Mark Helprin

 3 Sterne bei 60 Bewertungen
Autor von Wintermärchen: Roman, Wintermärchen und weiteren Büchern.

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Wintermärchen: Roman

Wintermärchen: Roman

 (22)
Erschienen am 17.02.2014
Wintermärchen

Wintermärchen

 (21)
Erschienen am 01.10.1998
Ein Soldat aus dem Großen Krieg

Ein Soldat aus dem Großen Krieg

 (1)
Erschienen am 15.07.2016
Winters Tale

Winters Tale

 (0)
Erschienen am 06.11.2014
Wintermärchen

Wintermärchen

 (0)
Erschienen am 01.01.2000
Schwanensee

Schwanensee

 (0)
Erschienen am 15.07.2016

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lilstar88s avatar

Rezension zu "Wintermärchen: Roman" von Mark Helprin

Für die, die Magie und Worte mögen. Viele Worte.
lilstar88vor 2 Jahren

Wenn es einen Roman gibt, der seinen Autor als guten Schriftsteller aber als schlechten Romanschreiber etabliert, dann wohl das „Wintermärchen“ von Mark Helprin. Er hat ein großes Talent für Beschreibungen und Sprache. Ein Talent in seiner Geschichtenerzählung einen pädagogischen Wert einfließen zu lassen und fast gar nichts, was einer Perspektive ähnelt.

Es gibt eine Passage, etwa um Seite 700, in der Helprin sich in seiner Beschreibung über ein Billardspielszene überschlägt. Für den Autor schient es, dass Wörter das einzige relevante Element beim Schreiben sind; das heißt, die Ideen, die sie ausdrücken, sind zufällige Ergebnisse der Klänge, die sie machen und die kurzlebige Wirkung, die sie haben.

Mit „Wintermärchen“ hat der Leser genau das. Ein Märchen. Eine faszinierende und rührende Romanze zwischen den sympathischen Charakteren Peter Lake und Beverly Penn. Aber dann verschwindet Peter für eine lange Zeit - mehr als die Hälfte dieses enormen Wälzers - und es wird beschrieben und beschrieben und beschrieben. Der Rest der Charaktere, wie auch immer geschickt benannt, sehen alle gleich aus. Es gibt eine Reihe von Angestellten, die nach Büchern in einem Enzyklopädie-Set benannt wurden und für eine Weile scheint Mr. Helprin einen Umweg im Hyper-Realismus zu machen. Und das alles addiert sich auf ca. 300 Seiten - manche Romane sind kürzer.

Ah, das Ende. Man fängt an zu hoffen, so um Seite 500 herum. Man hofft, dass die zahlreichen Details und Beschreibungen, die man bis dato über sich ergehen hat, lassen alles erklären. Aber es passiert macht nichts der Gleichen. Helprin schafft es anscheinend nicht herauszufinden, wie er seine Geschichte zu Ende bringen kann.
Ist dieser Roman über Peter Lake? Ist es eine über ein riesiges weißes Pferd? Geht es um eine schurkische Gang? Oder über die Stadt New York? Ja… Ja… Ja!… Nein, nicht ganz.

Der Roman „Wintermärchen“ handelt von Liebe. Tatsächlich findet man im Epilog dieses massiven Werkes den Rat des Verfassers, in sein Herz zu schauen, um herauszufinden, um was es in diesem Roman geht. Für alle, die von Tolstois Vortrag über die Philosophie der Geschichte und dem Ende von Krieg und Frieden gelangweilt sind… Helprin folgt ähnlichen Zielen.

Wäre dieser Roman kürzer und nur auf die Geschichte von Peter Lakes und Beverly Penns Charaktere konzentriert, wäre er sehr empfehlenswert gewesen. Aber seine tatsächliche Länge, und Ausschweifungen verlangt von seinem Leser viel zu viel und es wird im Gegenzug zu wenig erwidert. Schade …

Der Film hat es besser gemacht.

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ralluss avatar

Rezension zu "Wintermärchen" von Mark Helprin

Ein Inselmärchen
rallusvor 2 Jahren

Schade, es hätte so schön werden können. Es gibt diesen Film nach dem Buch, der so erfrischend anders ist, zwar opulent überladen mit Fantasy, mit schrägen Figuren und unendlich viel Magie, aber trotzdem geht er einem ans Herz und ließ mich atemlos die Geschichte des Peter Lake verfolgen.

Geschichte? Im Buch eine Fehlanzeige. Dabei liebe ich solche überbordene Fantasie die Marc Helprin hier aufbringt. Seine langen verblümten Beschreibungen, seine fanatsievollen Geschichten. Nur...
Es sind Inseln der Fantasie, die nicht zusammengefügt werden, die einzeln im Meer schwimmen, jede für sich ein Kleinod, nur es fehlt das Bindeglied.

Es liest sich gut an, Peter Lake ist ein Gestrandeter in New York, verfolgt von einer Gaunerbande, denen er früher angehörte, findet ihn ein weißes Pferd. Mit diesem flieht er leichtfüßiger und hat mehr Zeit seiner Passion als Dieb nachzugehen.

"Sie war reich, bei ihr war viel zu holen. Aber auch die Reichen starben und enttäuschten all jene, die irgendwie gehofft hatten, mit ihnen verhalte es sich anders. Peter Lake machte sich über die Sterblichkeit der Menschen keine Illusionen. Er wusste, dass vor dem Tod alle gleich sind. Der Reichtum dieser Erde sind Bewegung und Mut, Lachen und Liebe. Diese Dinge waren für Geld nicht zu haben. Sie gehörten dem, der sie sich nahm."

Dabei ist der erste Teil, die Geschichte der Liebe zwischen Peter Lake und Beverly wunderschön, überstrahlt jegliche Schwächen in der Roten-Faden-Führung, doch endet nach 200 Seiten abrupt.
Danach bleibt diese wunderschöne Sprache, doch was nutzt ein einzelner schöner Ton, wenn er nicht gebettet ist in ein Gesamtwerk, zusammengeführt mit anderen Tönen.

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nefertiris avatar

Rezension zu "WINTER'S TALE BY HELPRIN, MARK (AUTHOR) PAPERBACK (2014 )" von Mark Helprin

Ein Wintermärchen, das verzaubert
nefertirivor 3 Jahren

Durch den gleichnamigen Kinofilm wurde ich auf den Autor aufmerksam. Ich dachte mir, wer eine so tiefsinnige Geschichte schreibt, muss ein fantastischer Schriftsteller sein - einer von der alten Schule. Und ich hatte recht. Bereits im Prolog zeigt sich sein schriftstellerisches Können. Helprin führt seine Leser durch das verschneite New York und lässt ihn miterleben wie der vom Schicksal gebeutelte Peter Lake seinen Weg (wieder)findet. Eine Geschichte voller Liebe, Verlust, Mut und Hoffnung, die niveauvoll erzählt wird. Für die meisten Leser von heute, sicherlich an einigen Stellen etwas zu gehoben ausgedrückt. Mich hat es nicht gestört. Ich fand gerade die detaillierten Schilderungen der Szenen, der Schauplätze und Peter Lakes Entwicklung innerhalb der Geschichte nur allzu passend. Die Geschichte nimmt einen mit. Von der ersten bis zur letzten Seite. Sie gehört sicherlich zu den Geschichten, die in meinem Leben einen ganz besonderen Platz gefunden haben. Es ist ein Märchen, das man immer wieder lesen kann.

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