Unter blutrotem Himmel

von Mark T. Sullivan 
4,6 Sterne bei32 Bewertungen
Unter blutrotem Himmel
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Positiv (29):
L

Die Handlung lässt mich nicht mehr los. Spannend erzählt und die Sprache ist so, dass ich mir die Orte sehr gut vorstellen kann. Perfekt

Kritisch (2):
Schnicks avatar

Eine Geschichte, die es wert gewesen wäre, dass sie von einem guten Schriftsteller erzählt wird. Schade um das verschenkte Potential.

Alle 32 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Unter blutrotem Himmel"

Der Weltbestseller aus den USA, basierend auf einer wahren Geschichte.

»Unter blutrotem Himmel« ist die wahre Geschichte eines vergessenen Helden und zugleich die unfassbare Erzählung über einen jungen Mann und seine Tapferkeit in einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte.

Pino Lella will eigentlich nichts mit dem Krieg oder den Nazis zu tun haben – er ist ein normaler italienischer Jugendlicher, der sich für Musik, Essen und Mädchen interessiert. Dann schafft ein Bombenangriff in seiner Heimatstadt Mailand eine Wirklichkeit, die den jungen Mann über Nacht erwachsen werden lässt. Pino schließt sich einer Untergrundorganisation an, die Juden bei der Flucht über die Alpen hilft, und beginnt für die Alliierten zu spionieren. Dabei verliebt er sich unsterblich in die sechs Jahre ältere Anna. Doch kann ihre Liebe Bestand haben in einer Welt, in der nichts so sicher ist wie die Veränderung?

Zurzeit wird das Buch verfilmt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781503950085
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:596 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:22.05.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.06.2018 bei Amazon EU S.à r.l. erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Benne_s avatar
    Benne_vor 23 Tagen
    Eindrucksvolles Kriegsdrama nach einer wahren Begebenheit

    In dem Roman „Unter blutrotem Himmel“ begleitet der Leser den Lebensweg des Italieners Pino Lella während des zweiten Weltkriegs. Zu Anfang ist Pino siebzehn Jahre alt und wird vom Krieg noch nicht beeinflusst, bis seine Heimatstadt bombardiert wird und er fliehen muss. Er kommt im Norden Italiens bei einer Organisation unter, die Juden in die Schweiz hilft und die somit vor dem Transport in die Lager gerettet werden. Pino schließt sich dieser Organisation an, bis ihn einige Jahre später das Schicksal zu einer neuen Tätigkeit führt, die ihn in Schwierigkeiten bringt.


    Als Leser spürt man die starken Auswirkungen des zweiten Weltkriegs deutlich. Die Handlung orientiert sich stark am Leben Pino Lellas. Der Autor Mark Sullivan erzählt im Nachwort, wie er zu der Ehre kam, einen Helden des zweiten Weltkriegs treffen zu dürfen. Häufig wirkte das Buch auf mich zu fiktiv. Es ist unklar, wann der Autor sich die Freiheit nahm, Geschehnisse zu dramatisieren oder abzuändern. Bücher über die Weltkriege sind meistens sehr emotional und wirken nachhaltig auf den Leser.

    Pino Lella ist ein willensstarker, selbstloser Protagonist. Es ist einzigartig, wie man ihn über viele Jahre hinweg in Situationen erlebt, die unterschiedlicher nicht sein können. Der Schrecken des Kriegs und der damit verbundene Verlust löst tiefen Schmerz in ihm aus. Dennoch fühlt man auch Liebe, Vertrauen, Angst mit ihm mit. Die Nebencharaktere ergänzen die verschiedenen Lebensstufen Pinos und runden es sehr gut ab. 

    Sullivans Schreibstil würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Man kann der Handlung dadurch gut folgen und es lässt sich flüssig und schnell lesen. Die emotionalen und spannenden Momente werden ebenfalls großartig vermittelt.

    Das Cover ist haptisch schön ausgearbeitet, sodass das dunkle Gebirge eine schroffe Textur hat. Das Cover ist schlicht, besteht aus harmonisierenden Farben und stellt einen Bezug zum Titel dar. Den Titel versteht man nicht auf Anhieb, meiner Meinung nach klärt er sich auch im Laufe des Buches nicht vollständig auf. Man hat sich aber etwas bei der Wahl des Titels gedacht, welcher mir noch zu unklar ist.

