Mark Hodder Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack

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Inhaltsangabe zu „Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack“ von Mark Hodder

Sir Richard Francis Burton: Entdecker, Gelehrter und geschickter Schwertkämpfer. Sein Ruf ist befleckt, seine Karriere zerstört. Und sein ehemaliger Partner wahrscheinlich tot. Algernon Charles Swinburne: ein talentierter Poet, stets auf Nervenkitzel aus und ein Anhänger des Marquis de Sade. Der Schmerz ist für ihn Lust und der Brandy sein Untergang. Gemeinsam sollen sie die Machenschaften des "Springheeled Jack" untersuchen: Eine mysteriöse Gestalt, die wie aus dem Nichts auftaucht und sich an jungen Frauen vergeht. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem der bedeutsamsten Ereignisse des Jahrhunderts -und zu der Entdeckung, dass die Welt, in der sie leben, besser gar nicht existieren sollte.

Skurrile Geschichte der Viktorianischen Ära , verfeinert mit Steampunk und interessanten, historisch realen Protagonisten, genial erzählt.

— Mondrac
Mondrac

Der Indiana Jones des viktorianischen Zeitalters mit 'Orga-Därf-Schein'.

— AnnikaLeu
AnnikaLeu

Gute Mischung aus Steampunk und Krimi. Bietet zudem eine gelungene Weltenerschaffung, die das Setting der Welt hinreichend begründet.

— Silenius
Silenius

Interessanter Steampunk-Krimi mit einigen nicht sehr genretypischen Überraschungen.

— Originaldibbler
Originaldibbler

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  • Fesselnd, expressiv und inspirierend ...

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    Mondrac

    Mondrac

    29. August 2017 um 09:46

    In sehr inspirierender Erzählweise fesselt die skurrile Handlung, angesiedelt im viktorianischen England, das im Buch zu einer fantastischen Steampunk-Welt mutiert, mit nicht minder interessanten, exzentrischen oder heroischen Protagonisten die tatsächlich so oder ähnlich gelebt haben. Die Story vom Spring Heeled Jack beruht ebenfalls auf einem Mythos, der in dieser Zeit tatsächlich umging und nach wie vor die (,Dank Mark Hodder, inzwischen nicht nur) britannischen Gemüter quirlt.Der mit feinem Humor gewürzte, expressive Sprachstil lässt es kaum zu, das Buch zur Seite zu legen.

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  • Steampunk

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    VoiPerkele

    VoiPerkele

    25. May 2017 um 11:46

    Die Story an sich, fand ich nicht schlecht.Dennoch konnte ich mich mit dem Buch einfach nicht anfreunden. Der Grund dafür, war der Protagonist.Mir war er von Anfang an nur unsympatisch. Er wirkt nicht wirklich wie ein intellektueller Forscher. Auch, dass er mit Frauen flirtet, obwohl er Verlobt ist ( eine etwas veralterte Ansicht, aber so denke ich nunmal darüber ).Ich habe das Buch ziemlich bald wieder abgebrochen, da ich mit diesem Protagonisten nicht auf Abenteuerreise gehen wollte.

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  • Plusquamperfekt der Literatur

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    AnnikaLeu

    AnnikaLeu

    "Es gibt keine bessere Zeit als die Gegenwart." Willkommen in London. Au weia schon wieder. Wie oft habe ich das jetzt schon geschrieben? Mehrmals, gebe ich gern zu. Und wer, wie ich das Werk von Hodder mit dem Gedanken an ‚Jack the Ripper‘ assoziierte, dem kann ich gleich mal sagen: Is’ nich. Also… nur tangiert. Die Figur um die es hier geht heißt oder vielmehr hieß tatsächlich ‚Spring Heeled Jack‘ und ist neben ‚the Ripper‘ und ‚the Mothman‘ für seine grausame Umtriebigkeit in England bekannt gewesen. Ordnen wir aber erst einmal richtig ein. Wir haben Flugapparate, Geothermie im 19. Jahrhundert, Droschken, Degen in Gehstöcken, Haushälterinnen, Königin Viktoria, Scotland Yard, fluchende Kanarienvögel und einen Helden wider Willen. Nicht zu vergessen, einen Affen, Werwölfe und ominöse Menschen die in Schornsteinen wohnen. Und einen Gastauftritt von Oscar Wilde als Zeitungsjunge Quips. "Ich bin so schlau, dass ich manchmal kein Wort von dem verstehe, was ich sage!" Ja, was wollte ich? Einordnen… ich würde mal grob sagen, von der Recherche her und der zu Grunde liegenden Informationen unserer Hauptfigur: Burton sind wir historisch unterwegs. Durch technische Entwicklungen und Erfindungen sowie der Eugenik im Steampunk Bereich und wenn wir den Nebel Londons außer Acht lassen und mal kurz unter die Fassade schauen schlichtweg im 'Plusquamperfekt der Literatur'. Denn die Auflösung dieses Romans beweist uns das Relativität und Zeitsprünge sowie sich gegenseitig beeinflussende Handlungsstränge Auswirkungen ungeahnter und unberechenbarer Risiken nach sich ziehen. Burton ist erst einmal allein anzutreffen ohne den im Klappentext erwähnten Swinburne- Algy lässt auch ganz schön auf sich warten. Wenn er dann aber endlich dabei ist, kann man ihn so richtig lieb gewinnen und möchte sich doch glatt hinter ihn stellen um ihm den Hintern zu versohlen, allein deshalb weil er das auch noch toll findet. Burton hingegen ist der Supermann der Geschichte und mit allem ausgestattet was man so braucht. Er bekommt zwar hier und da ganz schön einen auf die Nase, an sich aber ist er ein Indiana Jones mit ‚Orga-Därf-Schein‘. Kein Wunder also, dass er größtenteils im Alleingang sein Schicksal verdreht. Nicht ganz unschuldig daran ist allerdings auch der Mann auf den Stelzen. "Hier oben isses kalt genuch, sich das Dings vom Bums abzufrieren!" Die Handlung beginnt im historischen Kontext, weicht dann aber schnell vom Vorbild ab. Burton ist Entdecker, Landvermesser und Abenteurer. Er liegt im Streit mit einem anderen Entdecker. Eben dieser jedoch wird angeschossen und ins Hospital gebracht. Burton sagt die öffentliche Diskussion ab und kehrt nach London zurück. Langsam und sorgsam reist der Hauptcharakter ein wenig durch die Stadt, was dem Autor die Möglichkeit gibt dem Leser seine Vorstellung dieser alternativen Entwicklung Platz einzuräumen. Zu Anfang war ich noch felsenfest davon überzeugt ich müsse mir jeden Namen merken und auch sonst auf jede Kleinigkeit achten, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Hodder ein paar Dinge wieder aufgreifen würde. Aber nach einer Weile habe auch ich gemerkt, das dies nicht nötig ist. Ganz so übereifrig muss man gar nicht sein, denn die erzählte Geschichte ist an einem festen Faden gesponnen und es passieren keine größeren Umwege, das Ziel bleibt klar. Burton wird nämlich rekrutiert und soll zwei Verdachtsfällen nachgehen. Zum Einen bezieht sich dies auf verschwundene Schornsteinfeger-Jungen und angebliche Sichtungen von Wölfen. Die zweite Kuriosität besteht darin den Zeugenaussagen nach zu gehen, welche sich um den Stelzenmann drehen. Burton kommt dabei zugute, dass er ausdauernd, schnell und vermögend ist, sich brillant verkleiden kann, weil er ja beinah überall auf der Welt schon einmal war und darüber hinaus auf einen unglaublichen Sprachschatz zurück greifen kann. Die am Wegesrand platzierten Indizien findet er alle und kann sie am Ende zusammen fügen und die beiden Rätsel lösen. Stilistisch bietet Hodder durch die Figur des ’Spring Heeled Jack’ die Möglichkeit auch in der Zeit zu springen. So finden wir kurz nachdem Burton und seine beiden Assistenten kurz vor der Lösung stehen eine massive Rückblende, in der sämtliche zuvor schon angedeuteten Sichtungen des Stelzenläufers erklärt werden aus Sicht des ominösen Mannes, dem die blauen Funken nur so um den Kopf flimmern. Nach diesem Abschnitt nimmt der Autor beide Stränge auf und verknotet sie. "Ich bin ein Dichter! Ich brauche Stimulation! Ich brauche Gefahr! Ich muss den schmalen Pfad zwischen Leben und Tod beschreiten, sonst erfahre ich nichts, was es wert ist, darüber zu schreiben!" Fazit: Mehr oder weniger geschickt. Der Anfang war unheimlich viel versprechend und anregend. Spannung gab es vor allem durch den Nebel und den nicht sehr zimperlichen Umgang mit Nebendarstellern. Leider gab es nach dem ganzen Herumgehopse einen Showdown der seinesgleichen suchen dürfte, indem einiges unterschlagen und vergessen wurde, und der Masse an Kanonenfutter Darstellern zum Opfer fiel. So zum Beispiel ein eilig sich auf den Weg machender Dorf-Mob mit erhobenen Mistgabeln, der scheinbar nach dieser Aktion nirgends mehr gesehen war und sich im Wald verlaufen hat. Ansonsten jedoch war die Schnipseljagd gut vorbereitet und mit einem Helden wie Burton kann man auch nicht viel falsch machen. Es gab viele hinterlistige und lustige Ankedoten. Aber auch eine gute Portion politische und philosophische Ansätze. Will sagen, ich hatte das Gefühl hier sehr viel Potential zu haben. Außerdem gibt es nicht viel ablenkende Liebelei. Von den nächsten Bänden erhoffe ich mir jedoch mehr Einsatz von Algy. Genug Munition für den weiteren neuen Verlauf der Geschichte hat diese Geschichte jedenfalls. Urteil: "Oder ein paar Korken!" Pröbchen:

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    • 4
    Aurore

    Aurore

    06. November 2014 um 13:41
  • Leserunde zu "Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack" von Mark Hodder

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    Hallo zusammen, dies ist leider keine große Leserunde bei der es im Vorfeld Bücher zu gewinnen gibt. Die Idee zu dieser Runde ist daraus erwachsen, dass Key und ich beide das Buch in nächster Zeit lesen wollten und wir uns dachten, dass es noch mehr Spass macht, wenn man sich über das Buch austauschen kann. Wenn ihr also Lust habt, schließt euch uns an und lest mit uns ab Mitte Juni das Buch! Gruß, Dibbler.

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    • 51
  • Steampunk-Krimi der an allen Seiten über den Genretellerrand schwappt

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    Die Geschichte beginnt wie ein ganz normaler Steampunk-Krimi. In einem viktorianischen London, dass sich nicht nur durch verschiedene dampfgetriebene Fahrzeuge, sondern auch durch absonderliche Auswüchse der Eugenik (Genetik), von unserem unterscheidet, wird der berühmte Entdecker Sir Richard Francis Burton zum Agent seiner Majestät. Sein erster Auftrag ist zweigeteilt. Zum einen soll er sich um eine Gruppe Wolfsmenschen (Werwölfe?) kümmern, die in London ihr Unwesen treiben und zu anderen soll er sich des so genannten Spring Heeled Jack annehmen. Dieser Stelzenmann wird nicht nur mit mehreren versuchten Vergewaltigungen in Verbindung gebracht, sondern wurde auch im Zusammenhang mit der Ermordung Königin Victorias gesehen. Wer ist dieser Jack? Was will er? Und warum gibt er vor etwas über Burtons Zukunft zu wissen? Hodders Debüt ignoriert mutig gängige Konventionen. So durchbricht er nicht nur mehrfach übliche Genregrenzen; auch der Aufbau des Buches insgesamt ist eher ungewöhnlich. Dieser Mut zur Grenzüberschreitung ist ein großer Pluspunkt des Buches. Ein weiterer besteht darin, dass Hodder geschickt die realen Persönlichkeiten der damaligen Zeit - die großen Viktorianer, wie er es wohl nennen würde - in seiner Geschichte einsetzt. Nicht Nur Burton und Jack haben reale Vorbilder, sondern mehr oder weniger alle wichtigen Personen. Doch es gibt auch einige weniger positive Punkte. Am negativsten ist mir der Protagonist aufgefallen. Burton ist viel zu perfekt. Er kann mehr oder weniger alles und gerät dadurch eigentlich nie wirklich in Bedrängnis. (Sein Partner Swinburne, der masochistisch veranlagte Dichter, ist da ein wesentlich interessanterer Charakter.) Auch die Auswüchse der Eugenik, zum Beispiel Nachrichtenhunde, die den Stadtplan kennen, wirken häufig fehl am Platz und liefern ein humoristisches Element, dass nicht so richtig zum Rest des Buches passen will. Auch den Schluss des Buches fand ich eher schwach. Er war sehr actionreich, was möglicherweise Hodders Vorgeschichte als Drehbuchautor geschuldet ist, passte aber nicht so recht zur eher cleveren Geschichte. Alles in Allem eine clevere und kurzweilige Geschichte  mit ein paar Schwächen. Unter dem Strich komme ich auf knappe 4 Sterne.

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    • 2
  • Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    Traumfeder

    Traumfeder

    04. July 2013 um 09:51

    Inhalt Sir Richard Burton ist ein bekannter Entdecker und Gelehrter, doch als auf seinen Rivalen, Speke, geschossen wird, wird er der Tat verdächtigt. Um seinen ehemaligen Freund zu sehen und um die eigene Unschuld zu beweisen, kehrt Burton nach London zurück. Doch hier begegnet er einer unwirklichen Gestalt, den Spring Heeled Jack, einer Gestalt mit der man eigentlich unartigen Kindern droht. Vom Premierminister persönlich, erhält er den Auftrag die seltsamen Vorfälle, die sich um Jack und andere Kreaturen ranken, zu untersuchen. Da auch der Körper von Speke auf seltsame Weise entwendet wurde, ist sein Interesse geweckt. Zur Unterstützung nimmt er sich deshalb seinen Freund und Dichter, Algernon Swinburne, mit. Gemeinsam machen sie sich auf, das Rätsel zu lösen, doch nie hätten sie auch nur ahnen können, was sie dabei entdecken würden. Meine Meinung "Benimm dich! Oder Spring Heeled Jack kommt dich holen!" So lautet die Drohung der Mütter an ihre unartigen Kinder. Diese sagenumwobene Gestalt ist ein Kind des viktorianischen Englands. Sie soll zwischen 1837 und 1888 über junge Mädchen hergefallen sein. Sein Aussehen wird als bizarr bezeichnet, besonders wenn er seine Fähigkeit einsetzte, auf seinen Stelzen gewaltige Sprünge vollführend zu verschwinden. Mark Hodder hat mit diesem Buch die Sagengestalt nun erneut zum Leben erweckt. Doch nicht nur Spring Heeled Jack wird hier erneut Leben eingehaucht, es finden sich auch noch so einige andere historisch belegte Personen wieder. Die so entstandene Geschichte, mit all ihren Fantasy-Elementen, beschert einen neuen und interessanten Blick auf die Vergangenheit. Und wer kann schon mit Bestimmtheit sagen, dass die realen Ereignisse damals nicht eine gewisse Ähnlichkeit mit den Beschriebenen hatten? Vielleicht findet sich hier eine bisher nicht erkannte Erklärung für die Unerklärlichkeit der Ereignisse. Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf dem Afrikaforscher Sir Richard Francis Burton. Sein Leben lang hat er Dinge erforscht und versucht dabei so viel wie möglich zu lernen. Durch den Selbstmordversuch seines Freundes und Rivalen, John Hanning Speke, wird er etwas aus seiner Rolle gestoßen. Sein Weg führt ihn nach London, wo ihm ein Auftrag ausgehändigt wird. Der Premierminister möchte, dass er die Geschehnisse um Spring Heeled Jack und den anderen ungewöhnlichen Phänomenen aufdeckt, und die Schurken ihrer gerechten Strafe überführt. Burton findet sich an einem Scheideweg, der in eine ungewisse Zukunft führt. Seine Entschlossenheit führt ihn in sein wohl bisher seltsamstes Abenteuer und fordert all sein Können und seine Geschicke. Als Wegbegleiter hat er sich Algernon Charles Swinburne gewählt. Der junge Dichter ist ein merkwürdiger Geselle. Ruhmlos dem Alkohol verfallen, empfindet er nur durch Schmerzen wahre Lust. Durch die Zusammenarbeit mit Burton erhofft er sich die Inspiration zu finden und endlich wahre Kunst vollbringen zu können. Doch ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich damit begibt. Vor Mark Hodder sollte man für das Buch den Hut ziehen. er schafft es so vieles zu vereinen und es trotzdem spannend klingen zu lassen. So gibt es hier aufregende Verfolgungsjagden, detektivischen Spürsinn, Begegnungen mit Werwölfen, fantastische Steampunkelemente bis hin zu Zeitreisen. All dies findet sich in den Kulissen des alten nebelverhangenen Londons wieder. Und doch ist diese englische Stadt vollkommen anders, als wir sie uns vorstellen würden. Dieses London ist geprägt von technischen Neuheiten. So gibt es etwa dampf-betriebene Pferdekutschen, fliegende Sessel und motorisierte Hochräder. Die Sprache des Buches ist einfach gehalten, der Inhalt hingegen schon kompliziert verwoben. Es werden viele Andeutungen gemacht, manche klarer als andere, Gruppenbewegungen, wie die der Genetiker, Technokraten oder Libertins angesprochen, aber auch philosophische und ethnische Themen angeschnitten. Während des Lesens gab es oft Momente, wo ich mich gefragt habe, was all die Sachen den mit Spring Heeled Jack zu tun haben sollen, doch mit dem Fortschreiten des Geschehens wird dies eben klar. All die Szenarien, die zuvor als überflüssig oder unpassend erschienen, ergeben einen Sinn. Um dies entdecken zu können, muss man aber Geduld haben, denn zum Ende hin wird all gesammeltes Wissen kombiniert. Nach Beendigung des Buches lässt sich ganz klar erkennen, dass das Geschehen sich um eine bestimmte Frage dreht: Wie weit darf der Mensch gehen? Fazit "Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack" ist ein spannender und ergreifender Roman. Die Geschehnisse sind so klar beschrieben, dass man manchmal das Gefühl hatte direkt dabei zu sein. Der Aufbau der einzelnen Szenarien bringt zum Nachdenken und Fragen stellen. Überhaupt bietet dieses Buch viel Interessantes zu entdecken. Ich kann nur raten sich das Buch zu schnappen und das aufregende Abenteuer anzutreten. 

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  • Rezension zu "Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack" von Mark Hodder

    Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
    E-Wurst

    E-Wurst

    18. March 2013 um 09:04

    London, Spring Heeled Jack treibt sein unwesen. 1861 fällt der rätselhafte Stelzengänger scheinbar wahllos seine Opfer an und traumatisiert sie durch sein bizarres Auftreten nachhaltig. Es geht sogar so weit, dass durch sein Zutun, ein Mord im britischen Königshaus gelingt, der so nie hätte geschehen dürfen. So kommt es, dass der legendäre Entdecker und Abenteurer Sir Richard Francis Burton, von der Krone damit beauftragt wird, Spring Heeled Jack zu finden und das Rätsel hinter dieser mysteriösen Erscheinung ein für alle mal zu lüften. Wie könnte es auch anders sein. Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack bildet den Auftakt zu einer neuen Trilogie die sich Autor Mark Hodder mit viel liebe zum Detail ersonnen hat. Allerdings soll man nicht den Gedanken anheimfallen es hier mit Standard Ware zu tun zu haben. Denn Ihm gelingt es soviel Charme, Witz und wortwörtlich, kuriose Einfälle in seine Geschichte zu stecken, das es für mich auch nach über 500 Seiten keinen Spannungseinbruch gegeben hat. Im Gegenteil: Ein netter Twist nach den ersten drei Vierteln versetzt dem ganzen nochmals einen Kickstarter, aus dem man nicht mehr heraus kommt. Wie das viktorianische London selbst, haben auch die auftretenden Figuren um Sir Richard Francis Burton einen historischen Hintergrund, den sich Mark Hodder gekonnt zu eigen macht und wie selbstverständlich in sein fein gewobenes Netz aus Steampunk, Fantasy und Detektivgeschichte mit einfließen lässt. Verrat, Intriegen und schauerliches Entsetzen natürlich mit inbegriffen. Der Sprung (!) auf ein anderes Terrain (lese ich sonst doch meist „klassische“ Fantasy) war erfrischend anders und wird mit Sicherheit in Erinnerung bleiben. Band zwei und drei sind im Original bereits erschienen. Sollten aber auch bei uns nicht mehr lange auf sich warten lassen. Unbedingte Leseempfehlung.

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