Mark Lowery Wie ein springender Delfin

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Inhaltsangabe zu „Wie ein springender Delfin“ von Mark Lowery

Martin hat sich für seinen kleinen Bruder Charlie eine großartige Überraschung ausgedacht: Sie werden heimlich mit dem Zug an die Küste Cornwalls fahren, denn dort ist der Delfin wieder aufgetaucht, der Charlie im letzten Sommer so glücklich gemacht hat. Doch so eine Reise ist nicht einfach, wenn man einen Bruder wie Charlie hat. Und wenn die Eltern schon an jedem Bahnhof durch die Polizei nach einem suchen lassen. Und wenn man ein Mädchen trifft, das offenbar eine selbstgebastelte Bombe dabeihat, auf das man aber dringend angewiesen ist. Und wenn man auf einmal seinen Rucksack mit der wichtigen Keksdose verliert – und Charlie!

Ein wildes Abenteuer zweier ganz besonderer Jungen – spannend und tief bewegend zugleich.

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    Wie ein springender Delfin

    Federchen

    12. January 2018 um 22:36

    Martin ist 13 Jahre alt, als er sich seinen 10jährigen Bruder Charlie schnappt und mit ihm heimlich in den Zug steigt. Charlie geht es nicht so gut. Immer wieder wird er krank, kam schon viel zu früh auf die Welt, leidet an Asthma. Martin will ihn überraschen. Mit seinem Delfin. Im vergangen Sommer waren sie mit Mama und Papa am Meer. Dort haben sie den Delfin das erste Mal gesehen. Charlie beharrte darauf, jeden Tag des Urlaubes zum Hafen zu fahren, um seinen Delfin sehen zu können, bis der Delfin verschwand. Über eine Internetseite hat Martin herausgefunden, dass der Delfin wieder gesichtet wurde. Martin liebt seinen Bruder, seine Familie über alles. Also macht er sich mit ihm auf den Weg, der abenteuerlicher ist, als er gedacht hätte. Die beiden treffen auf Hen, ein Mädchen, was schon sehr lange nicht mehr zu Hause war. Gerade als es sehr chaotisch wird, ist sie zur Stelle. Doch dann ist plötzlich Martins Rucksack weg und Charlie ist ebenfalls verschwunden. "Wie ein springender Delfin" ist ein tief bewegendes Buch über die Bindung zweier Brüder, über die Liebe einer Familie und über Freundschaft, die dort auftaucht, wo man sie am Wenigsten erwartet. Es ist ein Jugendroman, der zeigt, dass Andersein nicht Ausgrenzung bedeutet, sondern das jeder auf seine Weise Teil des Ganzen sein kann. Mark Lowery erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive von Martin, was zur Folge hat, dass man sich mitten im Geschehen, mitten im Abenteuer der beiden befindet. Der Schreibstil ist klar und schnörkellos und dennoch besonders. Bedient sich der englische Autor doch einer Metapher, die sich erst gegen Ende herauskristallisiert. Mark Lowery verwendet direkte Rede und innere Monologe seines Protagonisten Martin ganz harmonisch miteinander. Die Selbstzweifel, die Liebe, der Mut, aber auch die Angst, die Martin während der Reise empfindet,  treten genauso stark in den Vordergrund, wie der beinah als altklug zu bezeichnenden Charakter von Charlie. Diese zwei Figuren tragen das Buch von Anfang bis Ende. Keine Spur von Langatmigkeit, kein zähes Gebrabbel.Doch "Wie ein springender Delfin" ist nicht nur das Abenteuer zweier Jungs, es ist auch eine Sammlung von Gedichten, von Gedichtformen. Martin besucht als Einziger einen Lyrikclub in seiner Schule. Dabei scheint der Lehrer meist begeistert von seinen Gedichten zu sein. Egal ob es ein Haiku, ein Gesang oder ein Formgedicht ist. Dieses Gefühl bestärkt Martin darin, immer wieder sein Heft heraus zu nehmen und Gedichte zu schreiben. Für Charlie. Mark Lowery kann ganz wunderbar erzählen, so dass sich erst sehr spät beim Leser der Gedanke festsetzt, dass nicht alles so sein kann, wie es scheint. Geschickt bindet er Dinge in seine Handlung ein, die diesen Verdacht auch immer wieder wegwischen lassen. Die Behinderung von Charlie spielt dabei eine große Rolle, denn so lebenslustig wie er ist, merkt er, dass er lieber gern ein Delfin wäre. Die sind frei und ungezwungen in ihren Entscheidungen. (c) buchgefieder.blogspot.com

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