Die Lügen der Anderen

von Mark Billingham 
4,0 Sterne bei106 Bewertungen
Die Lügen der Anderen
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Positiv (82):
S

Vor längerer Zeit schon gelesen.

Kritisch (5):
SophieNdms avatar

Sehr vorhersehbar und langatmig..

Alle 106 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Lügen der Anderen"

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei
Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden
sich an; es scheint der perfekte Urlaub
zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der
gemeinsamen Abreise verschwindet ein
Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden
wird. Zurück in England laden sich
die drei Paare reihum nach Hause ein. So
kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend
geprägt sind von Merkwürdigkeiten,
Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht,
dass hinter der Fassade des jeweils
anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr
sich die neuen Freunde voneinander erzählen,
desto unheimlicher werden sie sich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438330
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.02.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.08.2014 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Igelas avatar
    Igelavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer lügt... wer sagt die Wahrheit? Der "etwas andere Thriller"!
    Wer ist der Mörder?

    Im Pelikan Palms Resort in Florida lernen sich drei Pärchen kennen. Sie sind unabhängig voneinander angereist und treffen sich im Urlaub zum ersten Mal. Sehr schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen.Kurz vor der Abreise, erschüttert die Gruppe das Verschwinden eines  Mädchens. Die 13 jährige Amber Marie war mit ihrer Mutter im selben Hotel und verschwindet von einer Minute zur anderen spurlos. So lässt diese Geschichte auch die Pärchen nicht los, und so treffen sie sich nach dem Urlaub wieder. Sie  laden sich abwechselnd zum Abendessen ein und immer wieder wird auch über das Verschwinden des Kindes gesprochen. Als Amber Marie tot aufgefunden wird, kocht die Gerüchteküche so richtig hoch und schon bald beginnen die Freunde,einander zu verdächtigen etwas mit dem Mord zu tun gehabt zu haben.

    "Der etwas andere Thriller", steht vorne im Buch…und gespannt begann ich zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ein Thriller, der anders ist als viele andere und dies nicht nur wegen dem fehlenden Blut oder Gewalt . Der Autor rückt den Blickpunkt weg vom Mord, auf das Leben der drei Pärchen und auf die Persönlichkeit jedes einzelnen. Er hat sehr gut ausgearbeitet, wie jeder mit der Situation, praktisch Zeuge eines Verbrechens zu sein, umgeht. Je länger man liest, je mehr entwickelt sich auch der Verdacht, dass einer der Sechs schuld am Verschwinden von Amber Marie ist. Und genau hier wird es interessant. Lässt man sich als Leser von Sympathien und / oder Antipathien verleiten vorschnell zu urteilen? Wer hatte einen Grund das Kind zu ermorden? 

    Die Story springt immer wieder zwischen den einzelnen Dinnereinladungen und den Ermittlungen hin und her. Wobei die Ermittlungen eher am Rande laufen und man als Leser durch die einzelnen Gespräche, durch die Heimlichtuereien und Lügen zwischen den Partnern und Freunden, die Rolle des Beobachters einnimmt und zwangsläufig in die Ermittlungen rutscht.

    Gerade den psychologischen Aspekt dieser Story empfand ich als einzigartig und originell.

    Ebenfalls sehr gelungen ist die Charakterisierung der Figuren. Sie sind sehr überzeugend und man denkt beim Lesen immer wieder : genau diese Figur könnte in meinem Umfeld leben. Und genau das ist es, was auch so schrecklich und gruselig ist .Denn einer von ihnen ist ein Mörder!

    Kommentare: 2
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    SalanderLisbeths avatar
    SalanderLisbethvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Handwerklich solider Psychothriller und intelligente Charakterstudie über die Leute von nebenan.
    Gefährliche Urlaubsbekanntschaften

    „Sie ist einfach losgegangen … so muss es gewesen sein … hab schon überall nach ihr gesucht und … sie geht nie weit weg … das würde sie nie machen.“ „Können Sie bitte noch mal die Anschrift wiederholen?“     „Herrgott! Sie müssen sofort herkommen, hören Sie?“                          „Bitte versuchen Sie, die Ruhe zu bewahren, Ma'am.“                           „Bitte! Sie müssen wissen, dass sie Probleme hat, hören Sie? Sie … sie ist geistig behindert. O Gott … sie vertraut jedem. Verstehen Sie? Einfach jedem ...“ Auszug Seite 75


    Drei britische Paare lernen sich im Urlaub in Florida kennen. Im Pelican Palms Resort verbringen sie eine unbeschwerte Zeit, bis am letzten Tag das spurlose Verschwinden eines kleinen Mädchens aus der Club-Anlage die Urlaubsfreude trügt. Die Polizei befragt bei ihren Ermittlungen auch die sechs britischen Touristen, die alle über stichhaltige Alibis verfügen und zum Auffinden der dreizehnjährigen, lernbehinderten Amber-Marie nichts beitragen können. Währenddessen weigert sich ihre Mutter Patti Lee, in ihre Heimat zurückzukehren und verbringt ihre Tage verzweifelt am Pool. Zurück in Großbritannien lassen die sechs Briten den Kontakt nicht abreißen und laden sich gegenseitig zu sich nach Hause ein. Das verschwundene Mädchen ist natürlich Hauptgesprächsthema, besonders als das Kind ermordet in den Mangrovensümpfen in Florida aufgefunden wird.

    Detective Jeffrey Gardner arbeitet bei der Aufklärung des Falles mit den englischen Behörden zusammen, und bittet die Aussagen der englischen Touristen routinemäßig noch mal zu verifizieren. In Großbritannien wird diese Routine-Arbeit der jungen Trainee Detective Constable Jenny Quinlan übertragen. Doch die ambitionierte Jenny übernimmt diese Aufgabe mit sehr viel Ehrgeiz, da sie sich noch profilieren möchte. Aber erst als in Kent nahe London ein ebenfalls geistig zurückgebliebenes Mädchen unter ähnlichen Umständen verschwindet, geraten die sechs in den Fokus der Ermittlungen. Es stellt sich heraus, dass alle es mit der Wahrheit nicht so genau genommen haben, aber ist einer von ihnen der Täter?


    Den Haupterzählstrang bilden die drei Dinnereinladungen, die reihum stattfinden, unterbrochen von Rückblenden in den Urlaub. Anhand der abwechselnden Beschreibungen der einzelnen Figuren erfährt man das Geschehen und ist dabei der Gedankenwelt der Protagonisten sehr nahe.

    Im Mittelpunkt stehen nicht so sehr die Verbrechen oder die Ermittlungen, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf den Interaktionen der Personen. Viel interessanter ist es zu beobachten, wie die Charaktere miteinander agieren und welche Lügen sie sich gegenseitig erzählen. Mark Billingham ist ein Meister im Beobachten und Vermitteln von Verhaltensmustern. Die einzelnen Figuren wirken lebendig und glaubhaft und nehmen immer mehr Konturen an. Da ist Angie, Hausfrau und Mutter, ein bisschen tratschig, leidet sie wie ihr Ehemann Barry unter Übergewicht, einem leicht aufbrausenden Bauunternehmer mit eigener Firma. Dann die tolerante Lehrerin Sue, scheinbar demütig ihrem Mann Ed gegenüber, der machohaft und großmäulig nicht verlieren kann. Marinas Traum ist die Schauspielerei, mit ihrem Freund Dave, einem eigenartigem Nerd und Spieleerfinder ist sie noch nicht so lange zusammen.

    Bei den üblichen Sticheleien und Frotzeleien erfahren die Paare immer mehr über ihre neuen Urlaubsbekanntschaften und ertappen sich beim Lügen. Mal bei kleineren, mal bei größeren Lügen. Es wird gelogen, wenn es um die Partnerschaft oder die Familie geht, es wird die Unwahrheit erzählt über den Beruf oder über den Sex. Jeder hat was zu verbergen und zeigt nur zögerlich sein wahres Gesicht. Der Autor zeigt ein psychologisches Bild der menschlichen Schwächen und streut dadurch gekonnt Argwohn und Misstrauen in die Szenen. Dies fördert den Aufbau subtiler Spannung. Trotzdem fehlte mir auf weite Strecken der Thrill. Denn das Unaufrichtige, Heuchlerische und Unredliche der Protagonisten, welches wir größtenteils in vielen Dialogen erfahren, fand ich schon sehr ermüdend und unerfreulich. Wirklich sympathisch sind eigentlich nur die beiden Beamten.


    So regelten sie die Dinge. Sue nahm an, dass das wohl bei allen Paaren von Zeit zu Zeit so war. Es gab immer etwas, worüber man sich stritt. Irgendetwas köchelte, funkte, flog ihnen immer mal wieder um die Ohren, doch man musste es beiseiteschieben, um überhaupt weitermachen zu können. Jedes Mal bekamen sie einen Kratzer, die Stiche schmerzten immer ein klein wenig mehr, und sie lebten mit dem Schaden, bis dieser irreparabel wurde. Auszug Seite 285


    Bei dem handwerklich soliden Psychothriller handelt es sich mehr um eine Charakterstudie über das Verhalten ganz normaler Menschen, praktisch den Leuten von nebenan. Der Autor wirft sehr geschickt einen ungeschönten Blick hinter die Fassade der Mittelschicht und damit einen intelligenten, einfühlsamen Einblick in die Psyche verschiedenster Charaktere.

    Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel, in dem der Mörder selbst zu Wort kommt und eine Rechtfertigung und Erklärung für seine Taten liefert. Diese Einschübe liest man natürlich mit besonderer Aufmerksamkeit und macht sich Gedanken zu Motiv und Täter. Leider fand ich den Antrieb für die Taten dann etwas weit hergeholt.

    Erst mit dem Erscheinen der britischen Beamtin Jenny Quinlan wechselt das Kammerspiel zu einem klassischen Whodunnit und fordert die Rätselinstinkte des Lesers. Gespannt verfolgt man, wie das ganze beim letzten Dinner auf eine Katastrophe zusteuert.


