Mark Helprin Wintermärchen: Roman

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Inhaltsangabe zu „Wintermärchen: Roman“ von Mark Helprin

New York, ausgehendes 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Peter Lake schlägt sich mit Diebstählen durch. Auf seinen Streifzügen durch die von Verfall und Verbrechen gezeichnete Stadt wird er von einem geheimnisvollen weißen Hengst begleitet, der ihm auf der Flucht vor einer Gangstermeute das Leben rettet. Als Peter in eine festungsgleiche Villa an der Upper West Side einbricht, begegnet er Beverly. Zwischen den beiden jungen Menschen entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte ...

Viel zu ausschweifend für meinen Geschmack. Statt der Beschreibungen hätte die Liebesgeschichte ausgeschmückt werden sollen ...

— Tintenklex

Schöne, märchenhafte Sprache, aber die Geschichte ist zu langatmig erzählt.

— Bine2209

Abgebrochen

— MartinaBookaholic

Ich habe es nicht geschafft zu Ende zu lesen. Wenig Dialoge und sehr ausladener Schreibstil. Nicht mein Fall!

— jockel12
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  • Für die, die Magie und Worte mögen. Viele Worte.

    Wintermärchen: Roman

    lilstar88

    05. March 2017 um 20:45

    Wenn es einen Roman gibt, der seinen Autor als guten Schriftsteller aber als schlechten Romanschreiber etabliert, dann wohl das „Wintermärchen“ von Mark Helprin. Er hat ein großes Talent für Beschreibungen und Sprache. Ein Talent in seiner Geschichtenerzählung einen pädagogischen Wert einfließen zu lassen und fast gar nichts, was einer Perspektive ähnelt.Es gibt eine Passage, etwa um Seite 700, in der Helprin sich in seiner Beschreibung über ein Billardspielszene überschlägt. Für den Autor schient es, dass Wörter das einzige relevante Element beim Schreiben sind; das heißt, die Ideen, die sie ausdrücken, sind zufällige Ergebnisse der Klänge, die sie machen und die kurzlebige Wirkung, die sie haben.Mit „Wintermärchen“ hat der Leser genau das. Ein Märchen. Eine faszinierende und rührende Romanze zwischen den sympathischen Charakteren Peter Lake und Beverly Penn. Aber dann verschwindet Peter für eine lange Zeit - mehr als die Hälfte dieses enormen Wälzers - und es wird beschrieben und beschrieben und beschrieben. Der Rest der Charaktere, wie auch immer geschickt benannt, sehen alle gleich aus. Es gibt eine Reihe von Angestellten, die nach Büchern in einem Enzyklopädie-Set benannt wurden und für eine Weile scheint Mr. Helprin einen Umweg im Hyper-Realismus zu machen. Und das alles addiert sich auf ca. 300 Seiten - manche Romane sind kürzer.Ah, das Ende. Man fängt an zu hoffen, so um Seite 500 herum. Man hofft, dass die zahlreichen Details und Beschreibungen, die man bis dato über sich ergehen hat, lassen alles erklären. Aber es passiert macht nichts der Gleichen. Helprin schafft es anscheinend nicht herauszufinden, wie er seine Geschichte zu Ende bringen kann.Ist dieser Roman über Peter Lake? Ist es eine über ein riesiges weißes Pferd? Geht es um eine schurkische Gang? Oder über die Stadt New York? Ja… Ja… Ja!… Nein, nicht ganz.Der Roman „Wintermärchen“ handelt von Liebe. Tatsächlich findet man im Epilog dieses massiven Werkes den Rat des Verfassers, in sein Herz zu schauen, um herauszufinden, um was es in diesem Roman geht. Für alle, die von Tolstois Vortrag über die Philosophie der Geschichte und dem Ende von Krieg und Frieden gelangweilt sind… Helprin folgt ähnlichen Zielen.Wäre dieser Roman kürzer und nur auf die Geschichte von Peter Lakes und Beverly Penns Charaktere konzentriert, wäre er sehr empfehlenswert gewesen. Aber seine tatsächliche Länge, und Ausschweifungen verlangt von seinem Leser viel zu viel und es wird im Gegenzug zu wenig erwidert. Schade … Der Film hat es besser gemacht.

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  • "Wintermärchen" von Mark Helprin

    Wintermärchen: Roman

    Jacynthe

    29. January 2016 um 11:31

    Inhalt Ein urbanes Märchen, das über hundert Jahre umfasst. Eine geheimnisvolle Wolke, die Tote wiederkehren lässt und eine Stadt, die so pulsierend und mysteriös ist, wie das Leben selbst: New York. Peter Lake wird von eine Bande Halsabschneider verfolgt und verliebt sich in die Verlegerstochter Beverly. Die junge Mutter Virginia versucht ihr Glück in der großen Stadt und Hardesty ist auf der Suche nach sich selbst. Diese und viele andere Menschen sind durch Zeit und Raum miteinander verbunden, doch welche Macht die Zeit hat dass können sie bis zum Ende nicht einmal erahnen... Meine Meinung Dies ist wieder eine Rezension, die ich lange vor mir her geschoben habe, weil ich einfach nicht die richtigen Worte für diesen Roman finden konnte, die all das beinhalten, was ich während des Lesens gedacht und gefühlt habe. Zu allererst war ich überrascht, denn Inhaltsangabe und Klappentext empfinde ich als absolut irreführend. Ja, es ist der Dieb Peter Lake, dessen Charakter das ganze Buch hindurch präsent ist (selbst als er eine zeitlang verschwunden ist) und ja, seine Liebe zu der Verlegertochter Beverly ist einzigartig, besonders und tieftraurig. Nur ist diese Geschichte lange nicht die einzige, die in diesem Buch erzählt wird, und nach Beverlys Tod ist Peter auch nicht von Trauer überwältigt und hat "fortan nur noch ein Ziel: den Lauf der Zeit anzuhalten", wie der Klappentext behauptet. Vielmehr endet die Episode Peter und Beverly nach 251 Seiten und Peter bleibt bis zu einem späteren Zeitpunkt im Buch verschwunden. Stattdessen trifft der Leser auf viele neue spannende Charaktere, die alle eine eigene Lebensgeschichte erzählen. Verwirrung entstand bei mir auch hinsichtlich des Genres. Aufgrund der Inhaltsangabe dachte ich an etwas ähnliches wie Locke Lamora: ein Dieb, der sein Unwesen treibt, sich dann aber unverhofft in eines seiner Opfer verliebt und zum Gentleman wird. Peters seltsames Pferd, mit dem der Roman beginnt, passte dann aber nicht wirklich in diese Vorstellung und ehrlich gesagt störte es mich ziemlich, dass es ganze Häuserblocks weit und ebenso hoch springen kann, während die Bewohner eines recht normalen New Yorks Ende des 19. Jahrhunderts verdutzt zuschauen. Ich kann nicht erklären, warum es mich so störte, denn eigentlich bin ich ein großer Fan von Urban Fantasy, also fantastischen Elementen in modernem städtischem Rahmen. Aber das war dann doch irgendwie zu viel. Wegen der seltsamen Wolke und den vielen Passagen zu und über Mechanik dachte ich kurz auch an eine Vorform des Steampunk, doch auch das trifft das Buch nicht. Die ersten paar hundert Seiten habe ich verschlungen, denn vor allem Peter Lakes Lebensgeschichte hat echten Pageturner-Charakter. Auch die anderen Biographien, zum Beispiel die von Hardesty, fand ich sehr spannend und unterhaltsam. Ab der Hälfte fiel es mir aber zunehmend schwerer, mich längere Zeit auf das Buch zu konzentrieren. Ich empfand es stellenweise als sehr langatmig und auch ansonsten interessante Kapitel begannen mit langen Einführungsworten, die mir oft zu schwer und wülstig erschienen. Irgendwann habe ich dann die Zusammenhänge auch nicht mehr erfassen können, so umfangreich ist der Rahmen des Romans. Doch es ist unbestreitbar, dass Helprin einen ganz besonderen Schreibstil hat. Der unterschwellige Humor und der offene Sarkasmus haben mir sehr gut gefallen. Völlig abstruse Dinge werden so beschrieben, als seien sie ganz normal und selbstverständlich, und offenkundige Dummheit von Menschen wird als gewöhnliche, wenn auch exzentrische Charaktereigenschaft hingenommen. Gleichzeitig sind Helprins Beschreibungen des Winters, der in einem großen Teil des Romans herrscht, sehr authentisch und realistisch. Man spürt die Kälte und den Schnee in jedem Wort, doch Helprins Winter sind nicht nur grau und ungemütlich, sondern sie sind auch romantisch. Ich habe es sehr genossen, mit einer Tasse Tee und einer warmen Decke in dem Wintermärchen zu versinken und den Worten zu lauschen, die um einiges älter sind, als man vermuten könnte. "Wintermärchen" wurde bereits 1983 veröffentlicht und zählt in manchen Kreisen bereits zu den Klassikern. Dank der modernen Verfilmung mit Russell Crowe und Colin Farrell erlebte der Roman kürzlich ein Comeback und ich muss gestehen, auch ich bin nur wegen des Filmplakats, das bei neueren Auflagen als Cover benutzt wurde, auf das Buch aufmerksam geworden bin. Ich habe den Film noch nicht gesehen, glaube aber anhand des Trailers, dass ein andere Fokus gesetzt wurde und man "Wintermärchen" auf eine romantische Liebesgeschichte reduziert hat, was dem Buch absolut nicht gerecht werden würde. Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, es gibt aber doch einige Kritikpunkte und vor allem das Ende fand ich seltsam unspektakulär. Ich hatte das Gefühl, dass sich nicht alles aufgelöst und geklärt hat, was nach so einem Wälzer eigentlich das wichtigste Anliegen sein müsste. Ich sage nicht, dass der Zusammenhang nicht vorhanden ist, sondern nur, dass er sich mir als Hobby-Leser nicht erschlossen hat. Ich vergebe daher 3 von 5 Wolken.

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  • Eine Liebesgeschichte, die den Zeiten trotzt...

    Wintermärchen: Roman

    Bine2209

    08. January 2015 um 16:38

    Inhalt: der Dreh- und Angelpunkt in dieser Geschichte ist Peter Lake. Ein Mensch der über sich selbst hinauswächst und sogar die Zeit für sich zu nutzen kann. Es ist schwierig den Inhalt zu erzählen, weil er sehr tiefgründig und vielseitig ist und sich über mehrere Epochen bewegt.  Meinung: Der Sprachstil dieses Buches ist wunderschön und facettenreich.  Man taucht ein in eine andere Welt. Allerdings ist es dann wiederum so detailliert beschrieben dass man recht schnell den Überblick verliert und die Szenenwechsel manchmal sehr anstrengend sind. Manche Details hätten auch weggelassen werden können.  Die Geschichte wäre trotzdem von der Handlung unverändert geblieben.   Deshalb 3 von 5 Sterne

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  • Voller Fantasie, aber schrecklich ausufernd

    Wintermärchen: Roman

    Kittyzer

    14. March 2014 um 23:54

    Der Eissegler wendete, Peter Lake ließ die Peitsche knallen, und schon rasten sie dem Haus am anderen Seeufer entgegen, unter einem Himmel, der so blau war wie das Blau auf Delfter Kacheln. "Vorwärts, Peter Lake, lass laufen!", sagte Beverly und zog das Kind fester an sich. Nie hatte er eine Familie gehabt. Doch jetzt fühlte er sch fast wie ein Ehemann und Vater. Es gibt kleine Erlebnisse, die einen Mann für alle Zeiten verändern. Nie sollte Peter Lake diese Fahrt über den See vergessen, und für alle Zeiten sollte er sich an Beverlys Worte erinnern. -- INHALT: Eines Tages bricht der Dieb Peter Lake auf der Suche nach reicher Beute, mit der er sich zur Ruhe setzen kann, in das Haus der Familie Penn ein. Bemerkt hat er vorher jedoch nicht, das eines der Familienmitglieder noch zu Hause ist: Die schöne Beverly. Die beiden begegnen sich und verfallen einander sofort. Doch Beverly ist todkrank und Peter weiß, dass ihre gemeinsame Zeit kostbar ist. Wenigstens kann er in ihrer Gegenwart all seine Sorgen vergessen - zum Beispiel den Umstand, das er vom gefürchtetsten Verbrecher der Stadt bis aufs Blut gehasst wird. In Beverlys Anwesenheit traut sich dieser nicht an Peter heran, doch für wie lange wird der brüchige Frieden halten? MEINE MEINUNG: Mark Helprins "Wintermärchen" kam dieses Jahr mit Colin Farrell und Jessica Brown-Findlay in den Hauptrollen ins Kino und erlangte auf diese Weise meine Aufmerksamkeit. Es ist, wie der Titel schon sagt, eine sehr märchenhafte Erzählung mit einigen phantastischen Details und einer ungeheuren Detailverliebtheit. Grade diese muss man mögen, ansonsten wird man mit diesem Roman Schwierigkeiten haben. Der Schreibstil ist wunderschön und voller bezaubernder Beschreibungen, die völlig in die Geschichte eintauchen lassen - wer allerdings mit absatzlangen Ausführungen zu bestimmten Themen, auch Themen, die direkt nichts mit der Geschichte zu tun haben, nichts anfangen kann, wird sich hier schnell langweilen. So wie es auch mir das ein oder andere Mal erging. Protagonist Peter Lake ist ein Dieb - aber innerlich ein guter Mensch. Eigentlich liegt ihm der Beruf des Mechanikers viel mehr, doch um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muss er stehlen. Als er die reiche Beverly kennen lernt, berauscht ihn ihr vieles Geld zuerst - und dann ist es ihm egal, weil ihre Nähe ihm wichtiger ist. Seine Zärtlichkeit und Suche nach Zuneigung machen ihn zu einem traurigen, aber schönen Charakter. Beverly überzeugt vor allem durch ihre pure Lust am Leben trotz ihrer schweren Krankheit. Sie ist freigiebig, exzentrisch und auf ihre eigene Weise ganz und gar von geradezu leuchtender Natur. Im Laufe der Handlung lernt man noch viele weitere Charaktere kennen, die alle ihre eigenen großartigen Geschichten vorzuweisen haben und den Leser auf die ein oder andere Weise berühren: Ob es nun Bösewicht Pearly Soames ist, der in seiner fanatischen Suche nach den schönsten Farben über Leichen geht; Beverlys Nichte Virginia in ihrem Versuch, ein selbstbestimmtes Leben zu leben; oder der weiße Hengst Athansor, der so menschlich wirkt, dass es beinahe unmöglich scheint, dass er ein Pferd ist. Mark Helprins Geschichte ist in jederlei Hinsicht vollkommen durchdacht und ausgeführt bis in alle Einzelheiten. Zwar spielt der Roman beinahe die ganze Zeit im Zentrum von New York, dennoch lernt man am laufenden Band neue Orte kennen und fühlt sich durch das Talent des Schriftstellers überall wie zuhause. Das Ganze ist tatsächlich ein einziges langes Märchen mit fantasievollen Begebenheit, ein wenig Romantik und Figuren voller Charakterstärke. Gleichzeitig ist der unendlich detaillierter Stil jedoch auch sehr, sehr ermüdend. Der Autor verstrickt sich oftmals in Erzählungen völlig außerhalb des Themas, und auch, wenn viele seiner Beschreibungen durchaus Sinn machen - um beispielsweise die Motive einer Figure zu erklären -, war dieses Langatmige doch gar nicht meins. Ich ertappte mich des Öfteren dabei, Absätze einfach zu überspringen und am Ende in der Storyline wieder genau da anzusetzen, wo ich mich ausgeklingt hatte. Dennoch kommt man selbst dann nicht umhin, fasziniert zu sein von der Originalität, die in das Werk eingeflossen ist, wenn man mit dem Stil Schwierigkeiten hat. Denn eine Geschichte mit solch einer Komplexität und Menge an Handlungssträngen, die am Ende zusammen doch alle einen Sinn ergeben, liest man nicht oft. Bis zum Schluss bleibt das Buch auf diese Weise auf seine eigene Art doch mitreißend, auch wenn man von schnellem Lesen hier auf keinen Fall sprechen kann. Übrigens: Wer den Film gesehen hat oder plant, ihn zu schauen, sollte sich auch am Buch versuchen. Dieses ist weitaus planvoller und die gesamte Story erfüllt vor allem einen weitaus größeren Sinn und Zweck, als dem Zuschauer eine einfache Liebesgeschichte zu zeigen. Allein deshalb lohnt es sich, dem Ganzen eine Chance zu geben - definitiv. FAZIT: Mit "Wintermärchen" ist Mark Helprin eine fantasievolle und beeindruckend komplexe Geschichte gelungen, die besonders in den phantastischen Momenten überzeugt. Der Schreibstil ist allerdings sehr ausufernd und detailreich, was nicht jedermanns Sache ist - ich zum Beispiel konnte damit weniger anfangen. Aufgrund der Originalität und der wunderbaren Figuren gebe ich aber trotzdem noch 3,5 Punkte, hier abgerundet auf 3, und empfehle das Ausprobieren.

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  • Bezieht sich auf die Goldmann TB Ausgabe von 2014

    Wintermärchen: Roman

    ForeverAngel

    14. March 2014 um 13:44

    INHALT "New York, ausgehendes 19. Jahrhundert: Der Waisenjunge Peter Lake schlägt sich mit Diebstählen durch. Auf seinen Streifzügen durch die von Verfall und Verbrechen gezeichnete Stadt wird er von einem geheimnisvollen weißen Hengst begleitet, der ihm auf der Flucht vor einer Gangstermeute das Leben rettet. Als Peter in eine festungsgleiche Villa an der Upper West Side einbricht, begegnet er Beverly. Zwischen den beiden jungen Menschen entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte ..."Quelle Goldmann MEINE MEINUNG Als ich den Trailer zu Winters Tale im Kino gesehen hatte, war mir klar: diese Geschichte muss ich einfach sehen. Doch als ich beim Stöbern in der Vorschau gesehen habe, dass der Film auf einem Buch passiert, war die Entscheidung gefällt: lieber Buch als Film.  Wintermärchen ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Es gibt Magie, es gibt Zeitreisen, es gibt Drama, es gibt Kitsch der guten Art, und trotzdem ist sie niemals überladen. Vielleicht liegt es daran, dass es kein Lesefutter ist. Wintermärchen ist nichts, das man mal eben übers Wochenende liest und dann wegstellt. Es hat einen ganz eigenen Zauber, den ich portionsweise genossen habe (was zum Teil wohl auch an der Länge der Geschichte liegt).  Der Schreibstil ist unglaublich schön, teilweise fast schon philosophisch. Er erzählt keine dieser Geschichten, bei denen man vor Nervenkitzel den Atem anhält. Vielmehr erzählt er etwas Zauberhaftes. Was genau mich so fasziniert, kann ich gar nicht richtig greifen und beschreiben. Es ist einfach diese Mischung aus der Geschichte, der Sprache, den Gedanken. Wintermärchen funktioniert genauso, wie es ist. Es harmoniert alles mit einander.  Normalerweise gehe ich vielmehr auf den Inhalt und die Figuren ein, aber es gibt kein Element, das ich herauspicken und beschreiben möchte, weil ich dem Roman damit nicht gerecht werden würde. Und damit die Rezension nicht selbst zu einem Roman wird, belasse ich es bei einem: Es hat mich verzaubert.  Eigentlich mag ich es nicht, Romanverfilmungen anzusehen, wenn ich das Buch kenne. Aber manchmal interessiert mich einfach, wie die Geschichten filmisch umgesetzt werden und Wintermärchen ist eine davon.  5 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt ~*~ Goldmann ~*~ 863 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-48111-8 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Februar 2014 ~*~

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