer noch ein bisschen. Wir haben also hier einen neuen Fall aus einer schon lang bestehenden Reihe. Ganz ehrlich, hier zeigt es sich wieder ein bisschen, das man nicht immer auf den tollen Klappentext hören sollte, sondern auch mal schnell schauen, was das Netz so sagt. Ich denke, hätte ich das vielleicht vorher zurate gezogen, hätte ich mich dagegen entschieden. Weil Figuren von Reihen machen eine Entwicklung durch, die nicht immer gut nachzuvollziehen sind, wenn man mittendrin anfängt und das schreckt mich ab, auch wenn der Fall an sich abgeschlossen ist. Aber nun gut fangen wir an: der Prolog war spannend, ein Mann, der entführt wird, weggesperrt und dann gequält, verspricht spannend zu werden und ich dachte, das Buch wird mich mitreißen. Da hatte ich mich aber zu früh gefreut, ich wurde mit dem nächsten Kapiteln in die Polizeiarbeit geworfen und es zog sich dahin. Bis wir endlich auf dieser Insel sind, haben wir schon zweihundert Seiten gelesen und so richtig baute sich weder Spannung noch Hintergrundwissen auf und ich hatte immer das Gefühl, was verpasst zu haben. Der Leser wird einfach in die Begebenheiten hineingeworfen und muss sich zurecht finden. Ich habe mich am Anfang wie ein nicht dazugehöriger gefühlt, der nicht wissen darf, was die anderen wissen. Außerdem wurde ich mit keiner Figur richtig warm, was mich richtig enttäuscht hatte. Genau das ist mein Manko, hier „Tom Thorne“, für mich wirkte er müde, verbittert und sehr eindimensional. Es kann natürlich sein, das ich diesen Charakter unrecht tue, aber ich kenne noch keine anderen Fälle von ihm und hier glänzt er nicht wirklich, vielleicht hat er gerade ein Tief in seinem Leben erreicht, aber richtig viel gibt der Autor nicht von ihm preis. Es ist ja auch immer schwer bei Reihen, erzählt man zu viel, was davor war, sind die Stammleser genervt, erzählt man zu wenig, kommen die neuen Leser nicht richtig rein. Die richtige Mischung zu finden ist nun mal sehr schwer und für mich ist sie hier nicht so gelungen, was ich aber den Autor nicht ankreiden möchte. So richtig Atmosphäre und der Zwang zum Lesen kam erst auf dieser Insel auf, man ahnte ja schon die ganze Zeit, dass etwas passieren muss und man wartete, und fieberte darauf. Genau hier merkte man auch, was man an Mark Billingham so hervorhebt und schätzt, denn er spielt mit dem Leser Katz’ und Maus. Obwohl die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, bleibt für den Leser vieles im Dunklen und die Gefahr kann nicht richtig gegriffen werden. Dazu kommt dann auch noch Stuart Nicklin, der mit seinen Verhalten die Nerven dünn werden lässt und so richtig den Psychopaten raushängen lässt. Hier wird es dann düster, der Wind kommt auf und die See wird rauer, es wird spannend und endet mit einem Paukenschlag. Was für ein Ende, oder sollte es ein Cliffhanger sein! Obwohl ich vieles zu bemängel habe, konnte ich es am Ende nicht wirklich aus den Händen legen. Ein Thriller der ruhigen Art, der mit dem Leser spielt, ihn in dunkle Ecken treibt und trotzdem immer wieder umkehren lässt, um von vorne zu ermitteln. Hier geht es nicht rasant und actionreich zur Sache, sondern still und böse. Die Inselatmosphäre hat hier richtig gut gewirkt und perfekt zum Plot gepasst und diese Abgeschiedenheit war wirklich spürbar, diese Panik, wer könnte auf dieser Insel ein falsches Spiel spielen war schon ein cleverer Zug. Insgesamt vergebe ich verdiente 3 von 5 Sternen.

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  • [Rezension] Der Manipulator

