Mark Lawrence König der Dunkelheit

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Inhaltsangabe zu „König der Dunkelheit“ von Mark Lawrence

Um zu wahrer Größe zu gelangen, muss man über Leichen gehen.

Nach dem gewaltsamen Tod seiner Mutter und seines Bruders hatte Prinz Jorg von Ankrath blutige Rache geschworen. Nun ist er König, doch der Krieg ist für ihn noch lange nicht zu Ende, denn eine gewaltige Armee marschiert auf sein Reich zu – angeführt von einem scheinbar unbesiegbaren Krieger. Jeder gute König wäre wohlberaten, die Waffen zu strecken und das Knie vor diesem Krieger zu beugen, und sei es nur, um das Leben des eigenen Volkes zu schützen. Doch Jorg ist kein guter König.

König der Dunkelheit liefert mehr Handlung, Magie und Weltenbau. Dennoch kommt er nicht an den ersten Teil ran. 3,5*

— AdamBlue

Gemein, düster, sehr poetisch geschrieben. Macht Lust auf mehr. Ich liebe Jorg, auch die anderen Charaktere sind super.

— benjaminspang

Verdammt gut!

— Sardonyx

Der 2. Teil hat viel mehr zu bieten. Jorg ist ein schwieriger und zugleich aufregender Charakter.

— Haliax

Eine tolle Fortsetzung, freue mich schonauf den dritten Teil!!

