Mark Billingham Die Schande der Lebenden

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Inhaltsangabe zu „Die Schande der Lebenden“ von Mark Billingham

Jeden Montag versammeln sich im selben Haus fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben. Sie offenbaren im Kreise ihres Therapeuten Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat, ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder – der alles über die anderen weiß. Das gleichnamige Buch, aus dem Englischen von Joachim Körber, ist im Atrium verlag erschienen.

Menschliche Abgründe, ein leies Grauen, meisterhaft inszeniert und gelesen.

— danielamariaursula
danielamariaursula

Die Schande der Lebenden...von MB!

— dreamlady66
dreamlady66

Mal etwas ganz Anderes!

— MamiAusLiebe
MamiAusLiebe

interessant, mit vielen persönlichen Geheimnissen

— Nelebooks
Nelebooks

Spannendes psychologisches Verwirrspiel, sicher besser zu lesen, als zu hören.

— black_horse
black_horse

Ein äußerst spannendes Psychogramm, gekonnt und atmosphärisch dicht erzählt.

— BookHook
BookHook

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    Die Schande der Lebenden
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    01. February 2017 um 12:07

    Diese Geschichte hat zwei Handlungsstränge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Sie beginnt mit einer Frau, die einen Inhaftierten im Gefängnis trifft und ihn befragt. Angeblich für ihre Doktorarbeit in Jura. Der Gefangene, der seit 10 Jahren inhaftiert ist, wegen Todschlages mit einer Eisenstange, schweigt seither beharrlich über Motiv und Hintergründe der Tat. Er zeigt keine Reue und kann daher vom Bewährungsausschuß auch keine Milde erwarten. Der zweite Erzählstrang dreht sich um eine Gruppe Süchtiger, die sich in einer teilgeschlossenen Gruppe jeden Montagabend im Haus des Therapeuten Tony de Silva trifft. Als eine Neue, Caroline hinzustößt verändert sich wieder die Stimmung in der Gruppe. Diese besteht aus dem Betäubungsmittelabhängigen Südafrikanischen Anästhesisten Robin, dem heroinabhängigen schwulen Stricher Chris, der ebenfalls heroinsüchtigen und spielsüchtigen Heather und der wohlhabenden Alkoholikerin Diana. Die wichtigste Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer von ihnen erpresst wird und eine ermordet, schweigen alle beharrlich weiter und die ermittelnden Beamten beißen sich die Zähne aus. Irgendwie hatte ich einen Thriller erwartet, dabei ist dies nirgendwo erwähnt. Es war einfach eine falsche Erwartung. Vordergründig passiert nicht viel, es wird vor allem geredet. Auch die polizeilichen Ermittlungen verlaufen ruhig, keine Verfolgungsjagden, keine Schüsse. Die Geschichte ist ziemlich unblutig und doch baut sich eine unglaubliche psychologische Spannung auf. Der Blick in die menschlichen Abgründe, die Offenbarung der Schicksale, welche aus scheinbar normalen Menschen Süchtige machten, sind faszinierend und abstoßend zugleich. Robin war ein angesehener, gut verdienender Arzt und dennoch drückte er sich Anästhetika während seines Dienstes in den Arm. Diane war mit einem wohlhabenden Mann verheiratet und Heather ging zur Uni und machte sich dort eigentlich sehr gut. Caroline war wohl stets unauffällig und Chris treibt mit seiner provokanten Art alle auf die Palme. Er stößt ab und fasziniert gleichzeitig. Wer aus diesem Kreis ist ein Mörder? Wer ein Verbrecher? Oder war beides die gleiche Person. Diese Fragen beschäftigen den Zuhörer permanent. Die Geschichte fesselt und läßt einen nicht ohne weiteres wieder los. Die Ermittlungen sind auch eher die Nebensache, die Polizisten nicht wirklich der Kern des Ganzen. Dreh- und Angelpunkt ist die Therapiegruppe und das unsichtbare Band, das sie zusammenschweißt und wieder abstößt. Die Geschichte ist teilweise echt hart und schwer verdaulich. Aber Vorsicht, wegen der Zeitwechsel zwischen vor der Tat (Damals) und nach der Tat (Jetzt) muß man schon sehr genau hinhören. Uve Teschner liest unglaublich eindringlich und doch unaufgeregt. Sehr passend für dieses Kammerspiel des psychischen Grauens. Egal ob der südafrikanische Arzt oder der kaputte Junkie, er liest sie mit Charakter. Er ist ein mehrfach ausgezeichneter Sprecher, auch wenn er mir bislang völlig unbekannt war, aber die Auszeichnungen hat er verdient. Der Autor Mark Billingham, ist einer der erfolgreichsten britischen Krimiautoren und seine Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Seine Detektivfigur Tom Thorne erhielt den Sherlock Award. Ein Autor, dem ich mich nun wohl mal näher widmen werde. Wenn ich gewußt hätte, daß es um die Therapie von Süchtigen ginge, hätte ich mich für dieses Werk wohl nicht interessiert. Ich mag keine Geschichten mit Heroin, aber ich hätte was verpasst. Die Geschichte ist unglaublich faszinierend und interessant. Zu keinem Zeitpunkt wollte ich abbrechen, selbst als einige wieder rückfällig wurden. Ich mußte einfach wissen, was dahinter steckte. Ich erfuhr es. Es ist schlüssig und wenn man am Anfang gut aufgepasst hat, schließt sich der Kreis. Es ist ein sehr ungewöhnliches Ende, mit dem ich etwas moralische Probleme habe, die mir Magenschmerzen bereiten, obwohl genau das so fesselnd ist. Genauer will ich darauf nicht eingehen, aber als die letzte CD endete dachte ich: Wie? Was? Echt jetzt? Als ich dann wieder CD 1 einlegte, dachte ich, ja das ist eine runde Sache. Aber dennoch bleiben mir bei den Ermittlern zu viele Fragen offen und ich bezweifle, daß es ein Reihenstart sein soll. Nun werde ich die offenen Fragen aus dem Privatleben der Ermittler wohl nie erfahren, es sei denn diese sind den Kürzungen geschuldet, was ich aber bezweifle. Daher kann ich diesem toll gelesenen, wirklich fesselnden Stück, denn es ist so kammerspielartig, daß es an ein Theaterstück erinnert, leider nur gute 4 Sterne geben, aber es dennoch total empfehlen, weil es wirklich umhaut! Zu guter Letzt möchte ich dem Verlag für den Gewinn für dieses tolle signierte Exemplar bei der Adventsverlosung danke. Ich bin sehr froh, daß ich nicht genau wußte, was mich erwartete, denn die Überraschung des Unerwarteten ist voll aufgegangen. Vielen Dank!

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  • psychologisch gut durchdacht und spannend

    Die Schande der Lebenden
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    13. November 2016 um 22:07

    Meine Meinung: Mein erstes (Hör)Buch von Mark Billingham und ich war sehr gespannt, was mich hier erwarten würde. Ich muss sagen, dass ich die Geschichte ab der ersten Minute spannend fand und sie mich gekonnt fesselte bis zum Ende! Aus dem Klappentext weiß man ja schon, dass einer aus der Gruppe ermordet wird und dass es dann darum geht, den Mörder zu finden, man weiß jedoch noch nicht wie das vonstatten geht. Und in der Beschreibung bestand die eigentliche Kunst. Der Autor switcht von Anfang an zwischen „Jetzt“ und „Damals“ hin und her und wirft dem Hörer so kontinuierlich „Informations-Bröckchen“ hin, die ich dann in meinem Kopf wie ein Puzzle versucht habe zusammenzusetzen. Die Betonung liegt auf: versucht. Denn Mark Billinham versteht es, viele Spuren auszulegen und den Hörer dabei in die falsche Richtung bzw. in die Irre zu führen. Mich hat es teilweise wahnsinnig gemacht, dass alle Gruppenmitglieder nach und nach immer mehr zu Verdächtigen wurden und jeder letztendlich ein Motiv hatte! Dabei war ich mir jedes Mal wieder sicher gewesen, dass ich weiß, wer der Mörder ist! Die Charaktere sind vielfältig und sehr unterschiedlich und zusätzlich zu den Gruppenmitgliedern und dem Therapeuten spielen aber noch so viele andere Personen aus deren Umfeld eine Rolle, dass es mir anfangs schwer fiel, alle unter einen Hut zu bekommen. Das ist mit einem Buch einfacher, da kann man spontan nochmal etwas nachlesen! Jeder „Mitspieler“ – selbst die Polizistin wird hier durchleuchtet und das fand ich persönlich überaus interessant! Dank des Sprechers „Uve Teschner“, den ich schon als Sprecher von „Der Wunschbox“ kannte, gelang es mir aber schnell, die einzelnen Personen herauszuhören und konnte dann der Geschichte problemlos folgen! Seine Stimme finde ich sehr angenehm und sie ist überaus wandelbar, so dass das Hören wirklich Spaß macht und mich teilweise sehr stark an mein Autoradio fesselt!  Sehr vielfältig, psychologisch, durchdacht und spannend. Das Ende  – ja – das leider hat mir nicht so gut gefallen! Für mich fehlt hier ein richtiger Abschluss. Vielleicht enden Mark Billinghams Geschichten immer so offen, das weiß ich nicht. Ich wollte noch so viel erfahren und muss das jetzt mit mir selbst und meinem „Kopfkino“ ausmachen! Im ersten Moment habe ich gedacht: „Das kann er doch jetzt nicht wirklich machen!“ Andere Blogger haben das Ende dagegen sehr positiv empfunden! Auf jeden Fall wird das nicht die letzte von mir gelesene/gehörte Geschichte des Autors sein!

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  • Die Schande der Lebenden...von MB!

    Die Schande der Lebenden
    dreamlady66

    dreamlady66

    17. October 2016 um 23:43

    (Inhalt übernommen) Jeden Montag versammeln sich im selben Haus fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben. Sie offenbaren im Kreise ihres Therapeuten Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat, ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder – der alles über die anderen weiß. Das gleichnamige Buch, aus dem Englischen von Joachim Körber, ist im Atrium verlag erschienen. Zum Autor: Der mit dem "Royal Television Award" ausgezeichnete Mark Billingham wure in Birminham geboren und ist Autor von zum Teil äußerts erfolgreichen Drehbüchern und TV Serien. Früher arbeitete Billingham als Schauspieler, Fernsehautor sowie als Komiker. Auch heute tritt er noch gelegentlich als Komiker auf, konzentriert sich aber hauptsächlich auf das Schreiben. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London. Zusammenfassung/Fazit: Hallo & danke für Eure Zusage mit 4 CDs (à 3x86 & 1x78 min), somit tat ich mich doch etwas schwer den Durchblick zu behalten, da in 2 Handlungssträngen erzählt wurde & es schwierig war, alle Charaktere eindeutigdeutlich voneinander zu trennen - das bedarf sicherlich noch etwas Übung bzw. einem geschulteren Ohr? Jedenfalls: Mir gefällt die Stimme von Uve Teschner richtig gut, diese ist wandelbar, besonders wenn in Rage bzw. bei autoritären Persönlichkeiten aber auch im Zusammenspiel zwischen weiblichen und männlichen Protagonisten! Persönlich gibt es für mich aber zu viele Erzählpassagen ohne Unterbrechung dh musikalische oder akustische Inputs - zB Stühle rücken...fände das etwas authentischer - aber, dies ist mein 1. Hörbuch überhaupt :) - ich kam nicht wirklich gut in die Story rein bzw. entdeckte den durchgehenden roten Faden leider (noch) nicht für mich - seufz, aber Übung macht den Meister - somit weiter geht's...evtl. in diesem Fall doch eher per Buch?

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  • Nichts für nebenbei.

    Die Schande der Lebenden
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    29. September 2016 um 16:30

    Die Teilnehmer einer Therapiegruppe kämpfen alle mit ihren eigenen Dämonen. Sucht ist hier das Schlagwort. Als allerdings einer der Teilnehmer stirbt, tritt dies stark in den Hintergrund. Wer war der Täter? Was das Motiv?Ich finde es immer schwierig, ein Hörbuch objektiv zu beurteilen. Ich bin einfach nicht die Sorte Mensch, die sich hinsetzt und nur zuhört. Ich wusele nebenher durch die Wohnung, lerne für die Uni - das Hörbuch läuft nebenbei. So tue ich mich mit manchen Handlungen einfach schwer. So auch hier. Ich hätte mir wirklich gewünscht, das Buch vorher gelesen zu haben (In Zukunft werde ich das wohl auch so handhaben) weil mir viele Zusammenhänge beim ersten Hören nicht wirklich klar wurden. So musste ich einen zweiten, manchmal einen dritten Durchlauf starten und versuchen das Gehörte irgendwie zu ordnen. Das hat das Hörerlebnis für mich einfach anstrengend gemacht, daher kamen auch die zwei Sternchen Abzug zu Stande. Die parallelen Handlungsstränge machen das sowieso schon verworrene Geschehen nicht eben leichter zu verstehen. Gut konstruiert ist es, in sich schlüssig auch - nur vielleicht nicht ideal zum Hören. Umgesetzt war die Geschichte allerdings großartig. Der Sprecher Uwe Teschner verleiht den Figuren etwas ganz einzigartiges, was das Hören zum Vergnügen macht. Auch ansonsten hatte ich an der Produktion absolut nichts auszusetzen - zu Beginn hat mich die einleitende Musik noch gestört, als ich fertig war empfand ich sie allerdings als passend. Nur die Pausen zwischen den Kapiteln hätte man vielleicht minimal länger gestalten können, das wäre aber nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen und ist definitiv gut zu verschmerzen. Für eingefleischte Hörbuch Fans, die sich die Ruhe und Zeit nehmen können, sich auf die Geschichte zu konzentrieren ist das hier sicherlich ein kleiner Schatz. Allen anderen würde ich allerdings eher das Buch empfehlen - zumindest als "Einleitung" für das Hörerlebnis. 