    Der Manipulator
    Mone80

    Mone80

    13. January 2016 um 10:16

    "Willst Du zuerst die gute oder die schlechte Nachricht hören?" (Seite 15) Das wurde DI Tom Thorne damals gefragt. Die gute Nachricht, er durfte wieder bei der Mordkommission arbeiten. Doch es gibt eine Bedingung. Der schlimmste Serienkiller aller Zeiten. Dieser hatte der Polizei einen Deal vorgeschlagen. Er führt sie zu den Stätten einer Leiche und Tom Thorne soll dabei sein. Ein Serienkiller der es versteht sein Umfeld zu manipulieren. Warum nach 10 Jahren? Was hat er vor? Fragen die mich von Anfang an beschäftigt haben. Was ist mit dem Pärchen aus dem Prolog, wer ist das Opfer? Wie gehört alles zusammen? Nichts erscheint auf den ersten Blick zusammenhängend, nichts logisch. Mark Billingham hat es wieder einmal geschafft mich von Anfang an in den Bann zu ziehen. Der Handlungsort ist eine kleine Insel vor der Küste von Wales. Kein Strom, kein Telefon, kein Handyempfang. Abgeschieden und nicht immer erreichbar, denn wenn das Wetter nicht mitspielt, kann das einzige Boot, welches es gibt nicht fahren. Die Insel hat eine Geschichte und ist nahezu unbewohnt. Ab und an gibt es Touristen, nur eine junge Familie wohnt dauerhaft auf dieser Insel und kümmert sich um alles. Ort und der recht unscheinbare Böse gaben mir ein recht mulmiges Gefühl und teilweise auch Gänsehaut. Es ist schwer zu beschreiben, denn die Spannung liegt nicht im reißerischen Schreibstil und möglichst viele Opfer. Es waren die vielen Fragen, die mich vorantrieben und mich immer tiefer in das Buch zogen. Wer hier einen blutigen Thriller erwartet, den muss ich enttäuschen. Blut gibt es zwar, aber das ist eher wenig. Hier steht die Manipulation im Vordergrund. Wie es ein Mensch schafft, einen Plan zu entwickeln und andere Menschen in seinen Bann zieht. Das Ende ist teilweise überraschend, teilweise etwas vorhersehbar und wie ich finde, wieder etwas zu schnell kommend. "Die schlechte Nachricht - das war Stuart Nicklin." (Seiten 23)

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  • spannungsgeladener Psychothriller

    Der Manipulator
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    12. January 2016 um 15:07

    Der Serienkiller Nicklin willigt nach Jahren hinter Gittern endlich ein, der Polizei das Versteck eine seiner Leichen zu zeigen. Allerdings hat er dabei eine Bedingung: Er will, dass Detective Thorne den Trupp begleitet. Widerwillig stimmt Thorne dem Deal zu, doch schon bald beschleicht ihn das Gefühl, einen riesen Fehler gemacht zu haben. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das gute Gefühl, dass mich die Geschichte packen wird, und ich sollte Recht behalten. Trotzdem kam ich mir manchmal ein bisschen vor, wie mitten in eine schon angefangene Geschichte geschmissen. Wie sich später, beim Lesen einiger Rezensionen, herausgestellt hat, gab es schon vorher Bücher mit Detective Thorne und zwar nicht zu wenig. In einem davon hat er Nicklin hinter Gitter gebracht, was erklären würde, warum ich mich beim Lesen teilweise gefühlt habe, als würden mir Informationen fehlen. Trotz alle dem habe ich mich gut zurecht gefunden, hätte es nur begrüßt, wenn von Anfang an klar ersichtlich gewesen wäre, dass es sich um eine Ermittler-Reihe handelt. Dann hätte ich eventuell den Band, in dem es das erste Mal um Nicklin geht, vorher lesen können. Die Geschichte selber hat mir richtig gut gefallen. Es ließ sich leicht lesen und war durchweg spannungsgeladen. Nicklin ist einem sofort unheimlich und ständig hatte ich Magengrummeln, wenn es um ihn ging. Obwohl man weiß, dass er irgendetwas im Schilde führt, hat mich sein Plan ziemlich überrascht. Einzig mit Thorne konnte ich nicht so richtig warm werden, da er mir eher wie ein rentereifer, griesgrämiger alter Mann vorgekommen ist. Seine wenigen Telefonate mit Helen, oder seine Interaktion mit Kolleginnen machten ihn dann auch nicht sympathischer, eher im Gegenteil. Außerdem hätte ich mir gewünscht, noch ein bisschen mehr über Helen und ihren Sohn zu erfahren, besonders zum Ende hin. Neben der Suche nach der Leiche gibt es noch Kapitel, in denen von einem entführten Mann die Rede ist. Bis zum Schluss tappte man mit seinen Vermutungen, was das Ganze mit dem Rest des Buches zu tun haben könnte, im Dunkeln. Mark Billingham hat einen klasse Thriller geschaffen, der vor allem durch den grausamen Psychopathen Nicklin so geglänzt hat.

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  • Hätte richtig gut sein können, wenn nicht...