— mieken

Eine Steigerung zum ersten Band

— horrorbiene

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    König der Dunkelheit

    AdamBlue

    01. October 2017 um 16:46

    Klappentext: "Einst hatte Prinz Jorg von Ankrath blutige Rache für den Mord an seiner Familie geschworen. Nun ist er König, doch der Kampf ist für noch lange nicht zu Ende, denn eine gewaltige Armee marschiert auf sein Reich zu – angeführt von einem scheinbar unbesiegbaren Krieger. Jeder gute König wäre wohlberaten, die Waffen zu strecken, um des eigenen Volkes willen. Doch Jorg ist kein guter König ..." König der Dunkelheit ist der zweite Teil der Broken Empire Trilogie von Mark Lawrence. Prinz der Dunkelheit hat mir aufgrund des Antihelden Jorg und dem ungewöhnlichen Setting schon gut gefallen und ich war sehr gespannt, ob König der Dunkelheit ähnlich gut wird. Die Figur Jorg von Ankrath strahlt eine gewisse Faszination aus. Obwohl er so rachsüchtig und grausam ist, erwischt man sich dabei, wie man mit ihm mitfiebert. Er trotzt allen Widerständen und polarisiert dadurch. In einem Interview hat Mark Lawrence mal verraten, dass er sich vom Protagonisten Alex aus Clockwork Orange inspirieren lassen hat. Obwohl der Film doppelt so alt ist wie ich, habe ich ihn dennoch mal gesehen und kann gewisse Parallelen erkennen, da Alex auch ein Anarchist war. Bevor ich komplett ausschweife fange ich mal mit der Review an. Cover: Stilistisch passt das Cover sehr gut zum Vorgänger. Jorg ist erwachsen geworden und wir sehen ihn auf seinem Thron sitzen, umgeben von gefallenen Rittern. Im Gesicht hat Jorg eine auffällige Narbe und in der rechten Hand hält er einen "Seher Ring". Dieser Ring spielt in der Trilogie eine große Rolle.                                             Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und es ist meiner Meinung nach das beste Cover der Broken Empire Trilogie. Inhalt: Zunächst möchte ich noch erwähnen, dass König der Dunkelheit mit 600 Seiten etwa 220 Seiten länger ist als Prinz der Dunkelheit. Außerdem gibt es nun eine Karte, die an Europa erinnert, mit Orten wie Cantalonia Barlona oder Brit. Diese wird in Kaiser der Dunkelheit noch einmal ausgebreitet. Interessant, dass Mark Lawrence eigentlich keine Karten zeichnet und vom Verlag gebeten wurde, für den zweiten Teil eine Karte zu zeichnen. König der Dunkelheit spielt unmittelbar nach Prinz der Dunkelheit und setzt sich aus vier Handlungsebenen zusammen. Hochzeitstag: Spielt vier Jahre nach Prinz der Dunkelheit. Jorg hat sich die Burg Renar zu eigen gemacht und herrscht dort mit seinen Brüdern (die altbekannten Charaktere wie z.B Makin, Rike, Gorgoth) über das Volk. Er ist nun 18 Jahre alt und soll die sechs Jahre jüngere Miana heiraten. Obwohl Miana so jung ist, ist sie erstaunlich reif (wie einst Jorg in ihrem Alter) und ein interessanter Charakter. Es wäre eine schöne Hochzeit, wenn da nicht ein gewisser Fürst von Pfeil mit mehreren tausend Männern an Jorgs Burg klopfen würde, um sie zu erobern. Jorg ist mit ca tausend Mann deutlich in Unterzahl. Dieser Handlungsabschnitt nimmt den meisten Raum ein und ist auch der spannendste. Vier Jahre zuvor: Dieser Abschnitt erzählt, wie es zum Konflikt zwischen Jorg und Orrin von Pfeil kam. Dieser möchte Kaiser werden und erhofft sich, dass Jorg sich mit ihm verbündet. Jorg weiß, dass Orrin ein guter Kaiser wäre und ein guter König würde sich Orrin sofort anschließen, doch Jorg wäre nicht Jorg, wenn er nicht selber Ambitionen hätte, Kaiser zu werden. Er lehnt ein Bündnis ab und sucht selbst nach Verbündeten. Katherines Tagebuch: Katherine ist Jorgs Stieftante und er ist besessen von ihr. Hier schildert Katherine ihre Gefühle bzw ihre Abneigung Jorg gegenüber. Hier wird man allerdings einige Widersprüche finden ... Das Kästchen: Jorg trägt ein bestimmtes Kästchen bei sich. Er darf dieses Kästchen jedoch nicht öffnen, da sich dort finstere Dinge befinden... Aus Spoilergründen werde ich den Inhalt nicht verraten, auch wenn man den Inhalt schon relativ am Anfang erfährt. Kaiser der Dunkelheit ist deutlich verwobener als der Vorgänger. Ohne den Vorgänger wird man vieles nicht verstehen und es empfiehlt sich, den Vorgänger unmittelbar davor gelesen zu haben. Am Anfang fand ich die Geschichte relativ verwirrend, da man leicht den Überblick über die Erzählstränge verlieren kann. Außerdem spielt Mark Lawrence mit den Erinnerungen der Charaktere, die etwas unzuverlässig sind. Der Magier Sageous spielt hier eine tragende Rolle, da er versucht, Jorg mit Magie zu manipulieren. Insgesamt aber werden die Erzählstränge aber gut zusammengeführt. Das Ende fand ich eher mittelmäßig. Magie wird hier meiner Meinung nach nicht wirklich gut eingesetzt. Sie kommt immer dann, wenn es Mark Lawrence gerade passt. Was die Brutalität angeht, befindet sich diese ungefähr auf Prinz der Dunkelheit Niveau, auch wenn es eine wirklich brutal Stelle relativ am Anfang des Buches gibt, die die Brutalität von Jorgs Vater demonstriert. Mark Lawrence liefert hier insgesamt mehr von allem. Es gibt mehr Magie, wir erfahren mehr über die postapokalyptische Welt, mehr Handlung und Jorg ist auch reifer als in Prinz der Dunkelheit. Jedoch hat er trotzdem nicht viel von seiner Faszination eingebüßt, auch wenn er etwas erwachsener handelt, als zuvor. Dennoch hat mit der erste Teil besser gefallen. König der Dunkelheit war mir etwas zu lang und teilweise zu verwoben. Es wäre besser gewesen, wenn Mark Lawrence die beiden Hauptpfade zu einzelnen Romanen gemacht hätte. Auch die Katherine Tagebuch Abschnitte fand ich nicht wirklich gut und war froh, als sie vorbei waren. Abschließend kann ich sagen, dass mir König der Dunkelheit gut gefallen hat, wobei ich persönlich aufgrund der Erzählgeschwindigkeit Prinz der Dunkelheit besser fand. 3,5 Sterne

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  • Dunkel, dunkler, König der Dunkelheit: was für ein fesselnder, finsterer zweite Band!

    König der Dunkelheit

    Sardonyx

    27. February 2017 um 10:41

    Warnung: Wer den ersten Teil, ,,Prinz der Dunkelheit" nicht kennt, bewegt sich bei dieser Rezension in einer Spoiler-Zone für Geschehnisse aus Band 1! Jorg von Ankrath ist trotz seiner 18 Jahre bereits über so viele Leichen gegangen und hat so viele Leben ausgelöscht, dass jeder seiner Schritte eine Spur von Blut und Tod hinter sich herzieht. Aber selbst als neuer König des Hochlands Renar ist Jorgs Rachedurst noch nicht gestillt und sein Kampfwille brennt wie noch nie zuvor. Fürst Orrin von Pfeil hat nämlich vor, den Titel des Kaisers anzunehmen und rückt mit einer gewaltigen Streitmacht auf Jorgs Burg zu, um sich Renar einzuverleiben. Aufgeben und sich Orrin unterwerfen, das würde ein guter und rücksichtsvoller König tun. Aber Jorg ist kein solcher König: Lieber sieht er zu, wie seine Soldaten abgeschlachtet werden, als sich dem Mann zu unterwerfen, der ihm den Platz als Kaiser nehmen will! Ein heftiger Krieg entbrennt, dessen verdorbene Wurzeln vier Jahre zurück in Jorgs Leben reichen. Oh Mann, ich bin wirklich ratlos - wie soll ich nur eine Rezension zu diesem grandiosen Buch von Mark Lawrence schreiben, sodass es noch leserlich bleibt und nicht etwa in unleserliches "jjAZThiuo873asdfghsdu7#aüjkl" ausartet? Das letztere kann nämlich auch möglich sein, denn ein Teil von mir sitzt gerade vor der Tastatur und würde gerne auf diese draufhauen, um mich wieder unter Kontrolle zu bringen. Ich bin nämlich wütend, glücklich, aufgewühlt, entsetzt und begeistert von ,,König der Dunkelheit"! ,,Prinz der Dunkelheit", das erste Buch der Jorg von Ankrath-Reihe / The Broken Empire Trilogy, hat mich bereits mit einer tiefen Faszination erfüllt: Die Welt, die der Autor erschaffen hat, ist auf der einen Seite mittalterlich gestaltet und lebt von ihrer eigenen Finsternis, Brutalität und Verdorbenheit. Perfekter Nährboden für irre Gestalten wie Jorg. Doch dann gibt es noch die Aspekt der sogenannten ,,Erbauer", deren High-Tech-Zivilisation untergegangen ist - deswegen kennt Jorg Armbanduhren, Pistolen, Atombomben und liest Nietzsche. Einzigaritiger Weltenbau, nicht? Neben dem besonnenen Ritter Makin und der jungen Miana ist Jorg die beste Figur im ganzen Buch! Seine Wortgefechte übertreffen seine Fähigkeiten als Kämpfer und an seiner Intelligenz schneiden sich alle, die ihn unterschätzen. Klar ist Jorg moralisch extrem fragwürdig, aber ich wünsche mir nichts mehr, als dass er sich mit Schwert und Lüge einen Weg zum Thron erkämpft und all seine Feinde vernichtet. Er ist ein grotesker Mörder, ein Bösewicht und und und ... Aber, hell yeah, was für eine fesselnde Persönlichkeit! Nicht jede Buchfigur kann von sich sagen, als Kind das Herz eines Nekromanten gegessen zu haben ^^ Noch verrückter - und einzigartiger, verworrener und und allgemein vielleicht das beste Dark Fantasy-Buch überhaupt - ist der Plot. Dieser spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab, die erst ganz zum Schluss nach vielen Lügen und Wahrheiten zusammenfinden: da ist der 18-jährige Jorg am Anfang, der auf eine Katastrophe zurückblickt, und ein 18-jähriger Jorg, der im Jetzt Krieg entgegensieht - und auf seine Erlebnisse 4 Jahre zurück blickt, die von blutigen Geheimnissen besudelt sind. Dann gibt es noch das einfühlsame Tagebuch von Katherine Ap Scorron, die ja bereits in ,,Prinz der Dunkelheit" einen Vorgeschmack ihrer heftigen Zukunft bekam. Kurz gesagt: Lawrence ist ein Meister darin, den Leser und seine "Helden" ins Irre zu führen und dann gnadenlos mit dem Gesicht voran in den Pfuhl grausiger Wahrheiten zu stoßen. Irre. Ich liebe dieses Buch, vom symbolhaft-bildlichen Schreibstil bis zum Cover und bis zur letzten Seite. Allerdings gefällt mir das Originalcover ein wenig mehr als das deutsche, der dunkel-verrauchte Hintergrund sieht besser aus als ein weißer. Mark Lawrence hat ,,König der Dunkelheit" hauptsächlich aus Jorgs Ich-Sicht geschrieben, weshalb Jorg natürlich zu den Figuren gehört, die man als Leser am besten kennenlernen darf. Ich kann nicht sagen, dass ich Jorg super sympathisch finde, aber andererseits ist er unfassbar facettereich, listig, gemein, unehrlich und versucht mit allen Mitteln und dem finsterstem Humor zu verbergen, dass seine brutale Maske Risse bekommt. Welcher Kern von Jorg wird sich offenbaren? Das kann ich überhaupt nicht vorhersehen und gibt mir einen Grund, sobald wie möglich den dritten Band (,,Kaiser der Dunkelheit") zu lesen 😀 Ein pechschwarzes Meisterwerk und ein von Dornen umkränzter Epos und mit einem unfassbar "gutem" Protagonisten, dessen schlimmsten Träume in ein Kupferkästchen passen - wie ihr merkt, bin ich gerade fast davor vor Begeisterung überzuschäumen. ,,König der Dunkelheit" und allgemein die ganze Trilogie ist eine faszinierende Kampfansage an alle, die denken, Fantasy sei langweilig. Lest es, begegnet Jorg von Ankrath und lasst euch auch in die Welt von The Broken Empire herunterziehen.

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  • Jorgs Siegeszug geht weiter!

    König der Dunkelheit

    BlueNa

    30. April 2013 um 23:25

    Jorg von Ankrath ist nun seit vier Jahren König von Renar, ein Königreich, das hauptsächlich aus Bergen besteht. Dort residiert er in der Spukburg und regiert sein Land, das er von seinem Onkel erobert hat. An Jorgs Hochzeitstag steht das gewaltige Heer des Fürsten von Pfeil vor den Toren der Burg und begehrt Einlass. Doch Jorg wäre nicht Honorous Jorg von Ankrath, wenn er in den letzten vier Jahren untätig gewesen wäre! Eine Spur von Blut hat er hinter sich hergezogen, Gefährten geopfert, aber auch Bündnisse geschlossen und Erinnerungen in ein eisernes Kästchen verbannt. Doch reicht dies aus um einer schieren Übermacht zu trotzen? Bei „König der Dunkelheit“ finde ich es um einiges schwieriger eine adäquate Inhaltsangabe zu schreiben, als bei seinem Vorgänger, denn ich möchte auf gar keinen Fall zu viel verraten!  Eines kann ich aber sagen: Das Buch hat mich absolut begeistert! Ich habe wirklich gedacht, nach „Prinz der Dunkelheit“ kann mich nichts mehr schocken oder überraschen, ich dachte, ich würde Jorg kennen, aber das Gegenteil war der Fall! Jorg ist solch ein vielfältiger und faszinierender Charakter, der mitsamt seinen Brüdern losreitet um Gog zum Feuermagier zu bringen, um am Ende der Reise allein am anderen Ende des Kontinents zu landen. Doch alles, was auf seinem Weg dorthin geschieht, macht ihn nur stärker und klüger. Besonders spannend fand ich, dass man als Leser nach und nach eine Ahnung bekommt, in was für einer Welt Jorg eigentlich lebt und was es mit den geheimnisvollen Erbauern auf sich haben könnte. Der Schreibstil von Mark Lawrence, den ich im ersten Teil noch ein wenig kritisiert habe, konnte mich nun absolut überzeugen! Er hat sich weiterentwickelt, ist besser geworden und ließ mich vollends in die Geschichte eintauchen. Mal spannend, mal philosophisch, der Autor konnte mich genau da abholen, wo ich stand und mich in Jorgs Königreich entführen. Es wechseln sich Jorgs Erlebnisse von vor vier Jahren, die fast nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Buch anknüpfen, und den Ereignissen in der Gegenwart des mittlerweile 18-jährigen Königs ab und durch Cliffhanger am Ende der Kapitel wird die Spannung durchweg hoch gehalten. Die Protagonisten sind mal wieder absolut fantastisch! Natürlich steht Jorg im Mittelpunkt. Man steigt beim mittlerweile 18-jährigen Jorg in die Geschichte ein und merkt gleich, dass Jorg älter und etwas umsichtiger geworden ist. Was seiner Brutalität und Grausamkeit keinen Abbruch tut, aber er denkt mittlerweile zwei Mal nach, bevor er jemandem den Kopf abhackt. Naja, meistens zumindest, denn sein loses Mundwerk bringt in natürlich auch weiterhin in die Größten Schwierigkeiten. Auch die ganzen Nebenfiguren sind allesamt sehr interessant, zumal es ein paar Verluste in den letzten vier Jahren gegeben hat und es nicht mehr ganz so viele Personen um Jorg herum tummeln. Mein Favorit ist diesmal Sir Makin gewesen. Das Cover des Taschenbuchs finde ich mal wieder überaus gelungen. König Jorg sitzt nachdenklich auf seinem Thron, umgeben von einem mehr aus erstochenen Kriegern in voller Rüstung.  Tod und Verdammnis kann ich dazu nur sagen! Es ist großartig! Fazit: Mit „König der Dunkelheit“ hat Mark Lawrence nicht nur erzählerisch eine Schippe drauf gesetzt, sondern auch stark bei der Seitenzahl zugelegt: König Jorgs Schandtaten finden auf fast doppelt so vielen Seiten statt, wie noch die von Prinz Jorg und das hat er absolut verdient! Ich werde König Jorg in die tiefsten Abgründe seiner Seele folgen! Absolute Leseempfehlung!

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  • Fesselnde Fortsetzung

    König der Dunkelheit

    Fantasie_und_Träumerei

    29. April 2013 um 15:17

    KLAPPENTEXT: Um zu wahrer Größe zu gelangen, muss man über Leichen gehen ... Nach dem gewaltsamen Tod seiner Mutter und seines Bruders hatte Prinz Jorg von Ankrath blutige Rache geschworen. Nun ist er König, doch der Krieg ist für ihn noch lange nicht zu Ende, denn eine gewaltige Armee marschiert auf sein Reich zu – angeführt von einem scheinbar unbesiegbaren Krieger. Jeder gute König wäre wohlberaten, die Waffen zu strecken und das Knie vor diesem Krieger zu beugen, und sei es nur, um das Leben des eigenen Volkes zu schützen. Doch Jorg ist kein guter König ... AUTOR: (Quelle: Heyne) Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet Mark Lawrence als Wissenschaftler, der sich hauptsächlich mit der Erforschung künstlicher Intelligenz beschäftigt. »Prinz der Dunkelheit« ist sein erster Roman. Der Autor lebt mit seiner Frau und ihren gemeinsamen vier Kindern in England. EIGENE MEINUNG: Ich bin geplättet. „König der Dunkelheit“ ist noch spannender, noch fesselnder, noch reifer als sein Vorgänger „Prinz der Dunkelheit“ und hat mich so sehr in Bann gezogen und beeindruckt, dass ich nun ganz traurig auf ein langes, sehnsüchtiges Warten auf Teil3 blicke, der auf englisch im Sommer unter dem Titel „Emperor of Thorns“ erscheinen wird. Erzählt wird dieses Meisterwerk der High Fantasy auf mehreren Ebenen, von denen ein Großteil zwar in unterschiedlichen Zeiten spielt, aber aus der Perspektive von Jorg aufs Geschehen blicken. Ergänzt werden seine Beiträge durch die der geheimnisvollen und starken Katherine, die ihm Rache geschworen hat, seit Jorg ihre Zofe umgebracht hat. Es fällt mir ein wenig schwer von der Handlung des Buches zu berichten, denn es ist so voller Geheimnisse, dass ich dem Leser auf seiner Entdeckungsreise keinesfalls etwas voraus nehmen möchte. Passend zur ausgereifteren Schreibe des Autors ist auch Jorg erwachsener geworden. Er ist nun König, hat damit sehr viel mehr Verantwortung als früher zu der Zeit, als er noch auf der Straße lebte. Natürlich reicht ihm sein Dasein als König nicht aus. Er ist gierig und rachsüchtig und möchte vor allem seinem Vater beweisen, dass er ein Anrecht auf dessen Thron hat. Besonders gut gefallen mir die psychologischen und philosophischen Aspekte des Romans. Obwohl ich mich zuerst an Jorgs Faible für Nietzsche gewöhnen musste, mag ich die Art mit der Dinge und das Leben betrachtet. Auch in diesem Bereich verschmelzen Autor und Protagonist zu einer flüssigen Abfolge von Gedankengängen und Handlungen. Auf psychologischer Ebene kommen wir Jorgs Innerem immer näher. Er ist ein dunkles Geschöpf, das immer mehr helle Risse bekommt und ich denke im dritten Teil werden wir uns endlich seinem wahren Gesicht nähern, das derzeit noch verschleiert ist unter einer düsteren Schicht aus Blut, Hass, Rachsucht und Gier. Nicht nur Jorg, der für mich einer der außergewöhnlichsten Charaktere im Bereich Fantasy zählt, interessiert mich sehr, auch die Nebencharaktere gefallen mir ausgesprochen gut. Sie sind mit viel Feingefühl fürs Detail kreiert und sehr gut durchdacht. Sie wirken lebendig und sind so greifbar, dass man das Gefühl hat, regelrecht zu erwachen wenn man aus der Geschichte aufwacht. FAZIT: In „König der Dunkelheit“ ist es Mark Lawrence noch besser gelungen die von ihm gesponnenen Fäden aus Psychologie, Magie und Philosophie zu einer Handlung zu verweben, die den Leser in Bann zieht und mit facettenreichen und sowohl charakterstarken, als auch charakterlosen Figuren fesselt.

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  • Eine Steigerung zum ersten Band

    König der Dunkelheit

    horrorbiene

    22. April 2013 um 15:42

    Band eins Prinz der Dunkelheit hat mir sehr gut gefallen, war es doch durch den trotz seiner Jugend überaus düsteren Hauptcharakter außergewöhnlich. Doch nicht nur, dass Jorg so brutal und eigentlich bereits wahnsinnig war, die Konstruktion des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, sprang sie doch zwischen zwei Erzählzeiten hin und her, so dass ein gutes Bild des Protagonisten und seines Werdeganges geschaffen wurde. Der einzige Nachteil des ersten Bandes war, dass es aufgrund der Kürze zeitweise etwas gehetzt wirkte. Auch König der Dunkelheit besticht durch die Konstruktion des Textes: Der Leser steigt in das Buch ein, in der Zeit, in der Jorg dem Leser seine Geschichte erzählt und er mittlerweile 18 Jahre alt ist. In dieser Zeit kämpft er gerade eine aussichtslose Schlacht gegen den Fürsten von Pfeil, welcher sich anschickt alle Länder durch geschickte Verhandlungen unter seiner Herrschaft zu einen und sich zum Kaiser aufzuschwingen. Könige, die sich wie Jorg widersetzen, werden angegriffen. Währendessen erinnert sich Jorg an Katherine Ap Scorron und es werden mitunter auch ihre Tagebucheinträge, die er auf dem Schlachtfeld fand, in den Text integriert. Dann gibt es wieder die Passagen, in denen Jorg den Lesern seine Geschichte “von vor vier Jahren erzählt” und zwar an der Stelle, an der die “Jetztzeit” von Prinz der Dunkelheit aufhörte. Als frisch gebackener König über Renar, hält es Jorg nicht lange auf seiner Burg. Er macht sich mit seinen Brüdern auf einen Feuermagier aufzusuchen, der dem jungen Gog vermeindlich helfen kann, das Feuer in ihm entweder loszuwerden oder zu kontrollieren. Noch in seinem eigenen Land begegnet er dem Fürsten von Pfeil, der versucht auch ihn zu einem Zusammenschluss zu bewegen. Nachdem er auf der folgenden Mission merkte, dass sich Verbündete gegen Pfeil gut machen würden, beschließt er, sich auf die weite Reise zu den Verwandten seiner verstorbenen Mutter zu machen. Zu guter letzt wird der Text durch kurze eingeschobene Beschreibungen der Brüder ergänzt. Diese Konstruktion gefällt mir sehr gut und wirkt durch die Ich-Perspektive hervorragend. Die Ich-Perspektive ist eigentlich DAS Stilmittel, dass diese Trilogie zu dem macht, was sie ist: dunkel. Man erkennt dennoch deutlich die Entwicklung, die der junge Jorg durch die Einnahme der Krone seines Onkels vollzogen hat und noch deutlicher den Entwicklungsschritt zum Mann und Regenten, der er dann mit 18 Jahren ist. Damit man beim Lesen nicht durcheinander kommt, ist für jedes Kapitel durch eine Überschrift gekennzeichnet, in welcher Zeit der Abschnitt nun spielt. Gut gefallen hat mir in diesem Zuge auch, dass seine Erinnerungen wirklich durchlebt werden. Jorg hat viel schlimmes erlebt und noch schlimmeres getan und all die Erinnerungen daran versteckt er in einem Kupferkästchen. Auf diese Weise belasten sie ihn nicht. Dennoch schaut er bei Zeiten – manchmal auch ungewollt – hinein und so wird das Bild von Jorg für den Leser deutlicher. Dass er nebenbei so auch taktische Ideen vor seinen Feinden verstecken kann ist ein weiterer Pluspunkt für dieses Kästchen, welches später einen weiteren Entwicklungsschritt auslösen wird. Der entscheidende Kritikpunkt des ersten Bandes war die Kürze. Normalerweise sind gerade die Auftaktbäde überladen von Informationen, Charakteraufbau und dergleichen. Dies fehlte bisweilen, umfasst das Buch nur knapp 400 Seiten. König der Dunkelheit hat im Unfang ordentlich zugelegt und siehe da, mit 600 Seiten wirkt das Buch bei weitem nicht mehr gehetzt! Stattdessen ist das Tempo dem Inhalt angemessen und schafft Atmosphäre aufzubauen! War ich beim Lesen von Prinz der Dunkelheit etwas geschockt, wie brutal und skruppellos dieser 14-jährige Jorg denkt und handelt, habe ich dies hier zeitweise fast vermisst. Nicht dass hier in diesem Buch keine Schlachten und Kämpfe stattfanden, diese gab es durchaus und sie waren auch alles andere als unblutig, doch hat sich die Denkwesie Jorgs ein Stück weit geändert, was auf eine Entwicklung der Figur hindeutet. Das Ende allerdings deutet an, dass das Kästchen eine große Bedeutung für diese Entwicklung hatte und im nächsten Band wieder alles anders sein kann! Interessant ist auch die Welt, in der die Trilogie spielt. Der Autor gibt im Text viele Hinweise, dass sich Jorgs Welt nicht großartig von unserer unterscheidet: Es tauchen Dänen auf, die Religion kennt Jesus und Maria und auch dort haben Römer einst wichtige Straßen gebaut. Ich fand es regelrecht spannend mir über die Zusammenhänge Gedanken zu machen. Aufgrund der Hinweise kann man ableiten, dass die Erbauer aus Jorgs Welt im Grunde unsere Gesellschaft darstellen, die sich mithilfe von Atombomen “Erbauer Sonnen” ins Jenseits gepustet haben. In Folge dessen ist der Meeresspiegel angestiegen und hat unsere Welt umgestaltet, so ist auch zu verstehen, wieso die (endlich) im Buch abgedruckte Karte unseren Karten ähnelt, aber dennoch grundverschieden aussehen. Als ein nettes Gimmik sind Namen bestehender Städte und Landschaften leicht abgewandelt worden, aber so, dass man die Zusammenhänge noch erkennen kann, z.B. Remagen am Reim oder Barlona in Catalonia Fazit: Die Trilogie hat in ihrem zweiten Teil eindeutig an Grausamkeit verloren, ohne dass die Grausamkeit in diesem Buch fehlt, nur ist Jorg erwachsener geworden, muss aber immer noch blutige Schlachten schlagen. Durch die aufgestockte Seitenzahl bekam das Buch nicht nur mehr Tiefe sondern nahm auch das Tempo heraus, zwei Dinge, welche mir im ersten Band fehlten. Die Konstruktion der Erzählung kombiniert mit der Ich-Perspektive wurde auch hier wieder gekonnt umgesetzt und macht das Buch mit dem Schreibstil des Autors zu einem Lesevergnügen. Aufgrund der Steigerung dieses Buches gegenüber dem ersten bin ich gespannt, wie Jorg sich im letzten Band schlagen wird und sich die Trilogie noch weiter steigern kann.

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  • Rezension zu "König der Dunkelheit" von Mark Lawrence

    König der Dunkelheit

    Elwe

    12. March 2013 um 20:37

    Vor gut zwei Jahren erschien mit 'Prinz der Dunkelheit' ein ganz außergewöhnliches, tiefschwarzes Juwel von Buch am Fantasy-Himmel. Es ist das Epos des vierzehnjährigen Prinzen Jorg von Ankrath mit seiner grausamen, blutrünstigen Seele, der sich quer durch 500 Seiten mordete, und der trotz seiner Verdorbenheit eine derartige Faszination auf den Leser ausübte, dass man den Roman nicht nur kaum aus der Hand legen konnte, sondern Jorg auch noch wünschte, er möge über seine Feinde triumphieren. Was er dank Rücksichtslosigkeit, der Bereitschaft zu irrwitzigem Risiko und grandioser Bauernschläue auch tat. Nach so einem Buch fürchtet man sich fast vor dem Nachfolger, denn es ist schwer, solche Meisterschaft würdig fortzuführen. Doch 'König der Dunkelheit' schafft es mit Leichtigkeit. Die Fortsetzung der Geschichte von Jorg von Ankrath ist sogar noch besser als der Vorgänger, in der Art, wie guter Wein durch Reife gewinnt. Der neue Band weiß ab der ersten Seite zu fesseln und kann - wie schon der erste - unmöglich aus der Hand gelegt werden, bevor man nicht das übrigens ausgesprochen unvorhersehbare Ende erreicht. Aus Jorg, dem grausamen Kind, ist beinahe ein Mann geworden, und die neue Reife tut ihm gut. Er ist immer noch rau und rücksichtslos, besitzt immer noch einen mitunter kranken Sinn für Humor und einen grausam-sezierenden Blick auf Dinge, bei denen andere den Blick abwenden. Doch die ziellose Grausamkeit ist von ihm gewichen. Es scheint, als müsse er sich nicht mehr unablässig etwas beweisen. Er hat an Stärke gewonnen, und die Stärke erlaubt ihm den Luxus von Mitgefühl und einer vernünftigen Sichtweise auf manche Dinge. Seine Taten und seine Erlebnisse haben ihn geformt, er ist nun achtzehn Jahre alt. Er hat den Hauch einer Ahnung davon, was Verantwortung bedeutet. Er schämt sich nicht mehr für eine weiche Regung. Zu einem gütigen König macht ihn das trotzdem nicht, nicht einmal zu einem weißen Ritter. Der Dreck bleibt auch weiter an ihm kleben, aber man spürt den Menschen darunter und das schafft beim Lesen eine ganz unerwartete Sympathie. 'König der Dunkelheit' wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt - Jorg im Hier und Jetzt, seine Burg, die er am Ende des ersten Bandes eroberte, von einer gigantischen Streitmacht von zwanzigtausend Soldaten bedroht, denen er mit kaum dreihundert Kämpfern gegenüber steht. Die Mischung aus Plan, Glück und plötzlicher Eingebung, mit der er dennoch dem Angreifer entgegentritt, statt zu kapitulieren, ist rasend spannend und leitet sich in ihren Bausteinen vielfach aus vergangenen Erlebnissen her. So springt Jorg auch immer dann, wenn man sich erhofft, auf der nächsten Seite die vorläufige Auflösung zu lesen, vier Jahre in der Zeit zurück, zu einem Parallelstrang an Ereignissen, die nicht minder spannend sind. Eine wichtige Rolle spielt hierbei ein kleines Kupferkästchen in seinem Besitz, das Erinnerungen von ihm enthält und das er - wie Pandoras Box - um keinen Preis öffnen darf. Dabei könnten diese Erinnerungen der Schlüssel dafür sein, wie dieser schier ausweglose Kampf zu gewinnen ist - . 'König der Dunkelheit' ist rasend gute Fantasy mit einem unwiderstehlich charismatischen und unbeschreiblich glaubwürdigen Protagonisten, mit einer nervenzerreißend spannenden Story voller unerwarteter Wendungen und Rätsel, oft besser als ein verwickelter Kriminalfall. Beiläufige Grausamkeiten lassen einem ebenso den Atem stocken wie überraschend emotionale Momente, die vor dem Kontrast umso stärker wirken. Einer Erwähnung wert ist auch die außerordentlich gut gelungene deutsche Übersetzung - unverkennbar war hier jemand am Werk, der mit Sprache virtuos umzugehen weiß und das merkt man dem Buch deutlich an. Wer sich vor unmittelbarer Gewalt und einer doch sehr erwachsenen Düsternis im Buch nicht scheut, den erwartet ein atemberaubender Ritt durch Jorgs dunkle Welt. Dies ist Fantasy von einer Tiefe und Qualität, wie man sie nur selten findet.

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