Mark Lawrence Emperor of Thorns

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(4)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Emperor of Thorns“ von Mark Lawrence

Lawrence brings his highly acclaimed epic fantasy series - The Broken Empire - to its devastating conclusion. (Quelle:'Fester Einband/01.08.2013')

Grandios, überwältigend, einfach fantastisch. Eine der besten Trilogien, die man derzeit in der Fantasy findet.

— Elwe

Grimdark Fantasy at it´s best!

— Alric

Stöbern in Fantasy

Nevernight - Das Spiel

Ein würdiger zweiter Band voller Action, Spannung, Erotik und schwarzem Humor - ein Must Read in diesem Jahr!

Meritamun

Palace of Glass - Die Wächterin

..spannender & starker Auftakt dieser Reihe. Wundervolle Charaktere. Konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Freue mich auf Band 2.

JuleBebieh

Blood Destiny – Bloodfire

Interessanter Auftakt mit Luft nach nach oben

Buffy2108

Animant Crumbs Staubchronik

Die Welt von 1890 <3 Ein Traum dank Lin Rina

AnnisBuecherparadies

Coldworth City

Mal eine etwas andere Geschichte von Mona Kasten, aber dennoch sehr gelungen.

connys_buechererlebnisse

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Charakterstudie eines Anithelden

    Emperor of Thorns

    Wortmagie

    29. November 2017 um 11:28

    Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab. Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg… Die Lektüre des Finales eines Mehrteilers ist für mich normalerweise mit einer latenten Anspannung verbunden. Gelingt es dem Autor bzw. der Autorin, einen würdigen Abschluss zu konstruieren? Im Fall von „Emperor of Thorns“ empfand ich diese Anspannung nicht. Ich zweifelte nicht daran, dass Mark Lawrence diese Aufgabe zufriedenstellend meistern würde, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, in welche Richtung er Jorg schicken wollte. Ich behielt Recht. „Emperor of Thorns“ ist ein voll und ganz rundes, befriedigendes und überraschendes Finale, das in mir die Gier nach mehr schürte, wie von Lawrence beabsichtigt. Erstaunlicherweise erlitt ich trotz dessen keinerlei Abschiedsschmerz. Es fiel mir nicht schwer, Jorg gehen zu lassen, weil ich mich niemals mit ihm identifizieren konnte und – wenn überhaupt – lediglich eine sehr vorsichtige, komplizierte Form von Sympathie für ihn empfand, die sich hauptsächlich aus seiner brutalen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber speiste. Meiner Meinung nach kann man Jorg nicht einfach mögen. Auch im letzten Band der „The Broken Empire“ – Trilogie erwischte mich seine grenzenlose Skrupellosigkeit kalt. Ich hätte nicht mehr verblüfft sein sollen, hätte wissen müssen, dass er niemals zögert, harte, bedenkliche Entscheidungen zu treffen, um seine Ziele zu erreichen – und doch war ich es. Vielleicht hegte ich noch immer einen Funken Hoffnung für ihn, den Lawrence durch die beeindruckende Entwicklung unterstützte, die er seinen Protagonisten durchleben ließ. Die Handlung ist erneut in Gegenwart und Vergangenheit unterteilt: in der Gegenwart beobachten die Leser_innen Jorgs Reise nach Vyene, in der Vergangenheit begleiten sie ihn auf einer erschöpfenden Solo-Expedition über die Grenzen des Zersplitterten Reiches hinaus, das als erschreckendes Spiegelbild und beklemmende Zukunftsvision unserer Realität fungiert. Diese Expedition veränderte ihn. Er reifte deutlich, fand zu einer gewissen inneren Balance und kann der gewalttätigen Abwärtsspirale seines Lebens doch nicht entfliehen. Jorg ist ein anschauliches, überzeugendes Beispiel dafür, dass Menschen dieselben Muster stetig zwanghaft wiederholen. Er wird vom Schlüsselmoment seiner persönlichen Vergangenheit, dem Mord an seinem kleinen Bruder, gnadenlos eingeholt. Paradoxerweise sind sein kaltblütiger Charakter und seine verkrüppelte Seele allerdings genau die Eigenschaften, die ihn als beste Chance der Welt im Kampf gegen den Toten König kennzeichnen. Sein einzigartiges Talent, ausweglose Situationen zu seinen Gunsten zu drehen, seine Bereitschaft, genau das zu tun, was diese Situationen seiner Ansicht nach von ihm verlangen, egal wie verrückt oder abstoßend die Anforderungen sein mögen, versetzen ihn in „Emperor of Thorns“ in die Position des Helden. Diese Verschiebung seines Status in der übergreifenden Geschichte ist Mark Lawrences brillanter Geniestreich. Natürlich ist Jorg die Verkörperung des ultimativen Antihelden, der eher versehentlich selbstlos und niemals ehrenhaft handelt – aber er rettet die Welt, daran gibt es nichts zu rütteln. „The Broken Empire“ ist eine ungemein figurenzentrierte Trilogie. Oh, selbstverständlich sind Worldbuilding und Handlungskonstruktion bemerkenswert, feinsinnig und intelligent. Doch all diese Elemente verblassen neben dem einnehmenden Protagonisten. Meiner Meinung nach ist Jorg von Ancrath mehr als die Hauptfigur der Romane, er ist ihr (schwarzes) Herz und Anker. Ich glaube, Mark Lawrence wollte Jorgs Geschichte erzählen, um gezielt dessen Entwicklung zu untersuchen. Er wollte sein Potential gemeinsam mit den Leser_innen erforschen, experimentieren und herausfinden, wie er auf die Herausforderungen seiner Welt reagiert. Betrachtet man die Trilogie aus dieser Perspektive, erschließt sich, dass es sich dabei um eine umfangreiche Charakterstudie handelt. Deshalb ist es kein Hindernis, dass Jorg kein Sympathieträger ist. Erst seine seelischen Abgründe eröffnen zahllose Möglichkeiten. Er faszinierte mich und brannte sich in mein Gedächtnis. So schnell werde ich Jorg nicht vergessen: Prinz, König, abschreckendes Beispiel und Held wider Willen.

    Mehr
  • Ein Donnerhall in der Fantasy - fantastischer Abschluss der Trilogie

    Emperor of Thorns

    Elwe

    29. June 2014 um 18:26

    'Kaiser der Dunkelheit' ist der finale Donnerhall einer Trilogie, der etwas Seltenes gelingt: Nämlich drei aufeinanderfolgende Bücher, die sich nach einem bereits atemberaubenden Einstieg immer noch zu steigern wissen. Nachdem ich - mit Bedauern - die letzte Seite dieses außergewöhnlichen Buches umgeblättert habe, würde ich als langjähriger, durchaus kritischer Fantasy-Leser behaupten, das diese eine der besten und großartigsten Serien ist, die ich in den letzten zehn oder fünfzehn Jahren genießen durfte. Die Geschichte des Jorgh von Ankrath, dem bestenfalls amoralischen Protagonisten der Serie - Bruder Jorgh, Prinz Jorgh, König Jorgh - wird hier durch einen Reigen immer wieder überraschender und aufregender Wendungen zu einem atemberaubenden Finale getrieben, bei dem es tatsächlich gelingt, alle Fäden der hochkomplexen Geschichte zusammenzuführen, und zwar auf verblüffend einfache, aber umso genialere Weise. Wie schon der zweite Band wird auch dieser in einer Mischung aus Gegenwarts-Geschehen und einem Vergangenheitsstrang erzählt, nämlich Jorghs Erlebnissen während einer langen Reise, auf der er den Spuren und Hinweisen des Erbauer-Geistes Fexler folgt. Jeder Entdeckung, jedem Geschehen kommt im Nachhinein eine größere Bedeutung zu - was es umso spannender macht, als Leser zu spekulieren und sich überrascht zurückzulehnen, wenn sich schließlich alles anders als erwartet zusammenfügt. Jorgh macht sich auf eine schicksalhafte Reise nach Vyene, der alten Kaiserstadt, um bei der alle vier Jahre anstehenden, für lange Zeit erfolglosen Kaiser-Wahl selbst die Kaiserkrone zu erringen. Er ist nun mit Miana verheiratet, seiner überraschend pragmatischen und gewitzten Frau, die außerdem mit seinem Sohn schwanger ist. Seine Feinde sind zahlreich und haben es nicht nur auf ihn, sondern auch auf seine neue Familie abgesehen. Parallel folgen wir einem jüngeren Jorgh auf seiner Reise über den exotischen Kontinent Afrique, wo er nach Fexlers Geheimnissen sucht und sich nicht nur neue Gegner, sondern auch überraschende Allianzen schafft. Was (immer noch) an diesem Protagonisten begeistert, ist zum einen diese Mischung aus Intelligenz und Einfallsreichtum, Wagemut und schierem Willen. Und auf der anderen Seite seine Unberechenbarkeit, weil er keinem vorhersehbaren Moralkodex folgt. Jorgh ist ein kaltblütiger Mörder, aber kein mordender Irrer. Er folgt seinen Instinkten und seiner Neugier, er kann grausam sein - wenn es ihm nützt. Oder überraschend großmütig, wenn er Lust dazu verspürt. Auf jeden Fall ist er einer der faszinierendsten Buchhelden, die mir je begegnet sind und der Beweis, dass man selbst Psychopathen sympatisch finden und mit ihnen fiebern kann - wenn sie gut geschrieben sind. Zum Abschluss sei noch gesagt, dass es für das Vergnügen an diesem Buch unbedingt nötig ist, mit dem Band 1 der Trilogie anzufangen, 'Prinz der Dunkelheit' - die drei Teile bauen aufeinander auf und viele Bezüge würden sich ohne Vorkenntnis der anderen zwei Bände nicht erschließen. Ansonsten: Unbedingt lesen! Diese Serie ist eine der besten, die sich in der HighFantasy der letzten Jahre finden lässt. Großartig geschrieben, intelligent und klug erdacht in einer großartigen, sich erst nach und nach entfaltenden Welt, hoch spannend, absolut faszinierend und last but not least, unterhaltsamer und rasanter als die meisten Actionspektakel.