    Der Manipulator
    soetom

    soetom

    14. September 2015 um 15:41

    Den Klappentext muss ich vermutlich nicht wiederholen,  und mehr zu schreiben bringt Spoiler-Gefahr. Darum beschränke ich mich auf das Lese-Erlebnis.  Nach etwa 70 Seiten war ich drauf und dran, das Buch weg zu legen. Das lag zum einen daran, dass ich keine der auftretenden Figuren plausibel fand. Der Kommissar soll wohl ein besonders guter Ermittler sein, läuft aber blind ins offene Messer, alle anderen Polizisten sind scheinbar ohnehin zu unbedarft es mit einem wirklich gefährlichen Verbrecher aufzunehmen - was ich auch nicht wirklich realistisch finde, zumal "der Manipulator", ein bereits verurteilter Serienmörder, für mich irgendwie auch nicht so richtig plastisch und glaubwürdig wurde. Obwohl Billingham sich da noch die meiste Mühe gibt, einen plausiblen Hintergrund zu kreieren. Alle anderen Figuren bleiben für mich blass und holzschnittartig. Es mag daran liegen, dass das Buch das aktuelle einer langen Reihe mit dem selben Kommissar ist. Vielleicht wirkt es anders, wenn man den Anfang auch gelesen hat. Das zweite ist, dass ich das Buch - besonders am Anfang und besonders bei der Charakter-Beschreibung - oft sprachlich sehr schwach fand. Ein Beispiel, mit dem Kommissar charakterisiert werden soll: "Um sich zu entspannen, rief er sich etwas in Erinnerung. Ein lebendiges, wunderbares Bild entstand vor seinem geistigen Auge, das die Verspannung in seinem Nacken und den Schultern sofort löste. [...] Er erinnerte sich [...] an einen überraschten Blick auf einem zerstörten Gesicht. Dieser in seiner ganzen Perfektion eingefrorene Moment, kurz nachdem er Nicklin [das ist der Serienkiller] den Gewehrkolben in den Mund gerammt hatte. Zersplitterte Zähne sich durchs Zahnfleisch bohrten. Volle Lippen, die aufgesprungen waren wie faules Obst..." Was will mir der Autor damit über seine Figur sagen? Dass er ein sadistischer, brutaler Schläger ist? Aber so wird er im restlichen Buch nicht dargestellt. Oder denkt er sich nur: Blut verkauft sich gut, also schreib ich mal was." So kam es mir zumindest vor und das hebt nicht gerade mein Lesevergnügen. Trotzdem habe ich bis zur letzten Seite gelesen. Denn je weiter man im Text voran kommt, umso mehr drängt sich die - wortwörtlich - ausweglose Situation auf einer abgeschnittenen Insel ohne Helikopter- oder Schiffsanbindung zum Festland in den Vordergrund. Die Atmosphäre ist nicht greifbar, auch weil sie eher zwischen den Zeilen entsteht als dass sie durch bestimmte Formulierungen erzeugt würde. Mir hat die Atmosphäre über die anderen Schwächen hinweg geholfen.  Am Ende steht ein so unerwartet unbefriedigendes, offenes Ende, dass es mich schließlich mit den eingangs beschriebenen Unzulänglichkeiten versöhnt hat. Es war spannend und ich wollte am Ende unbedingt wissen, wie es ausgeht. Aber noch mal lesen werde ich das Buch vermutlich nicht.

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  • Konnte mich nicht ganz überzeugen ...

    Der Manipulator
    SharonBaker

    SharonBaker

    12. September 2015 um 09:09

    Der Serienkiller Stuart Nicklin möchte der Polizei helfen, und verraten, wo er eine Leiche seiner unzähligen Opfer begraben hatte, aber unter einer Bedingung! Er möchte, dass das Unternehmen von dem Polizisten geleitet wird, der ihn damals hinter Gitter gebracht hat, Detective Tom Thorne. Dieser ist von dem Ganzen Unternehmen wenig begeistert und würde am liebsten gar nicht zusagen, allerdings steckt er beruflich so fest, dass er keine Wahl hat. Thorne weiß außerdem, das man Nicklin keinen Zentimeter trauen darf und das er einen meisterlich psychologisch ausspielen kann. Der Ausgrabungsort ist dann auch noch eine abgelegene Insel und Thorne ahnt Schlimmes. Wird sich sein Bauchgefühl bewahrheiten? Was hat Stuart Nicklin wirklich vor? Werden sie dort wirklich eine Leiche finden? Und kommen alle heil wieder von dieser Insel runter? Der Manipulator ist nicht der erste Fall für Tom Thorne, sondern der 12te und das, ich das nicht vorher gewusst hatte, ärgert mich immer noch ein bisschen. Wir haben also hier einen neuen Fall aus einer schon lang bestehenden Reihe. Schade finde ich es allerdings, das es die alten Fälle schon gar nicht mehr zu kaufen gibt, und da stellte sich mir unterschwellig die Frage, warum? Dieser Autor soll doch brillant sein, in England ein Bestseller, warum dann nicht hier? Ganz ehrlich, hier zeigt es sich wieder ein bisschen, das man nicht immer auf den tollen Klappentext hören sollte, sondern auch mal schnell schauen, was das Netz so sagt. Ich denke, hätte ich das vielleicht vorher zurate gezogen, hätte ich mich dagegen entschieden. Weil, ganz einfach, Figuren von Reihen machen eine Entwicklung durch, die nicht immer gut nachzuvollziehen sind, wenn man mittendrin anfängt und das schreckt mich persönlich ab, auch wenn der Fall an sich abgeschlossen ist. Aber nun gut fangen wir an, der Prolog war spannend, ein Mann, der entführt wird, weggesperrt und dann gequält, verspricht spannend zu werden und ich dachte, das Buch wird mich mitreißen. Da hatte ich mich aber zu früh gefreut, ich wurde mit dem nächsten Kapiteln in die Polizeiarbeit geworfen und es zog sich dahin. Bis wir endlich auf dieser Insel sind, haben wir schon zweihundert Seiten gelesen und so richtig baute sich weder Spannung noch Hintergrundwissen auf und ich hatte immer das Gefühl, was verpasst zu haben. Gab es einen Band, wo er ihn verhaftet hatte, oder nicht, dieses Unwissen macht einen als Neuling echt kirre. (Übrigens es gibt einen Band der 2te) Wir werden einfach in die Begebenheiten hineingeworfen und müssen uns zurecht finden, ich habe mich am Anfang wie ein nicht dazugehöriger gefühlt, der nicht wissen darf, was die anderen wissen. Außerdem wurde ich mit keiner Figur richtig warm, was mich richtig enttäuscht hatte. Genau das ist mein Manko hier, viele Stimmen erreichten mich, vor Lesen des Buches, mit „Oh Tom Thorne“, ich kann mich da leider nicht anschließen, für mich wirkte er müde, verbittert und sehr eindimensional. Es kann natürlich sein, das ich diesen Charakter unrecht tue, aber ich kenne noch keine anderen Fälle von ihm und hier glänzt er nicht wirklich, vielleicht hat er gerade ein Lebenstief, aber richtig viel gibt der Autor nicht von ihm preis. Es ist ja auch immer schwer bei Reihen, erzählt man zu viel, was davor war, sind die Stammleser genervt, erzählt man zu wenig, kommen die neuen Leser nicht richtig rein. Die richtige Mischung zu finden ist nun mal sehr schwer und für mich ist sie hier nicht so gelungen, was ich aber den Autor nicht ankreiden möchte. So richtig Atmosphäre und Lesesog kam erst auf dieser Insel auf, man ahnte ja schon die ganze Zeit, dass etwas passieren muss und man wartete, und fieberte darauf. Genau hier merkte man auch, was man an Mark Billingham so hervorhebt und schätzt, denn er spielt mit uns Katz und Maus. Obwohl die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, bleibt für uns vieles im Dunklen und wir können die Gefahr nicht richtig greifen. Dazu kommt dann auch noch Stuart Nicklin, der mit seinen Verhalten die Nerven dünn werden lässt und so richtig den Psychopaten raushängt. Hier wird es dann düster, der Wind kommt auf und die See wird rauer, es wird spannend und endet mit einem Paukenschlag. Ich wollte diesen Autor wirklich vieles verzeihen, aber das ging für mich nun doch nicht. Was für ein Ende, oder sollte es ein Cliffhanger sein! Obwohl ich vieles bemängel, konnte ich es am Ende nicht wirklich aus den Händen legen. Ein Thriller der ruhigen Art, der mit uns spielt, uns in dunkle Ecken treibt und trotzdem immer wieder umkehren lässt, um von vorne zu ermitteln. Hier geht es nicht rasant und actionreich zur Sache, sondern still und böse. Die Inselatmosphäre hat hier richtig gut gewirkt und perfekt zum Plot gepasst und diese Abgeschiedenheit war wirklich spürbar, diese Panik, wer könnte auf dieser Insel ein falsches Spiel spielen war schon ein cleverer Zug. Ihr seht, so ganz kalt hat es mich nicht gelassen, aber auch nicht ganz überzeugt. Ich denke für alle Mark Billingham Fans ein Muss und für Neuleser wie mich, vielleicht nicht das beste Werk um einzusteigen. 

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  • Nicht so gut, wie erhofft..

    Der Manipulator
    SofiaMa

    SofiaMa

    04. September 2015 um 18:02

    Das Cover passt meiner Meinung nach recht gut zum Inhalt: Düstere Atmosphäre, wirkt alles sehr bedrohlich und verlassen. Perfekt. Den deutschen Titel finde ich auch ausnahmsweise mal besser als den Originaltitel, da dieser doch schon ziemlich viel verrät. Wobei unserer ja nicht sonderlich einfallsreich ist. Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang. Ja, der Klappentext klingt doch wirklich vielversprechend oder? Deshalb habe ich mich auch richtig auf das Buch gefreut. Endlich mal wieder ein vernünftiger Thriller ganz nach meinem Geschmack! Dachte ich.. Bereits der Einstieg in das Buch gestaltet sich als recht schwierig, vor allem, da ich so meine Probleme mit dem Schreibstil des Autors hatte. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kam ich nicht so in das Buch rein und musste mehrere Passagen mehrmals lesen, bis ich den Inhalt dann endlich mal erfasst habe. Allerdings gewöhnt man sich nach etwa 100 Seiten daran und dann wird das Lesen auch einfacher. Trotzdem habe ich - gerade bei den vielen guten Kritiken von den ebenfalls guten Autoren und renommierten Zeitungen - etwas anderes erwartet, aber das zeigt ja mal wieder, dass man sich auf die Kritiken von öffentlichen Personen nicht so sehr verlassen kann. Jedenfalls war ich bereits in diesem Punkt etwas enttäuscht, denn auch hinterher, wenn man sich daran gewöhnt hat, ist der Schreibstil nicht sonderlich herausragend. Des Weiteren erwartet man wegen des wirklich tollen Klappentextes ja auch eine richtig spannende Geschichte, die einem guten Psychothriller bzw. Thriller gleichkommt. Die Atmosphäre hat diesbezüglich nicht nur auf dem Cover gestimmt; auch die Insel, auf der das Ganze stattfindet, wirkt sehr dunkel und geheimnisvoll, noch dazu kommt, dass man dort wegen des fehlenden Handyempfangs keinen oder nur kaum Kontakt zur Außenwelt hat, was alles ja noch einmal eine Spur gruseliger macht. Dadurch sitzt einem die Bedrohung immerzu im Nacken, da man auch weiß, dass Nicklin sehr gefährlich und vor allem auch gerissen ist, und die Guten im Notfall keine Verstärkung rufen können. Wirklich Spannung in dem Sinne kommt allerdings nicht auf. "Wir denken zwar, wir können es kontrollieren, wir stehen mir unserer Technik über allem, aber im Grunde haben wir nur die einfachsten Dinge im Griff." (S. 391 - Nicklin zu Thorne)  Vieles ist ziemlich vorhersehbar und oft kam es mir so vor, als hätten die da alle ein Brett vor dem Kopf oder ich bin einfach ein viel besserer Ermittler als die Polizisten im Buch, da man auf Vieles einfach schon 100 Seiten vor den Figuren kommt. Daraus kann selbstverständlich keine Spannung entstehen. Die Figuren an sich sind ebenfalls nichts Besonderes. Über Thorne erfährt man einiges von seiner Vergangenheit, allerdings sind die Details den Vorgängerbänden vorenthalten, die jedoch nicht wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte. Thorne wirkt auf den Leser jedenfalls wie jeder andere 08/15 Ermittler, der gerne Country-Musik hört, auch, und man kann keine Beziehung zu ihm aufbauen. Stuart Nicklin, der Psychopath, ist der einzige, der mir in diesem Buch wirklich gefallen hat. Die Figur ist, im Gegensatz zu allen anderen, sehr interessant und bringt ein wenig  Schwung in das Ganze. Aber eben nur ein wenig.. Naja, auch wenn während der ganzen Geschichte nicht wirklich etwas passiert und es einem so vorkommt, als fiele dem Autor nichts Gutes mehr ein, hofft man als Leser natürlich, dass zumindest das Ende dann herausragend wird und den ganzen Rest dann wieder wettmacht, erst recht, wenn der Klappentext so vielversprechend ist. So hofft man auch hier, dass das Manipulierende, von dem man aufgrund des Titels ausgeht, und der Psychothriller sich irgendwann doch erfüllt, allerdings wird man auch hier enttäuscht. Selbst das Ende ist sehr vorhersehbar und haut einen jetzt nicht unbedingt so vom Hocker. Durchschnitt. Mehr ist das Buch nicht. Durchschnittliche Figuren, kaum Spannung und alles sehr vorhersehbar. Das ist alles ziemlich enttäuschend, da der Klappentext so viel versprochen hat. 2,5/5 Lesehasen.

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  • Der Manipulator von Mark Billingham

    Der Manipulator
    nana_what_else

    nana_what_else

    31. August 2015 um 11:52

    „Obwohl sie sich immer noch in England befanden, hatten die kleinen Städte und Orte, durch die sie fuhren, eindeutig keltisch klingende Namen: Gronwen, Gobowen, Morda. „Bist du sicher, dass wir nicht gerade einen Umweg über Mittelerde machen?“, meinte Holland und wies auf ein Straßenschild. (aus: Der Manipulator von Mark Billingham, Seite 79. Bild- und Textrechte: Heyne) Der Klappentext: Niemand weiß, wie viele Menschen er umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Jetzt sitzt der Serienkiller Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet: Er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Tom Thorne muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass Nicklin ein Meister der psychologischen Manipulation ist. Auf einer einsamen walisischen Insel beginnt der Killer ein perfides Netz zu spinnen, dem keiner entkommen kann … Idee: Gut und Böse auf einer Insel. Ein Deal, der an Bedingungen geknüpft ist, auf die sich die Polizei keinen Reim machen kann. Opfer, die seit Jahrzehnten verschwunden sind. Eigentlich der Stoff, aus dem gute Thriller gemacht sind. Die Zutaten sind alle da, doch dieses Gericht wurde versalzen. Und zwar ordentlich. Umsetzung: Gelungen empfand ich die Beschreibung der unheimlich-spirituellen Atmosphäre auf der verlassenen Insel Bardsey, auf die Nicklin die Polizisten auf der Suche nach den Gräbern seiner Opfer führt. Der Rest? Leider nur wenig prickelnd. Wirkt die Idee, einen psychopathischen Killer und den Cop, der ihn eingebuchtet hat, gemeinsam auf eine kleine Insel im Nirgendwo zu verfrachten und dort ein Katz-und-Maus-Spiel zu veranstalten noch äußerst vielversprechend, so hat die Umsetzung leider wenig Grund zur Freude gegeben. Flache und vollkommen widersprüchliche Charaktere, eine vorhersehbare und nur bedingt authentisch wirkende Handlung (wenn gute Polizeiarbeit so aussieht, na dann, Prost Mahlzeit!) und viel zu wenige Spannungsmomente haben diesen Thriller, der durchaus Potenzial gehabt hätte, zu einem faden und sehr unbefriedigenden Leseerlebnis werden lassen. Den Meister der psychologischen Manipulation sucht man in diesem Buch bis zum Ende vergebens. Ein weiterer großer Minuspunkt: Ich weiß leider nicht genau, was da im Lektorat und Korrektorat schiefging, aber wenn Grammatik- und Rechtschreibfehler beschließen, nicht länger Einzelgänger sein zu wollen und dann in Rudeln auftreten, dann stört das den Lesefluss und macht genussvolles Lesen ab einem gewissen Punkt unmöglich. Ich habe selten ein Buch gelesen, das derart gespickt war mit Fehlern. Neben den vielen Grammatik- und Rechtschreibfehlern kam es auch zum Vertauschen von Namen. Der/die aufmerksame LeserIn stolpert zudem über mehrere Logikfehler, die in meinem Fall der Freude an der Lektüre dann wirklich den Garaus machten. Unglaublich. Schade. Gestaltung: Der Gestaltung kann ich durchaus einiges abgewinnen. Die Umschlagillustration ist schlicht, aber passend und meiner Meinung nach wirklich gelungen. Das Cover spiegelt die düstere Atmosphäre, die auf der Insel herrscht. Zudem fühlt sich das Buch angenehm samtig an, während die Letter des Titels sich glatt und glänzend vom Hintergrund abheben. Fazit: Furchtbar langweilige Lektüre, die die Bezeichnung „Thriller“ kaum verdient. Tatsächlich schauderhaft an dem Buch waren nur die unzähligen Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehler. Mein erster Thriller von Mark Billingham war ein absoluter Flop, der mich leider auf ganzer Strecke enttäuschte. Ich vergebe 1,5 von 5 Sternen für Der Manipulator von Mark Billingham und kann dieses Mal leider keine Leseempfehlung aussprechen. Der Manipulator von Mark Billingham | Originaltitel: The Bones Beneath | Übersetzung: Irene Eisenhut | Heyne, 2015 | Klappenbroschur, 464 Seiten | ISBN: 978-3-453-43832-3

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  • Rezension zu Der Manipulator

    Der Manipulator
    smilee_lady1988

    smilee_lady1988

    05. August 2015 um 20:09

    Um was geht es? Kurz gesagt: Der Serienkiller Stuart Nicklin erklärt sich dazu bereit, die Polizei an einen Tatort von einem seiner Opfer zu führen - einzige Bedingung: Detective Inspector Tom Thorne muss die Expedition leiten. Und der ist alles andere als begeistert. Er weiss zu was Nicklin fähig ist und die Aussicht, mit ihm auf einer einsamen Insel zu sein, zusammen mit seinem Team, stört ihn gewaltigt. Denn Nicklin ist ein Manipulator, wie er im Buche steht... und er spinnt langsam sein perfides Netz... -------------------------------- Der Schreibstil von Mark Billingham hat mir sehr gut gefallen! Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, was der Geschichte einen gewissen Fluss verleiht. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Atmosphäre. Mark Billingham hat die Insel und alles rundherum sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und das fand ich wirklich klasse. Leider fand ich, dass der Thrilleranteil etwas zu Kurz gekommen ist. Die Mehrheit der Geschichte war ein etwas besserer Krimi und auch die Psychospielchen von Nicklin waren leider nicht so, wie es der Klappentext verspricht. Es gibt die ein oder andere Szene, die einen zum Grübeln bringt, was denn nun dahinter steckt, aber es ist eben mehr in Richtung Krimi. Auf den letzten ca. 50-100 Seiten kommt dann der Thrill-Faktor mehr zur Geltung und die Geschichte geht in den Showdown. Und genau dieser hat mich schlussendlich enttäuscht. Ich habe mir mehr Manipulation, mehr in Richtung Psycho versprochen, da Nicklin immer wieder so dargestellt wird, als würde er alle um sich herum an der Nase herumführen. Von Nicklin selbst konnte ich mir nicht so ein gutes Bild machen. Man erfährt zwar einiges von ihm, auch von seiner Vergangenheit, aber irgendwie war er mir zu unnahbar. Ich konnte ihn nicht greifen, nicht einordnen. Thorne ist auch so ein Charakter, auch wenn ich ihn ein Wenig besser greifen konnte, als Nicklin. Auf jeden Fall ein Charakter mit Potential, der sehr loyal ist und dem Freundschaft sehr wichtig ist. Er besitzt eine Stärke, die man einigen Männern wünschen würde. Aber er hat auch einige Schwächen, die er vor den anderen zu verheimlichen versucht - das macht ihn sehr sympatisch. Die Nebencharaktere fand ich soweit okay. Sie besitzen nicht so viel Tiefe, aber für mich vollkommen in Ordnung in diesem Fall - es hat gepasst. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Es vermittelt etwas Düsteres und spiegelt die Stimmung auf der Insel wieder. Für mich leider zu wenig Thriller in einem Buch, dass sehr atmosphärisch geschrieben ist. Auch die Manipulation ist mir zu wenig herangetragen worden und allein der Titel verspricht genau das: Ein manipulativer Serienmörder. Ein Versprechen, dass nicht eingehalten wurde. Daher bekommt das Buch von mir gute 3 Sterne.

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  • Atmosphärisch und gut erzählt

    Der Manipulator
    Luiline

    Luiline

    30. July 2015 um 14:05

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Thriller "Der Manipulator" von Mark Billingham. Das Buch ist wohl der zwölfte Band des Autors, in dem es rund um den Ermittler Tom Thorne geht. Ich habe bisher noch kein Buch des Autors gelesen und man konnte das Buch auch problemlos als Einzelband lesen. Es wurden aber wohl nicht alle der zwölf Bände auf deutsch übersetzt und veröffentlicht. Für Leser, die diese Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen wollen, ist dies bestimmt schade und ärgerlich! Ma-ni-pu-la-ti-on, die Undurchschaubares, geschicktes Vorgehen, mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft, etwas Begehrtes gewinnt. Kurzinformationen: Verlag: Heyne / Seitenzahl: 464 / Erscheinungsjahr: Juli 2015 / Originalausgabe: "The Bones Beneath" 2014 / Übersetzung: Irene Eisenhut / ISBN: 978-3-453-43832-3 / Preis: 12,99 € Zum Inhalt: Er gilt als einer der gefährlichsten Serienkiller Englands. Niemand weiß, wie viele Menschen er tatsächlich umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Seit einigen Jahren sitzt Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet: Er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Inspector Tom Thorne, der ihn einst zu Fall brachte, muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass er zu einem Himmelfahrtskommando antritt, denn Nicklin ist ein Meister der psychologischen Manipulation. Auf einer einsamen walisischen Insel merken Thorne und sein Team schon bald, dass der Killer ein perfides Netzt spinnt, dem keiner entkommen kann ... Meine Meinung: Am Anfang hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Man wird ziemlich in die Geschichte hineingeworfen und erst nach und nach erschließen sich die Zusammenhänge. Außerdem beginnt das Buch mit einer Szene, wo ein Mann scheinbar entführt wird und in einem Keller gefangen gehalten wird. Im Laufe der Geschichte gibt es immer mal wieder kurze Abschnitte, in denen dieser Mann auftaucht. Erst zum Ende hin löst sich dann auf, was es damit auf sich hat. Man erfährt nicht sehr viel über den Ermittler Tom Thorne. Ein paar Sachen aus seiner Vergangenheit werden erwähnt, sein Leben steht aber nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Ich denke in den vorherigen Bänden hat man mehr über ihn erfahren, aber da ich diese ja nicht gelesen habe kann ich das nicht beurteilen. Trotzdem fand ich es gut, dass der Ermittler nicht zu sehr im Mittelpunkt stand, denn in anderen Thrillern hat mich dies oft gestört. Der Erzählstil des Autors gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es gibt drei Handlungsstränge: Einmal der entführte Mann, über den man eher weniger erfährt, dann die Handlung in der Gegenwart und noch eine Handlung aus der Vergangenheit. Man erfährt aus der Vergangenheit, wie sich der Mord damals auf der Insel zugetragen hat und man bekommt einen guten Einblick in die Denkweise des Mörders Nicklin. Die Darstellung von Nicklin ist dem Autor sehr gut gelungen. Ich fand ihn wirklich unheimlich und zusammen mit dem Schauplatz auf der walisischen Insel hat der Autor eine düstere Atmosphäre geschaffen. Ich persönlich hätte mir aber noch mehr Spannung erhofft. Das Buch war zwar an keiner Stelle langweilig, hatte aber doch die ein oder andere Länge. Erst auf den letzten 40 Seiten überschlagen sich die Ereignisse. Der Klappentext verspricht eigentlich recht viel, aber meine Erwartungen wurden in der Hinsicht nicht ganz erfüllt. Fazit: Tolle Atmosphäre und Erzählweise, die noch spannender und unheimlicher hätte sein dürfen.Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich kann es durchaus empfehlen für alle die gerne Thriller lesen. Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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  • Spannender Thriller - trotz gewisser Längen