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  • Leserunde zu "Die Schande der Lebenden" von Mark Billingham

    Die Schande der Lebenden
    JUMBO_Verlag

    JUMBO_Verlag

    Fünf Menschen, ein verschworener Kreis und jede Menge dunkle Geheimnisse „Die Schande der Lebenden“ von Mark Billingham als Hörbuch Jeden Montag versammeln sich im selben Haus fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle haben in ihrem Leben Schande auf sich geladen. Auf der Suche nach Hilfe sind sie sich zufällig beim Therapeuten Tony de Silva begegnet, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. Bei ihm offenbaren sie einander ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es eine Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer aus ihrem Kreis ermordet wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn nun ist einer von ihnen ein Mörder - der alles über die anderen weiß. Na? Neugierig geworden? Dann bewerbt euch jetzt für unsere Hörrunde! Wer sich für eines von insgesamt 10 Freiexemplaren interessiert, sollte sich bis Freitag, den 12.08.2016 bei uns melden und darf gerne folgende Frage beantworten: „Die Lügen der anderen“ und „Die Schande der Lebenden“ sind als Titel bereits vergeben. Aber wie könnte der nächste Krimi von Mark Billingham heißen? Wenn ihr vorab schon einmal einen ersten Eindruck vom Inhalt und Uve Teschner als Sprecher gewinnen wollt, gibt’s hier eine Hörprobe. Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Hörrunde! Euer JUMBO-Team

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    • 105
  • Gruppentherapie

    Die Schande der Lebenden
    Maddinliest

    Maddinliest

    23. September 2016 um 16:25

    Eine Selbsthilfegruppe trifft sich wöchentlich am Montag. Sie leiden alle an einer Sucht mit der sie in der Vergangenheit das aus den Fugen geratenen Leben überspielen wollten. Die Teilnehmer sind recht unterschiedlich, dennoch begegnet man sich in der Gruppe mit Respekt und Anstand. Der Austausch ist offen und vertrauensvoll. Der Leiter der Runde bittet eines Tages jeden Teilnehmer über einen schändlichen Moment seines Lebens zu sprechen. Die Begebenheiten aus der Vergangenheit werden ans Tageslicht gebracht und vielleicht wäre es besser gewesen, sie im Unterbewusstsein schlummern zu lassen...  Mark Billingham erzählt die Geschichte in einer lebendigen Sprache. Er nutzt dabei unterschiedliche Zeiten (Jetzt - Damlas) in denen er sich immer wieder geschickt hin- und herbewegt. Die Hintergrund-informationen werden so nach und nach an den Leser bzw. Hörer weitergegeben und laden immer wieder zum Spekulieren ein. Die Spannung wird vom Autor langsam aufgebaut und erst im zweiten Teil der Geschichte richtig hochgetrieben. Zunächst musste ich mich ein wenig mit den vielen Namen und Protagonisten auseinandersetzen, um auch jeweils die entsprechenden Krankheiten und Schicksale richtig zuordnen zu können. Dies gelingt aber sehr gut und schnell ist man ein Teil der Gruppe und lauscht auf den Austausch der Teilnehmer. Die Umsetzung des Buches als Hörbuch ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Die ausgewählte Stimme von Uve Teschner war ein Glücksgriff. Seine charismatische Stimme passte aus meiner Sicht hervorragend zu der Geschichte. Er konnte den einzelnen Teilnehmern der Runde eine eigene Stimme und somit Charakter geben. Toll gemacht!!! Insgesamt kann ich "Die Schande der Lebenden" weiterempfehlen und bewerte das Hörbuch mit 4 von 5 Sternen!!!