    Mark Billingham wurde 1961in Birmingham geboren und lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in London und Florida. Im englischen Fernsehen ist der Autor auch als Komiker bekannt. Er arbeitete als Schauspieler und schrieb Drehbücher. Der studierte Theaterwissenschaftler ist vor allem mit seiner Reihe um den Ermittler Tom Thorne berühmt geworden, der in dem vorliegendem Psychothriller auch einen kleinen Cameo-Auftritt hat. Die mit mehreren Preisen ausgezeichnete Serie wurde von der BBC mit David Morrissey in der Titelrolle verfilmt.



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    Birgit_Jaeckels avatar
    Birgit_Jaeckelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wenn das Rätsel stark genug ist und das Abgründige nahe genug an unsere eigene Welt rückt, wird Sympathie zur Nebensache.
    Außergewöhnliche psychologische Detektivspielerei

    Fast hätte ich das Buch auf den ersten fünfzig Seiten  aus der Hand gelegt hätte. Zunächst gibt es keinen klassischen Protagonisten oder Helden, dessen Suche wir folgen und mit dem wir uns gerne identifizieren. Außerdem fiel es mir schwer, Mitgefühl mit irgendeiner der sechs zentralen Figuren aufzubringen, obwohl sie definitiv lebensecht geschrieben sind.

    Doch Die Lügen der anderen fesselt über das Rätsel: „Wer war’s?“. Mark Billingham beweist: Wenn das Rätsel stark genug ist, die einzelnen Figuren funktionieren und die Geschichte nahe genug an unsere eigene Welt rückt, wird Sympathie zur Nebensache.

    Dabei schafft Billingham einen genialen Identifikationspunkt für den Leser über die Ausgangslage und Umstände: Drei Pärchen lernen sich im Urlaub in Florida kennen und treffen sich zuhause wieder. Ein Thriller im alltäglichen Milieu, bei dem sich der Leser bange fragt: Das könnte uns auch passieren. Oder wissen wir denn jemals wirklich, welche dunklen Geheimnisse unsere Bekannten verbergen?

    Der Autor macht es uns also leicht, uns selbst in der Geschichte zu sehen. Das Abgründige rückt nahe an uns heran. Wir identifizieren uns über die Situation, in der sich die Figuren befinden.

    Billingham zeigt uns die Abgründe aller Gestalten ohne Rücksicht darauf, ob sie uns sympathisch sind oder nicht. Die Lektüre wird zu einem psychologischem Detektivspiel, das schaurigen Spaß macht. Der Autor gibt uns für jeden möglichen Täter oder Täterin eine Spur. Erst denken wir, klar, Barry. Dann, vielleicht doch Dave? Ganz sicher ein Mann. Oder doch nicht? Könnte Eifersucht das Motiv sein?

    Auf jeden Fall ist das Motiv abgründig und im Schlimmsten des Menschen zu finden.

    Ein bisschen ausführlicher habe ich das Buch in meinem Blog analysiert. https://birgitjaeckel.com/die-luegen-der-anderen/

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor einem Jahr
    Rezension zu "Die Lügen der Anderen"

    Inhaltsangabe:

    Drei Paare aus England machen in Florida Urlaub. Sie lernen sich dort kennen und obwohl sie sich nicht so wirklich mögen und jedes Paar so seine Eigenarten hat, verbringen sie Zeit miteinander. Am letzten Abend ihres Urlaubs verschwindet ein Mädchen und erst, als sie schon längst wieder zuhause sind, wird das Mädchen tot gefunden.

    Zurück in England besuchen sie sich gegenseitig. Und während dieser Dinner kommen wieder und größere Lügen zum Vorschein. Vieles ist mehr Schein als Sein und kein Paar zeigt sein wahres Gesicht.

    Die Situation eskaliert, als auch in England plötzlich ein Mädchen verschwindet. Und das dritte Dinner steht ihnen bevor – mit ungewissem Ausgang!

    Mein Fazit:

    Auf dieses Buch wurde ich vor Jahren aufmerksam, als eine Rezensentin im Radio darüber sprach. Ihre begeisterten Worte hatten mich sehr beeindruckt. Und ich wollte nun endlich wissen, wie das Buch nun wirklich ist.

    Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird die Geschichte von den drei Paaren, die sich in Florida im Urlaub kennen lernen. Unterschiedliche Charaktere treffen aufeinander und die Unterschiede zwischen ihnen fallen schnell auf. Doch wie es tatsächlich um sie steht, offenbart sich dem Leser erst im Laufe der Geschichte, was wirklich sehr eindrucksvoll und präzise beschrieben wurde.

    Der eine prahlt mit seiner Potenz und seinem Geschmack für aufreizende Frauen, der andere hadert heimlich mit seiner Impotenz. Die Frauen tragen ebenso viele Geheimnisse mitsich herum wie die Männer und zeigen nur zögerlich, wenn überhaupt, ihr wahres Gesicht. Und immer wieder schwebt das Verbrechen über sie, das verschwundene Mädchen, das später zufällig in den Sümpfen Floridas tot gefunden wird.

