Mark Neustädter

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Mark Neustädter

Lebenslauf von Mark Neustädter

Mark Neustädter ist das Pseudonym des erfolgreichen Thriller-Autors Oliver Kern. Er wurde 1968 in Esslingen am Neckar geboren und wuchs im Bayerischen Wald auf. Seit rund 20 Jahren lebt er in der Region Stuttgart, momentan in Waiblingen. Beruflich ist Oliver Kern im Marketing unterwegs, hauptsächlich als Art Director und Produktioner. Freiberuflich beschäftigt er sich nebenher mit vielen Formen der gestalterischen Kunst: Malerei, Illustration und dem Zeichnen von Comics und Cartoons. Neben seinem visuellen Schaffen arbeitet er seit etwa 10 Jahren mit Worten und schreibt Werbetexte und Bücher. 2007 erschien sein erster Roman. "Spur der Tränen" ist sein erster Thriller unter dem Pseudonym Mark Neustädter.

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Mark NeustädterDie Spur der Tränen
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Die Spur der Tränen
Die Spur der Tränen
 (8)
Erschienen am 01.03.2015

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Uwes-Leselounges avatar

Rezension zu "Die Spur der Tränen" von Mark Neustädter

Ein besonderer Thriller mit einem außergewöhnlichen Schreibstil
Uwes-Leseloungevor 3 Jahren

Vor zwei Jahren verschwand die fünfjährige Ann-Kathrin beim Familienurlaub in Asturien/Nordspanien spurlos. Nun stellt die Polizei die Ermittlungen ein, da sich keinerlei Spuren mehr ergeben haben. Der Vater und Psychiater Karsten Amrhein hat seine Tochter noch nicht aufgegeben und eine Postzustellung mit einem Glas Honig aus einem Bergdorf in Asturien, gibt seiner Hoffnung Nahrung. Er ist der festen Überzeugung, dass in diesem Glas Honig die Tränen seiner Tochter konserviert sind. Aber kann dies wirklich sein? Amrhein beauftragt den Journalisten Fritz Zweiheiliger mit der Suche nach seiner Tochter. Und so reist Zweiheiliger nach Nordspanien, auf der Suche nach der kleinen Ann-Kathrin. Lebt die Kleine noch? Was ist mit ihr geschehen? Und vor allem, ist Zweiheiliger der Richtige für diesen Job?


Der Einstieg in die Geschichte ist mal ein richtiges Brett vor den Kopf :), denn Mark Neustädter aka Oliver Kern beginnt diese gleich mit einem Geiseldrama im Sudan. Wir erleben, wie Fritz Zweiheiliger schonungslos alle Details der Qualen seiner Gefangenschaft und der seiner Mitgefangenen schildert. Hier geht es richtig zur Sache und ich dachte schon, unser Protagonist kommt nicht lebend aus dieser Nummer heraus! Aber weit gefehlt, dank einer Lösegeldzahlung kommen er und weitere Gefangene frei. Diese Art der Folter und Erniedrigungen, der Entzug von Licht, Wasser, Nahrung und Intimität gehen natürlich nicht spurlos an einem vorbei. Fritz leidet unter Depressionen, Selbstmordgedanken, Verfolgungswahn und anderen Symptomen.


Sechs Monate später befinden wir uns gemeinsam mit Fritz in einem Schnellimbiss und hören die Geschichte um die verschwundene Tochter von Karsten AmrheinAmrhein möchte, dass Fritz mit seinem journalistischen Gespür und Hartnäckigkeit die Suche nach seiner Tochter fortführt. Widerwillig nimmt Fritz diese Aufgabe an, nicht ahnend welche Folgen dies für Ihn und seine Psyche haben wird...


Die Region, in der Ann-Kathrin verschwunden ist, kann man als abgeschieden beschreiben. Hoch in den Bergen Nordspaniens gibt es hier nur kleine Ansammlungen von Häusern oder Dörfern. Selbstredend kennt man sich und weiß alles voneinander. Doch Fremden etwas zu erzählen - nein, dies geht zu weit! Und so erleben wir nicht nur den Kampf von Fritz gegen "seine Ängste und den Dämonen", sondern auch einen fast aussichtslosen Kampf gegen die Dorfbewohner und ihr hartnäckiges Schweigen.


Vor allem beschäftigt Fritz die Frage nach dem Glas Honig, welches Karsten Amrhein hier aus dieser Gegend zugesandt bekommen hat. Wer war es? Hat die betreffende Person mit dem Verschwinden der kleinen Ann-Kathrin zu tun? Unterstützung erfährt Fritz von der ehemaligen Polizistin Alejandra Gomes, genannt Xana. Sie hat damals bei den Ermittlungen, den Comissario Albert Aixut, unterstützt.


Gemeinsam an der Seite von Fritz kämpfen wir uns durch die nordspanischen Berge, auf der Suche nach Antworten und Ann-Kathrin. Was ist damals wirklich passiert und ist es möglich die Tränen im Honig zu konservieren?


Mark Neustädter aka Oliver Kern hat in diesem Buch eine sehr lebhafte und detailreiche Sprache gewählt, welche mich persönlich, nicht gestört hat. So wurden einzelne Orte oder besondere Plätze genau beschrieben und man bekam so ein Bild von dieser Region. Die Geschichte hat zwar eine gewisse Grundspannung, allerdings steht vor allem die Person Fritz Zweiheiliger im Vordergrund. Er ist ein sehr interessanter Charakter, mit vielen Ecken und Kanten und bei der Suche nach Ann-Kathrin bringt ihn dieses bis an die Grenzen seines Verstandes. Fritz kam mir wie selbst verloren vor, da er sich schon fast aufgegeben hat und doch weckt die Suche nach Ann-Kathrin seinen Lebenswillen. Auch die anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet, besonders Xana ist eine Person, von der ich gerne noch mehr erfahren würde. Ab den letzten knapp 80 Seiten nimmt die Geschichte mehr und mehr Fahrt auf und gipfelt in einem sehr heftigen und außergewöhnlichen Schluss.

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buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Die Spur der Tränen" von Mark Neustädter

Wahn oder Wirklichkeit
buecherwurm1310vor 3 Jahren

Die fünfjährige Ann-Kathrin Amrhein verschwand vor zwei Jahren während eines Urlaubs in Asturien spurlos. Der Psychiater Karsten Amrhein erhält per Post Gläser mit Honig, in dem Luftbläschen sind. Er ist davon überzeugt, dass es sich um die Tränen seiner Tochter handelt und möchte, dass der Journalist Fritz Zweiheiliger sich auf die Suche nach der verschwundenen Tochter macht. Doch Fritz hat Schreckliches erlebt und traumatisiert.

Zweiheiliger hat sich von der Welt zurückgezogen, weil ihm seine Träume, sein Verfolgungswahn und auch Schuldgefühle keine Ruhe lassen. Er lässt sich auf diesen Auftrag ein, weil er glaubt, sich selbst damit ein wenig heilen zu können. Doch auch in Asturien hat er weiter Aussetzer und Albträume, aber er spürt eine Verbindung zu Ann-Kathrin. Asturischen Mythen bringen zusätzliche Aspekte in seine Untersuchungen. Dass er kaum Nahrung zu sich nimmt, dafür aber umso mehr Alkohol, macht seine Probleme nicht kleiner. Was ist Realität, was ist Wahn?

Sprachlich hat mir das Buch sehr gefallen, die vielen Fehler hätten jedoch vor Veröffentlichung des Buches auffallen müssen. Ich konnte Fritz Zweiheiliger durch einen wahren Horrortrip begleiten und wurde von der Geschichte sehr gefesselt. Die Beteiligten waren alle so verdächtig, so dass ich bis zum Ende keineswegs sicher war, wer Zweiheiliger da verfolgte und auch vor Mord nicht zurückschreckte. Dazu kommt, dass wir über keine dieser Personen viel erfahren haben.

Obwohl sich recht spät einiges aus der Vergangenheit von Fritz klärte, bleiben doch einige Fragen offen. Die Auflösung des Falles ist fiktiv und außerordentlich.

Ein spannender und fesselnder Thriller.

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S

Rezension zu "Die Spur der Tränen" von Mark Neustädter

Ein Mann im Ausnahmezustand
staronevor 4 Jahren

Zum Inhalt: 

Vor nun mehr 2 Jahren verschwindet die kleine Ann-Kathrin Amrhein während des gemeinsamen Familienurlaubs im nordspanischen Asturien plötzlich und ohne Grund. In einer eher unzugänglichen Gegend,  einziger Hinweis ein Besuch bei einem ortsansässigen Imker. Doch die Polizei bringt diese Tatsache nicht weiter und so wird es bald zu einem der ungelösten Fälle.  Die Familie zerbricht daran und jeder geht seiner Wege. Bis Vater Karsten per Post ein Glas mit Honig erhält indem er meint, würden die Tränen seiner Tochter Ann-Kathrin zu sehen sein. 

Über seinen Beruf als Psychiater, kommt Karsten Amrhein an den  Journalist Fritz Zweiheiliger heran. In der Hoffnung genau den Richtigen für die Rettungsmission gefunden  zu haben. Ein Mann, der mit sich und der Welt abgeschlossen hat durch ein traumatisches Erlebnis  im Sudan. Von der Polizei kann man in dieser Beziehung keine Hilfe mehr erwarten, was Fritz Zweiheiliger bald feststellen muss. 

Und so begibt sich Fritz Zweiheiliger auf eine  ganz speziell  Reise. Wird er das Mädchen möglicherweise doch jetzt über das Honigglas finden und wie kommt er mit seinen Problemen klar. Davon handelt diese spannende Geschichte. 


Meine Meinung: 
Die Einleitungsgeschichte als Aufhänger, ist interessant und spannend bis brutal geschildert. Zudem brandaktuell  und zeigt was bestimmte Ereignisse in einem Menschen auslösen können. Geschickt wie der Autor hier,  uns Leser Einblick in die Seelenwelt  des Fritz Zweiheiliger gewährt. Immer darauf bedacht den Spannungsbogen mit kleinen Hinweisen hoch zu halten. Und so beginnt das Auf-und Ab der Seelenpein des Fritz Zweiheiliger.

Das Ende und die Auflösung ist ungewöhnlich, die Begleiterscheinungen sehr interessant und stimmen nachdenklich, ob mancher Entwicklungen auf unserer Welt. 

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