    Der Manipulator
    AnnaChi

    AnnaChi

    26. July 2015 um 21:32

    Einer der gefährlichsten Massenmörder Großbritanniens fährt mit einer Gruppe, bestehend aus Gefängniswärtern, einem Mitgefangenen, Polizisten und Gerichtsmedizinern auf eine kleine Insel, um sie dort zu den Gebeinen eines von ihm vor langer Zeit ermordeten Jungen zu führen. Von Anfang an ist klar, dass er der "Manipulator" ist, der sich darauf versteht trotz aller Abscheu, die andere Menschen vor ihm empfinden, sie für sich auf subtile Weise zu instrumentalisieren. Besonders brisant ist seine Beziehung zu Detective Tom Thorne, der dereinst für seine Inhaftierung gesorgt hat und auf dessen Begleitung er bestanden hat. Die Bedrohung hängt über der gesamten Handlung wie eine dunkle Wolke, verstärkt durch die Düsternis und Abgeschiedenheit der Insel ... der Leser wartet förmlich darauf, dass ein Unheil geschieht. In den ersten beiden Dritteln des Buches braucht er dafür aber gelegentlich einen langen Atem, während im letzten Teil die Handlung förmlich explodiert ... Die walisische Insel Bardsey, auf der der Thriller spielt, gibt es übrigens wirklich - und am Ende des Buches macht Billingham ein wenig Werbung für sie, was ich sehr charmant fand.

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  • Der Manipulator

    Der Manipulator
    Seehase1977

    Seehase1977

    Klappentext: Niemand weiß, wie viele Menschen er umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Jetzt sitzt der Serienkiller Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet: er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Tom Thorne muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass Nicklin ein Meister der psychologischen Manipulation ist. Auf einer einsamen walisischen Insel beginnt der Killer, ein perfides Netz zu spinnen, dem keiner entkommen kann… Zum Inhalt: Detective Tom Thorne hätte mit allem gerechnet nur nicht mit dem, was sein Vorgesetzter ihm mit dem altbekannten Satz „Willst Du zuerst die gute oder die schlechte Nachricht hören“, mitteilte. Die gute Nachricht: seine Degradierung zum Straßenpolizisten wird aufgehoben, die schlechte: damit dies passiert muss er den Serienkiller und Psychopaten Stuart Nicklin auf eine abgeschiedene und kaum besiedelte walisische Insel begleiten, dort will der verurteilte Mörder Thorne und sein Team zu den sterblichen Überresten eines Jungen führen, den er vor über 25 Jahren auf der Insel ermordet und vergraben hat.  Zur gleichen Zeit wird ein Mann in seiner Wohnung überfallen und entführt. Es gibt keine Lösegeldforderungen oder ähnliches und der Mann muss schreckliche Schmerzen erleiden. Auf der Insel beginnt Stuart Nicklin um alle Beteiligten der Mission sein perfides Netz zu spinnen, welches sich immer dichter zusammenzieht… „Der Manipulator“ ist mein erstes Buch des Autors Mark Billingham. Obwohl der Thriller wohl zum Teil einer Reihe gehört, ist die Story an sich doch abgeschlossen und meines Erachtens auch sehr gut ohne Vorkenntnisse zu lesen. Der Einstieg ist mir etwas schwer gefallen, er las sich zäh und wenig spannend und ich musste an mich halten, dass ich das Buch nicht einfach weg lege. Doch je tiefer ich mich in die Geschichte hinein gelesen habe, desto gefesselter war ich. Billingham erzählt in drei Handlungssträngen. Der eine erzählt in der Gegenwart, man begleitet Thorne und sein Team bei ihrer Arbeit auf der Insel. Der andere Handlungsstrang liegt in der Vergangenheit und der Leser erfährt, was damals, vor 25 Jahren auf der Insel geschehen ist. Der dritte Handlungsstrang handelt von dem Mann, der aus seiner Wohnung entführt wurde. Ich habe mich während dem Lesen immer wieder gefragt, wie dieser Teil des Buches zum Rest der Geschichte passen soll. Billingham hat mich dann erst am Schluss aufgeklärt und ein Ende geschaffen, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Der Autor hat mit den beiden Hauptprotagonisten Thorne und Nicklin zwei authentische und glaubwürdige Charaktere geschaffen. Nicklin, der Mörder und Psychopath der perfider und grausamer nicht sein könnte und dem ich ein ums andere Mal gerne sein Mundwerk gestopft hätte. Ich glaube Thorne ging es da nicht unähnlich.  Mark Billingham hat mit „Der Manipulator“ einen bedrohlichen Thriller voller Atmosphäre geschaffen, der den Leser in die psychologischen Abgründe eines Killers hinabschickt. Spannend aber doch mit gewissen Längen weswegen ich zwar eine absolute Leseempfehlung ausspreche, aber auch einen Stern abziehe. 

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