Mark Millar

 4.2 Sterne bei 102 Bewertungen
Autor von Wolverine: Old Man Logan, Civil War und weiteren Büchern.

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Wolverine: Old Man Logan

Wolverine: Old Man Logan

 (11)
Erschienen am 06.02.2010
Wanted

Wanted

 (8)
Erschienen am 18.09.2009
Civil War

Civil War

 (9)
Erschienen am 12.02.2008
Kick-Ass 1 Gesamtausgabe

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 (7)
Erschienen am 21.09.2010
Kick-Ass. Bd.1

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 (6)
Erschienen am 01.04.2010
Wolverine: Old Man Logan Deluxe Edition

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 (4)
Erschienen am 14.02.2017
Übermenschlich

Übermenschlich

 (3)
Erschienen am 02.03.2006
Superman: Genosse Superman

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 (3)
Erschienen am 24.11.2014

Neue Rezensionen zu Mark Millar

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Mueli77s avatar

Rezension zu "Reborn" von Mark Millar

Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Mueli77vor einem Jahr

Bonnie Black ist 78 Jahre alt. Vor 14 Jahren wurde ihr Mann auf offener Straße erschossen. Ihre beste Freundin starb vor 6 Monaten an Krebs. Ihr Vater hatte einen Arbeitsunfall in der Stahlfabrik und ihre Mutter hatte einen Tag nach ihrem 63. Geburtstag einen Herzinfarkt. Trotz alledem, was ihr in ihrem Leben widerfahren ist, hat Bonnie immer versucht, alles richtig zu machen. Sie war für andere da, hat immer nur das Beste gewollt. Doch nun liegt sie im Krankenhaus und hat Angst vor dem, was sie erwarten könnte. Sie fühlt sich einfach noch nicht bereit zu sterben. Erst recht nicht auf einer Schlaganfallstation. Aber der Tag kommt, an dem Bonnie von den Schwestern leblos am Boden aufgefunden wird. Um Bonnie herum wird alles schwarz. Erinnerungen gleiten vorbei. Sie erlebt alles noch einmal und plötzlich findet sie sich in einer fremden Welt wieder. Als 25-jähriges Mädchen steht sie mitten in einem Kampfgebiet und an ihrer Seite kämpft ihr verstorbener Vater. Sie ist in Adystria gelandet, wo sie als Erfüllung einer alten Prophezeiung erwartet wurde. Es beginnt ein aufregendes Abenteuer, bei dem sie viele alte Freunde und Verwandte wiedertrifft …

Beim ersten Durchblättern wirkt „Reborn“ wie ein typisches Fantasy-Abenteuer mit märchenhaften Welten, einem Setting, welches verschiedene Zeitepochen und Technik-Ären miteinander vermischt und Charakteren, die klassischen Rollenspielen entliehen sein könnten. Und dennoch ist es mehr, als das, was man auf den ersten Blick sieht.
Der Kern dieses Bandes, welcher die im original in sechs US-Heften veröffentlichte Geschichte sammelt, stellt Bonnie Black dar und ihr Leben nach dem Tod. Doch statt einfach nur eine Geschichte eines alternativen Jenseits zu erzählen, entwickelt Mark Millar eine psychologische Studie zum Tod. Der Umgang mit dem Tod, nicht nur dem eigenen, sondern auch dem von Menschen, die einem nahestehen und der eigenen Angst vor dem Tod. Die Angst vor dem Unbekannten und die Angst davor, nicht abschließen zu können. Etwas unerledigt zu lassen oder geliebte Menschen zurückzulassen, sie sprichwörtlich „im Stich“ zu lassen. Aber er zeigt auch, dass der Tod Menschen verändern kann. Den Glauben brechen, den Willen zerstören, Gefühle umkehren und ganze Charaktereigenschaften vor Enttäuschung ins Gegenteil verwandeln können.
Das alles bettet er in ein Fantasy-Epos um eine scheinbar verlorene, unterdrückte Welt, in der ein übermächtiger Schurke nicht nur die Bewohner unterdrückt und tötet, sondern auch gleich noch eine andere Welt erobern will. Und auch, wenn die „Saga“ zwischendurch ein paar kleinere Längen aufweist, fesselt sie kurz darauf schnell wieder bis zum unausweichlichen Ende.

Einen sehr großen Teil hierzu tragen die Zeichnungen von Fanliebling Greg Capullo bei. Seit seiner Arbeit an „Spawn“ hat er eine große Fanbase, die sich durch seinen Run an „Batman“, zusammen mit Scott Snyder, noch vergrößert hat. Capullo ist in der Lage, so ziemlich alles zu zeichnen und dies auch noch glaubhaft zu präsentieren. Und so überzeugt der Band mit einem atemberaubend dynamischen und detailverliebten Artwork, welches nur durch einen Makel getrübt wird. Allerdings weiß ich nicht, ob dies nur bei dem mir vorliegenden Band der Fall ist, oder ob hier eventuell die Druckvorlagen beschädigt waren, oder sogar das Ausgangsmaterial kompromittiert. Das gesamte erste Kapitel wirkt verwaschen, aufgepixelt, schlecht aufgelöst, kontrastärmer und unschärfer, als die restlichen fünf Kapitel. Jedoch betrifft dies nur das Artwork selbst und enthaltene Soundwörter. Der Text in den Sprechblasen und Textboxen ist so deutlich und scharf, wie im gesamten Band. Dies wirkt sich dabei nicht nur auf die eigentlichen Grundzeichnungen aus. Es betrifft leider auch die Koloration, die dadurch nicht mehr ganz so farbenprächtig daherkommt, wie im Rest des Bandes was wirklich außerordentlich schade ist, da Fco Plascencia, hier für die Koloration verantwortlich, mit sehr gelungenen Licht- und Schatteneffekten spielt und arbeitet, was wiederum für eine sehr dichte Atmosphäre sorgt, die sich aber leider auch nicht im gesamten Band wiederfinden lässt.

Trotz der erwähnten Mankos war ich von „Reborn“ wirklich begeistert. Auch wenn Mark Millar, meiner Meinung nach, inzwischen oftmals überschätzt und zu schnell mit Vorschusslorbeeren überhäuft wird, nur aufgrund seines Namens und vergangener durchaus gelungener Arbeiten. Hier hat er wieder einmal gezeigt, dass doch noch einiges an Ideen in ihm stecken und mit Greg Capullo hat er auch gleichzeitig noch einen versierten Zeichner an Bord, der ebenfalls stolz auf seine Arbeiten sein kann. Dennoch wird „Reborn“ sicher nicht jedem gefallen und es wird auch Meinungen geben, die es, gerade zum Ende hin, nicht mehr ganz so gut finden. Ich für meinen Teil bin aber mit relativ wenig Erwartungen herangetreten und wurde ausgezeichnet unterhalten und auch zum Nachdenken angeregt. Obwohl ich tagtäglich mit dem Thema Tod zu tun habe, wurden mir dennoch ein paar Einblicke gewährt, die ich so bisher noch nicht wahrgenommen habe.

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Yoyomauss avatar

Rezension zu "Wolverine: Old Man Logan" von Mark Millar

Spannend, aber auch irgendwie traurig
Yoyomausvor 2 Jahren

Zum Inhalt:
Niemand weiß, was sich in jener Nacht ereignete, als die Helden fielen und das Böse triumphierte. Doch was mit Wolverine geschah, ist das allergrößte Rätsel. 50 Jahre hat niemand von ihm gehört. und an der Stelle des geborenen Kämpfers von einst, steht nur noch ein alter, gebrochener Pazifist namens Logan. Ein Mann, der gewillt ist, seinen alten Freund, den blinden Bogenschützen Hawkeye, 3.000 Meilen durch eine verwüstete Welt zu begleiten, um seine Familie zu retten.

Logan lebt mit seiner Familie verarmt inmitten der verwüsteten Welt, im Bezirk des Hulk und dessen zurückgebliebener, aber brutaler Brut. Logan hat sich geschworen nie wieder zu kämpfen. Doch als die Brut vom Hulk seine Familie bedroht und ihm ein Ultimatum stellt, kommt ihm das Angebot von Hawkeye sehr gelegen, da ihm die Reise Geld bringt und er damit seine Familie schützen kann. Hawkeye selbst ist nur noch ein Schatten seiner Selbst. Alt und blind ist er jedoch einer der letzten Superhelden, die der Welt geblieben sind. Einer Welt, in der sich jeder selbst der nächste ist, brechen die beiden alten Freunde auf, quer durch die Landen,  bei denen sie nicht nur alte Bekannte und Feinde wieder treffen, sondern sich auch den Nachkommen so manches Superhelden stellen müssen. Und vor allem Logan ist bald gezwungen sich seiner Vergangenheit und seiner Taten zu stellen.

Als absoluter Fan von Wolverin/Logan, war es keine Frage, dass ich mir auch diesen Band zulegen musste. Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Zeit. Die Welt ist arm, wird durch diverse Schurken unterjocht und ein falscher Schritt kann den Tod bedeuten. Logan lebt im Bezirk des Hulk, führt ein armes Farmerleben und hat eine kleine Familie, die er um jeden Preis beschützen will. Als er von der Brut des Hulk bedroht wird und vor allem seine Familie von diesen ins Visier genommen wird, muss man sich fragen, warum Logan ihnen nicht einfach den Gar ausmacht, ist er doch Unsterblich und kann sich immer wieder heilen. Es wäre ein Leichtes für Logan den Hulk und seine Brut zu bekämpfen. Doch er bleibt ruhig und scheint jeglichen Ärger aus dem weg gehen zu wollen. Erst auf die Bitte seines Freundes Hawkeye macht sich Logan auf in ein neues Abenteuer. So erfährt der Leser nach und nach, was mit der Welt geschehen ist und schließlich, warum es überhaupt so weit kommen konnte. 
Die Zeichnungen des Comics sind wie immer sehr detailliert, wirken ab und an kantig, lassen aber keine Wünsche offen. Die Designs der Charaktere sind stimmig und die Szenerie ist faszinierend und schaurig zugleich. Logan als Held der Geschichte ist zu Beginn kaum wiederzuerkennen. Aus dem sonst so draufgängerischen und coolen Typen ist ein alter, ruhiger Mann geworden, der sich dem Familienleben widmet und vor den Hulklingen kuscht - die sich übrigens den Gleiter der fantastischen Vier zu eigen gemacht haben. Zu Beginn ist man als Leser schockiert, wenn man sieht, was aus dem einstigen Helden und der Welt geworden ist. Doch je mehr man in die Geschichte einsteigt, desto klarer werden die Umstände, wie es so weit kommen konnte. Und die Erkenntnis sitzt tief. Sie macht betroffen. Sie schockiert. 

Empfehlen möchte ich den Comic allen, die gern in die Welt der Superhelden um die X-Man, aber auch andere Superhelden wie z.B. die Avengers, abtauchen. Es ist interessant zu sehen, was die Zeichner aus der Welt und ihren Superhelden gemacht hat und wie es aussehen kann, wenn die Bösen an die Macht kommen. Der Leser wird mit einer geballten Ladung Action, aber auch jeder Menge Emotionen versorgt, die ihn schließlich für einen Moment absolut sprachlos zurück lassen.

Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Design: 5/5
Spannung: 5/5
Emotionen: 5/5

Gesamt: 5/5

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TheoRs avatar

Rezension zu "MPH - Schnelle Pillen" von Mark Millar

Eine Geschichte über Drogen und neue Prämissen, schnell und fesselnd erzählt.
TheoRvor 3 Jahren


Nur am Rande: Da steht zwar Band 1, aber eigentlich ist es eine abgeschlossene Miniserie in 5 Akten (Heften) und die sind alle in diesem Buch.

Wenn er will kann Mark Millar es einfach immer noch, er liefert mit „MPH“ ein Fiktion – Aktion – Werk der Extraklasse ab, dass mit seiner Kurzweiligkeit und dem spannenden Plot zu überzeugen weiß. Millar ist ein Meister seines Fachs und diese Geschichte ist ein guten Beispiel dafür, sie ist wohl durchdacht, gut aufgebaut und vor allem bestens getimt.
Es ist die Geschichte eines Jugendlichen, der im Gefängnis eine vermeintliche Droge mit dem Aufdruck MPH erhält, am Boden zerstört soll dies sein erster Drogenerfahrung werden. Doch es kommt ganz anders, den diese Pille macht ihn quasi schneller als das Licht, zumindest werden alle anderen so langsam, dass sie wie erstarrt im Raum stehen. Natürlich fährt Mark Millar an diese Stelle fast alle Klischees oder Vorurteile auf die man sich denken kann, stört dies den Genuss, nein, so oder so ähnlich würden 99,9% Menschen handeln, wenn es diese Droge tatsächlich geben würde. Millar spricht aber eben auch andere Seiten an, macht sich lustig über die einen oder anderen Aspekte die eine solche Droge oder der Verwendung mit sich bringen würde und handelt sie doch elegant in einem Nebensatz ab. Nichtsdestotrotz schafft er es dabei nicht skurril oder abgehoben daherzukommen, er gibt allem eine gewisse Erdung und liefert dabei eine spritzige aber doch plausibel Story ab. Millar schafft es selbst bis fast zum Schluss, bestimmte Aspekte der Geschichte vor den Augen des Lesers zu verstecken und wartet mit einem Ende auf, dass bei allen bekannten Elemente wirklich überrascht kommt und dem ganzen eine runden Abschluss gibt.
Grundsätzlich wäre eine Fortsetzung möglich, aber ich hoffe es bleibt bei diesen 5 Ausgaben, bieten sie doch alles, was man für den perfekten Kopfkinoabend benötigt.
Natürlich lebt dieses Buch auch vom Artwork Duncan Fegredo, der vor allem durch seine Arbeit für Hellboy und B.P.R.D. bekannt wurde. Er vermag hier auf ganzer Linie zu überzeugen, er liefert nicht nur plausible und überzeugende Charaktere ab, nein er fängt auch die Grundidee von MPH gekonnt ein und arbeitet mit dem Element der Bewegung und des Stillstandes in einem Panel äußerst kunstvoll. Das Artwork trägt immens dazu bei, den Leser in einen cineastischen Rausch zu versetzten. Einmal angefangen dieses Buch zu lesen, wird man es nicht so schnell aus der Hand legen.

Eine ausführliche Besprechung als Podcast findet man wie immer auf Comic Review in der Ausgabe "CRFF144 – MPH".

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