Auch im dritten Band der Reihe beweist der Autor erneut, wie konsequent er seine Leser fesseln kann. Die Geschichte setzt die Suche nach dem Täter fort, der bereits im vorherigen Teil im Mittelpunkt stand — und sofort ist man wieder mitten im Geschehen. Die Frage, die einen durch das gesamte Hörbuch begleitet, lautet: Schaffen sie es diesmal endlich, ihn zu finden? Doch genauso drängend bleibt die zweite: Werden sie auch den übergeordneten Fall lösen können?
Atticus Priest steht diesmal unter noch größerem Druck. Ihm werden Steine in den Weg gelegt, Hindernisse, die nicht nur seine Arbeit erschweren, sondern ihn mehrfach selbst in Gefahr bringen. Genau das sorgt dafür, dass man wieder mitfiebert, mitleidet und manchmal sogar die Luft anhält. Die Spannung entsteht nicht nur durch den Fall, sondern auch durch die persönliche Bedrohung, die über Atticus schwebt.
Die emotionale Wirkung ist enorm: Man wird wütend, man möchte eingreifen, man möchte die Figuren warnen oder unterstützen — doch als Leser bleibt man, wie so oft, machtlos und kann nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Diese Mischung aus Ohnmacht und Mitfiebern macht den dritten Teil besonders intensiv.
Und das Ende?
Ganz im Stil der Reihe lässt es einen mit einem großen Fragezeichen zurück. Nicht frustriert, sondern elektrisiert. Man weiß, dass man weiterlesen muss, weil die offenen Fragen einen nicht loslassen.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft allerdings nicht die Geschichte selbst, sondern die Produktion des Hörbuchs: Am Ende wird Werbung für eine andere Reihe eingespielt — an sich völlig legitim. Doch die Formulierung, man habe „vielleicht eine Reihe, die noch besser ist als das, was Sie gerade gehört haben“, wirkt in diesem Kontext befremdlich. Besonders, weil die Atticus‑Priest‑Reihe zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist. Das nimmt dem Moment etwas von seiner Wirkung, auch wenn es den Inhalt des Buches selbstverständlich nicht schmälert.


