    Mit „Unter blutrotem Himmel“ hat Mark Sullivan ein beeindruckendes Kriegsdrama geschaffen. Die wahre Geschichte von Pino Lella sollten viele Leser erfahren und ist wahrscheinlich zu unbekannt. Dennoch besitzt das Buch an sich ein wenig zu viele Längen, welche dem Lesegenuss aber keinen großen Abbruch tun. Auf jeden Fall eine Empfehlung, vor allem für Leser von Kriegsdramen.

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    Schnicks avatar
    Schnickvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die es wert gewesen wäre, dass sie von einem guten Schriftsteller erzählt wird. Schade um das verschenkte Potential.
    Herbe Enttäuschung

    Nein, "Unter blutrotem Himmel" ist kein totaler Reinfall, aber dieser Roman, angeblich auf Fakten basierend, ist eine herbe Enttäuschung. Ob die Geschichte sich mehr oder weniger wirklich so zugetragen hat, sei dahingestellt, das ist auch nicht relevant. 


    Relevant ist, dass die Geschichte ein richtig gutes Buch hätte werden können, aber dank Sullivans Unvermögen zu einem verkitschten, belanglosen, langatmigen und langweiligen Roman verkommen ist. Dass ich überhaupt 2 Sterne vergebe, liegt einzig und allein am halbwegs passablen Finale.

    Ausgesprochen problematisch ist Sullivans Schreibstil, der keinerlei Empathie für seine Protagonisten und die Umstände der damaligen Zeit in Italien erkennen lässt. Der Holocaust wird zwar ab und an thematisch berührt, aber so sehr an den Rand gedrückt, dass er genauso gut unerwähnt hätte bleiben können. Pinos Gefühle zu Anna werden überbordend - und ehrlich gesagt nicht besonders gekonnt - beschrieben, während der zweite Weltkrieg und dessen einzelne Episoden, die laut Roman angeblich Pino widerfahren sind, erschreckend neblig erzählt werden, so dass eine völlig unnötige Distanz bewahrt wird. 

    "Unter blutrotem Himmel" ist ein aufgeblasener Roman über ein an sich faszinierendes, tragisches Kapitel in Pino Lellas Leben, das so reißbrett-artig präsentiert wird, dass es schade ist. 

    Fazit: Amateurhaft anmutende Umsetzung einer grundsätzlich spannenden, auf wahren Begebenheiten basierenden Geschichte.

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    Yvo3vor einem Monat
    Eine Geschichte eines wahren Helden

    Unter blutrotem Himmel von Mark Sullivan ist eine wahre Geschichte eines jungen Mannes, der meiner Meinung nach ein wahrer Held ist. Es handelt sich um den 17 jährigen Pino Lella der während des 2. Weltkrieges erst Juden aus Italien in die Schweiz geschleust hat und sein Leben selber aufs Spiel gesetzt hat. Er lebt in Mailand und muss durch die Bombenangriffe über Nacht Erwachsen werden. Danach schließt er sich eine Untergrundorganisation an und wechselt getarnt zu den Nazis und dient als Fahrer und spioniert den Leutnant aus. Und natürlich darf die wahre Liebe auch nicht fehlen, denn er lernt die sechs Jahre ältere Anna kennen.


    Die Geschichte geht einen echt unter die Haut, wenn mann bedenkt, dass es eine wahre Begebenheit ist. Pino ist ein ganz normaler Jugendliche, der in diese Situation so hineinschliedert. Im ersten Teil wird beschrieben, wie er Juden über die Alpen in die Schweiz bringt. Es werden deutlich die Ängste und Sorgen geschildert und auch die Gefahren die Bergklettern und das Unwetter mit sich bringen. Einige Beschreibungen fand ich ein bisschen ausschweifend , aber sehr exakt. Der Autor beschreibt die einzelnen Szenen sehr detailgetreu. Es wurde sehr gut recherchiert und wir erfahren vieles über die politische und kriegerische Situation in Italien. Es werden aber nicht nur gute Momente, wenn er Juden gerettet hat, geschildert, sondern auch viele Brutale Szenen. Pino musste oft mit ansehen, wie auch geliebte Menschen, vor seinen Augen hingerichtet werden. Mir stockte manchmal mein Atem. Insgesamt wurde es sehr anregend geschrieben und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Auch gut fand ich, dass im Anhang noch geschildert wurde, was aus einigen Protagonisten nach dem Krieg wurde. Im Fazit ist es wirklich ein Wltbestseller den man gelesen haben muss. Ich kann mir das Buch auch gut als Filmvorlage vorstellen. Es bekommt volle 5 Punkte von mir.

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    Redrose91s avatar
    Redrose91vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach genial!
    Mitten in der Hölle

    Zuerst mal, danke an das Lovely Books Team für das tolle Buch das ihr mir zugesendet habt! Ich habe es mit begeisterung gelesen.


    Das Buch selbst ist fantastisch, zwar etwas langwierig stellenweise aber gut. 

    Für alle die Geschichte uns 2. Weltkrieg mögen. 

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 2 Monaten
    Fragwürdiges Heldentum

    Pino Lella ist siebzehn Jahre alt, als die Alliierten im Juni 1943 über Mailand die ersten Bomben abwerfen. Um ihren Sohn vor der Gefahr zu schützen, schicken die Eltern Pino in ein Dorf in den Alpen, wo sie ihn im Casa Alpina bei Pater Re in Sicherheit vermuten. Aber Pater Re hat andere Pläne mit Pino. Er braucht ihn als Bergführer, um Juden zu ihrer gefahrvollen Flucht über die Grenze in die Schweiz zu verhelfen. Unter der drückenden Last der Verantwortung für die Flüchtlinge und oftmals dem Tod sehr nahe wird der Junge viel zu rasch zum Mann. Zurück in Mailand wird der nun 18-Jährige von seinen Eltern gezwungen, der deutschen Organisation Todt beizutreten. So kann verhindert werden, dass er von der italienischen Armee an die Ostfront geschickt wird. Nun wird Pino Fahrer für Generalmajor Leyers und erhält Einblick in geheime Tätigkeiten der Deutschen. Das trifft sich gut, denn Onkel Albert ist in der Resistenza, dem italienischen Widerstand, und spioniert für die Alliierten … 

    Der Autor Mark Sullivan ist Journalist und wurde bisher durch seine Thriller, für die er einige namhafte Preise erhielt, bekannt. Durch einen glücklichen Zufall, wie er selbst im Vorwort des Buches bemerkt, erfuhr er von Pinos Geschichte. Sein Interesse war geweckt, er recherchierte, fuhr an die Orte des Geschehens und sprach persönlich mit dem zu diesem Zeitpunkt neunundsiebzig Jahre alten Pino Lella. Da kaum noch überlebende Zeitzeugen und Dokumente vorhanden waren die Pinos Geschichte untermauern konnten, entschloss sich der Autor daraus einen Roman zu machen. Heraus gekommen ist, wie im Vorwort des Buches zu lesen ist, „ein Roman aus biografischer und historischer Fiktion, der sich eng daran orientiert, was Pino Lella zwischen Juni 1943 und Mai 1945 widerfahren ist“. 

    Der Schreibstil ist flüssig und sehr lebendig. Landschaften, Ereignisse und zwischenmenschliche Beziehungen sind treffend erfasst und atmosphärisch und emotional passend wiedergegeben. Erzählt wird weitgehend chronologisch in der Wahrnehmung von Pino Lella, auf die Ich-Form wird jedoch verzichtet. Die Brutalität des Krieges jener Zeit, der den Norden Italiens besonders hart getroffen hat, wird angebracht vermittelt ohne auf bestialische Details ausführlich einzugehen. Eher zurückhaltend und sachlich schildert der Autor die Vorkommnisse, trotzdem kommen die Gefühle wie Wut und Hass, Angst und Verzweiflung, Trauer und Hoffnungslosigkeit, aber auch Liebe, Aufopferung und Zuversicht, recht gut zum Ausdruck. 

    Dennoch bleiben für mich einige Kritikpunkte: Die Kriegshandlungen werden, wohl weil der Autor Amerikaner ist, sehr einseitig verurteilt. Italien musste unter den Alliierten mindestens genau so leiden, wie unter der deutschen Besatzung, die Deutschen aber sind durchwegs schlecht und werden ständig als “Teufel“ bezeichnet. Die erwähnten Schwarzhemden und Faschisten waren Italiener, die ihre eigenen Landsleute bespitzelten, bekämpften und niedermetzelten. Ferner wird im Buch ständig von Held und Heldentum gesprochen. Ich kann nichts Heldenhaftes daran feststellen, wenn ein Priester einen 17jährigen Jungen als Fluchthelfer einsetzt oder ein Onkel seinen 18jährigen Neffen zur Spionage zwingt – doch darüber sollte sich jeder Leser seine eigenen Gedanken machen, ebenso wie über die vielen exzellenten Begabungen und Fähigkeiten des jungen Pino. 

