Leninplatz

von Mark Scheppert 
4,5 Sterne bei15 Bewertungen
Leninplatz
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Vampir989s avatar

Erinnerungen an die DDR-Zeit

Kuempelds avatar

Einblicke in Alltagsgeschichte

Alle 15 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Leninplatz"

Benny, Mark und ihre Freunde wohnen rund um den Leninplatz in Ostberlin. Obwohl ihr Alltag Ende der 80iger Jahre in der DDR eigentlich trist und vorbestimmt ist, erleben sie in der Schule und den Stunden danach die aufregendsten Dinge. Sie feiern gemeinsam das Leben, die Mädchen und vor allem sich selbst, auch wenn ihre Freundschaft manchmal auf harte Proben gestellt wird.

"Was war eigentlich los am Leninplatz, bevor der Osten der neue Westen wurde, vor dem Mauerfall und "Goodbye Lenin"? Mark Scheppert erzählt auf unvergleichliche Art vom Aufwachsen im Ostteil Berlins, von Freund- und Feindschaften, erster Liebe und einer kleinen Gang Jugendlicher, die nach der Schule am Sockel des Lenindenkmals herumlungert und Pläne schmiedet - mal fürs Leben, mal nur für den sozialistischen Nachmittag.
Seine Geschichten sind ebenso komisch wie anrührend, authentisch erzählt und ein unverzichtbarer Teil Alltagsgeschichte aus der untergegangenen DDR."
Hannes Klug, Journalist und Autor

"Scheppert entkleidet alles und jeden: Ina aus der A-Klasse, die Frau des Musiklehrers, die DDR und nicht zuletzt: seine Seele. Fetzt voll ein, dit Buch."
Sebastian T. Vogel, Lesebühnenautor

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752804799
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:148 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:03.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne8
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    P
    Pixibuchvor einem Monat
    Leninplatz

    Ich muß sagen, dass dieses Buch mich total fasziniert hat und dem wirklich Einblick in das Leben der damaligen DDR gab kurz vor dem Mauerfall. Mark Scheppert beschreibt seine Jungend und Teenagerjahre im Osten total authentisch. Der Leninplatz in Ostberlin war der Treffpunkt der "kuhlen" Jugend. Hier traf man sich, trank Bier, diskutierte und knüpfte die ersten Kontakte mit den Mädchen. Wir erfahren, wie Weihnachten gefeiert wurde, lernen Plattenbauten von Innen kennen. Die Jugendlichen selbst richteten sich mit viel Euphorie einen Kellerraum ein, in denen sich der Alfclub traf. Der Autor berichtet über die Schule, die schulischen Veranstaltungen und die Urlaubsreise nach Ungarn. Herrlich erfrischen geschrieben und man hat beim Lesen immer einen Grund zum Schmunzeln. Eigentlich haben sich die Jugendlichen im Osten nicht viel anders verhalten, als die im Westen. Eine sehr interessante Lektüre, die uns die damalige Zeit viel näher bringt.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Erinnerungen an die DDR-Zeit
    Erinnerungen an die DDR-Zeit

    Klapptext:


    Benny, Mark und ihre Freunde wohnen rund um den Leninplatz in Ostberlin. Obwohl ihr Alltag Ende der 80iger Jahre in der DDR eigentlich trist und vorbestimmt ist, erleben sie in der Schule und den Stunden danach die aufregendsten Dinge. Sie feiern gemeinsam das Leben, die Mädchen und vor allem sich selbst, auch wenn ihre Freundschaft manchmal auf harte Proben gestellt wird. 

    Ich hatte meine Kindheit auch in der DDR verbracht.Deshalb waren meine Erwartungen natürlich sehr groß an dieses Buch.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.
    Der Schreibsitl ist leicht.locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit mit lesen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.
    Mark Scheppert verführte mich in das Jahr 1984 nach Ostberlin.Er berichtet von seiner Teenagerzeit die er dort selbst verbracht hat.In vielen kleinen Episoden und Kurzgeschichten erzählt er von seinem Alltagsleben und ich habe ihn dabei eine Weile begleitet.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich meist im Geschehen dabei.Auf sehr interessante und authentische Art und Weise schilderte Mark Schleppert den Schulalltag,seine Freizeitaktiviäten mit Freunden und die ersten Liebschaften.Damals gehörten natürlich auch in der DDR die ersten Zigarettenrauchversuche,der Alkohol,verschiedene Mutproben und Lehrerstreiche in der Schule dazu.Durch die sehr fesselnde und bildhafte Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichten hinein gezogen.Natürlich hat der Autor den Humor nicht vergessen.Bei vielen Situationen habe ich mich köstlich amüsiert und geschmunzelt.Geprägt durch meine eigene Erinnerungen an diese Zeit ,die ich selbst erlebt habe,kamen sehr viele Emotionen und Gefühle in mir hoch.So habe ich meine eigene Kindheit noch einmal Revue passieren lassen.Das Buch hat mich einfach mitgerissen und mich begeistert.Es war eine wunderschöne Reise in die Vergangenheit der DDR.
    Ich hatte wunderschöne lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Isadors avatar
    Isadorvor 2 Monaten
    Schöne Jugendzeit in Ostberlin

    Mark Scheppert erzählt in seinem Buch „Leninplatz“ von seiner Jugend in den 80er Jahren in Berlin, der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik.

     
    Der Autor war zu dieser Zeit im Teenageralter. Die Geschichten handeln im Wesentlichen von seinen Erlebnissen rund um die Schule, mit seinen Freunden im "Alfclub" und in der Umgebung des Leninplatzes, sowie von seinen ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht.
     
    Schnell wird klar, dass die Jugendlichen im Westen und im Osten sich sehr ähnlich waren, obwohl sie in komplett unterschiedlichen politischen Systemen aufgewachsen sind.
     
    Für mich als Leserin gleichen Jahrgangs wie der Autor, aber im westlichen Teil Deutschlands aufgewachsen, war die Lektüre sehr interessant. Ich habe viele Parallelen gefunden, aber auch viele Unterschiede, die durch die verschiedenen Systeme bedingt sind, so zum Beispiel in der Sprache, wo mir einige Wörter komplett unbekannt waren.

    Ich konnte mich direkt sehr gut in die Geschichten einfinden, und da ich zu der Zeit einmal einen Tag in Ostberlin verbracht habe, hatte ich die Bilder der Umgebung auch sehr gut vor Augen. Eine richtige Gänsehaut habe ich bekommen, als ich gelesen habe, dass der Autor das selbe Konzert miterlebt hat wie ich, nur von der anderen Seite der Mauer, von der aus man es nur akustisch miterleben durfte, während ich vor der Absperrung stand und alles live sehen konnte. Das hat mir eine ganz spezielle Verbindung zu diesem Buch und dem Autor aufgebaut. Viele alte Bilder sind wieder aufgefrischt worden.

    Besonders erwähnen möchte ich auch noch die letzten Kapitel, von denen eines aus der Sicht der Mutter geschrieben wurde und das andere dem Vater gewidmet wurde. Diese Kapitel haben mein Herz berührt und das Buch perfekt abgerundet.

    Für mich war dieses Buch ein tolles Leseerlebnis, das viele persönliche Erinnerungen wachgerufen hat, aber vor allem einen sehr interessanten Einblick in die persönliche Lebensgeschichte des Autors gibt. Wenn ich bald wieder in Berlin bin, werde ich, wenn es die Zeit zulässt, gerne mal zu den Schauplätzen rund um die Mollstraße fahren. Ich werde diesem Buch einen besonderen Platz in meinem Bücherregal widmen und es gerne weiterempfehlen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 2 Monaten
    Leninplatz oder back to GDR

    Wunderbare Alltagsgeschichten, die mir ähnlich wie hier auch so passiert sind, nur dass ich diese Zeit im gleichen Alter nicht in der Großstadt Berlin sondern auf dem Lande erlebt habe. Die Gedanken und Gefühle waren bei uns ganz ähnlich und der Autor hat mir hier eine riesengroße Freude gemacht. So viele Parallelen, die hier aufgezeigt werden, lassen schmunzeln, in Erinnerungen schwelgen und sogar Tränchen verdrücken.

    Mit Vorurteilen wird hier aufgeräumt, denn es war wirklich nicht alles schlecht in der DDR. Dieses Buch kann ich auch öfter noch zur Hand nehmen bzw. gern weiterempfehlen.


    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Kuempelds avatar
    Kuempeldvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Einblicke in Alltagsgeschichte
    Nicht alles war schlecht in der DDR

    Mark Scheppert greift in seinem Buch "Leninplatz" auf eigene Erfahrungen und Erlebnisse zurück, die er mit seinen Freunden und seiner Familie in der DDR gemacht hat. In Kurzgeschichten gibt er Episoden aus seiner Teenagerzeit wider, welche das Leben zu dieser Zeit geprägt haben. Dabei wird schnell klar, dass es sich um ein gutes und schönes Leben gehandelt hat und der Spaß und die Freundschaft immer an erster Stelle gestanden hat. So sind wiederkehrende Motive dieser Zeitspanne Erfahrungen mit Alkohol, Erkundung des schönen Geschlechts und leises Aufbegehren gegen festgesetzte Strukturen.
    Der Schreibstil von Mark Scheppert ist flüssig und detailliert, man merkt gleich, dass er weiß wovon er erzählt. Der Wortschatz bedient sich dabei vieler Begriffe, die zu seiner Jugendzeit und in der DDR gängig waren, sodass die Erzählungen sehr authentisch sind.
    Teilweiße hat man das Gefühl, dass ein bisschen Vorwissen aus seinen anderen Werken nicht schlecht wäre, da bestimmte Schauplätze, Personen oder Ereignisse als bekannt vorausgesetzt werden.
    Insgesamt liefert Scheppert aber einen interessanten Einblick in das Leben von damals und zeigt, dass es durchaus viele positive Aspekte im Leben in der DDR gab.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 2 Monaten
    Tolle Geschichten über die Kindheit und Jugend in der ehemaligen DDR

    Dieses Buch erschien 2018 im Verlag Books on Demand und beinhaltet 144 Seiten.
    Mark, Benny und deren Freunde wohnen rund um den Leninplatz in Ostberlin. Sie erleben Dinge in der Schule und den Stunden danach die aufregendsten Dinge, obwohl ihr Alltag Ende der 80er Jahre in der DDR eigentlich trist ist. So feiern sie gemeinsam das Leben, die Mädchen und vor allem sich, auch wenn ihre Freundschaft manchmal auf harte Proben gestellt wird.
    Der Autor Mark Scheppert hat einen sehr flüssigen Schreibstil. In diesem Buch sind mehrere Kurzgeschichten, die den Leser in die Zeit vor dem Mauerfall versetzt. Wir erfahren Geschichten, die zeigen, was eigentlich am Leninplatz passiert ist bevor der Osten der neue Westen wurde. Wenn man selbst in dieser Zeit groß geworden ist, kann man sich sehr gut in die einzelnen Geschichten hinein verdenken und denkt noch einmal zurück... Die Geschichten Mark Schepperts sind komisch und authentisch erzählt. Es zeigt einen Teil der Geschichte aus der untergangenen  DDR, die sehr viele genau so oder ähnlich erlebt haben. Ich habe mich köstlich amüsiert und bin noch einmal gedanklich in meine Kindheit und Jugend abgetaucht. Auch heute sollte man sich seiner Kindheit erinnern und diese Geschichten gehören einfach dazu.
    Wer sich gern zurück erinnern möchte, sollte dieses Buch einfach mal zur Hand nehmen und lesen. Es ist nichts beschönigt oder bewertet, es sind einfach nur Alltagsgeschichten.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Jugend in der DDR, humorvoll und mit Augenzwinkern!
    Kindheit und Jugend in der DDR - gut geschrieben

    „...Es gibt über die DDR – gemessen an ihrer damaligen Einwohnerzahl – Millionen Erinnerungen. Dies sind meine ureigenen; ich bin sozusagen nur ein Blatt im Dschungel von Deutungen über dieses Land. Meine Geschichten sollen nichts verniedlichen, verharmlosen oder überhöhen...“


    Diese Worte des Autors stehen fast am Ende des Buches. Davor befinden sich 25 kurze Geschichten über das Leben eines Jugendlichen in der DDR und speziell in Berlin. Danach folgen nochmals vier besondere Erzählungen. Doch darauf komme ich später nochmals zurück.

    Auf humorvolle Art schildert der Autor seinen Alltag. Es beginnt im Jahre 1984, als er dreizehn Jahre alt ist.

    Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Das liegt vor allem an der alltagstauglichen und zeitgemäßen Sprache, aber auch den unterschwelligen Humor, der dem Ganzen eine leichte Note gibt. Wer allerdings nicht im Osten aufgewachsen ist, wird für einige Begriffe Google bemühen müssen. Bei mir dagegen kamen Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend hoch.

    Auf die eine oder andere Erzählung möchte ich näher eingehen. Es ist verständlich, wenn ein Dreizehnjähriger keine Lust mehr hat, mit Mutter und kleinem Bruder den Zirkus zu besuchen. Obwohl es ab und an so anklingt, als wäre Benny, der kleine Bruder, nur eine Nervensäge, spricht doch aus manchen Satz die Zuneigung zu ihm. Benny sorgt für Abwechslung und ist noch nicht vom Ernst des Lebens geprägt. Bei Mark dagegen nimmt das Interesse an Mädchen zu. Das einzige, was mich etwas gestört hat, ist der im der Laufe der Zeit reichhaltige Alkoholkonsum. Allerdings darf man dabei nicht übersehen, dass im Zentrum der Handlung vorwiegend Mark und seine Jungsclique stehen. Und das Besorgen von alkoholischen Getränken war in Kleinstädten wesentlich kompliziertere als in Berlin.

    Zu meinen Lieblingsgeschichten gehört „Schrottreif“. Ein Mercedes Benz hatte einen Unfall und wird am Straßenrand abgestellt. Was dann passiert, liest sich im Buch so:


    „...Automobile, die wie ein Raumschiff von einem anderen Stern, silberfarben leuchten, werden auch in der Hauptstadt der zehntstärksten Industrienation ganz schnell in Volkseigentum umgewandelt...“


    Natürlich werden auch die Schattenseiten der Mangelwirtschaft ins Visier genommen. Das wird besonders deutlich, als eine Urlaubsreise nach Ungarn ansteht. Die beiden Jungen haben einen Nachmittag zum Stadtbummel für sich. Mark äußert darüber:


    „...Noch nie haben wir so viele Sachen gesehen, die wir brauchen...“


    Wie schon gesagt, haben die vier letzten Geschichten einen anderen Hintergrund. In einer beschreibt der Autor, wie das Leben eines gleichaltrigen Mädchens ins Westberlin vonstatten gegangen wäre. Gekonnt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet. Eine weitere Geschichte widmet sich dem Heimatgefühl seiner Mutter in der Straße bis ins hohe Alter.

    Die letzte Geschichte ist etwas Besonderes. Das zeigt sich schon am geänderten Schriftstil. Der Autor sitzt am Bett seines Vaters und weiß, dass sich dessen Leben in wenigen Minuten zu Ende neigen wird. Dabei erinnert er sich an gemeinsame Erlebnisse. Die Geschichte führt von der Gegenwart in die Vergangenheit. Sind es anfangs größere Zeitsprünge, geht es in der Kindheit Jahr für Jahr zurück. Es ist ein Rückblick in Dankbarkeit zum Vater und Achtung vor dem Leben des Vaters.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ein weiteres Zitat soll mein Rezension beschließen:


    „...Allerdings weiß ich, mit dem Abstand von Jahrzehnten, dass ich eine sehr fröhliche Kindheit und Jugend verlebt habe, mit dem Glück, mit 18 Jahren die Wende und den Mauerfall miterlebt zu haben, sodass mir einige hässliche Dinge […] erspart geblieben sind...“

    Kommentare: 3
    47
    Teilen
    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: tolle Kurzgeschichten, lebendig geschrieben und mit Spitzen versehen
    Jugend am Leninplatz - lebendige Erinnerungen

    Mark Scheppert hat mit „Leninplatz“ ein Bild seiner eigenen Jugend in der ehemaligen DDR gezeichnet, ein Bild, was lebendig veranschaulicht, dass er aufgewachsen ist, wie jeder andere junge Mensch auch; vielleicht mit ein paar Entbehrungen; aber trotz allem mit viel Fun, kuhlen Freunden, nervigen Eltern und Mogeleien in der Schule.
    Das Bild, was er mir als „Wessi“ vermittelt, handelt von ihm, den Geschichten um ihn und mit seinen Freunden, seiner Clique, auf die Schippe genommen das spezielle Schulsystem (und nicht nur das) und gelungen lässt er unterschwellig seine kritische Meinung mit einfließen. Die Kurzgeschichten, die beim Lesen wie ein kleiner Film im Kopf ablaufen, sind flüssig, leicht lesbar geschrieben und bestechend lebendig. Die Kommentare, die er wie so ganz nebenbei mit einfließen lässt, verleiten zum Schmunzeln und nehmen das damalige Leben in der DDR gelungen auf die Schippe. Eine Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie sticht aus allen Geschichten heraus…“Alles auf Anfang“ ein bewegender Abschiedsgruß.
    Ein informatives Buch, mit vielen Erinnerungen, locker und flockig geschrieben – unterhaltsam und empfehlenswert

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Jens65s avatar
    Jens65vor 2 Monaten
    Geschichtstourismus - Back in the GDR


    Nach Mauergewiner (30 DDR Sättigungsbeilagen) erschienen 2009 endlich der langersehnte  Nachschlag, weitere 30 Anekdoten  im neuen Buch von Mark Scheppert " Leninplatz" (2018).


    Eine erneute spannende und kurzweilige Zeitreise ( Geschichtstourismus) in den Alltag einer Gruppe von Jugendlichen ins  Ende der 80 iger Jahre in die ehemalige Hauptstadt der DDR.

    Als Leser, nur wenige Jahre älter als der Autor fühlte auch mich wiedereinmal in meine Jugendjahre zurückversetzt. Mit einem lachenden und einem weinenden  Auge denke ich gerne zurück und kann viele seiner Anekdoten/Geschichten wunderbar nachvollziehen.

    Mark Scheppert  entführte mich wiedereinmal in seiner unverwechselbaren, humorvollen und witzigen Art und Weise in ein buntes Panoptikum von Erinnerungen auch meiner Jugendjahre.

    Auch wenn ich meine Kindheit und Jugend nicht am Leninplatz sondern in Potsdam verbracht habe, existierten an vielen anderen Orten der ehemaligen DDR auch Gruppen von "kuhlen Jungs" (heute: coole Teenager), wie sie in " Leninplatz" in detailreichen Episoden:

    Wer war das ? / Unsichtbares Pferd / Vergänglichkeit / Schrottreif / Dostoprimetschatelnosti / Timurs Trupp / Gruppenratswahl / DDR - Minigolf / Benny eiskalt / Bahnhofsmission / Genosse Gehorsam / Ungarische Würste / Kabanische Apfelsinen / Gute Vorsätze / Lebenslauf / Tauwetter / Freund Bommel / Sportskanonen / Tanzender Goldbär / Schwule Ärzte / Born in the G.D.R. / Rechtswidrig / Klassenkollektiv / Anzüglich / Ich war das! / Die Wende / Mädchen aus Westberlin / Pappchinesen / Muttis Mollstraße / Alles auf Anfang

    zu Wort kommen.

    Auszug Zitat aus der Kurzbeschreibung :
    "Was war eigentlich los am Leninplatz, bevor der Osten der neue Westen wurde, vor dem Mauerfall und "Goodbye Lenin"? Mark Scheppert erzählt auf unvergleichliche Art vom Aufwachsen im Ostteil Berlins, von Freund- und Feindschaften, erster Liebe und einer kleinen Gang Jugendlicher, die nach der Schule am Sockel des Lenindenkmals herumlungert und Pläne schmiedet - mal fürs Leben, mal nur für den sozialistischen Nachmittag.
    Seine Geschichten sind ebenso komisch wie anrührend, authentisch erzählt und ein unverzichtbarer Teil Alltagsgeschichte aus der untergegangenen DDR."
    (Hannes Klug, Journalist und Autor)

    Besser als im vorstehenden Zitat hätte ich es auch nicht beschreiben können. In der Hoffnung, das es vielleicht noch weitere Anekdoten geben wird,  gibt es von mir, wie bereits für " Mauergewinner " wieder 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    M
    Marieke_Stahlvor 2 Monaten
    Die eingefleischten Kenner wissen...

    Mark lebt in der DDR am Leninplatz in Berlin. Er wächst auf wie jeder andere Teenie, wenn auch mir Entbehrungen. Er schummelt in der Schule, er trinkt mit seinen Freunden und findet seine Eltern peinlich. Also ein ganz normaler Jugendlicher.


    Das Cover ist unspektakulär und hätte mich jetzt nicht zum Kauf animiert. Aber der Titel ist toll und weckte mein Interesse. Der klappentext ist kurz, aber eine Sammlung von Kurzgeschichten kann man eben nicht so einfach ausführen. 
    Der Inhalt dreht sich um die Jugendzeit von diversen Jugendlichen. Sie alle haben ihre speziellen Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Immer wieder lässt der Autor auch Kritik unterschwellig am System einfließen. Ansonsten scheint es eine natürliche Jugend zu sein wie jeder andere sie auch jenseits der Mauer hatte. Natürlich wird auch auf die Schule und die dort bestehenden Beeinflussungen eingegangen. Allerdings alles sehr subtil ohne direkt zu verteufeln. 
    Die Charaktere sind klar gezeichnet. Es macht Spaß sie auf ihrem Weg ins erwachsenwerden zu begleiten. Sie trinken ein wenig zu viel, haben sonst aber ganz normale flausen im Kopf und so schafft der Autor eine gute Möglichkeit zur Identifikation.
    Der Schreibstil ist lebhaft. Er bereitet mir sofort ein Kopfkino. In vielen Geschichten könnte ich mir die Geschehnisse wirklich gut vorstellen. Es tauchen viele Begriffe auf, die ich zum Teil googeln musste, allerdings tut dies der lesefreude keinen Abbruch. Auch die flapsige Art macht das geschriebene erlebbarer. Der Autor hat ein Händchen für kleine Spitzen und Kommentare die zum Schmunzeln verführen.

    Diese Sammlung von kurzen Geschichten macht wirklich Spaß. Sie bietet einen Einblick in die Geschichte der DDR und die Jugend dort. Es ist wirklich empfehlenswert, weil so lebendig. 

    Kommentieren0
    5
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Mauergewinners avatar
    Liebe Leserinnen und Leser,

    mein neues Buch "Leninplatz" ist soeben erschienen.
    Wenn Ihr Euch für die Alltagsgeschichte der DDR interessiert, könnt Ihr Euch gerne bewerben. 10 gedruckte Büche r freuen sich auf ein neues Zuhause.

    Hier der Klappentext:

    Benny, Mark und ihre Freunde wohnen rund um den Leninplatz in Ostberlin. Obwohl ihr Alltag Ende der 80iger Jahre in der DDR eigentlich trist und vorbestimmt ist, erleben sie in der Schule und den Stunden danach die aufregendsten Dinge. Sie feiern gemeinsam das Leben, die Mädchen und vor allem sich selbst, auch wenn ihre Freundschaft manchmal auf harte Proben gestellt wird.

    „Was war eigentlich los am Leninplatz, bevor der Osten der neue Westen wurde, vor dem Mauerfall und „Goodbye Lenin“? Mark Scheppert erzählt auf unvergleichliche Art vom Aufwachsen im Ostteil Berlins, von Freund- und Feindschaften, erster Liebe und einer kleinen Gang Jugendlicher, die nach der Schule am Sockel des Lenindenkmals herumlungert und Pläne schmiedet – mal fürs Leben, mal nur für den sozialistischen Nachmittag. Seine Geschichten sind ebenso komisch wie anrührend, authentisch erzählt und ein unverzichtbarer Teil Alltagsgeschichte aus der untergegangenen DDR.“

    Hannes Klug, Journalist und Autor

    „Scheppert entkleidet alles und jeden: Ina aus der A-Klasse, die Frau des Musiklehrers, die DDR und nicht zuletzt: seine Seele. Fetzt voll ein, dit Buch.“

    Sebastian T. Vogel, Lesebühnenautor


    Bewerbung:

    Ich freue mich auf Deine Bewerbung und nach der Lektüre natürlich auch über eine kurze Rückmeldung und Rezension.

    Viel Erfolg wünscht
    Mark Scheppert

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks