Die Geschichte beschreibt was den beiden Hauptprotagonisten passiert. Wir haben Evar, der sein ganzes Leben in einer großen und sehr mysteriösen Bibliothek verbracht hat. Er ist in ihr aufgewachsen und kam eines Tages nicht mehr aus dem Mechanismus raus, durch den man in die Welt eines Buchs eintauchen kann. Erst Jahre später wird er mit vier anderen Kindern wieder ausgespuckt und sie sind die einzigen, die in dieser Welt nun leben. Er ist getrieben von dem Wunsch einen Ausgang aus den Räumen zu finden.
Livira wächst in der Staubwüste auf. Als es einen Überfall gibt und sie mit anderen Kindern von den Sebbern entführt wird, retten Soldaten sie und bringen sie in die Stadt mit der Bibliothek. Dort schafft sie Novizin zu werden und beschäftigt sich mit den Rätseln der Bibliothek.
Zwei so unterschiedliche Personen, in unterschiedlichen Welten und Zeiten, und doch kreuzen sich ihre Wege und sie lernen immer mehr über einen uralten Konflikt, was das mit der Bibliothek und ihnen auf sich hat.
Ich war sehr gespannt auf den Roman. Anfangs habe ich etwas gebraucht reinzukommen. Zu verstehen, wie Evar und Livira zusammenhängen, wie der Weltenaufbau hier ist hat etwas gedauert. Manch eine Info hat sich wiederholt und anfangs hat es sich an manchen Stellen etwas für mich gezogen.
Dann hat sich der Roman aber zu etwas entwickelt, das ich so nicht erwartet habe. Was für eine komplexe Geschichte, was für tolle Charaktere, wie wunderbar die Dinge miteinander verwoben sind, wie die Welt beschrieben wird! Ab da hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen.
Über den uralten Konflikt zu lesen, zu erkennen wie hier alles zusammenhängt wird hier so unglaublich spannend und philosophisch erzählt. Das hatte mich nicht erwartet, begeistert mich an diesem Roman aber so sehr und regt für mich zum Nachdenken und Innehalten an. Zum Beispiel als es darum geht, das der Mensch sich selbst zerstört indem er lernt Feuer zu machen aber nicht, es auch wieder zu löschen.
Begeistert hat mich wie die Bibliothek hier beschrieben wird. So unglaublich spannend und anschaulich passiert das, dass man einfach durch die Gänge und Räume streifen möchte, was einen erwartet. Auch die Wegweiser und Assistenzen darin finde ich eine wundervolle Idee und sie ganz wunderbar in der Geschichte eingesetzt. Die Idee mittels eines Mechanismus in die Bücher zu reisen finde ich spannend und das nicht immer jeder zurück kam.
Wie man langsam ihre Geschichte erfährt und wie alles Zusammenhängt hat mich begeistert.
Auch wie Livira hier beschrieben wird und der Verlauf ihres Lebens finde ich unglaublich spannend. Sie hat mich von Anfang an als Charakter begeister, vor allem wie Neugierig sie ist, wie sie Dinge hinterfragt.
Evar ist spannend, da er so ganz anders beschrieben wird, wie die anderen Kinder mit denen er aus dem Mechanismus kam. Die anderen sind mit dem Inhalt und Bedeutung des Buches, mit dem sie einst in Mechanismus gingen vollgestopft, nur er nicht. Das hebt ihn von ihnen ab und lässt ihn so ganz anders agieren, als sein „Geschwister“.
Ich musste diesem ersten Band etwas Zeit und Raum geben sich zu entfalten, dann hat er mich in seinen Bann gezogen.
Wer auf komplexe Zusammenhänge steht, nicht immer von Anfang an alles verstehen muss, High Fantasy mag sollte dem Roman eine Chance geben.




























