Mark Jenkins Reise nach Timbuktu

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Reise nach Timbuktu“ von Mark Jenkins

Als Achtzehnjährige wollten der Autor und sein bester Freund Mike gemeinsam die Welt erobern. Sie strandeten in Afrika und beschlossen, den geheimnisvollsten Platz der Erde aufzusuchen: Timbuktu in Mali. Damals gelang es den Reiseneulingen nicht, ihren Traum zu erfüllen, doch diese erste Tour lehrte sie, was Reisen eigentlich bedeutet - dass der Weg das Ziel ist. Fünfzehn Jahre später sind sie wieder in Afrika, diesmal mit dem Kajak. Sie wollen versuchen, als Erste die gesamte Länge des Nigers hinunterzupaddeln. Beide sind inzwischen verheiratet, werden demnächst Vater, ein großer Einschnitt in ihrem Leben. Hoch in den Bergen Guineas suchen sie die Quelle des Nigers. Der Fluss trägt sie sofort tief in das Herz Afrikas hinein, mitten in den dunklen Kontinent. Sie werden von wilden Bienen verfolgt, von Flusspferden und Krokodilen angegriffen, müssen reißende Stromschnellen überwinden. Sie kommen durch Dörfer, in denen die entsetzliche Tradition der Beschneidung kleiner Mädchen n och durchgeführt wird, treffen eine Gruppe blinder Männer, die allein im Busch ihr Leben fristen, tanzen im Feuerschein mit einer Gruppe Dorffrauen. Nachdem sie den schwierigen Oberlauf des Nigers bezwungen haben, der Fluss breit, behäbig und für Mark Jenkins zu langweilig wird, klinkt er sich aus der Expedition aus, kauft sich ein Motorrad, fährt damit durch die Sahara, um endlich sein Traumziel, die mystische Stadt Timbuktu zu erreichen. Der Autor verbindet den spannenden Bericht seiner eigenen Reise mit historischen Reisen früherer Forscher, die ebenso risikobereit, willensstark und mit einer gehörigen Portion Egoismus ausgestattet waren wie er - das Rüstzeug der Abenteurer und Forscher. Ein spannender, blendend geschriebener Reisebericht, der es sich auch erlaubt, emotional, fast poetisch zu wirken, ohne sentimental zu sein.

Zuerst haben mich die Rückblenden in die doppelte Vergangenheit verwirrt, dann aber war es interessant. 3 Geschichten parallel.

— arosa74
arosa74
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Reise nach Timbuktu" von Mark Jenkins

    Reise nach Timbuktu
    sabatayn76

    sabatayn76

    06. March 2013 um 18:13

    'Seltsame Dinge geschehen in Afrika. Phantastische Dinge. Dinge, die man nicht versteht. Man spürt, dass sie etwas bedeuten, aber man weiß nicht, was.' Inhalt: Mark Jenkins macht sich mit drei Freunden auf den Weg nach Westafrika. Sie wollen den Oberlauf des drittlängsten Flusses Afrikas mit Kajaks bezwingen und dann dem Verlauf des Nigers folgen. Ihre Reise beginnt in Guinea, und von da aus tauchen sie ein ins Herz Afrikas, begegnen Dschungelbewohnern, treffen auf Flusspferde und Krokodile, machen Halt in abgelegenen Dörfern. Mein Eindruck: 'Reise nach Timbuktu' hat mir gut gefallen, denn Jenkins' Schilderungen sind spannend und stimmungsvoll. Man kann sich beim Lesen den Niger, den Dschungel und die kleinen Dörfer mit ihren Bewohnern bildlich vorstellen und kann bei der Lektüre zudem einiges lernen. Sehr gut gefallen hat mir der Wechsel der einzelnen Erzählstränge: neben dem Reisebericht von Mark und seinen Freunden erfährt man von der Geschichte des Flusses bzw. von seiner Entdeckung und Bezwingung durch Entdeckungsreisende in vergangenen Jahrhunderten sowie von Marks und Mikes früherer Reise nach Europa und Nordafrika. Die kleine Karte mit Städten, Ländergrenzen etc. war hilfreich und sorgte dafür, dass ich immer genau wusste, wo sich die Geschichte gerade zuträgt. Sprachlich war mir der Reisebericht bisweilen zu metaphorisch, wirkte dadurch übertrieben, manche Begriffe und Phrasen waren meiner Meinung nach eher unpassend und dadurch sinnfrei. Inhaltlich hätte ich mir an mancher Stelle mehr Detail und bei anderen Episoden weniger Information gewünscht, denn die Schilderungen ufern bisweilen etwas aus, so dass einige Passagen etwas langatmig geraten sind und das Buch streckenweise einen etwas unstrukturierten und chaotischen Eindruck auf mich gemacht hat. Mein Resümee: Ein spannendes Buch, das einem den Niger näher bringt.

    Mehr