Mark Nykanen

 3.7 Sterne bei 139 Bewertungen
Autor von Totenstarre, Der Fallensteller und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Mark Nykanen

Totenstarre

Totenstarre

 (91)
Erschienen am 12.03.2007
Der Fallensteller

Der Fallensteller

 (45)
Erschienen am 01.03.2009
Der Fallensteller

Der Fallensteller

 (1)
Erschienen am 14.05.2009
Hush

Hush

 (1)
Erschienen am 01.03.1999
Search Angel

Search Angel

 (1)
Erschienen am 01.04.2007
The Bone Parade

The Bone Parade

 (0)
Erschienen am 01.05.2005

Neue Rezensionen zu Mark Nykanen

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JSRankets avatar

Rezension zu "Totenstarre" von Mark Nykanen

In der Alginat-Falle
JSRanketvor 4 Jahren

Ein erfolgreicher Bildhauer benutzt für seine Skulpturen lebende Menschen als Vorlagen, indem er mit einer zähflüssigen Abdruckmasse den Todeskampf seiner Opfer festhält. Eine junge Studentin kommt ihm auf die Schliche, als sie ein Praktikum bei ihm absolvieren will.

Wenn Autor Nykanen die Gefühle und Empfindungen seiner noch lebenden Modelle beschreibt, die aufkommende Panik in dem Moment, in dem die Gummimasse die Atemwege verschließt, dann hält man als Leser unwillkürlich ebenfalls die Luft an. Und man leidet mit ihnen. Zu dem Zeitpunkt als June, die Mutter, an der Reihe ist, kann man das Buch unmöglich aus der Hand legen und wer keine starken Nerven hat ist gut beraten, diese Stelle nicht vor dem Schlafengehen zu lesen.

Und doch bleiben einige Ungereimheiten. Zum Beispiel, warum sich eine Familie ohne Gegenwehr einfach so in ihr Schicksal ergibt. Sicher ist es allemal besser, sich eine Kugel einzufangen (der Bildhauer Stassler hat eine Waffe mit der er die Familie in Schach hält), als zu ersticken. Ich würde jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie meiner Frau von einem Verrückten Stück für Stück die Luftzufuhr abgeschnitten wird.

Weiterhin unternimmt Nykanen den ein oder anderen Ausflug in die Hardcore-Szene, als er das durchaus willige "Diamond Girl" zu seiner Sexsklavin macht. Das dies alles etwas vorsichtig-oberflächlich bleibt ist sicherlich der amerkanischen Prüderie zu verdanken.

Da ist dann noch der Klappentext. In dem wird angekündigt, dass aus dem Jäger ein Gejagter wird. Leider kommt der Teil etwas zu kurz, denn ich hatte mich schon höllisch darauf gefreut, wie Stassler seine eigene Abdruckmasse ausprobieren darf.
Aber es ist ja ein Buch und da ist ja alles erlaubt. Alles in allem ein gelungener Plot, der Lust auf mehr macht.

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Engelsgesicht77s avatar

Rezension zu "Der Fallensteller" von Mark Nykanen

Engel der Suchenden
Engelsgesicht77vor 5 Jahren

Suzanne hat eine Agentur, in dem für die Mütter ihre Kinder sucht, die die damals zur Adoption freigegeben haben und setzt alles daran, dass die Akten der Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie selbst gehört auch zu den Frauen, die ein Kind zur Adoption freigegeben hat. Bei einer Veranstaltung teilt sie mit, dass sie auf einer CD alle Namen
und Adressen der leiblichen Mütter hat und die Leute dazu auffordert,
deren Kinder zu finden und zurückzuführen.  Damit lockt sie einen Serienmörder auf den Plan, der sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, alle Mütter umzubringen, die ihre Kinder zur Adoption freigegeben haben. Suzanne weiß, dass es nur einen Weg gibt, das grausame Morden zu stoppen: indem sie selbst freiwillig in seine Todesfalle geht ...

Laut dem Klapptext wäre das ein Krimi nicht für schwache Nerven, aber dem kann ich nicht zustimmen, wahrscheinlich bin ich zu abgebrüht ;-) oder es liegt einfach daran, dass ich schon zu viele Krimis gelesen habe.

Für mich war das Buch okay, aber nicht umwerfend, wahrscheinlich lag es an den zwei Erzählsträngen, d. h. es wird einmal aus der Sichtweise des Serienkillers und einer mal aus Suzanne Sicht erzählt. Hinzukommt, dass in dem Buch einzige Szenen beschreiben sind, die völlig unlogisch sind. Da ich hier nicht zu viel verraten will, kann ich es nicht näher begründen. Verwunderlich ist schon das Ende besonders die Adoption am Ende des Buches.

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Bellexrs avatar

Rezension zu "Totenstarre" von Mark Nykanen

Todesangst
Bellexrvor 5 Jahren

Der weltberühmte Bildhauer Ashley Stassler plant sein nächstes Projekt: Family Planning Nr. 9 steht an. Mit seinen acht vorherigen Family Planning-Skulpturen aus Bronze machte er sich einen Namen in der Kunstbranche. Aber nicht alle sind von seiner makabren Kunst fasziniert, welche die Schrecken der Todesangst auf die Gesichter der Skulpturen für die Ewigkeit festhält. Was jedoch keiner ahnt, Stassler benutzt für seine Kunst den Menschen selbst. Er entführt Familien, hält sie in einem unterirdischen Verließ gefangen bis sie körperlich seinen Vorstellungen entsprechen und tötet sie anschließend. Ihren Todeskampf hält er mithilfe einer Plastik fest, aus der er dann seine Bronzeskulpturen fertigt. Nun befindet sich Family Nr. 9 in seiner Gewalt, doch mit dieser Familie läuft alles anders als geplant.

 

Mark Nykanen beginnt seinen Thriller mit einem Prolog, der aufzeigt, woher die Besessenheit von Ashley Stassler zu seinen grauenvollen Bronzeskulpturen kommt. Und der Autor wartet auch nicht lange und man lernt den überheblichen, egozentrischen, gefühlskalten Bildhauer selbst kennen, der sich für den Allmächtigen persönlich hält. Aus dessen Perspektive erlebt man fortan die Entführung von Family Nr. 9 und deren Aufenthalt im Verlies, welcher zum unweigerlichen Tod der Familie führen soll. In einem weiteren Handlungsstrang stellt der Autor einem die Kunstprofessorin Lauren vor. Einer ihrer Studentinnen hat einen Glückgriff gemacht und ein Praktikum bei dem weltberühmten Bildhauer Ashley Stassler ergattert. Na ja, als Glücksgriff wird sich das allerdings nicht entpuppen, wie man sich ziemlich schnell denken kann.

 

Die Story entwickelt sich schnell vorhersehbar und wirkt irgendwie auch  konstruiert. Es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass im Laufe mehrerer Jahre unbemerkt insgesamt neun komplette Familien wie vom Erdboden verschwinden. Was ist mit Verwandten, Freunden, Bekannten, die Polizei muss doch eingeschaltet worden sein? Ok, die USA ist ein großes weites Land, aber wenn eine ganze Familie spurlos verschwindet, geht so etwas  durch die Presse und muss irgendwann auch einmal die Staatspolizei wach rütteln. Und dann erscheinen kurz nach dem Verschwinden der Familien plötzlich von dem so weltberühmten Bildhauer Skulpturen einer Familie.

 

Das war aber nicht das Einzige, was mich bald schon gestört hat. Die Charaktere, obwohl Mark Nykanen seinen Protagonisten als vermeintlich hervorragenden Kenner der menschlichen Psyche beschreibt, bleiben allesamt eindimensional, blass und in ihren Handlungen absolut vorhersehbar. Spannung kommt eigentlich nur anfangs auf bis Family Nr. 9 im Verlies angekommen ist und sich ein wenig zurechtgefunden bzw. mit ihrem Dasein arrangiert hat. Danach ebbt die Spannung gnadenlos ab. Mark Nykanen legt den Schwerpunkt der Story auf Sex und Gewalt, die oft ziemlich drastisch beschrieben wird. Aber dies reicht bei weiten nicht für einen komplexen, fesselnden Thriller aus.

 

So folgen nach der Entführung durch den so vollkommen von sich überzeugten Stassler ausführliche Beschreibungen darüber, wie grausam er die anderen acht Familien sterben ließ, was alles notwendig ist, um seinen Gefangenen einen entsprechenden Körper für die Skulpturen zu verschaffen bis hin zu den lasziven Verführungskünsten der Teenagertochter. Diesen ist Stassler in keiner Weise abgeneigt und so verfolgt man fortan auch noch Stasslers Sex-Fantasien während er die Familie via Monitor beobachtet und den Sex zwischen der 16-jährigen und Stassler selbst kommt auch nicht zu kurz. Erotisch ist dies nicht, bestenfalls ermüdend, eher aber abstoßend. Und natürlich dürfen auch in dem Handlungsstrang um Lauren einige erotische Szenen nicht fehlen, die wie Lückenfüller wirken.

 

Fazit: Vorhersehbare, oft langatmige und stellenweise ziemlich konstruierte Story, blasse Charaktere und von Spannung kaum etwas zu spüren.

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