    Während sich die drei Paare in England gegenseitig zu Dinner einladen, ermittelt die Polizei von Florida und auch in England in alle Richtung. Als auch in England ein Mädchen vermisst wird, ist schnell klar, dass der Täter bei den englischen Touristen zu suchen ist. Denn die verschwundenen bzw. toten Mädchen haben eines gemeinsam: sie sind minderbemittelt und daher besonders vertrauenseelig.

    In kurzen, aber knackigen Kapiteln erhält der geneigte Leser tiefe Einblicke in die menschlichen Abgründe. Hin und wieder erzählt der Täter, warum er das Mädchen mitnahm und tötete, ohne ein Hinweis auf sich zu geben. Auch die ermitteltenden Beamten erhalten Raum und bilden den Kontrast zu den Ehepaaren, die sich gegenseitig belügen und was vormachen. Viele Dialoge werden beschrieben und oft weiß man ohne weitere Einzelheiten ziemlich schnell, wie die Protagonisten wirklich ticken. Und wenn man denkt, man hat nun für sich den Täter auserkoren, kommen neue Informationen und Zweifel. Die Auflösung ist überraschend und genial – dabei spielen auch wieder Lügen eine große Rolle!

    Ein intelligenter Krimi, der ohne Blut und Gewalt auskommt, dabei jedoch die Abgründe der menschlichen Psyche ausleuchtet. Ich wurde wunderbar unterhalten und es war spannend bis buchstäblich zur letzten Seiten. Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist mal etwas anderes – leider zieht sich die Handlung zwischenzeitlich arg in die Länge.
    Lügen haben kurze Beine

    Inhalt: Drei britische Paare treffen sich in einem Hotel im Florida und haben während ihres Urlaubs eine tolle Zeit miteinander. Doch am Abend vor ihrer Abreise verschwindet ein kleines Mädchen aus dem Hotel. Wieder zuhause bleiben die drei Paare in Kontakt und treffen sich immer mal wieder. Auch das verschwundene Mädchen, von dem zwischenzeitlich klar wird, dass es ermordet wurde, ist immer wieder Gesprächsthema. Als dann in Kent ein weiteres Mädchen unter ähnlichen Umständen verschwindet, geraten die drei Paare schnell in Verdacht und werden weiteren Verhören unterzogen. Dabei offenbart sich eine Lüge nach der anderen.

    Charaktere: Im Vordergrund der Geschichte stehen drei Paare: Sue und Ed, deren Beziehung von einem Geheimnis überschattet wird, Angie und Barry, beide etwas rundlich und im Bett unzufrieden und Dave und seine Schauspiel-Freundin (ich habe den Namen vergessen!), die sich viel vom Leben erträumen, aber im Umgang miteinander nicht immer sehr harmonisch wirken.
    Insgesamt sind die sechs Hauptcharaktere sehr realistisch dargestellt. Man kann sie weitestgehend gut voneinander unterscheiden, wobei ich am Anfang Ed und Barry immer miteinander verwechselt habe. Fragwürdig war für mich alleine, warum die sechs sich überhaupt immer wieder treffen, denn so richtig leiden können sie sich offensichtlich nicht. Das wiederum fand ich nicht nachvollziehbar.
    Zwei weitere wichtige Charaktere sind die beiden Ermittler, ein männlicher in den USA, ein weiblicher in London. Beide waren mir etwas zu stereotyp dargestellt, er viel zu sehr amerikanischer Cop, sie viel zu sehr britische, ehrgeizige Jungermittlerin.

    Das hat mir gut gefallen: Mir hat an dem Buch insbesondere der Stil richtig gut gefallen. Es war mal etwas ganz anderes. So wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, manchmal ohne, dass dem Leser klar ist, wessen Perspektive er überhaupt gerade liest. Zudem wechselt der Autor häufig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was ebenfalls für Auflockerung sorgt. Gut gefallen hat mir zudem, dass der Autor nicht immer alles bis ins kleinste Detail darlegt. Sprich: Es werden viele Andeutungen gesagt und einiges bleibt ungesagt, was aber gerade den besonderen Charme des Buches hervorhebt.
    Auch steht meines Erachtens gar nicht so sehr der Mord im Vordergrund, sondern die Interaktion der Personen. Die Ermittlungen laufen mehr im Hintergrund ab – viel wichtiger ist es, zu beobachten, wie die Charaktere miteinander agieren und welche Lügen sie sich dabei gegenseitig erzählen.

    Das hat mir nicht so gut gefallen: Meiner Meinung nach hat sich der Roman stellenweise leider sehr in die Länge gezogen. Das hat mir nicht so gut gefallen. Natürlich stand ja auch nicht der Mord im Vordergrund, sondern die Interaktion der Charaktere untereinander, aber oftmals waren die Dialoge zwischen den Charakteren gar nicht relevant. Es war teilweise relativ belangloses Geplauder und trotzdem musste man es sehr konzentriert lesen, wenn man nichts verpassen wollte. Das war anstrengend und stellenweise auch langweilig.