    Mehr
  • Atemberaubendes Finale einer außergewöhnlich guten Fantasy-Trilogie

    Emperor of Thorns

    Elwe

    28. September 2013 um 00:56

    'Emperor of Thornes' ist der finale Donnerhall einer Trilogie, der etwas Seltenes gelingt: Nämlich drei aufeinanderfolgende Bücher, die sich nach einem bereits atemberaubenden Einstieg immer noch zu steigern wissen. Nachdem ich - mit Bedauern - die letzte Seite dieses außergewöhnlichen Buches umgeblättert habe, würde ich als langjähriger, durchaus kritischer Fantasy-Leser behaupten, das diese eine der besten und großartigsten Serien ist, die ich in den letzten zehn oder fünfzehn Jahren genießen durfte.  Die Geschichte des Jorgh von Ankrath, dem bestenfalls amoralischen Protagonisten der Serie - Bruder Jorgh, Prinz Jorgh, König Jorgh - wird hier durch einen Reigen immer wieder überraschender und aufregender Wendungen zu einem atemberaubenden Finale getrieben, bei dem es tatsächlich gelingt, alle Fäden der hochkomplexen Geschichte zusammenzuführen, und zwar auf verblüffend einfache, aber umso genialere Weise.  Wie schon der zweite Band wird auch dieser in einer Mischung aus Gegenwarts-Geschehen und einem Vergangenheitsstrang erzählt, nämlich Jorghs Erlebnissen während einer langen Reise, auf der er den Spuren und Hinweisen des Erbauer-Geistes Fexler folgt. Jeder Entdeckung, jedem Geschehen kommt im Nachhinein eine größere Bedeutung zu - was es umso spannender macht, als Leser zu spekulieren und sich überrascht zurückzulehnen, wenn sich schließlich alles anders als erwartet zusammenfügt. Jorgh macht sich auf eine schicksalhafte Reise nach Vyene, die alte Kaiserstadt, um bei der alle vier Jahre anstehenden, für lange Zeit erfolglosen Kaiser-Wahl selbst die Kaiserkrone zu erringen. Er ist nun mit Miana verheiratet, seiner überraschend pragmatischen und gewitzten Frau, die außerdem mit seinem Sohn schwanger ist. Seine Feinde sind zahlreich und haben es nicht nur auf ihn, sondern auch auf seine neue Familie abgesehen. Parallel folgen wir einem jüngeren Jorgh auf seiner Reise über den exotischen Kontinent Afrique, wo er nach Fexlers Geheimnissen sucht und sich nicht nur neue Gegner, sondern auch überraschende Allianzen schafft.  Was (immer noch) an diesem Protagonisten begeistert, ist zum einen diese Mischung aus Intelligenz und Einfallsreichtum, Wagemut und schierem Willen. Und auf der anderen Seite seine Unberechenbarkeit, weil er keinem vorhersehbaren Moralkodex folgt. Jorgh ist ein kaltblütiger Mörder, aber kein mordender Irrer. Er folgt seinen Instinkten und seiner Neugier, er kann grausam sein - wenn es ihm nützt. Oder überraschend großmütig, wenn er Lust dazu verspürt. Auf jeden Fall ist er einer der faszinierendsten Buchhelden, die mir je begegnet sind und der Beweis, dass man selbst Psychopathen sympatisch finden und mit ihnen fiebern kann - wenn sie gut geschrieben sind. Zum Abschluss sei noch gesagt, dass es für das Vergnügen an diesem Buch unbedingt nötig ist, mit dem Band 1 der Trilogie anzufangen, Prince of Thorns (Prinz der Dunkelheit in der dt. Übersetzung) - die drei Teile bauen aufeinander auf und viele Bezüge würden sich ohne Vorkenntnis der anderen zwei Bände nicht erschließen.  Ansonsten: Unbedingt lesen! Diese Serie ist eine der besten, die sich in der HighFantasy der letzten Jahre finden lässt. Großartig geschrieben, intelligent und klug erdacht in einer großartigen, sich erst nach und nach entfaltenden Welt, hoch spannend, absolut faszinierend und last but not least, unterhaltsamer und rasanter als die meisten Actionspektakel. Teil 1 und 2 der Trilogie sind bisher zeitgleich mit den englischen Ausgaben auch als deutsche Übersetzung erschienen (die übrigens sehr gut ist und Spaß zu lesen macht).  Bei diesem hier - dem dritten und abschließenden Teil - weiß ich nicht, ob noch eine deutsche Ausgabe erscheint. Bisher ist weit und breit nichts davon zu sehen, deshalb fürchte ich fast, dass diese Serie das Schicksal vieler anderer Serien teilt, bei denen die ersten ein oder zwei Bände auf Deutsch erscheinen und die dann wohl mangels Verkaufszahlen nicht weiter übersetzt werden.  So oder so - wer Band 1 und 2 mochte, kommt um den krönenden Abschluss eigentlich nicht drumrum. Er ist es wirklich wert, gelesen zu werden, weil er die vielen Fragen der Vorgänger befriedigend auflöst und wirklich ein tolles Donnerhall-Ende bildet.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks