Mark Haddon A Spot of Bother

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Inhaltsangabe zu „A Spot of Bother“ von Mark Haddon

At 57, George Hall is settling down to a retirement. Then Katie, his daughter, announces that she is getting remarried, to Ray. Her brother Jamie observes that Ray has 'strangler's hands'. This book features a portrait of a dignified man trying to go insane politely. It also talks about the people who fall apart and come together as a family.

Lustige Familiengeschichte, sympathische Charaktere und ganz viel britischer Humor - insgesamt eine tolle Mischung.

— Zwuusel
Zwuusel

Ein stilles Meisterwerk. Eins, das einen hinterrücks mit den wichtigen Dingen des Lebens konfrontiert.

— HannaLittra
HannaLittra
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  • Anleitung zum Wahnsinnigwerden

    A Spot of Bother
    HannaLittra

    HannaLittra

    12. October 2015 um 19:51

    George hat einen Plan für den Ruhestand. Ein Gartenhaus bauen, gute Bücher lesen, ein bisschen Jazz hören. Sich möglichst wenig von seiner Familie stören lassen. Denn verstehen tut er diese Leute sowieso nicht. Seine Frau Jean lebt zwar mit ihm zusammen und kocht seine Mahlzeiten, sie schlafen auch im selben Bett, was sie in ihrer Freizeit so treibt, entzieht sich aber seiner Kenntnis. Sein Sohn Jamie ist homosexuell, ein ‚Konzept‘, was ihm in Zeiten chronischen Frauenmangels (z.B. in der Armee) theoretisch einleuchtet -  romantische Liebe zwischen zwei Männern kann er sich aber beim besten Willen nicht vorstellen. Und seine Tochter Katie – wo soll man da anfangen? Die macht eh, was sie will. Katies erste Ehe mit dem schönen Graham ist zerbrochen und jetzt lebt sie zusammen mit ihrem Sohn Jacob bei Ray. Ray verdient zwar gut und hat ein großes Haus, aber er ist auch ziemlich groß, ziemlich gerade heraus und nicht übermäßig intelligent. Während Katie fließend Französisch spricht, um Himmels willen! Über Rays Manieren könnte man hinwegsehen, wäre er der Übergangsmann, für den ihn alle halten. Doch jetzt hat Katie sich in den Kopf gesetzt, diesen Hinterwäldler zu heiraten! Das allein kann einen schon mal aus der Bahn werfen. Als er dann noch Jean im eigenen Ehebett mit seinem früheren Arbeitskollegen beobachtet und der seltsame Fleck in seiner Leistengegend bedrohlich nach Krebs auszusehen beginnt, fängt George nun seinerseits an, langsam aber sicher durchzudrehen. Er tut das auf die englische Art – heimlich, still und leise zunächst, damit es bloß keiner mitkriegt. Doch irgendwann braucht der Wahnsinn ein Ventil. A spot of bother ist großartig geschrieben! Es ist ein stilles Meisterwerk, eins, das augenscheinlich keine großen Themen behandelt - schließlich geht es um die britische Durchschnittsfamilie und ihre häuslichen Probleme – einen aber hinterrücks mit den wichtigen Dingen des Lebens konfrontiert. Mark Haddon schafft es, ernste und bisweilen tragische Szenen in eine so humorvolle Sprache einzuspinnen, dass man als Leser bisweilen lachen muss, obwohl einem zum Weinen zumute ist. Und alles, was er schreibt, ist so wahr! Seine Protagonisten konkurrieren mit ihren Liebsten darum, wer der „bessere Mensch ist“, sie reden sich Dinge schön und sie sind sich ihrer Gefühle nicht sicher. So wie Sie und ich, unsere Nachbarn und der Kollege aus der IT-Abteilung. Es sind dann auch die Protagonisten - aus deren Sicht der Roman geschrieben ist - die ihn so lesenswert machen: Katie, die für ihr Temperament ebenso berüchtigt ist wie für die Fähigkeit, ihre Meinung von einem Tag auf den andern zu ändern. Die in Ray einen tollen Vater für ihren Sohn gefunden hat, der ihr Sicherheit und Stabilität gibt, die aber kein „Ich-liebe-dich“ über die Lippen bringt. Jamie, der sich sein Leben eingerichtet hat wie seine durchgestylte Wohnung und sich davor fürchtet, jemand könnte es durcheinanderbringen. Der seinen Freund nicht mit zur Hochzeit bringen will, weil er sich denken kann, was die Verwandtschaft dazu sagt und sich vor Kitsch hütet, wo er nur kann, sich insgeheim aber nach jemandem sehnt, mit dem er zusammen alt werden kann und der ihn davor bewahrt, in seiner Familie auch den Verstand zu verlieren. Jean, die sich nach Jahren in einer Ehe, in der man sich größtenteils eher mit Höflichkeit als mit Leidenschaft begegnet, in eine romantische Affäre stürzt und für ihren Sohn und dessen festen Freund (ein Ausdruck, vor dem sie eine kurze Pause einzulegen pflegt) diskrete, schwulenfreundliche Pensionen aussucht. Und dann ist da eben George, der selbst nicht so richtig weiß, wie ihm geschieht, wenn er sich blutüberströmt in fremden Hotelzimmern wiederfindet oder in Fötushaltung unter Hecken kauert. Mein Fazit: Für jeden, der sich auch schon mal gefragt hat, was Väter an Camping-Urlaub im verregneten North Wales so toll finden. Und für die Väter, die sich fragen, warum es die Familie in den darauffolgenden Jahren eher nach Portugal oder Südfrankreich zieht. Ein Roman voll gedämpfter Tragik,  voll Herz und einer gehörigen Portion Humor.

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  • Rezension zu "A Spot of Bother" von Mark Haddon

    A Spot of Bother
    Moni

    Moni

    19. August 2012 um 17:47

    Nicht so interessant, wie "The Curious Incident ..." aber ganz passabler Lesestoff.

  • Rezension zu "A Spot of Bother" von Mark Haddon

    A Spot of Bother
    gra

    gra

    11. October 2009 um 19:17

    George hat ein anständiges und recht langweiliges Leben geführt und ist nun Rentner. Seine Frau ist treu sorgend, sein Sohn ist schwul und seine Tochter will heiraten. So weit so gut, wenn George nicht plötzlich den Boden unter den Füßen verlieren würde: er ist überzeugt, Krebs zu haben und bald zu sterben. Tatsächlich ist dem Leser bald klar, dass George eher ein psychisches Problem hat - seine Familie braucht allerdings etwas, bis sie diese Erkenntnis hat. Da hilft es nicht, dass die Hochzeit im elterlichen Haus geplant ist und Ray, der zukünftige Ehemann, gar nicht nach dem Geschmack der Eltern ist. Im Laufe der Geschichte ist die Familie gezwungen, sich zusammen zu raufen. Anschließend verstehen sie sich besser und merken auch, dass Ray eigentlich ein sehr guter Kerl ist. Die Stärke des Buches liegt nicht in der Geschichte - die ist zwar nett, aber nichts, was einen vom Hocker reißen würde. Was die Lektüre außergewöhnlich macht, ist die Fähigkeit des Autors, Gefühle und Stimmungen rüber zu bringen. Wenn man von Georges Panikattacken liest, erscheinen seine eigentlich völlig bescheuerten Gedanken und Reaktionen unglaublich logisch und vernünftig. Die Darstellung der Charaktere gelingt nicht nur bei George so gut, sondern auch bei den anderen Hauptfiguren der Geschichte, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird. Alles in allem sehr schön und kurzweilig zu lesen, manchmal lustig, manchmal ein bisschen traurig und sehr sehr britisch.

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  • Rezension zu "A Spot of Bother" von Mark Haddon

    A Spot of Bother
    bücherelfe

    bücherelfe

    03. March 2009 um 20:47

    Schräge Familiengeschichte. Flüssig geschrieben. Schöne Nebenbei-Lektüre.

  • Rezension zu "A Spot of Bother" von Mark Haddon

    A Spot of Bother
    NannyOgg

    NannyOgg

    03. December 2007 um 18:05

    Mark Haddon hat es einfach drauf Menschen unter "verrückten" Umständen zu beschrieben. Eine herrlich schräge Familiengeschichte, bei der - selbstverständlich - die gewöhnlichste Figur am verrücktesten und die schrägsten Vögel herrlich normal sind.