    Fazit: Ein unterhaltsames Buch über den 2. Weltkrieg in Italien, über dessen Wahrheitsgehalt wohl einige Zweifel aufkommen dürften.

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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegend, fesselnd. Ein ganz starkes Buch!
    Die außergewöhnliche Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes

    Pino Lella, ein Name mit dem ich, bis ich dieses Buch gelesen habe, nichts anfangen konnte. Nach dem Buch werde ich seinen Namen aber wohl eher nicht mehr vergessen. In „Unter blutrotem Himmel“ erzählt Mark T. Sullivan nämlich genau von diesem Mann. Giuseppe genannt „Pino“ Lella. Und was er da erzählt ist teilweise so erstaunlich und unglaublich dass es sich eigentlich um eine fiktive Geschichte handeln muss. Nun ist es halt so das die besten (und schlimmsten) Geschichten das reale Leben schreibt und so wird das, was man auf knapp 600 Seiten liest umso beeindruckender, trauriger und spannender wenn man sich vor Augen hält, das diese Ereignisse so, oder sehr ähnlich, passiert sind. Was Sullivan hier erzählt ist einfach mehr als erstaunlich. Das komplette Buch ist so gut geschrieben und so fesselnd erzählt, ich war und bin begeistert. Hier wird ein Blick auf die Wirren des zweiten Weltkriegs geworfen (und Geschichten erzählt) die man so sicherlich noch nicht gelesen hat. All das Grauen, ob direkt oder indirekt passiert; es wird in diese Lebensgeschichte von Lella wirklich ausgezeichnet eingearbeitet und großartig erzählt. Bücher über Kriege packen mich emotional immer noch ein bisschen mehr weil schon alleine die Vorstellung solcher Schrecken in mir ganz spezielle Emotionen wecken. Vor allem ist da immer wieder dieses nicht-begreifen-wollen und auch nicht-begreifen-können. „Unter blutrotem Himmel“ ist eines dieser Bücher bei denen ich, nach dessen Beendigung erst mal ein paar Minuten still da saß um das alles zu verarbeiten. Das schaffen nicht so viele Bücher und grade deswegen ist es immer wieder etwas ganz besonders. Ich kann dieses Buch nur ganz, ganz dolle jedem Empfehlen. Es ist ein Zeitzeugnis, eine spannende Geschichte und eine Buch was sehr zum Nachdenken anregt. Sehr sogar. Ganz, ganz stark!

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    Patnos avatar
    Patnovor 2 Monaten
    Bewegendes und mitreißendes Leseerlebnis

    Als Weltbestseller aus den USA, basierend auf einer wahren Geschichte, reizte mich der Roman „Unter blutrotem Himmel“ von Mark Sullivan. Die amerikanische Ausgabe erschien bereits 2017. Bei Tinte & Feder wurde der Roman im Mai 2018 in deutscher Sprache veröffentlicht. Im Vorwort wird Mark Sullivan sehr persönlich, erzählt von einem Tiefpunkt in seinem Leben, den er mit Hilfe der Recherche zum Buch überwunden hat. Man spürt sofort, wie viel Arbeit und Zeit er investiert hat und dass es sich um ein Herzensprojekt handelt. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich bereits, dass mir eine emotional bewegende Geschichte in die Hände gefallen war. Ich lernte Pino Lella kennen und war sehr gespannt, wie der Buchautor seine Erlebnisse zwischen Juni 1943 und Mai 1945 in Romanform gebracht hat. Eigentlich ist Pino ein typischer siebzehnjähriger Italiener, der sich für Musik, Autos und Mädchen interessiert. Mit dem Krieg und den Nazis will er nichts zu tun haben. Doch als seine Heimatstadt Mailand von einem Bombenangriff erschüttert wird, beschließen Pinos Eltern ihn in die Berge zu Pater Re zu schicken. Seine Eltern konnten nicht ahnen, dass ihr Sohn dort zum Bergführer ausgebildet wurde, um Juden, die der Verfolgung durch die Nazis entgehen wollten, von Italien über die Alpen in die Schweiz zu bringen. Pino verschreibt sich dem Kampf gegen die Faschisten und wird schließlich zum Spion der Alliierten. Der junge Italiener verliebt sich unsterblich in die sechs Jahre ältere Anna. Doch kann es für die beiden in diesen düsteren Zeiten eine gemeinsame Zukunft geben? Pino Lella ist ein starker und sympathischer Charakter. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Er durchlebt im Laufe der Handlung eine enorme Veränderung vom unbekümmerten jungen Wilden zum verantwortungsvollem Erwachsenen. Doch er ist auch ein emotionaler Mann, der Gefühle zeigt. Seine Liebe zu Anna ist grenzenlos. Familie und Freunde sind ihm sehr wichtig. Meiner Meinung nach ist es Mark Sullivan vortrefflich gelungen, die Erlebnisse des Pino Lella in Szene zu setzen. Der Buchautor hat von 2006 beginnend, zehn Jahre Nachforschungen betrieben und viele Gespräche mit dem Romanhelden Senior Lella geführt. Entstanden ist eine interessante Komposition aus biografischen Daten, historischen Fakten und fiktionaler Interpretation. Obwohl ich schon viel über den 2. Weltkrieg und die Gräueltaten der Nazis gelesen habe, waren mir die Ereignisse in Italien nicht so geläufig. Sullivan schreibt atmosphärisch dicht in lebendigen Bildern. Dabei bedient er sich einer klaren, prägnanten Sprache. Schnell packte mich die Handlung und hielt mich bis zur letzten Seite gefangen. Die Schilderungen der dramatischen Erlebnisse des Pino Lella treiben die Spannung auf ein Höchstmaß. Eine ergreifende Geschichte, die mich tief berührt hat und mich zum Weinen brachte. Keine leicht verdauliche Kost, aber ein Weltbestseller, der diesen Titel verdient. „Unter blutrotem Himmel“ - es ein herausragender Roman, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Lesenswert! Ein tolles Buchgeschenk für gute Freunde!

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    Bewerticuss avatar
    Bewerticusvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein grandioses Buch
    Beeindruckendes Werk

    Wahnsinn! 600 Seiten wahre Geschichte. Ein Bestseller! Lange hat mich ein Buch nicht mehr so sehr gefesselt und fasziniert, wie dieses hier. Grausam, romantisch, traurig lustig und vieles mehr macht dieses wunderbare Buch aus. Die Geschichte von Pino Lella, der Juden über die Alpen rettet und sich dann plötzlich in einer Position wiederfindet, die er so nicht wollte. Als er dann Anna kennenlernt und er sich unsterblich in sie verliebt, wird auch noch ein e Liebesgeschichte eingeworben. Es handelt sich. Um eine wahre Geschichte eines Helden, der heute noch lebt und der bescheiden von sich sagt: „Ich war eigentlich ein Feigling,“ DAS sehe ich entschieden anders. Wie ein einzelner Mann so viel Leid ertragen kann, ist schon fast unmenschlich. FAZIT: Absolut lesenswert! Ein Muss! Note: 1+ mit Sternchen

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    yesterdayvor 2 Monaten
    Lernen wir aus Pino Lellas Geschichte

    Trotz des Schreckens den die Geschichte von Giuseppino Lella naturgemäß mit sich bringt, wird man als Leser gepackt und leidet mit ihm und seinen Liebsten mit. Pino erlebte die Jahre 1943 bis 1945 in Norditalien als junger Mann und musste sich von einem Tag auf den anderen zwischen Bomben, Nazis und Verlusten zurechtfinden.

    Als Fiktion würde sich der Roman schon gut lesen, ist aber doch die Grundlage eine wahre Geschichte. Über Umwege erfuhr der Autor von Lella, besuchte ihn mehrmals und recherchierte zehn Jahre daran, möglichst alles historisch korrekt wiederzugeben. Am Ende musste er dennoch Abstriche machen und ein paar nicht belegbare Elemente einbauen.

    Der Strahlkraft der Geschichte, dem Protagonisten und seinem Mut, seiner Entschlossenheit sowie der Eindringlichkeit dessen was er erlebte, tut das keinen Abbruch. Es ist für uns heute schon unvorstellbar, was die Menschen damals durchmachten, noch viel unbegreiflicher scheint es, dass Lella dies alles jahrzehntelang im hintersten Winkel seiner Erinnerung begraben hatte und nur sehr selten überhaupt über die Zeit damals sprach, schon gar nicht von seinen (guten!) Taten.

    Umso wichtiger ist, dass die Geschichte nun noch rechtzeitig ihren Weg an die Öffentlichkeit fand und Pino Lella auch dies alles noch miterleben darf. Aktuell ist auch die Verfilmung als Miniserie geplant. Viele weitere Helfer und Helden der damaligen Jahre bleiben auch heute noch im Verborgenen, sind mittlerweile verstorben oder vergessen. Lella steht hier als Beispiel für all diese Menschen, die in diesen Zeiten nie den Glauben verloren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten nie aufgegeben haben. Auch heute noch kann jeder von uns aus dieser Lebensgeschichte lernen.

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    gagamauss avatar
    gagamausvor 3 Monaten
    Leseempfehlung

    2018 ist für mich ein Jahr der „Weltkriegs-Bücher“. Nach Daniela Ohms und Claudia Winter jetzt ein Buch eines Amerikaners über einen Italiener im zweiten Weltkrieg. Eine ungewöhnliche Konstellation und ich war gespannt, wie der Krimiautor Marc Sullivan sich schlägt. Noch dazu, wo es sich um eine wahre Geschichte handelt, nämlich die von Pino Lella, der mutig sein Leben riskiert um jüdischen Flüchtlingen über die Berge in die Freiheit zu verhelfen.

    Der Autor schafft es, dass man zu Pino schnell Empathie entwickelt und es ist sehr spannend zu lesen, wie aus dem jungen Mann ein ganz normaler Held wird – ohne Pathos und ohne viel Federlesen. Er hat ganz einfach das Herz auf dem rechten Fleck und genug Mut und Gewitztheit, um sich nicht nur alleine durchzuschlagen, sondern Menschen zu helfen und Leben zu retten.

    Mir hat diese Biografie im Romanstil ausnehmend gut gefallen – sogar besser als seine Krimis. Von mir volle Punktzahl und eine dicke Leseempfehlung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Eine wahre Geschichte aus dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte

    Mark T. Sullivan – bekannt als Thriller-Autor, erzählt in "Unter blutrotem Himmel" die eindrucksvolle Geschichte eines jungen Mannes, dessen beschauliches Leben von einen Tag auf den nächsten durch einen Bombenangriff erschüttert wird. 
    Pino Lella kämpft für Freiheit, Gerechtigkeit – und die Liebe. Doch wie kann ein einfacher italienischer Junge das alles erreichen?

    Das erfahrt ihr in "Unter blutrotem Himmel", welches wir in unserer Buchverlosung 15x verlosen! 

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    »Unter blutrotem Himmel« ist die wahre Geschichte eines vergessenen Helden und zugleich die unfassbare Erzählung über einen jungen Mann und seine Tapferkeit in einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte.
    Pino Lella will eigentlich nichts mit dem Krieg oder den Nazis zu tun haben – er ist ein normaler italienischer Jugendlicher, der sich für Musik, Essen und Mädchen interessiert. Dann schafft ein Bombenangriff in seiner Heimatstadt Mailand eine Wirklichkeit, die den jungen Mann über Nacht erwachsen werden lässt. Pino schließt sich einer Untergrundorganisation an, die Juden bei der Flucht über die Alpen hilft, und beginnt für die Alliierten zu spionieren. Dabei verliebt er sich unsterblich in die sechs Jahre ältere Anna. Doch kann ihre Liebe Bestand haben in einer Welt, in der nichts so sicher ist wie die Veränderung? 


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    Spannende Thriller, investigativ recherchiert: Der US-amerikanische Autor hat an der Northwestern University Journalismus studiert und bereits während des Studiums als Reporter für die New York Times und die New York Daily News gearbeitet. Für seine Reportagen wurde er zweimal für den Pulitzer Preis nominiert. Sowohl als Mark Sullivan, als auch unter dem Namen Mark T. Sullivan veröffentlicht der Schriftsteller seine Thriller. 1994 erfüllte er sich mit der Veröffentlichung seines Debütromans „The Fall Line“ seinen Traum, Schriftsteller zu werden. Aber erst der Roman „Geistertanz“ erschien im Jahr 2000 in Deutschland. In Kooperation mit James Patterson schreibt er die „Private Series“. Der 2018 erschienene Roman „Unter blutrotem Himmel“ basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt von einem vergessenen Helden im Zweiten Weltkrieg. Nach einigen Umzügen von Boston nach Westafrika, Washington und Vermont lebt Mark T. Sullivan heute mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Montana.

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