    Fazit: Mir hat das Buch größtenteils gut gefallen. Die Idee nicht den Mord in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr die beteiligten Personen und über ihre Interaktion miteinander nach und nach dem Täter auf die Spur zu kommen, war mal etwas Neues. Auch die unterschiedlichen Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich Barry und Ed stellenweise nicht auseinander halten konnte. Kritisieren muss ich, dass sich einige Passagen doch arg in die Länge ziehen, das hat mir nicht so gut gefallen. Insgesamt solide drei Punkte und eine Leseempfehlung.

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    WildRoses avatar
    WildRosevor 2 Jahren
    Recht spannend und originell

    Mark Billinghams "Die Lügen der anderen" handelt von drei britischen Paaren, die sich in einem Urlaubsresort im amerikanischen Florida kennenlernen. Zwar gibt es von Anfang an Spannungen zwischen ihnen, doch da man denselben kulturellen Hintergrund teilt, verbringt man trotz nicht völliger Sympathie recht viel Zeit zusammen. Kurz vor Ende des Urlaubs verschwindet dann ein geistig behindertes Mädchen  aus dem Resort, das mit seiner alleinerziehenden Mutter dort war. Ein einschneidendes Erlebnis, das insbesondere eine der Frauen, Angie, emotional berührt. Kurz darauf kehren die Paare nach England zurück und beschließen, sich gegenseitig zum Abendessen einzuladen. Doch es kommt zu immer größeren Spannungen zwischen den einzelnen Protagonisten und auch innerhalb der Paare, und sie werden einander auf gewisse Weise immer unheimlicher...

    Mark Billingham hat hier einen klugen, kurzweiligen psychologischen Krimi geschaffen, der sehr flüssig lesbar und somit eine ideale Urlaubslektüre ist. Die drei Paare waren meiner Ansicht nach recht gut charakterisiert, wenngleich es meist etwas ungewöhnlich ist, wenn die Protagonisten in einem Buch eindeutig keine Sympathieträger sind. Ich empfand die Idee hinter dem Roman als ziemlich originell und betrachte auch die Umsetzung als ingesamt gut gelungen, wobei ich mir manchmal detailliertere Beschreibungen einzelner Erlebnisse gewünscht hätte. Gut gelungen ist es Billingham, die Spannung des Lesers über das Buch hinweg immer weiter zu erhöhen, da man sich natürlich fragt, welcher der Protagonisten etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun haben könnte.
    Leider empfand ich die Auflösung dann als etwas enttäuschend, da gegen Ende des Buches doch schon recht klar ist, wie die Geschichte ausgehen wird. Zudem blieben mir für meinen Geschmack einfach zu viele Fragen und Handlungsstränge offen.

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    Sanja1s avatar
    Sanja1vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein einzigartiger und ungewöhnlicher Krimi mit ständigen Zweifeln und unerwarteten Wendungen.
    Ein einzigartiger und ungewöhnlicher Krimi!

    Jeder hat Geheimnisse, die er hinter einer Wand aus Lügen versteckt. Und kleine und große Lügen sind das, was dieses Buch ausmacht.

    Dave und Marina, Angie und Barry und Ed und Sue sind alle aus England, um genauer zu sein aus der Umgebung von London. Zufällig treffen sie sich in einem Resort in Sarasota in Florida im Urlaub. Sie lernen sich näher kennen, freunden sich an (wenn man das so nennen kann) und treffen sich sechs Wochen nach dem Urlaub zum Abendessen wieder. Alles könnte eine normale Urlaubsbekanntschaft sein, wäre nicht aus dem Resort am letzten Tag die kleine Amber-Marie verschwunden. Das Mädchen mit dem schönen Lächeln, das zusammen mit ihrer Mutter Patti Lee Wilson in dem gleichen Resort im Urlaub war. Gleichzeitig versuchen Jeff Gardener und Jenny Quilan herauszufinden, wer der Täter ist.


    Man erfährt das Geschehen anhand einer handvoll eMails und der abwechselnden Beschreibung einer der Figuren. Dabei erfährt man besonders viel über die Gedankenwelt der Protagonisten. Schnell merkt man als Leser, dass jeder seine Geheimnisse hat und die ein oder andere Lüge erzählt. Dass alles nicht so ist, wie es scheint. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden zu der Zeit in Florida, aber der Haupterzählstrang dreht sich um die gemeinsamen Treffen der drei Pärchen. Dabei macht Mark Billingham immer wieder Andeutungen und säht Zweifel, sodass man sich als Leser überhaupt nicht sicher ist, wem man trauen kann. Dann kommt noch hinzu, dass es immer wieder Kapitel gibt, in denen der Täter erzählt und mit dem Leser spricht. Natürlich ohne zu verraten, wer es ist. Sicher weiß man nur: Einer von ihnen war es und jeder hat etwas zu verbergen.


    Ich kann eindeutig verstehen, warum das Buch wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste in Groß-Britannien war. Bei Die Lügen der Anderen handelt es sich um einen Kriminalroman, der wirklich klasse umgesetzt ist. Dabei finde ich den deutschen Titel sogar noch passender gewählt als den Originaltitel, denn die Lügen der Anderen sind bei diesem Buch wirklich das Hauptthema, das das Buch gerade so besonders macht. Es sind die Lügen, die Zweifel sähen, die den Leser argwöhnisch machen, sodass man bis auf den letzten Seiten wirklich keine Ahnung hat, wer der Täter ist. Gleichzeitig führ Billingham aber auch den Lesern vor Augen, wie wir im Alltag lügen. Die großen und die kleinen Lügen gegenüber Bekannten, Freunden aber auch dem Partner. Die Schreibweise lässt das Buch nicht langweilig werden, denn Billingham ist ein Meister der unerwarteten Wendungen, die ohne viel Action und mit überraschend wenig Blut auskommen.


    Ein einzigartiger und ungewöhnlicher Krimi mit ständigen Zweifeln und unerwarteten Wendungen, den ich jedem (auch nicht unbedingt Krimi-Fans!) ans Herz legen kann. Ich werde jetzt definitiv noch mehr von dem Autor lesen.

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hier inden wir eine interessante Kombination von Charakterstudie, Psychothriller einem einem guten whodunnit-Krimi
    Ein perfekter Urlaub ... ein perfekter Mord?

    Die Lügen der Anderen von Mark Billingham (Autor), Peter Torberg (Übersetzer), 416 Seiten, Heyne Verlag (8. Februar 2016), 9,99 €, ISBN-13: 978-3453438330

    Drei Paare treffen sich an einem Pool in einem Resort in Florida: die liebenswürdige, übergewichtige Angie und ihr Ehemann Barry; der unausstehliche Frauenheld Ed und seine scheinbar tolerante Frau Sue und die aufstrebende Schauspielerin Marina und ihr anbetender Partner Dave. Die sechs werden bald zu Freunden, auch wenn jedes Paar Vorbehalte gegenüber den anderen hat. Billingham versteht es diese Kombination so brillant dar zu stellen, dass der Leser auch starke Vorbehalte gegen fast jeden von ihnen hat und nicht weiß, wem man vertrauen kann.

    Ein ortsansässiges Mädchen wird ermordet, kurz bevor sie nach Hause zurückkehren. Dort, in Großbritannien, treffen sie sich wechselseitig zum Abendessen wieder, um sich Urlaubsfotos an zu sehen, in Erinnerungen zu schwelgen und auch, um darüber zu diskutieren, was dem armen Mädchen widerfahren sein könnte. Ihre Beziehungen scheint sich subtil verändert zu haben. Es wird schnell klar, dass Lügen erzählt wurden: zu der Polizei in Florida, zu Freunden, Partnern und – die schlimmste - zu sich selber. Die britischen Polizei und die Polizei aus Florida ermitteln und das Misstrauen wächst.

    Mit seinem direkten Schreibstil, mit seinem scharfen Auge für Charakter und mit seinen witzigen Dialogen enthüllt Billingham seine Charaktere, brillant und einfühlsam. Es ist mehr als nur die Charakterentwicklung die überzeugt, es ist vor allem die Spannungen zwischen diesen Menschen, von denen jeder einzelne potenziell in den Kriminalfall verwickelt sein könnte, oder eben auch nicht.

    Billingham zeichnet seine Charaktere äusserst geschickt und völlig glaubwürdig – es sind die Paar von nebenan. Ihre Probleme, Ängste und Leidenschaften könnten unsere eigenen sein. Aber durch dieses brillante Buch zieht sich eine Spur des reinen Bösen, der Mörder versucht eine Rechtfertigung und Erklärung für seine grässlichen Taten. Unterschiedliche Erzähler liefern unterschiedliche Sichtweisen. Mit am beeindruckendsten sind diese Ich-Erzählungen des Mörders.

    Billingham ist ein Meister im Vermitteln der Frustrationen und der emotionalen Schmerzen im täglichen Leben von einfachen Menschen. Und er lässt uns zur gleichen Zeit verstehen, dass es weit weniger normale Menschen sind, als die wir uns vielleicht denken mögen. Die Spannung wird fachgerecht gebaut und die Auflösung des Geheimnisses ist unerwartet. Ein perfektes Ende eines hochspannenden Thrillers.

    Die Lügen der Anderen von Mark Billingham ist eine interessante Kombination von Charakterstudie und Psychothriller verbunden mit einem guten klassischen whodunnit-Krimi. Ein faszinierendes Rätsel. Beste Unterhaltung garantiert. Eine wundervolle, unterhaltsame Lektüre, die über den Kriminalfall hinaus ganz ausgezeichnet die inneren Dramen und Frustrationen gewöhnlicher Menschen aufzeigt. Sehr zu empfehlen.

    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages

    http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Luegen-der-Anderen/Mark-Billingham/Heyne/e480028.rhd

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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    kitty_montamers avatar
    kitty_montamervor 3 Jahren
    Keine Überraschungen und keinerlei Spannung


    Wenn auf dem Buchrücken Das Beste, was die englischsprachige Literatur derzeit zu bieten hat steht, dann ist es klar, dass man neugierig darauf wird, warum hier ein Superlativ verwendet wird. Dies gepaart mir dem wirklich spannend klingenden Klappentext und schon hat man mich am Haken. Ich setzte mich also dran, diesen Thriller zu lesen, hatte ziemlich hohe Ansprüche und wurde enttäuscht.
    Mark Billinghams Werk ist in vier Teile aufgeteilt. In den ersten drei geht es mehr um eines der Paare, die sich im Urlaub kennengelernt haben und im letzten um eine einzelne Person. Zudem werden in diesen Abschnitten auch noch die Abendessen geschildert, und es gibt diverse Rückblicke zu den Geschehnissen des Urlaubs.
    Insgesamt befasst sich die Geschichte jedoch mit weitaus mehr Figuren, als nur diesen sechs. Es treten hier mal Unbekannte auf und dort drängeln sich ebenfalls noch welche auf die Bühne, die jedoch nur in einem Kapitel vorkommen und anschließend das Geschehen wieder verlassen. Warum sie dann überhaupt genannt werden? Das habe ich mich auch gefragt.
    Das verschwundene Mädchen wird immer noch gesucht, also haben in Die Lügen der Anderen auch noch zwei Ermittler ihre Hände mit im Spiel, die diesen Fall natürlich möglichst schnell aufklären möchten. Der Grund, warum erneut die Paare befragt werden, erscheint mir ein wenig utopisch. Alle sind aus dem Urlaub wieder zu Hause gelandet, doch dann, ganz plötzlich geschieht etwas, was die Polizei dazu veranlasst, die Sechs erneut zu befragen. Für mich ein zu großer Zufall.

    »"Verdammt", sagte Ed, als er sich wieder gefangen hatte. Er lachte etwas lauter. "Und ich dachte, jetzt schlägst du zu."
    Barry lächelte. "Könnte noch passieren."
    "Seht ihr?", meinte Angie. "Was habe ich gesagt? Keiner kennt den anderen wirklich."«
    Zitat aus: "Die Lügen der Anderen"

    Da mich die Geschichte nicht sonderlich packen konnte, denn es fehlte mir einfach an Spannung, hatte ich große Hoffnung darin, dass mir wenigstens die Charaktere etwas näher kommen würden, doch das taten sie zu keiner Zeit. Eher gerieten sie für mich von Seite zu Seite noch mehr in den Hintergrund. Egal ob es sich dabei um Angie und Barry, oder Sue und Ed handelte: Ich konnte keinerlei Sympathie, noch Empathie für sie aufbringen. Sie blieben für mich die gesamte Zeit über Puppen, die eine Geschichte rüber bringen wollten, dies aber nicht sonderlich gut geschafft haben. Jede einzelne Person hat irgendein Geheimnis, welches im Laufe der Zeit gelüftet wird, bei mir aber so gar nichts ausgelöst hat. Keinerlei Emotionen, keinerlei Schockmomente habe ich erlebt. Die gesamten 416 Seiten gingen vorbei, ohne, dass mich irgendetwas überrascht hat. Dabei bietet dieser Plot jede Menge Zündstoff für einen rasanten, spannenden Thriller. Auch die Kapitel, in denen sich der Entführer selbst in der Ich-Form zu Wort meldet und den Leser sogar selbst anspricht, sind meiner Meinung nach sehr gelungen und ausbaufähig gewesen, doch leider waren dies auch schon alle Punkte, die mir gefallen und die mich dazu gebracht haben, Die Lügen der Anderen überhaupt zu Ende zu lesen.
    Als enorm störend empfand ich, dass fast alles im Präteritum geschrieben war, es sich aber auch Kapitel einschlichen, in denen auf einmal im Präsens geschrieben wurde. Das hat mich aus meinem, sowieso schon sehr in Mitleidenschaft gezogenem Lesefluss getrieben und mich komplett aus der Geschichte geworfen. Es gab nach meinem Empfinden sowieso schon viel zu viele Sprünge: In der Zeit, beim Erzähler, beim Ort, so dass man als Leser ebenfalls munter wie ein Flummi durch die Gegend hüpfte.
    Zum Ende hin sollte sich im Grunde genommen noch einmal Spannung aufbauen, jedenfalls sollte dies bei einem Thriller so sein, doch auch hier passierte erneut nichts Ungewöhnliches, sondern genau das, was ich schon erwartet hatte. Das Motiv war klar, wenn auch "merkwürdig" und der Täter ebenfalls.


    Fazit:
    Ich kann mir nicht erklären, warum Die Lügen der Anderen "Das Beste, was die englischsprachige Literatur derzeit zu bieten hat" sein soll, denn für mich war es erstmal überhaupt kein Thriller und zum anderen wirklich ermüdend. Keinerlei Tiefe, was die Figuren angeht, keinerlei Überraschungen und auch noch zu keiner Zeit spannend.

    © www.mybooksparadise.de

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eher ein raffinierter Gesellschaftsroman, als ein Thriller. Tolles Stück :)
    Perfekte Charaktere

    Inhalt
    Drei Pärchen lernen sich im Sommerurlaub kennen. Als sich ihr Urlaub dem Ende zuneigt, wird ein kleines Mädchen aus dem Resort entführt und die Polizei geht von Mord aus. Die sechs werden befragt und reisen kurz darauf ab.
    Wieder zu Hause treffen sie sich Reih um zum Dinner, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen… und mit jedem Abend werden mehr und mehr Geheimnisse enthüllt.

    Eigene Meinung

    Auf Marc Billingham bin ich durch „Der Manipulator“ aufmerksam geworden. Mir hat seine Schreibweise sehr zugesagt und so musste ich auch zu „Die Lügen der Anderen“ greifen.
    Von der Art erinnert es ein bisschen an Stephen Kings „Die Arena“. Im Fokus stehen auch hier die Menschen und wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten. Wer verliert wann die Nerven und macht sich dadurch verdächtig?

    Das Buch startet am Ende ihres Urlaubes, man wird also direkt ins Geschehen geschmissen. Abwechselnd wird aus der Sicht der sechs Personen erzählt, wobei es auch ein paar Kapitel gibt, in denen der Mörder zu Wort kommt und man versuchen kann, die versteckten Hinweise auf selbigen zu entschlüsseln. Ebenso begleitet man die Ermittler bei der Spurensuche, den Befragungen und darf gespannt sein, wie sie hinterher Stück für Stück das Puzzle zusammensetzen.
    Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen. Sie waren keineswegs sympathisch, doch sie waren alle gut ausgearbeitet und jeder hatte seine Geheimnisse und Eigenarten. Das hat es auch so schwierig gemacht herauszufinden, wer der Täter ist. Zwar hatte ich am Ende eine Theorie, doch auch diese wurde wieder umgeworfen. Wer denn nun wirklich das Mädchen umgebracht hat, war mir ein bisschen weit hergeholt, jemand anderes hätte wesentlich besser gepasst. Aber das ist kein Grund, einen Stern abzuziehen, denn spannend war es trotzdem!

    Fazit

    Ein klasse Buch von Billingham - Pageturner durch und durch. Im Mittelpunkt stehen hier weniger die Ermittler, sondern mehr die unglaublich gut gezeichneten Charaktere.
    Muss man gelesen haben!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Achtung Vorablesen!

    "Die Lügen der Anderen" von Mark Billingham ist in Großbritannien Nr 1 Bestseller!

    Deswegen freuen wir uns umso mehr, euch diesen Titel aus dem Atrium Herbstprogramm vorstellen zu können.

    Lest gemeinsam vor dem dem offiziellen Erscheinungstermin am 20.8.2014 diesen spannungsgeladenen Thriller.

    Lasst euch fesseln bis zur letzten Seite von Lügen & Intrigen


    "Der Zufall führt drei Pärchen zusammen, die sich reihum zu drei Abendessen einladen, um sich besser kennenzulernen. Was sie dabei voreinander verheimlichen, hat in England bereits über hunderttausend Leserinnen und Leser um den Schlaf gebracht.
    Die Lügen der Anderen ist ein abgründiger Thriller, der aufregend anders ist.
    "


    In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an und verbringen die Tage gemeinsam unter der glühenden Sonne mit Drinks am Pool. Es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot in den Sümpfen gefunden wird. Zurück in England bleiben die drei Paare in Kontakt. Um ihre frisch geknüpfte Freundschaft zu vertiefen und das Erlebte zu verarbeiten, laden sie sich reihum nach Hause zum Abendessen ein. So kommt es zu drei Begegnungen, bei denen die Paare am Esstisch über ihr Leben sprechen. Je mehr sie dabei voneinander erfahren, desto fremder und unheimlicher werden sie sich. Die abendlichen Treffen sind zunehmend geprägt von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint; ein Verdacht, der sich schließlich auf schreckliche Weise bestätigt.

    Leseprobe

    Zum Autor

    Mark Billingham, 1961 in Birmingham geboren, ist einer der international erfolgreichsten englischen
    Krimiautoren, seine Bücher erscheinen in über zwanzig Sprachen. Neben dem BCA-Award, dem Theakston’s Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde Mark Billingham mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Norden Londons und in Florida.

    Homepage

    Wir suchen nun 20 Leser,  die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben!

    Bewerbungsfrage:

    Was macht einen guten Thriller aus?

    Schaut auch gerne im aktuellen Herbstprogramm vom Atrium Verlag rein, vielleicht haben noch weitere schöne Lesehäppchen für euch!

    Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

              Katja von Ka-Sas Buchfinder

    *** Wichtig ***

    *Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches)

    Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt (Inhalt des Buches ist keine Rezension)
    http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf



    kathrinsbookloves avatar
    Letzter Beitrag von  kathrinsbooklovevor 4 Jahren
    Zur Leserunde
    Seelensplitters avatar
    Hallo ihr lieben,aufgrund meines 1 jährigen blog Bestehens gibt es das Buch die lügen der anderen bei mir zu gewinnen.Ich verwende nur innerhalb Deutschlands, und würde mich freuen,1von euch glücklich zu machen.
    http://goldkindchen.blogspot.de/2014/09/die-lugen-der-anderen-von-mark.html


    Liebe grüße
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