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  • Die Schande der Lebenden (Hörbuch) - eine spannende, aber komplexe Geschichte

    Die Schande der Lebenden
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    15. September 2016 um 13:32

    Klappentext:Fünf Menschen – ein verschworener Kreis und jede Menge dunkle GeheimnisseJeden Montag versammeln sich im selben Haus fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle haben in ihrem Leben Schande auf sich geladen. Auf der Suche nach Hilfe sind sie sich zufällig beim Therapeuten Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. Bei ihm offenbaren sie einander ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es eine Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer aus ihrem Kreis ermordet wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn nun ist einer von ihnen ein Mörder – der alles über die anderen weiß.Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem gelben Titel „Die Schande der Lebenden“ eine grüne schemenhafte Zeichnung eines Tieres und ist ansonsten in schwarz gehalten worden.Das Cover kann mich leider nicht vollkommen überzeugen, da ich es etwas zu düster empfinde und mir die Zeichnung etwas zu wenig aussagekräftig ist. Ich finde zwar, dass ein dunkles Cover zum der Geschichte gut passt, dennoch hätte ich mir insgesamt gewünscht, dass man beim Betrachten des Covers sofort einen Eindruck von der Handlung erhält.Dagegen kann mich der Titel begeistern, da er ungewöhnlich ist und sofort neugierig macht, zudem passt er meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Der Klappentext ist ebenfalls passend gestaltet und gibt einen guten Einblick in das Buch. Er weckt auf jeden Fall Interesse und hat mich vom Hörbuch überzeugt.Insgesamt gesehen eine Buchgestaltung, die trotz eines etwas zu dunklen Covers durch den Klapptext und den Titel neugierig auf das Buch macht.Eigene Meinung:Die Geschichte klang sehr interessant, weshalb ich auch auf das Hörbuch aufmerksam geworden bin.Die Handlung des Buches beginnt sofort sehr interessant und besonders das Setting der Gruppentherapie und generell die Gruppendynamik konnte mich dabei überzeugen. Die Geschichte bleibt auch durchwegs spannend und ich war mir durch das ganze Hörbuch hindurch nicht sicher, wer der Mörder ist, was mir gut gefallen hat, da man dadurch miträtseln kann. Etwas verwirrend fand ich zunächst die verschiedenen zeitlichen Handlungsstränge, die ich erst nach einiger Zeit des Hörens tatsächlich wirklich verstehen konnte. Dennoch konnte mich auch gerade diese verschiedenen Ebenen sehr fesseln und sie haben in der Geschichte für viel Spannung gesorgt.Besonders die Figuren sind mir dabei positiv aufgefallen, da sie nicht die typischen Charaktere waren, sondern meiner Meinung nach alle eine besondere Geschichte hatten, die mich bei jeder Figur fesseln konnte. Es war dabei sehr interessant, immer mehr von ihnen zu erfahren und ich konnte die Figuren auch bis zu einem gewissen Grad sehr gut verstehen und ihre Lage nachvollziehen. Die Sprache des Buches hat mir gut gefallen, da sie sehr angenehm war und man ihr auch meistens gut folgen konnte.Der Sprecher Uve Teschner konnte mich ebenfalls sehr überzeugen, da ich seine Stimme sehr angenehm fand und er die Geschichte anschaulich erzählt hat. Er hatte einen guten Ausdruck und man konnte durch seine Erzählart die Geschichte gut mitverfolgen.Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass ich die Handlung fast etwas zu anspruchsvoll für ein Hörbuch fand, da ich bei Hörbüchern oftmals nicht alles so genau verfolge wie bei einem geschriebenen Buch. Besonders ist mir das vor allem zu Beginn mit den vielen neuen Namen aufgefallen, bei denen es anfangs sehr leicht zu Verwechslungen kommen kann.Fazit:Eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, die sehr gut von dem Sprecher Uve Teschner vorgetragen wurde. Jedoch empfand ich sie als etwas zu komplex für ein Hörbuch, dennoch konnte mich die Handlung überzeugen, weshalb ich eine Empfehlung aussprechen kann.Autor:Mark Billingham, 1961 in Birmingham geboren, ist einer der international erfolgreichsten britischen Krimiautoren, seine Bücher erscheinen in über zwanzig Sprachen. Für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman, Tom Thorne, wurde er mit dem Sherlock Award ausgezeichnet. Einem großen deutschen Publikum wurde er erstmals mit seinem Thriller „Die Lügen der Anderen“ bekannt, der 2014 bei Atrium und als Hörbuch bei GoyaLiT erschien. Er wurde zum Bestseller.Allgemeine Infos:Titel: Die Schande der LebendenAutor: Mark BillinghamVerlag: Goya LitDauer: 322 Minuten auf 4 CDsPreis: 19,99 EURISBN: 978-3833736285

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  • Ich hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt...

