Mark Billingham Tödlicher Verdacht

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Inhaltsangabe zu „Tödlicher Verdacht“ von Mark Billingham

Sie hat ihren Mann ermordet und dafür gebüßt, aber Rache währt länger als der Tod ... Alan Langford ist seit zehn Jahren tot. Damals fand man seine Leiche in einem ausgebrannten Auto. Es war Mord, und seine Ehefrau Donna wurde verdächtigt, am Tod ihres Mannes beteiligt gewesen zu sein. Viele Jahre hat sie dafür im Gefängnis verbracht. Doch kurz vor ihrer Entlassung erhält sie einen anonymen Brief mit einem aktuellen Foto von Alan. Sollte dieser Mann, den sie aus tiefstem Herzen hasst, noch leben? Bei dem Versuch, genau das herauszufinden, gerät DI Tom Thorne an einen unberechenbaren Killer.

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  • Tom Thorne braucht dringend Urlaub

    Tödlicher Verdacht
    Stefan83

    Stefan83

    21. May 2012 um 08:45

    Mit "Tödlicher Verdacht" liegt nun der neunte Band aus der Reihe um Detective Inspector Tom Thorne vor, von der inzwischen ein Großteil nur noch antiquarisch erhältlich ist, denn Fakt ist: Den Durchbruch hat Billingham in Deutschland nie so wirklich geschafft. Anders als Ian Rankin, wurde ihm jedoch auch von Verlagsseite nie diese Aufmerksamkeit zuteil, was sich nicht nur in den immer wieder ändernden Cover-Aufmachungen widerspiegelt, sondern auch in der Auswahl der Titel, welche vermuten lassen, dass sich, vom Lektor mal abgesehen, nie jemand näher mit dem Inhalt der Romane befasst hat. "Tödlicher Verdacht" (im engl. "From the Dead") ist allerdings selbst für Goldmann ein neuer Tiefpunkt. Das Mark Billingham sich nochmal auf dem deutschen Buchmarkt einen Namen macht, halte ich inzwischen jedoch selbst für unwahrscheinlich, auch weil die Serie, wie die Hauptfigur Tom Thorne, in die Jahre gekommen ist und einiges vom früheren Esprit und Witz verloren hat. Der aktuelle Fall ist eine alles in allem gut konstruierte Geschichte, der es aber einfach an Überraschungsmomenten fehlt und die allzu linear auf das vorhersehbare Ende zuläuft. Die Twists und Doppel-Twists, welche Billingham früher ausmachten, bleiben aus, die Figuren, insbesondere Thornes Gegenspieler bleiben erschreckend blass und leblos. Und über Billinghams sonst so zielsicheren Humor konnte ich diesmal nur schmunzeln. Hinzu kommt das behäbige Erzähltempo, was vom unnötigen Beziehungsblabla zwischen Throne und seiner Angebeteten noch in die Länge gezogen wird. Wo sich sonst die Nackenhaare aufstellten, ließ mich in "Tödlicher Verdacht" der Plot gänzlich kalt. Der Tod eines Katers aufgrund von Magenkrebs war da fast schon noch der emotionalste Moment. Alles in allem hat es den Anschein, als hätte sich hier jemand mühsam aus dem bequemen Sessel hochgewuchtet, um endlich "dieses blöde Buch fertigzubekommen", damit der Verleger Ruhe gibt. Sicherlich ein ungerechtigter Vorwurf, aber der qualitative Absturz gegenüber dem Vorgänger legt diesen Verdacht irgendwie nahe. So gibt es insgesamt leider zu wenig, um "Tödlicher Verdacht" weiterempfehlen zu können. Wer der Thorne-Serie nicht schon länger die Treue hält, darf sich jedenfalls einen Kauf verkneifen. "Tödlicher Verdacht" ist nach "Blutzeichen" der bis hierhin schlechteste, weil einfach zäheste Band. Am Ende kann man nur konstatieren, was schon die Sitznachbarin Thornes auf dem Flug nach Malaga sagt: "Es sieht aus, als könnten Sie etwas Urlaub vertragen". Ja, das würde dieser Serie wahrscheinlich doch mal ganz gut tun.

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