*Womit konnte man der vielleicht berühmtesten koketten Frauenfigur der zeitgenössischen Literatur das Herz brechen und einen legendären Geheimdienstchef in seltenen Stunden unterhalten, die er mal nicht hinter der grün gepolsterten Tür verbringt? Mit Orchideen.*
Seit ihrem Bestehen wird die Royal Horticultural Society mit der Zucht von Orchideen in Verbindung gebracht. Jedes Jahr tritt ein Komitee zusammen um die schönsten Orchideen zu besichtigen und bewerten. Die preisgekrönten Pflanzen werden seit über hundert Jahren von Künstlern in Aquarellen festgehalten. Aus den bisher so entstandenen sechstausend Bildern wurden dreihundert für dieses Buch ausgewählt um die schönsten Orchideen vorzustellen.
Der Großteil des Buches widmet sich den preisgekrönten Orchideenarten. Bevor diese aber einzeln vorgestellt werden wird in einer Einleitung der Ursprung der Society und die Besonderheiten der Pflanzengattungen erläutert. Dabei wird der erste große englische Orchideenliebhaber vorgestellt, dem viele Pflanzenjäger folgen. Kurz geht die Einleitung auch auf die Wuchsform, die Lebensweise und die Fortpflanzung der Orchideen ein. Bereits hier kann der Leser viele der genormten Bilder begutachten und sich so die Pflanzen besser vorstellen.
Im Gegensatz zur Einleitung, bei der die Bilder die ganze Wuchsform der Orchideen zeigen, sind die Aquarelle im Hauptteil Detailaufnahmen der Blüten. Ergänzt werden alle Abbildungen von einer Erklärung. Diese lässt sich leicht lesen, ist kein trockenes reines wiedergeben biologischer Fakten, sondern eine Mischung aus Anekdoten zum ersten Auftauchen der Orchidee, ihrem Vorkommen und ihren Besonderheiten.
Abgerundet wird das Buch von einigen Kurzbiografien der wichtigsten erwähnten Männer.
Fazit: Ein Buch, das nicht nur für Orchideenfans interessant ist und durch die vielen farbigen Blütenaquarelle besticht.