    Die Schande der Lebenden
    MamiAusLiebe

    MamiAusLiebe

    09. September 2016 um 09:47

    Worum es geht:Jeden Montag versammeln sich im selben Haus fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben. Sie offenbaren im Kreise ihres Therapeuten Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat, ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, das in ihrer Mitte besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder – der alles über die anderen weiß. Das gleichnamige Buch, aus dem Englischen von Joachim Körber, ist im Atrium verlag erschienen.CD 1: 79:03 MinutenCD 2: 86:39 MinutenCD 3: 78:30 MinutenCD 4: 78:33 MinutenCover:Wegen des Covers bin ich auf das Hörbuch aufmerksam geworden. Der Kontrast der Farben macht es schaurig.Meine Meinung:In dieser Geschichte handelt es sich um viele verschiedene Personen, bei denen es am Anfang nicht einfach ist sie zu unterscheiden, da Vornamen als auch Nachnamen gebraucht werden. Doch hat man einmal den Dreh raus, ist es interessant die einzelnen Geschichten hinter den Charakteren zu erfahren. Dennoch sie mir alle nicht sympathisch. Dies hängt aber wahrscheinlich einfach mit ihrer Vergangenheit und ihren Problemen zusammen, die sie zu das gemacht haben was sie sind.Bei diesem Hörbuch gibt es immer einen Zeitsprung zwischen "Damals" und "Jetzt", was sehr gekonnt ist, da sich so allmählich alles aufklärt.Der Sprecher Uve Teschner hat eine sehr angenehme Erzählstimme. Besonders überrascht hat mich, dass er die Frauenstimmen so schön sprechen konnte, wobei er eigentlich keine feminine Stimme hat.Alles in allem ein spannendes Hörbuch, jedoch muss man sehr aufpassen der Story zu folgen. Als Buch ist es wahrscheinlich noch eher zu empfehlen.Bewertung:4 Sterne

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  • spanendes Hörbuch

    Die Schande der Lebenden
    Simi159

    Simi159

    06. September 2016 um 11:28

    Jeden Montagabend trifft sich eine ganz spezielle Gruppe von Suchtkranken bei dem Therapeuten Tony de Silva. Jeder der Teilnehmer hat eine dunkle Vergangenheit, kämpft gegen seine eigenen Dämonen. Alkohol, Kaufsucht, Bullemie alles ist vertreten. Die fünf Teilnehmer sollen sich gegenseitig halt geben, damit sie weiterhin clean bleiben. Einzige Regel die für die fünf und ihren Therapeuten gilt ist, was Montags besprochen wird verläßt nicht diesen Raum. Doch als einer aus der Gruppe ermordet wird, ist den restlichen vier klar, einer von ihnen ist ein Mörder. Nur Wer? Fazit: Der Autor, Mark Billingham, versteht es, aus klassischen Zutaten einen spannenden und gleichzeitig temporeichen Thriller zusammen zubauen. Eine geschlossene Gruppe, in diesem Fall eine Therapiegruppe -samt Therapeut, da ist jeder verdächtig, denn jeder hat ein dunkeln Geheimnis und somit ein Motiv. Die Charaktere sind ein sehr bunte Mischung, passend für einen Thriller, von alt bis Jung, mit großen wie kleinen Geheimnissen und Vergehen. Alle wirken authentisch, nie hat man das Gefühl, da ist ein Charakter für die Geschichte zurecht gebastelt worden. Obwohl es nur insgesamt sechs Hauptcharaktere sind, braucht man etwas bis man alle auseinander halten kann und weiß, wer, wer ist. Das führt zu einem weiteren Verwirrspiel und lies mich beim Lesen doppelt mitraten. Denn die Herren und den Therapeuten bekommt man recht schnell in den Griff, doch die drei Damen brauchen etwas Aufmerksamkeit. Das macht es die Hörbuchfassung, und dass einem einer Vorliest auch nicht leichter. Denn man muss sich hier schon etwas konzentrieren um die Personen auseinander zuhalten, und dem lauf der Geschichte zu folgen. Die Stimme von Uwe Techner, passt für mich perfekt zu dieser undurchsichtigen Geschichte. Er hat eine ruhige, tiefe Stimme, die perfekt zu diesen Personen und ihren dunklen Geheimnissen passt. Geschickt entsteht sehr schnell ein spannender Sog, den die Geschichte ist aus mehreren Zeitebenen zusammen gesetzt, die Stück für Stück ein komplexes Bild entsteht lassen. Über falsche Fährten vom Autor gelenkt mit einem überraschenden Ende, bei dem das gute Siegt und doch das Recht nicht gewinnt. Bis zum Ende habe ich nicht gewußt, wer der Täter ist und warum, das Opfer sterben musste… Ein spannender, unblutiger, temporeicher Thriller, der durch die unterschiedlichen Charaktere und Zeitebenen lebt… Von mit gibt es 4 STERNE.

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  • Damals und Heute

    Die Schande der Lebenden
    Nelebooks

    Nelebooks

    05. September 2016 um 18:58

    Allgemein: Das Cover gibt keinerlei Information über den Inhalt wieder. Nur durch das Schwarz sieht es geheimnisvoll aus. Uve Teschner hat eine sehr angenehme Stimme. Ich habe ihm gerne zugehört. Er hat es durch die Veränderung der Stimme geschafft, dass der Zuhörer die Charaktere besser auseinander halten konnte. Die Musik zum Anfang und Ende fand ich gut gewählt. Meinung: Am Anfang viel es mir recht schwer die Charaktere zu unterscheiden, da sie teilweise mit Nachnamen und teilweise mit Vornamen benannt wurden. Generell musste ich mich manchmal wieder besser darauf konzentrieren zuzuhören, da meine Gedanken immer mal wieder abgeschweift sind. Das wäre bestimmt beim Lesen des Buches nicht der Fall. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, doch leider war mir keiner richtig sympathisch, außer der Ermittlerin. Auch haben alle irgendwie nicht nur selbst, sondern noch in der Familie ihre Probleme / Geheimnisse, was die ganze Geschichte noch viel komplexer macht. Schön fand ich, wie die zwei Erzählweisen von "Damals" und "Heute" am Ende ineinander fließen. Das Ende habe ich so teilweise nicht erwartet, auch lässt es Raum für einen zweiten Teil, Fazit / Empfehlung: Da das Hörbuch mich nicht wirklich gepackt hat, aber dennoch sehr interessant war, würde ich eher empfehlen, das Buch zu lesen (auch wenn der Sprecher das sehr gut gemacht hat). Denn die Geschichte ist sehr komplex und viele Details sind entscheidend, was man beim Lesen bestimmt besser mitbekommt und nicht so sehr abschweift. (c) Nelebooks

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  • Toter Therapieteilnehmer

    Die Schande der Lebenden
    Estrelas

    Estrelas

    04. September 2016 um 11:25

    In einer Therapiegruppe für Suchtkranke sind die Abhängigkeiten der Teilnehmer und ihre Vorgeschichte das gemeinsame Thema, bis einer der Teilnehmer ermordet wird. Es ist gar nicht so leicht, dem Geschehen in diesem Hörbuch zu folgen. Zunächst gibt es verschiedene Zeitebenen (damals und heute), Handlungsorte und zahlreiche Protagonisten. Darüber hinaus werden innerhalb der Therapie die Personen beim Vornamen genannt, während die Ermittler nur die Nachnamen verwenden, was für zusätzliche Komplexität sorgt. Die Identifikation mit dem Figuren ist nicht naheliegend, andererseits sorgen unerwartete Wendungen dafür, den Hörer am Ball zu halten. Und am Ende merken wir, dass wir keine Ahnung hatten, was sich hinter den Kulissen abspielte.

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  • Eene, meene, muh ...

    Die Schande der Lebenden
    black_horse

    black_horse

    23. August 2016 um 22:01

    Fünf (ehemals) Süchtige, ein Therapeut - diese Gruppe steht im Mittelpunkt des Hörbuchs. Eine Person aus der Gruppe stirbt. Warum und wer steckt dahinter? Dieses Hörbuch erzählt auf verschiedenen Ebenen von der Suche nach dem Mörder. Abwechselnd wird in die Zeit vor dem Mord zurückgeblendet und über die Ermittlungen in den Tagen nach dem Mord berichtet. Das ist zu Beginn oft etwas verwirrend, da die Abschnitte auf den CDs ohne deutliche Pausen ineinander übergehen. Die Abschnitte, die im Gefängnis spielen, sind schwer einzuordnen. Sehr intensiv wird die Gruppendynamik beleuchtet und jedes einzelne Mitglied charakterisiert. Therapeut Tony sorgt dafür, dass die Teilnehmer ihre persönlichen Geschichten ans Licht bringen. Dabei hat er selbst sein Leben nicht so richtig im Griff. Schritt für Schritt werden Motive geliefert, die natürlich zunächst eher fehlleiten, ehe die richtige Spur gefunden wird. Die kommt überraschend, genau wie die Lösung eines zweiten Rätsels. Dann ist recht plötzlich Schluss, ohne dass die Ermittlungen abgeschlossen wurden. Ich war ziemlich perplex und habe mir den letzten Track mehrmals angehört, aber ja, anscheinend hat der Autor an dieser für mich unerwarteten Stelle seinen Roman beendet. Mir kam das Hörbuch damit "unvollständig" vor. Der Sprecher des Hörbuchs macht seine Sache sehr gut. Positiv fand ich auch die einleitende Musik. Schön wären kurze (musikalische?) Pausen zwischen den Szenenwechseln gewesen. Alles in allem eine gelungene Hörbuchproduktion. Ich denke aber, dass dieses Buch sich besser selbst lesen lässt.

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  • Ein sehr geschickt in Szene gesetztes, spannendes Psychogramm

    Die Schande der Lebenden
    BookHook

    BookHook

    23. August 2016 um 15:52

    Zum Inhalt:Einmal in der Woche trifft sich eine kleine, heterogene Therapiegruppe im Haus des Therapeuten Tony De Silva: Robin, Chris, Heather, Diana und Caroline. Alle kämpfen für sich alleine mit ihren Süchten, Ängsten und Problemen und versuchen, in der Gruppe und bei Therapeut Tony Halt zu finden. Es herrscht absolute Vertraulichkeit unter ihnen, zumindest so lange, bis jemand aus ihrem Kreis kaltblütig ermordet wird…Meine Meinung:Zum Einstieg in die Geschichte musste ich mich doch recht stark aufs Zuhören konzentrieren, um die sechs Hauptcharaktere zunächst einmal besser kennenzulernen und auseinanderhalten zu können. Hinzu kommt, dass Autor Mark Billingham (u.a. „Die Scherben der Wahrheit“; „Zeit zum Sterben“) seine Geschichte in drei verschiedenen parallelen Handlungssträngen zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Doch als ich erstmal in dieser Geschichte richtig drin war, hat sie mich auch nicht wieder losgelassen. Dreh- und Angelpunkt dieser Story sind die sechs sehr unterschiedlichen Charaktere, die allesamt – mal etwas mehr, mal etwas weniger – stark polarisieren, und deren Interaktion miteinander für mich den ganz besonderen Reiz dieser Story ausmachen. Drei Männer (Therapeut Tony, der medikamentenabhängige Arzt Robin und der süchtige Call-Boy Chris) und drei Frauen (die ehemals drogen- und spielsüchtige Heather, die alkoholkranke Diana sowie die zwanghaft essgestörte Caroline), die sich in den Therapiesitzungen ihre tiefsten Ängste und Geheimnisse anvertrauen. Hier präsentiert der Autor sechs sehr intensive und spannende Charakterstudien.Als sehr geschickt empfunden habe ich auch das Stilmittel der parallel erzählten zwei Haupt-Handlungsstränge, die die Geschehnisse kurz vor dem Mord („damals“) und während der Mordermittlungen („jetzt“) beleuchten. Hierdurch tappt auch der Leser sehr lange Zeit im Dunkeln, was die Hintergründe der Tat, geschweige denn den Täter angeht. Dass man dabei ganz genau weiß, auf welch schreckliches Ereignis die Geschehnisse im „damals“-Strang hin führen, macht das Verfolgen der Story für meinen Geschmack sehr spannend. Als „Sahnehäubchen“ obendrauf gibt es noch den lose eingestreuten dritten Handlungsstrang, der bewusst nicht zeitlich eingeordnet ist und in dem die Identität der beiden interagierenden Personen ebenfalls bewusst bis zum Ende im Verborgenen bleibt. Auf diese Art schafft es der Autor, die Spannungs-Schraube im Fortgang der Geschichte immer weiter anzudrehen und bis zum – für mich - wirklich überraschenden Finale bis nahezu ins unerträgliche zu steigern. Am Ende präsentiert Billingham eine logische und nachvollziehbare Auflösung, die für meinen Geschmack in sich schlüssig ist. Die Hörbuchproduktion ist sehr professionell und abgesehen von sehr wenig musikalischer Unterlegung zu Beginn und zum Ende sehr minimalistisch gehalten, was für meinen Geschmack sehr gut zur Story passt. Lediglich zwischen den einzelnen Kapiteln / Zeiten hätte man vielleicht 1 – 2 Sekunden mehr Pause lassen können. Sprecher Uve Teschner, der schon sehr vielen Hörbüchern seine Stimme geliehen hat (u.A. div. Chris Carter-Titel und die „Natchez“-Trilogie), macht mal wieder einen ausgezeichneten Job: Stimmlage, Betonung und Tempo habe ich stets als angemessen und sehr angenehm empfunden. Einigen Charakteren (insbesondere Robin) verleiht Teschner einen unverwechselbaren Akzent, was bei einem Hörbuch ja sehr vorteilhaft ist. FAZIT:Ein äußerst spannendes Psychogramm, gekonnt und atmosphärisch dicht erzählt.

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