Mark Menozzi

 2.1 Sterne bei 7 Bewertungen

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The King - Der schwarze König

The King - Der schwarze König

 (7)
Erschienen am 16.09.2011

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Rezension zu "The King - Der schwarze König" von Mark Menozzi

Rezension zu "The King - Der schwarze König" von Mark Menozzi
Elwevor 7 Jahren

Was bei diesem Buch vor allem ins Auge sticht, ist die sehr schöne Aufmachung - ein Hardcover mit Silberprägung vorn auf dem Titel, der Schnitt rundherum passend schwarz gefärbt ... ein echter Hingucker. Deshalb habe ich es mir auch gekauft. Und weil sich die ersten Seiten durchaus schön lesen.
Doch die Crux ist, dass es nicht wirklich in Fahrt kommt, jedenfalls nicht auf den ersten 150 Seiten, und man über die Langatmigkeit schließlich das Interesse an Hauptpersonen und Handlung verliert. Außerdem hatte ich mit fortschreitender Lektüre immer stärker das Gefühl, eine Rollenspiel-Beschreibung zu lesen. Und richtig - die Biografie des Autors verrät, dass er genau aus dieser Ecke kommt. Rollenspiel.
Das Setting ist denn auch recht interessant, auch wenn es an einigen Stellen Unlogiken gibt: Angestachelt von den märchenhaften Erzählungen reisender Händler macht sich der junge schwarze Prinz Manatasi zusammen mit seinem Schamanen auf, die neu erbaute Stadt Kemyss zu sehen, deren Stadttore für neue Bewohner just in dem Moment geöffnet werden, da er dort eintrifft. (eine leere Stadt zu bauen, und dann erst Bewohner hereinzulassen, die anschließend verwirrt sind, weil sie nicht wissen, nach welchem System die Häuser verteilt werden, erscheint etwas seltsam ... aber nun gut). Dort rettet er eine Stammesangehörige mit ihrer Tochter vor Meuchelmördern - das Kind trägt nämlich mächtige Magie in sich, mit der ein alter Dämon erweckt werden soll, um einer Sekte die Weltherrschaft zu verleihen. Außerdem gibt es dann noch Elfenkrieger, die sich einer Art Erbschuld unterwerfen müssen und fortan als Söldner durch die Lande ziehen, bis sie ihre Schuld abgedient haben. Von denen gibt es zwei Brüder, die ebenfalls in die Jagd auf das Mädchen verwickelt sind.
Der Schreibstil liest sich ebenfalls recht angenehm - ABER: ich bin einfach weder mit den Figuren, noch mit der Geschichte warm geworden. Zu hölzern erscheinen mir viele Wendungen, zu vorhersehbar, zu viel Zeit wird auf reichlich belanglose, aber eben rollenspieltypische Geplänkel verschwendet, die die Handlung nicht vorantreiben. Es dauert einfach ewig, bis wirklich etwas passiert.
Deshalb habe ich es auch nicht geschafft, das Buch bis zum Ende zu lesen.
Epische und saftvolle Fantasy sieht leider anders aus - wer etwas a la George R. Martin, Sapkowski, Tad Williams oder Brent Weeks erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Gegen die Großen des Genres nimmt sich diese Geschichte wirklich reichlich hölzern und unspannend aus, ohne die kunstvolle Komplexität, mit der dort Handlungsstränge zusammengesponnen werden.
Wer allerdings Anregung für das nächste Rollenspiel-Abenteuer sucht, ist hier sicher gut bedient.
Und wenn schon sonst nichts, so bleibt es zumindest ein optischer Hingucker im Bücherregal.

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