Mark Lanvall Lichtsturm: Die weiße Festung

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Inhaltsangabe zu „Lichtsturm: Die weiße Festung“ von Mark Lanvall

Kellen hätte tot sein müssen. Das Schwert eines feindlichen Keltenkriegers hat seine Brust durchbohrt. Aber er lebt und wacht in einer Festung auf - geheilt durch die Kraft einer schönen, aber rätselhaften Frau. Schon bald muss Kellen entscheiden, welchen Platz er im brutalen Spiel uralter Mächte einnimmt. Bens Leben ist ein Desaster. Er wohnt auf dem Campingplatz, schrubbt Duschräume und verschwendet seine Zeit mit den schrägen Aktionen einer Gruppe Computer-Nerds. Sein verkorkstes Leben endet, als Ben aufhört, ein Mensch zu sein. Gejagt von einem Unbekannten macht er sich auf die Suche nach Antworten. Zwei Jahrtausende trennen die beiden Männer. Verbunden sind sie durch einen Zauber, der sie tief in den Überlebenskampf eines geheimnisvollen Lichtvolks verstrickt.
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  • Mark Lanvall - Lichtsturm. Die weiße Festung

    Lichtsturm: Die weiße Festung
    Marny

    Marny

    21. April 2014 um 14:03

    Der Keltenhäuptling Kellen gerät in einen Hinterhalt und überlebt nur durch die Hilfe der Albin Larinil, die ihn mit in ihre Welt nimmt. Nicht ohne Grund, denn die Lichtalben benötigen die Hilfe von Menschen, um im brutalen Spiel uralter Mächte Hoffnung schöpfen zu können. Und dann ist da noch der gescheiterte Adelsspross Ben, der sich verwandelt und aufhört, ein Mensch zu sein. Er sucht nach Antworten, während er von einem Unbekannten gejagt wird. Zwei Handlungsstränge, zwischen denen 2000 Jahre liegen … Ich habe eine Schwäche für Kelten und Alben, daher hat mich dieses Buch allein schon deswegen angesprochen. Das heißt aber nicht, dass mir alle Bücher zu diesen beiden Themen gefallen – ganz im Gegenteil, denn ich habe da inzwischen bestimmte Ansprüche. “Lichtsturm” konnte mich da aber schnell überzeugen, weil die Figuren sehr präsent und die verschiedenen Welten sehr facettenreich auf mich gewirkt haben. Ich mochte die Atmosphäre, die Figuren und die verschiedenen Erzählperspektiven. Beim anderen Handlungsstrang erging mir das nicht viel anders, auch wenn es eine modernere Welt war. Ein starker Kontrast, der auf mich aber nicht weniger reizvoll gewirkt hat. Ich war hier genauso neugierig auf die Entwicklung der Geschichte und es gab auch viele Figuren, die ich mochte. Ben hatte ich schnell in mein Herz geschlossen, weil seine Hintergrundgeschichte tragisch ist, er Ehrgefühl besitzt und ich einfach einen direkten Draht zu ihm hatte. Überhaupt fand ich die Darstellung der Figuren sehr gelungen. Selbst bei denen, die nicht viel Platz in der Geschichte erhalten haben, hatte ich sehr klare Bilder vor Augen und ein Gefühl für die jeweilige Figur. Es gab auch Nebenfiguren, zu denen ich eine intensivere Beziehung hatte und die mich beschäftigt haben. Daher ist es kein Wunde, dass ich viele Charaktere mochte. Kellen nimmt bei mir allerdings einen ganz besonderen Platz ein, ich mag seine nachdenkliche, nachfragende Art einfach zu sehr. Er ist jemand, der die Unterschiede beim Zirpen der Grillen nicht nur wahrnimmt, sondern auch auf ihre Stimmen hört. Jemand, dem Freunde wichtig sind und der liebt, auch wenn es aussichtslos ist. Wie könnte ich ihm also widerstehen? Die Geschichte beginnt in beiden Handlungssträngen ruhig, entwickelt dann aber einen stetigen Spannungsbogen, der auch dafür gesorgt hat, dass das Buch einen immer größeren Sog auf mich ausgeübt hat. Es war so verflucht spannend, dass ich teilweise ganz hibbelig vor meinem Reader saß und von so mancher Entwicklung überrascht wurde. Mir gefiel auch, dass sich erst zum Ende hin gezeigt hat, wie die Schicksale von Kellen und Ben miteinander verbunden sind. “Lichtsturm” ist eine mitreißende, detailreiche und intensive Lektüre, die bei mir viele Eindrücke hinterlässt und noch länger im Gedächtnis bleibt. Eine Geschichte, die man nicht so einfach in eine Schublade pressen kann. Ist es ein Thriller, Fantasy oder vielleicht sogar historische Fantasy? Alles – und etwas ganz eigenes, ungewöhnliches. Mir hat die Kombination sehr gefallen und ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.

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