Mark Siegel

 3,9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor*in von Sailor Twain, 5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Mark Siegel hat mehrere preisgekrönte Bilderbücher und Graphic Novels geschrieben und illustriert. Außerdem ist er Gründer und Chefredakteur von First Second Books beim Verlagshaus Macmillan und lebt mit seiner Familie in New York.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Mark Siegel

Cover des Buches Sailor Twain (ISBN: 9783770437306)

Sailor Twain

(5)
Erschienen am 14.11.2013
Cover des Buches 5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger (ISBN: 9783743220584)

5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger

(2)
Erschienen am 17.07.2025
Cover des Buches 5 Worlds (Band 2) - Der Kobaltprinz (ISBN: 9783743220591)

5 Worlds (Band 2) - Der Kobaltprinz

(0)
Erschienen am 12.03.2026

Neue Rezensionen zu Mark Siegel

Cover des Buches 5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger (ISBN: 9783743220584)
CorniHolmess avatar

Rezension zu "5 Worlds (Band 1) - Der Sandkrieger" von Mark Siegel

CorniHolmes
Ein toller Fantay-Comic! Spannend, außergewöhnlich, wundervoll illustriert.

Seit die Götter verschwunden sind, sind auch die Leuchtfeuer der Fünf Welten erloschen und die Galaxie gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht. Nur wenn die Leuchtfeuer wieder entfacht werden, können die fünf Planeten vor dem Untergang gerettet werden. Doch dafür braucht es eine besondere magische Gabe, die nur der Auserwählte hat. Mon Domani ist eine der 5 Welten. Hier lebt die junge Oona Lee, die als die ungeschickteste Sandtänzerin an der Akademie gilt – und somit das genaue Gegenteil von ihrer großen Schwester Jessa ist. Diese wurde vor vier Jahren sogar zur Auswählten bestimmt, allerdings ist sie eines Tages einfach spurlos verschwunden und hat Oona zurückgelassen. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, fasst Oona den Entschluss, Jessa zu suchen. Auf ihrer Reise lernt sie sich selbst und ihre Kräfte besser kennen und wächst über sich hinaus. Doch sie ist bei dem Ganzen nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat gleich zwei neue gute Freunde gefunden: An Tzu, ein kleiner Junge aus den Slums, der an einer rätselhaften Krankheit leidet, aber trotz allem nicht den Lebensmut verloren hat. Und Jax Amboy, ein gefeierter Starball-Star. Zu dritt machen sie sich auf die Suche nach Jessa, um die Fünf Welten zu retten. Ob sie es wohl rechtzeitig schaffen werden?


Bei diesem Comicbuch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover hat mich direkt angelacht und der Klappentext tat dann sein Übriges. Die Geschichte klang nach einem ziemlich coolen Mix aus Star Wars, „Avatar – Der Herr der Elemente“ und meiner geliebten Amulett-Reihe von Kazu Kibuishi. Wer nun hellhörig geworden ist, sollte an „5 Worlds“ besser nicht vorbeigehen!


Das Autorenduo Mark und Alexis Siegel hat gemeinsam mit den drei Illustrator*innen Xanthe Bouma, Matt Rockefeller und Boya Sun eine sehr fantasievolle, dystopische Welt erschaffen, in der es unheimlich viel zu entdecken gibt. Gleich zu Beginn lernen wir die Sandkriegerin Oona kennen, die man mit ihrer zurückhaltenden und unbeholfenen Art sofort ins Herz schließt. Insgesamt sind die Figuren sehr liebevoll gezeichnet und begeistern mit Tiefe und Vielfalt. Vor allem Oona und ihre zwei neuen Freunde An Tzu und Jax Amboy sind starke Charaktere, die man gerne begleitet. Es ist einfach toll mitzuerleben, wie die drei zueinanderfinden und zu einem ungleichen, aber unschlagbaren Trio zusammenwachsen. Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden hier großgeschrieben, aber auch weitere wichtige Themen wie Umweltschutz, soziale Ungerechtigkeiten, Krieg und Frieden haben in dieser Reihe in ihren Platz gefunden, kindgerecht verpackt in einem fesselnden und unterhaltsamen Abenteuer, das sich zwischen Fantasy und Science Fiction bewegt und einige überraschenden Wendungen bereithält. Mir persönlich war die Handlung bisweilen etwas zu verworren und für das empfohlene Lesealter ein wenig zu komplex. Trotz allem habe ich die Lektüre aber nicht bereut und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Die Tatsache, dass wir in jedem Band einen anderen der fünf Planeten kennenlernen und natürlich der Cliffhanger am Ende, machen definitiv neugierig auf mehr!


Ein besonderes Highlight ist die Innengestaltung, bei der man überhaupt nicht merkt, dass gleich drei Künstler*innen am Werk waren. Die Zeichnungen des Trios wirken wie aus einem Guss, sind ausdrucksstark und verspielt und erstrahlen in leuchtenden Farben. An vielen Stellen erzählen sie die Geschichte auch ganz ohne Text – für Lesemuffel ist diese Graphic Novel daher ideal geeignet.


Fazit: „5 Worlds – Der Sandkrieger“ ist ein gelungener Auftakt einer spannenden Fantasy-Comic-Reihe ab 10 Jahren, der durch sein bezauberndes Artwork und außergewöhnliches Worldbuilding besticht und nicht nur junge Leser*innen in den Bann zieht. Ein magisches Abenteuer mit viel Herz und Humor und drei unwahrscheinlichen Held*innen zum Mitfiebern. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

Cover des Buches Sailor Twain (ISBN: 9783770437306)
Sylences avatar

Rezension zu "Sailor Twain" von Mark Siegel

Sylence
Achtung Meerjungfrau!

Durch Zufall erfuhr ich auf Facebook, dass Egmont einen Zwei für Graphic Novels ins Leben gerufen hat und wurde neugierig. Comics und Mangas sind schon ein wichtiger Teil in meinem Bücherregal, aber mit einer Graphic Novel habe ich mich noch nie auseinander gesetzt. Wird Zeit, das zu ändern.
Zuerst sollte man vielleicht erst wissen, was sich hinter einer Graphic Novel verbirgt. Wiki sagt folgendes dazu: Graphic Novel (dt. illustrierter Roman, Comicroman) ist eine aus den Vereinigten Staaten übernommene Bezeichnung für Comics im Buchformat, die sich aufgrund ihres thematischen Anspruches und ihrer erzählerischen Komplexität vom normalen Heftcomic unterscheiden und sich dadurch an erwachsene Leser richten, was auch durch den ausschließlichen Verkauf im Buchladen zum Ausdruck kommen soll.
Wer nun denkt „Bilderbuch und niveauvoll widerspricht sich“ ist definitiv auf dem falschen Dampfer, wie Siegel mit seiner Geschichte beweist.
Twain entdeckt eine verletzte Meerjungfrau, bringt sie in seine Kajüte und pflegt sie gesund, ohne zu merken, dass er nach und nach abhängig von ihr wird, denn sie ist für ihn wie eine Muse und bringt ihm neue Inspiration zum Schreiben.
Als Twain dann auch noch herausfindet, dass der Schiffseigner eigenes Interesse an der Nixe hat, hat er Angst um seine Entdeckung, die er mit niemandem teilen will. Erst im Reich am tiefen Grund des Hudsons kann Twain die Wahrheit erfahren.
Da der Loreley-Mythos mich immer schon interessiert hat, war es kaum verwunderlich, dass ich dieses Buch haben wollt. Bewaffnet mit einer Decke habe ich mich an einem Sonntag auf das Sofa gekuschelt und bin in den Wellen des Flusses versunken. Obwohl es mit 400 Seiten ein echt dicker Wälzer ist, war ich nach knapp zwei Stunden durch. Aber viel Text findet man ja auch zwischen den Bildern nicht, so dass man – obwohl man sich die Zeichnungen genauer anschaut – sehr schnell ist. Der Zeichenstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Gerade Sailor Twain selbst sieht mehr aus wie eine schlichte Kinderskizze und die gewaltige Nase des Schiffseigners Lafayette ist irgendwie ulkig. Dann wiederum gibt es wunderschöne, detaillierte Bilder, die irgendwie einen starken Kontrast zu den simplen Zeichnungen bilden. Aber wahrscheinlich ist es viel zu aufwendig, eine ganze Graphic Novel in dem detaillierten Stil zu gestalten. Alle sehen aus wie Kohlezeichnungen und haben damit noch mal eine ganz eigene – meist düstere – Wirkung. Die Kapiteltrenner sind wirklich schön gestaltet und zeigen Karten vom Hudson und alte, fingierte Zeitungsartikel.
Wenn man den Zeichenstil also mag oder drüber hinweg sehen kann, erwartet einen eine phantastische, spannende und verzwickte Geschichte. Sie braucht zwar einen langen Anlauf, bis sie endlich ins Rollen kommt, aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Gegen Ende fand ich es sogar recht „voll“ und ich musste mal zurück blättern, um zu schauen, ob ich was übersehen hatte oder falsch verstanden. Das Ende ist wirklich kniffelig und fordert zum Mitdenken auf – was ja nicht nachteilig ist – trotzdem wirkte es für mich etwas überhastet, als ob man dringend fertig werden wollte. Zwei oder drei Seiten mehr hätten da auch nicht geschadet, gerade weil sich zu Beginn so viel Zeit gelassen wird und eigentlich nichts passiert. Die Umsetzung des Nixen-Mythos ist wirklich gelungen, auch wenn er nicht unbedingt was neues oder überraschend ist. Ich mag die Idee der Geschichte allerdings.
Im Großen und Ganzen durfte ich feststellen, dass Graphic Novels wirklich mal eine sehr willkommene Abwechslung zu einem normalen Roman sind. Gerade auch, weil man sie so schnell lesen und mal eben dazwischen schieben kann. Ich denke, „Sailor Twain“ wird nicht die letzte Graphic Novel in meinem Bücherregal sein.
Fazit: „Sailor Twain“ reißt einen in die kalten Wellen des Hudson Rivers bis hinab an den Grund und will einen nicht mehr los lassen. Man ist so gefangen von der Geschichte, dass man gar nicht merkt, wie Zeit und Seiten dahin fliegen. Eine anspruchsvolle Geschichte, die Mitdenken erwartet und als Abwechslung eine tolle Idee ist. Ganz nebenbei macht sich das große, gebundene Buch auch wirklich gut im Regal. Mich hat diese Gattung nun wirklich überzeugt und ich bin Fan geworden!

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