Mark Gartside Zwei und zwei

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(8)
(4)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Zwei und zwei“ von Mark Gartside

Alles begann mit einem Lächeln. 1985: Graham ist fünfzehn, trägt eine Vokuhila-Frisur und trinkt auf einer Party ein warmes Bier. Nie hätte er gedacht, dass er an diesem Abend seiner großen Liebe begegnen würde. Doch ab dem Moment, als er Charlotte sieht, ist es um ihn geschehen. Er weiß, sie wird sein Leben verändern. 2009: Graham ist vierzig und wohnt mit seinem fünfzehnjährigen Sohn Michael in einer alten Scheune, die er einst mit Charlotte restaurierte. Hier hatten sie zusammen alt werden wollen, Charlotte und er. Noch Jahre nach ihrem plötzlichen Tod hält Graham beharrlich an seiner Trauer fest. Den Ratschlag seiner Mutter, dass man loslassen muss, um etwas zu gewinnen, schätzt er wenig. Er übersieht, wie sehr Michael ihn braucht und bemerkt erst, als es fast zu spät ist, worauf es im Leben wirklich ankommt: weitermachen, weiterlachen, weiterlieben.

Gefühlvolle Geschichte über die erste große Liebe und die Schicksalsschläge des Lebens. Teilweise etwas zu sehr konstruiert.

— Hamlets_Erbin

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

Schockierend, traurig und dramatisch - ein Jugendsommer, nachdem man alle Illusionen begraben kann.

jenvo82

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Außergewöhnlich, jedoch chaotisch!

SophLovesBooks

In einem anderen Licht

Eine tolle Story die die Vergangenheit mit der heutigen Zeit großartig miteinander verwebt

Annabeth_Book

Sonntags fehlst du am meisten

Nachdenkliche Familiengeschichte

Schnuck59

Kleine Fluchten

Wunderschön für zwischendurch

HarleyQuinnQueenofGotham

Kleiner Streuner - große Liebe

Die perfekte Mischung aus Weihnachtszauber, Liebe, Humor und Spannung - selbst für Weihnachtsmuffel und Grinsch!

TanjaJahnke

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Es geht immer weiter!

    Zwei und zwei

    Jare

    23. March 2013 um 16:43

    Mit fünfzehn lernt Graham, Sohn einer Arbeiterfamilie in Mittelengland, seine große Liebe Charlotte kennen. Trotz der Standesunterschiede stehen die beiden zu ihren Gefühlen. Fünfzehn Jahre später lebt Graham mit seinem Sohn Michael in einer alten Scheune, die er zusammen mit Charlotte renoviert hat. Nach ihrem plötzlichen Tod steht Graham allein vor der Aufgabe, Michael zu erziehen. Dabei sieht er nicht, wie sehr sein Sohn ihn braucht. „Zwei und zwei“ ist das überaus lesenswerte Debüt des Engländers Mark Gartside. Sehr einfühlsam erzählt er die Geschichte eines alleinerziehenden Vaters, der nicht nur den Verlust seiner großen Liebe verkraften, sondern auch erkennen muss, das sein Sohn Probleme hat, bei denen er einen Vater braucht, der hinter ihm steht. Einen Großteil seiner Spannung zieht der Roman anfangs aus der Frage, wie Charlotte ums Leben kommt. Doch je weiter der Roman voranschreitet, desto mehr rücken andere Punkte in den Blickpunkt: Michael verliebt sich in Carly und ist dabei so alt, wie Graham, als dieser Charlotte kennenlernte. Allerdings gibt es da noch Carlys gewalttätigen Exfreund, der Michael das Leben schwer macht und Graham in der Entscheidung bestärkt, die Beziehung seines Sohnes zu torpedieren. Außerdem lernt Graham Pippa kennen, eine Ärztin, bei der er zum ersten Mal das Gefühl hat, einen Neuanfang mit einer Frau zu wagen. Mark Gartside springt in seinen Kapiteln in den Zeiten umher. Dadurch erfährt der Leser zum einen, wie die Geschichte mit Michael und Pippa vorangeht, er erfährt aber auch, wie es Graham und Michael nach Charlottes Tod ergangen ist. Und gerade hier hat der Autor einige Überraschungen parat, denn es sind Ereignisse eingetreten, die Grahams weiteres Leben entscheidend geprägt haben. Mark Gartsides Schreibstil ist einfühlsam, lustig und spannend, ohne auf einer einzigen Seite kitschig zu sein. Man leidet mit Graham, kann manche Entscheidung nachvollziehen und will ihn von anderen abhalten. Und wenn man dies als Leser möchte, hat der Autor alles richtig gemacht. Er erreicht nämlich die totale Identifikation mit seiner Hauptfigur.  Nebenbei nimmt der Autor den Leser auf einen kurzen Streifzug durch die jüngere englischen Geschichte mit und spart an der einen oder anderen Stelle auch nicht mit ein wenig Sozialkritik.  Am Ende scheint alles auf eine große Katastrophe zuzusteuern. Hier zieht Mark Gartside die Spannungsschraube ein wenig fester an. Ob es an allen Fronten wirklich ein Happy End gibt, muss jeder Leser selbst entdecken. Fest steht, das auch das Ende weder kitschig noch pathetisch, sondern sehr glaubhaft und authentisch ist. Fazit: Mark Gartside legt mit „Zwei und zwei“ einen ganz hervorragenden Roman vor, der weibliche und männliche Leser begeistern wird. Die Geschichte eines Mannes, der den Verlust seiner großen Liebe und die Erziehung eines pubertierenden Sohnes meistern muss, überzeugt sowohl stilistisch als auch inhaltlich. Mark Gartside ist ein Name, den man sich unbedingt merken muss.

    Mehr
  • Rezension zu "Zwei und zwei" von Mark Gartside

    Zwei und zwei

    LindyBooks

    23. December 2012 um 02:30

    "Zwei und Zwei" von Mark Gartside ist ein Debütroman und wirklich ein wundervolles Buch. 1985: Graham ist fünfzehn, trägt eine Vokuhila-Frisur und trinkt auf einer Party ein warmes Bier. Nie hätte er gedacht, dass er an diesem Abend seiner großen Liebe begegnen würde. Doch ab dem Moment, als er Charlotte sieht, ist es um ihn geschehen. Er weiß, sie wird sein Leben verändern. 2009: Graham ist vierzig und wohnt mit seinem fünfzehnjährigen Sohn Michael in einer alten Scheune, die er einst mit Charlotte restaurierte. Hier hatten sie zusammen alt werden wollen, Charlotte und er. Noch Jahre nach ihrem plötzlichen Tod hält Graham beharrlich an seiner Trauer fest. Den Ratschlag seiner Mutter, dass man loslassen muss, um etwas zu gewinnen, schätzt er wenig. Er übersieht, wie sehr Michael ihn braucht und bemerkt erst, als es fast zu spät ist, worauf es im Leben wirklich ankommt: weitermachen, weiterlachen, weiterlieben. * Die Kapitel wechseln sich ab, Gegenwart, Vergangenheit, Gegenwart, Vergangenheit, ... bis die Zeitspanne immer geringer wird und zum Schluss nur noch Gegenwart ist, nämlich das Jahr 2010. Es ist aber gut gemacht, man wird nie heraus gerissen, es bleibt immer spannend und der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen, sodass man das Buch so ziemlich schnell durch bekommt. * In dieser Geschichte geht es viel mehr als nur um Liebe und Tod. Es geht um die Diskrepanz zwischen Arm und Reich und wie da eine Jugendliebe bestehen kann, es geht um Politik in England zwischen 1985 und 2010 (das hat mir sehr gut gefallen), es geht um Alkoholismus und wie man es schaffen kann, aus einer Sucht wieder heraus zu kommen. Es geht um Krankheiten (Kerbs, Alzheimer), es geht darum, wie unterschiedlich Jungs in unterschiedlichen Zeiten aufwachsen, usw. Auf jeden Fall hatte ich nicht erwartet, dass es eigentlich so viele Themen vereint und es gut in die Handlung gepasst hat und sehr realistisch war. * Tolles Buch, 5 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Zwei und zwei" von Mark Gartside

    Zwei und zwei

    Ati

    04. November 2012 um 13:35

    Viel findet man nicht, wenn man sich hierzulande auf die Suche nach Informationen über Mark Gartside macht. Sein Autorenblog wird gerade erst aufgebaut. Laut Verlagsseite ist Gartside verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mal in den USA, mal in seiner Geburtsheimat England. Dort, wo er in den 1970ern aufwuchs, spielt auch sein Debütroman Zwei und Zwei - in Warrington/Nordengland. Und auch seine Hauptfigur dürfte in seinem Alter sein. Es gibt den Spruch, dass das Leben die schönsten Geschichten schreibt. Eigene Erfahrungen werden den einen oder anderen an dieser Stelle denken lassen, dass schön relativ ist. Dass das nicht stimmt, weil das Leben ungerecht ist. Mark Gartside verwendet in seinem Debüt keine fantastischen Elemente. Er bemüht auch keine blutig-konstruierten Verbrechen, schockierende Horrorszenen oder reiht aufregende Sexszenen aneinander. Stattdessen verfasste er eine Geschichte, die auch das Leben geschrieben haben könnte. Berührend, erschütternd und aufwühlend ist sie jedoch allemal. Seine, Zwei und Zwei erzählende Hauptfigur Graham, hat das Glück, der Liebe seines Lebens bereits als Teenager zu begegnen. Jahre später bekommen sie einen Sohn, wollen heiraten. Dann allerdings wird Charlotte viel zu früh und vollkommen überraschend aus dem Leben gerissen. Graham trinkt danach zu viel, droht völlig abzustürzen und dadurch auch noch den kleinen Michael zu verlieren. Doch er schafft es, sich zu fangen. Michael wird älter, kommt in die Pubertät und bringt seine erste Freundin mit nach Hause. Gleichzeitig bemüht er sich darum, seinem Vater eine Freundin zu verschaffen. Was ihm mit List und Tücke auch gelingt, obwohl Graham eigentlich längst schon mit dem Kapitel Partnerschaft abgeschlossen hat. Zu verbunden fühlt er sich nach wie vor seiner verstorbenen Frau. Doch das Leben meint es gut mit Graham, findet er doch mit Pippa eine zweite Liebe. Allerdings muss er bald darauf erneut erleben, dass Glück überaus zerbrechlich ist. Das Schicksal droht ihm nicht nur Pippa, sondern auch Michael ein zweites Mal zu entreißen. Und er muss noch weitere Verluste hinnehmen. Klingt ein wenig melodramatisch? Keine Sorge. Dramatik findet man in Zwei und Zwei - Melodramatik jedoch nicht. Der Autor webt zwei Erzählstränge. Der eine umfasst die Zeit ab 2009, der andere den Zeitraum von 1985 bis 1999 bzw. mit einem großen Sprung noch bis 2008. Abwechselnd lässt Gartside seine LeserInnen einen Blick auf die jüngere und ältere Vergangenheit Grahams und Michaels werfen, bis sich die beiden Stränge dann gleichermaßen harmonisch wie dramatisch im 28. Kapitel im Jahr 2010 vereinen. Durchweg alle Kapitel lesen sich sehr angenehm. Der flüssige, plakative Schreibstil lässt die Handlungsorte authentisch wirken. An denen geht es um Liebe und Freude. Um Träume und Wünsche. Um Trauer und Verzweiflung. Um Versagen und Schwächen. Um Familie und Freundschaft. Um Hilfe und die Fähigkeit Hilfe anzunehmen. Der Humor kommt darüber ebenfalls nicht zu kurz. Nicht nur durch Grahams teils selbstironische Gedanken und den Passagen, die die glückliche Seite von Grahams und Michaels Leben beleuchten. Nicht nur, aber noch immer heben sich automatisch meine Mundwinkel, wenn ich an Michaels Dating-Aktion oder an Tommys Truthahneinkauf denke. Emphatisch lässt der Autor seine LeserInnen einen unverstellten Blick in das Empfindungsleben eines Menschen werfen, der die ganze Bandbreite an Gefühlen erleben darf aber auch muss. Dabei lässt Gartside unschöne Dinge, wie Alkoholismus, Gewalt und die Perspektivlosigkeit einer ganzen Generation ebenfalls nicht außer Acht. Die Art und Weise, wie er ohne Beschönigungen die hilflose Seite Grahams darstellt, sorgt dafür, dass man sich gut in ihn hineinversetzen kann. Genau wie in alle anderen Figuren, egal ob es sich um Charlotte oder Pippa, Grahams Schwager Richard oder seine Eltern und Schwiegereltern, um Michael, dessen Freundin Carly, deren Vater Billy oder Grahams Freund Tommy handelt. Sie alle machen Fehler und haben Schwächen. Demgegenüber stehen jedoch ihre liebenswerten, hilfsbereiten und starken Seiten. Sie alle sind nicht perfekt. Nicht jeder durchweg sympathisch. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie lebensnah und echt wirken. Der mattgriffig bedruckte Schutzumschlag zeigt übrigens einen Strand, an dem zwei im Gegenlicht dargestellte Personen laufen. Vater und Sohn. Dieses Bild spiegelt die Einsamkeit, die Graham über lange Zeit begleitet, treffend wieder. Der Orangeton, indem sowohl die Wolken als auch der Strand verwaschen übermalt, passt sowohl auf die Hilflosigkeit wie auch auf Kraft, die Gartsides Figuren innewohnt. Genauso lässt der blau angedeutete Himmel, trotz aller Wolken, auf Hoffnung schließen. Fazit: Die schönsten Geschichten schreibt das Leben? Darüber muss man, glaube ich, nicht streiten. Ebenso wenig darüber, dass es wohl auch die berührendsten Geschichten schreibt. Genau wie Gartside, denn Zwei und Zwei ist wie gesagt einer der Romane, der mitten aus dem Leben stammen könnte. In denen unsere Nachbarn, Freunde oder wir selbst eine Rolle spielen könnten. Einer der Romane, die ohne große Crash-Boom-Bang- oder Gruseleffekte unter die Haut gehen, weil das, was darin passiert, jedem von uns widerfahren könnte. Keinesfalls nur, aber doch auch Sparks-LeserInnen dürften an Gartsides Roman Gefallen finden. Ich möchte für Zwei und Zwei fünf von fünf Punkten vergeben, ist es doch ein gelungenes leises, nachdenkliches, gleichermaßen tragisches wie hoffnungsmachendes Debüt. Denn egal, was uns auch geschieht, laut der Seite 265 erwähnten Ringgravur König Salomons sollten wir nie vergessen: Auch das wird vorübergehen ... Copyright © 2012, Antje Jürgens (AJ)

    Mehr
  • Rezension zu "Zwei und zwei" von Mark Gartside

    Zwei und zwei

    akoya

    17. October 2012 um 19:07

    Ich habe dieses Buch in meinem Herbsturlaub lesen und richtig genießen können. Zwar hatte ich die erste Hälfte schon auf der Hinfahrt verschlungen, aber die andere Hälfte habe ich mir dann sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen. Meiner Meinung nach ist dieses Buch gefühlvoll, realistisch und anders als andere Bücher. Auf eine Art und Weise empfand ich es auch als melancholisch. Der Schreibstil des Autors war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und realistisch dargestellt. Was vielleicht auch dazu beigetragen hat, ist die Abwechslung von Vergangenheit und Gegenwart. Wir erfahren einerseits was heute bei Graham passiert und dann wiederum, was er in seiner Jugend mit Charlotte erlebt hat. Dadurch sind die Kapitel in einer angemessenen Länge und in Abschnitte des Lebens eingeteilt. Das Cover finde ich schlicht, aber ebenso passend zum Inhalt. Der Autor beschreibt die Liebe und auch die Trauer von den Protagonisten sehr gut. Er übertreibt nicht und man fühlt so sehr mit den Charakteren mit, dass mir alle sehr ans Herz wachsen konnten. Einige Stellen gingen mir ziemlich nah, auch wenn ich nicht geweint habe, konnte ich alles nachvollziehen und mitfühlen. Michael und seine Freundin haben mir auch sehr gefallen. Beide lockern so einige Situationen im Buch auf und geben eine jugendliche Frische. Leider kam ich manchmal kurzzeitig im Lesen durcheinander, was die Gedanken und Erinnerungen von Graham und Michael angeht. Jedoch hat sich das ganz schnell gelegt und ich konnte alles richtig zuordnen. Der Titel „Zwei und zwei“ passt einfach perfekt zu diesem Buch und ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch für einige Menschen, denen sowas ähnliches widerfahren ist, sehr tröstlich sein kann. Ich hoffe sehr, dass der Autor noch mehr schreiben wird und dass ich die Möglichkeit bekomme, seine Bücher auf Deutsch lesen zu können. Fazit: Eine wunderbare, realistische Geschichte über das Leben.

    Mehr
  • Rezension zu "Zwei und zwei" von Mark Gartside

    Zwei und zwei

    Kossi

    24. September 2012 um 11:15

    Zwei und zwei und doch nur EIN Leben Graham lebt als alleinerziehender Vater mit seinem pubertierenden Sohn Michael zusammen. Klar, dass in dieser Lebensphase nicht alles glatt und rosig läuft und so muss Graham sich das ein oder andere Mal mit Michaels Aktionen rumärgern. Die erste Freundin ist da nur einer der Punkte, die passieren. Doch gleichzeitig blickt Graham in seine eigene Jugend zurück und erinnert sich an die Zeit, in der er in Michaels Alter war. Damals lernte er Charlotte kennen, seine ganz große Liebe und somit die Mutter von Michael. Durch einen Schicksalsschlag verlor er seine Frau und zog seitdem den Sohn alleine groß. Der Autor hat diese beiden 'Geschichten' so ineinander verwoben, dass man sie kapitelmäßig immer abwechselnd liest. Ich liebe es, wenn Storys so erzählt werden, denn so kann man nach und nach die Gewohnheiten und das Verhalten der Menschen in der Gegenwart besser nachvollziehen. Michael möchte, dass sein Vater endlich eine neue Frau kennenlernt und meldet ihn in einer Singlebörse an. Dass diese Aktion ungeahnte Konsequenzen herbeibeschwört, ist ihm nicht klar und obwohl der Vater sich anfangs sträubt, lässt er sich irgendwann doch auf diese wahnwitzige Idee ein. Der Schreibstil des Autors ist zauberhaft! Wenn ich schöne Sätze in Büchern finden, über die ich stolpere und an denen meine Augen förmlich hängenbleiben, so notiere ich sie in mein "Buch der schönen Sätze". Allein aus diesem Buch habe ich vier komplette Absätze in mein Büchlein übertragen, weil sie so schön geschrieben wurden und mich zum Nachdenken angeregt haben. Ich liebe es, wenn ich mir plötzlich Gedanken über Dinge mache, die ich zwar selber kenne und auch schon erlebt habe, aber über die ich vorher halt nie sonderlich nachgedacht habe. Ich fand das Buch sehr flüssig und an manchen Stellen auch traurig, so dass mir die Tränen kamen. Aber ich denke, das gehört dazu, wenn man eine solche Familiengeschichte liest. Die Geschichte hatte mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen und da es in meinem Freundeskreis einen Mann gibt, dem ähnliches widerfahren ist, konnte ich sogar ein paar kleine Weisheiten daraus ziehen und seine Situation nun ein bisschen besser nachvollziehen. Eine sehr behutsam erzählte Geschichte über den Verlust eines Menschen, die damit zusammenhängende Trauer und vor allem auch das Herauskrabbeln aus einem tiefen Loch. Ein tolles Debüt eines Autors, den ich mit Sicherheit im Auge behalten werde!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks