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MelE

vor 2 Monaten

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"Post Mortem - Tage des Zorns" ist der dritte Band einer Thrillerreihe, die mir wirklich sehr zusagt, was natürlich seinen Protagonisten geschuldet ist. Avram Kuyper empfinde ich als sehr interessant und seine Beweggründe Profikiller als Beruf zu wählen, wird in diesem Thriller ein klein wenig verdeutlicht, denn wir tauchen in seine Vergangenheit ein und bekommen so einen kleinen Einblick in sein Erleben und seinen Werdegang. Trotz kleiner Schwächen ist "Post Mortem - Tage des Zorns" ein hochgradiger Thriller, der mir einige spannende Lesestunden beschert hat. 
Ich brauchte ein klein wenig, um mich wieder zurecht zu finden, da zwischen dem Lesen der ersten beiden Bände der Reihe und diesem hier, sind fast ein Jahr vergangen ist und ich einige wichtige Details vergessen hatte. Es empfiehlt sich tatsächlich nicht erst im dritten Band in die Reihe einzusteigen, da sonst Unverständnis herrschen könnte. Selbst ich, die "Post Mortem - Zeit der Asche" und "Post Mortem - Tränen aus Blut"kannte, hatte meine Schwierigkeiten. 
Da der Klappentext schon einige sehr wichtige Details verrät, ist es keine Überraschung, dass Emilias Tochter Becky entführt wurde. Die grausamen Päckchen die Emilia sind sehr makaber, aber dies ist nur ein kleiner Faktor dessen, denn es wird noch schlimmer. Ein Psychopat hat Becky in seiner Gewalt und würde bis aufs Äußerste gehen, um Emilia zu schaden. Es ist ein perfider Plan, der mir mehrfach echte Gänsehaut beschert hat. Für mich ist es verständlich, dass man als Mutter seine Umsicht und Vorsicht verliert, um sein Kind zu finden und zu befreien. Für Avram Kuyper gilt dasselbe Grauen, denn auch seine Nichte wurde entführt und wenn er sich nicht auf das Spiel des Entführers einlässt, wird auch sie getötet werden. Anstatt gegeneinander zu arbeiten,arbeiten Avram und Emilia zusammen und gehen das Risiko ein, die beiden Mädchen zu verlieren. 
Die Story an sich konnte mich wirklich überzeugen. Ich war überrascht, wie rasant die etwas mehr als 500 Seiten gelesen sind. Gerne eine Leseempfehlung an einen Thriller, der durch ekelhafte Begegnungen mit dem Tod geglänzt hat. Für mich war Spannung spürbar und der Titel des Buches wird schnell sinnig. Interessant war auch, was Menschen inszenieren, um ihre Langeweile zu überwinden und zeigt auf, wie wenig wertschätzend das Leben ist. Mich stimmt es nachdenklich.
★★★★★ (4,5 Sterne)  

Autor: Mark Roderick
Buch: Post Mortem - Tage des Zorns
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