El Greco und ich

von Mark Thompson 
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El Greco und ich
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Buchlandung_in_Muenchens avatar

Ein wunderbarer Road Trip durch ein junges Leben voller Unsinn, Liebe, Trauer, Freude und Verlust.

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sehr bewegende und emotionale Geschichte

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Inhaltsangabe zu "El Greco und ich"

Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony 'El Greco' Papadakis sind zehn und unzertrennlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik – hier können sie unbemerkt geklaute Zigaretten rauchen, den Möwen nachschauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugendlichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekannte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert.
Woodstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hintergrund zu diesem oft unwiderstehlich komischen, zuweilen herzzerreißend traurigen Roman über zwei Freunde, deren große Prüfung erst noch bevorsteht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866482791
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:mareverlag
Erscheinungsdatum:14.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.08.2018 bei Parlando ein Imprint von Argon erschienen.

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    Buecherschmauss avatar
    Buecherschmausvor 24 Tagen
    Trip ins Leben

    „Wenn man sich eines im Leben klarmachen muss, dann wohl die Tatsache, dass wir alle auf die Probe gestellt werden. Irgendwann. Vielleicht früher oder vielleicht später. Oder vielleicht dazwischen. Wer weiß schon, wann oder wo?“
    JJ, der Ich-Erzähler und sein bester Freund Toni Papadakis sind zehn, als sie aus Unachtsamkeit mit ihren heimlich gerauchten Zigaretten ein ganzes Sportfeld in Brand setzen. Aber der sehr kluge Toni, El Greco genannt, weiß, dass das noch nicht die Probe sein kann. Das da noch härteres im Leben folgen wird.
    Es ist das Jahr 1968, die beiden Jungs sind unzertrennlich, streunen durch die Gegend von Cranford, New Jersey, verbringen ihre Zeit bei der alten Konservenfabrik und träumen von der Zukunft, vom mächtigen pazifischen Ozean, vom Erwachsensein. Eine Jungenfreundschaft mit vielen typisch amerikanischen Versatzstücken: den heimlichen Zigaretten, der Football-Leidenschaft, dem melancholisch-verschrobenen Witwer Old Man Taylor, der auf der Veranda seines Hauses sitzt und den Jungs ein väterlicher Freund ist, der untreue Vater Papadakis, die schöne, aber unglückliche Mutter, JJs fieser Bruder Cecil, genannt Adolf, und seine grundanständigen Eltern.
    Das klingt recht altmodisch und ist es auf wunderbare Weise auch. Ein wenig Tom Sawyer und Huckleberry Finn weht da durch die Geschichte einer ziemlich freien Kindheit, wie man sie sich heute kaum noch vorstellen kann. Bildreich und zuweilen poetisch erzählt Mark Thompson davon in seinem Debütroman „El Greco und ich“. Aber natürlich hat auch eine solche Kindheit ihre Schrecken und Kümmernisse, das verschweigt der Roman nicht. Auch die gesellschaftlichen Umbrüche der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre fließen in die Geschichte ein. Man erfährt so einiges über den Vietnamkrieg, die Nixon-Jahre und den herrschenden Rassismus, ohne dass das explizit thematisiert würde.
    Wirklich auf die Probe gestellt werden die beiden Freunde, als Toni ernsthaft erkrankt und um sein Leben kämpft. Aber auch da hören sie nicht auf, gemeinsam von der Zukunft zu träumen.
    „Old Man Taylor hatte einmal gesagt, dass sich manche Menschen, und eigentlich die meisten, zu Beginn ihres Lebens nichts sehnlicher wünschen, als einundzwanzig zu sein – und sich dann, sobald diese Altersgrenze überschritten war, für den Rest seines Lebens genau dasselbe wünschten. Bis sie irgendwann ins Gras bissen.
    Seiner Meinung nach waren die Menschen hoffnungslose Träumer, die allerdings auch gar nicht anders konnten, weil sie sonst nicht mit dem Elend und den Enttäuschungen des Lebens fertigwurden.“
    Im Sommer 1970, nimmt JJs Vater die beiden Jungs mit nach Savannah, wo er ein ererbtes Haus betreut. Fast 900 Meilen (und damit 1400 Kilometer) fahren sie im geliehenen Auto die Ostküste der USA hinunter, zunächst den Garden State Parkway, dann die Route 13 nach Süden, durchqueren fantastische Landschaften, trostlose und wunderschöne Städte wie Beaufort, wo das Louisianamoos von den Bäumen hängt oder die alte Südstaatenmetropole Charleston und lernen das Land, die Menschen und sich selbst noch ein wenig besser kennen.
    Manchmal verrutscht die kindliche Perspektive JJs etwas, scheint er doch ein wenig zu klug für sein Alter, dann wieder zu naiv. Das ist nicht selten bei Romanen, die diese Erzählweise wählen. Insgesamt ist „El Greco und ich“ aber eine sehr schöne, melancholisch-elegische, ein wenig altmodische Geschichte über eine Jungenfreundschaft, die ich sehr gern gelesen habe.



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    Buchlandung_in_Muenchens avatar
    Buchlandung_in_Muenchenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Road Trip durch ein junges Leben voller Unsinn, Liebe, Trauer, Freude und Verlust.
    Die Bedeutung eines Eiswürfels

    El Greco und J.J. sind 10 Jahre alt als sie uns auf eine ca. dreijährige Reise durch ihr Leben, ihre Freundschaft und die 60er Jahre der USA mitnehmen. Sie treiben Unfug, sind aber smart. Sie sind stark, gemeinsam, einzeln und vor allem füreinander. Sie haben Träume und erleiden Verluste, aus denen sie jeweils noch stärker hervortreten. J.J. erzählt ihre Geschichte mit sehr viel Humor, Emotion und in einer sehr erwachsenen Art (was mich persönlich gar nicht gestört hat). Ich habe laut gelacht, geschmunzelt, geweint und schwer geschluckt, aber vor allem habe ich die beiden und alle anderen Figuren geliebt. Dieser Erstlingsroman von Mark Thompson hat mich emotional und sprachlich von den Socken gerissen und ich hoffe schwer, dass von ihm weitere Bücher folgen werden. Eines meiner Lieblingsbücher des Jahres 2018 und deshalb auch eine absolute Leseempfehlung von mir an euch! Und wenn ihr über die Bedeutung des Eiswürfels Bescheid wissen wollt, dann lest das Ding! 😉

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    Literaturwerkstatt-kreativs avatar
    Literaturwerkstatt-kreativvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine schöne, traurige, aber auch humorvolle Geschichte zweier heranwachsender Jungen !!!
    "Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze" George Washington

    Literaturwerkstatt- kreativ / Blog “ stellt vor:

    El Greco und ich“ von Mark Thompson

    Sommer 1968 New Jersey / Cranford County

    Mondlandung, Vietnamkrieg, Rassentrennung, Hippiebewegung, Woodstock. Das ist die Zeit in der die beiden Jungen John Joseph Walsh genannt J.J. und Tony Papadakis genannt El Greco aufwachsen. Sie sind zehn Jahre alt, haben zum Leidwesen ihrer Eltern viel Blödsinn im Kopf, sind unzertrennliche Freunde und halten zusammen – egal was passiert. Selbst dann, wenn sich ein kleines Feuerchen durch ihr Verschulden zu einem Waldbrand ausbreitet. Dabei ist El Greco meist derjenige, der schnell eine Ausrede parat, oder eine kreative Idee hat, wie sie sich am Besten aus dem selbst eingebrockten Schlamassel wieder heraus befördern können. Die beiden verbringen ihre freie Zeit meistens am Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik. Dort rauchen sie heimlich, hängen ihren Gedanken nach und schmieden Pläne. Eines Tages wollen sie unbedingt den Pazifik sehen, denn der Atlantik ist im Vergleich dazu für die beiden nur eine kleine Pfütze. Ein Roadtrip entlang der Ostküste, auf die sie der Vater von J. J. mitnimmt, wird für die Jungs dann zu einem ganz besonderen Abenteuer. Die USA zeigt sich ihnen nun von einer gänzlich unbekannten Seite, fernab von ihrem Kleinstadtleben und ihr Blick auf die Welt verändert sich.

    Im Übrigen ist sich El Greco ganz sicher, dass das Leben für jeden eine Prüfung bereit hält:

    „„Jeder auf diesem Planeten macht in seinem Leben eine Erfahrung, die eine Prüfung für ihn darstellt. Seine große Probe.““

    Als El Greco dies ausspricht, ahnen die beiden Jungen nicht, welche schwere Prüfung noch auf sie gemeinsam wartet.


    Fazit:

    Wiedereinmal hat der Mare Verlag ein gutes Händchen für besondere Literatur und hervorragende Autoren bewiesen. Mark Thompson hat mit seinem Debütroman einen tollen Coming-of-Age Roman geschaffen, der auf jeden Fall einer meiner Lesehighlights – bis hier her – in diesem Jahr ist. Der Autor hat einen sehr ruhigen, aber ausdrucksstarken, ja fast schon poetischen Erzählstil. Seine Sprache lässt intensive Bilder und Farben im Kopf entstehen. Und so traurig das Buch an manchen Stellen auch ist, ihm gelingt es immer wieder mit seinem Humor einen zum Lachen zu bringen und aufzufangen, sodass man vor Traurigkeit nicht ins Bodenlose versinkt.

    Mit J.J und El Greco hat der Autor zwei bemerkenswerte Protagonisten geschaffen, jedoch auch die anderen Darsteller wurden von ihm exzellent kreiert. Vor allem Old Man Taylor hat es mir angetan, der für J.J. als Ratgeber da ist, als El Greco mit Leukämie im Kranhaus liegt.

    „„Das wird hart für ihn, und für dich auch, denn du bist sein bester Kumpel. Und das heißt, das du sein Leid mit ihm teilen und ihm wieder auf die Beine helfen musst. Das ist ein ziemliches Päckchen für jemanden in deinem Alter, aber es hilft nichts, du musst es machen, weil er dich braucht, weil du dich um ihn kümmern musst. Sein Vater wird wahrscheinlich nicht für ihn da sein, wenn Tony ihn braucht, also hast du wohl zwei Rollen auszufüllen, mein Junge““

    Mir wurde mit diesem Buch auch noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche genug Freiheit bekommen um sich auszuprobieren und nicht ständig von ihren Eltern kontrolliert werden sollten. Auch wenn sich dann einer mal den Arm bricht wenn er vom Baum herunterfällt, von dem aus J.J und El Greco gerade eine Hippie WG beobachten.

    Dann nahm die Brillenschlange einen großen Pinsel und fing an, um die Frau zu tanzen und hellrote Farbkleckse auf ihren milchweißen Körper zu spritzen. Sein Schniedel baumelte hin und her wie eine von diesen Holzrasseln, die man bei Footballspielen zum Anfeuern benutzt. Es war zum Schreien.“

    Ich kann jedem diese wunderschöne Geschichte über eine große Freundschaft nur ans Herz legen. Ein Buch, welches einen nicht sofort in den Alltag übergehen lässt. Ein Buch zum Lachen und Weinen, aber vor allem zum Nachdenken über Leben und Tod.


    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/09/08/el-greco-und-ich/


    Besten Dank an den Mare Verlag für das Rezensionsexemplar.



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    Phil09s avatar
    Phil09vor einem Monat
    Die Geschichte zweier Freunde

    Mit "El Greco und Ich" gelingt Autor Mark Thompson ein Buch, dass so bewegend und mitreißend ist, wie ich es nur selten zuvor erleben durfte. Thompson´s Geschichte über die beiden zehnjährigen unzertrennlichen Freunde J. J. und Tony aka El Greco ist so herzzerreißend gefühlvoll geschrieben, dass man als Leser unweigerlich eine Verbidung zu beiden Protagonisten aufbaut. Die Geschichte handelt von purer unvefälschter Freundschaft, vom Leben selbst – geprägt von Hoffnug, Verlust, Wut, Liebe und so vielem mehr....

    Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und absolut einnehmend – als Leser fühlt man sich als wäre man mit den beiden Freunden mitten im Geschehen. Man spürt praktisch den Drang nach Freiheit, ihre Hoffnungen und Träume...

    "El Greco und Ich" ist ein Buch, welches ich nur empfehlen kann. Von einem Autor, den ich in nächster Zeit auf jeden Fall genauer unter die Lupe nehmen werde.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Monat
    Kurzmeinung: sehr bewegende und emotionale Geschichte
    sehr bewegende und emotionale Geschichte

    Klapptext:


    Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony »El Greco« Papadakis sind zehn und unzertrennlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik hier können sie unbemerkt geklaute Zigaretten rauchen, den Möwen nachschauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugendlichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekannte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert.
    Woodstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hintergrund zu diesem oft unwiderstehlich komischen, zuweilen herzzerreißend traurigen Roman über zwei Freunde, deren große Prüfung erst noch bevorsteht.

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.Der Autor verführte mich in das Jahr 1968 in eine amerikanische Kleinstadt.Dort lernte ich die beiden Jungs El Greco und J.J. kennen.Eine Weile habe ich die Teenager begleitet.
    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.
    Der Autor hat eine wirklich sehr lebendige und ansprechende Atmosphäre geschaffen.Alle Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders die beiden Jungs fand ich sehr sympatisch und habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich erlebte viele interessante ,traurige und dramatische Momente mit Ihnen.In mir war Kopfkino.Der Autor hat es geschafft mich mit diesen Buch zu begeistern.Ich konnte mich richtig in die Gedankenwelt der Jungs hinein versetzen.Ihre Träume und Sehnsüchte teilte ich mit ihnen.Bei einigen unschönen Ereignissen kamen mit teilweise die Tränen.Vieles in dieser Geschichte hat mich emotional sehr berührt und bewegt.Auch die Reise durch Amerika hat mir sehr gut gefallen.Durch die guten Recherchen das Autors habe ich viele Informationen über die amerikanische Geschichte und Ereignisse erhalten.Da ging es um den Vietnamkrieg und Rassenfeindlichkeit.Geschickt baut Mark Thomson auch etwas Humor in die Geschichte ein.Bei einigen Situationen habe ich mich köstlich amüsiert.Die Handlung blieb von Anfang bis zum Ende sehr interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Fasziniert haben mich auch die sehr bildhaften und ansprechenden Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.Auch vermittelt der Autor gewisse Botschaften an uns.Da geht es um Freundschaft,Hilfsbereitschaft,Vertrauen und Zusammenhalt.
    Das Buch hat mich einfach begeistert.Ich viele wundervolle und lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne.

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    Suse33vor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine tiefbewegende Geschichte über Freundschaft, Trauer und dem Sinn des Lebens. Herausragend erzählt.
    Herzzerreißend...

    J. J. und Tony (alias El Greco), zwei zehnjährige Jungen, sind unzertrennlich. Sie leben in New Jersey und Glück bedeutet für sie, rauchend, Pläne zu schmieden und eines Tages den Pazifik sehen zu wollen. Würde nicht diese unberechenbare, kalte Realität immer wieder ihren Weg kreuzen...

    Das Cover des Buches ist wunderschön. Es zeigt die fast unberührte Weite des Landes und vermittelt Abgeschiedenheit, Ruhe und Unschuld. Im Verlauf der Geschichte lernen wir das amerikanische Kleinstadtleben kennen und lieben. Aber auch die andere Seite Amerikas, gefüllt von Gewalt und Brutalität, wird aufgezeigt.

    Die Charaktere in der Geschichte finde ich herausragend gezeichnet. Jeder von ihnen ist sehr individuell in seiner Art. J. J., El Greco und Old Man Taylor habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Alle machen eine Wandlung ihrer Persönlichkeit durch, was die Story aufregend und interessant macht.

    Der Schreibstil von Mark Thompson ist sehr besonders. Bildhaft vermittelt er ein atemberaubendes Setting und alle Arten von Emotionen. Das Buch erzählt von Trauer, Glück, Verständnis, Zorn, Hilflosigkeit, Hoffnung, Liebe und Freundschaft.

    Beim Lesen habe ich ein großes Fernweh verspürt. Gern wäre ich direkt vor Ort gewesen. Mittendrin im Geschehen.

    Dieses Buch hat mir sehr viel gegeben. Noch immer hallt die Geschichte in mir nach und macht mich traurig. Es gab aber auch einige Schmunzelmomente, auf die ich gern zurückblicke. Ein ganz fantastisches Buch, welches ich jedem nur ans Herz legen kann.

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    Lesendermoenchvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbar poetisch und witzig zugleich, mit Tragik und überraschenden Wendungen. Sehr zu empfehlen.
    Berührend, bewegend, traurig, gut geschrieben.Leseempfehlung.

    1968, in einer amerikanischen Kleinstadt, wachsen die Freunde J.J. und Tony, genannt El Greco, heran. Tony glaubt daran, dass das Leben noch etwas mit ihnen vorhat und eine Prüfung bevorsteht. Und so geschieht es auch...

    Ein bewegendes Buch über eine große Freundschaft, über die amerikanische Geschichte und Gesellschaft, komprimiert auf die Menschen und ihre Schicksale einer kleinen Stadt. 

    Wunderbar poetisch geschrieben, teils so witzig, dass einem bei dramatischen Ereignissen die Tränen vor Lachen und Weinen gleichzeitig kommen.

    Sehr zu empfehlen. Ich hoffe auf ein baldiges weiteres Werk des Autors.

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    bouquins avatar
    bouquinvor 2 Monaten
    El Greco und ich - Thompson

    Inhalt:
    Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony »El Greco« Papadakis sind zehn und unzertrennlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik – hier können sie unbemerkt geklaute Zigaretten rauchen, den Möwen nachschauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugendlichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekannte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert.
    Woodstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hintergrund zu diesem oft unwiderstehlich komischen, zuweilen herzzerreißend traurigen Roman über zwei Freunde, deren große Prüfung erst noch bevorsteht.

    Schreibstil:
    Der Stil hat mir sehr gut gefallen. Damit können die kleinsten Gedanken, Erlebnisse und Meinungen sehr genau beschrieben werden.

    Kritik:
    In dieser Geschichte wird das Ableben von sehr vielen Personen geschildert. Ich finde es ein wenig komisch, dass sehr oft gesagt wird, dass jemand gestorben ist und dann deren Bedeutung für die zwei Jungs beschrieben wird, die für mich oft nicht realistisch ist.
    Ich fand es auch sehr unrealistisch, dass ein Kind solche Gedanken und Gefühle hat. Klar, ist es schwer sich in die Gedanken eines Kindes hineinzuversetzen, aber trotzdem könnte dies realistischer dargestellt werden. Die Zeitereignisse in den 1960er Jahren wurden immer nur aus der Sicht eines Erwachsenen geschildert und nicht aus der eines Kindes. Der Wechsel zwischen kindlichen und erwachsenen Gedanken ist etwas holprig.
    Meiner Meinung hat es in dieser Geschichte auch keinen richtigen Plot gegeben. Den Roadtrip am Ende des Romas fand ich auch zu oberflächlich beschreiben.

    Fazit:
    Ein Roman, der die positiven und aber leider auch negativen Seiten des Leben eines Kinder widerspiegelt. 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Diese Geschichte hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht.
    Eine Jungenfreundschaft

    Die Geschichte handelt von einer Jungenfreundschaft in Cranford County, New Jersey, Ende der sechziger Jahre. Es ist die Zeit des Vietnam-Krieges, der Rassenprobleme aber auch der Mondlandung und der Hippie-Bewegung.

    J. J. (John Joseph Walsh) und El Greco (Tony Papadakis) sind beste Freunde. Wenn J. J. nach Hause kommt und seine Mutter sagt “Ich hoffe, ihr wart brav“, dann kann J. J. das meist nicht mit gutem Gewissen bestätigen, denn „brav“ ist wirklich nicht das passende Wort, um ihn und El Greco zu beschreiben. Sie treiben sich meist an der stillgelegten Konservenfabrik am Hafen herum, schauen den Wolken nach, machen Pläne und rauchen geklaute Zigaretten. Pech, wenn dabei mal das klitzekleine Feuerchen sich zum einem Wahnsinnsbrand ausbreitet. Egal was passiert, sie halten zusammen.

    Mich hat diese Geschichte von Anfang an gefangen genommen, auch wenn sie eher ruhig daherkommt. Der Autor hat eine sehr bildhafte, poetische Sprache, die mit gut gefallen hat. Auch die Charaktere sind wundervoll und sehr individuell dargestellt. J.J. und El Greco genießen als zehnjährige ihre Freiheit. Sie träumen, schmieden Pläne und wollen den Pazifik sehen. Sie verstehen sich blind. Der Unsinn, welchen sie angestellt haben, verursacht bei J. J. oft Gewissensbisse, während El Greco darüber hinweggeht. Er wirkt überhaupt ziemlich abgeklärt, was vielleicht daran liegt, dass er es zu Hause nicht einfach hat.

    Doch nicht immer verläuft für die Jungen das Leben unbeschwert und leicht, sie müssen einige Schicksalsschläge verarbeiten. Auf einer Reise durch die USA erleben sie eine unbekannte Seite ihres Landes, die einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlässt.

    Besonders gut gefallen hat mir Old Man Taylor, der sein eigenes Schicksal tragen muss und für die Jungen immer ein Ansprechpartner ist, der sie ernst nimmt.

    Auch wenn mir dieser Roman sehr gut gefallen hat, so waren viele Gedankengänge der Jungenmeiner Meinung nach nicht unbedingt altersgerecht. Dennoch ein toller Roman, der die Zeit der sechziger Jahre gut rüberbringt und trotz oft trauriger und dramatischer Geschehnisse immer auch ein wenig Humor einfließen lässt.

    Diese Geschichte hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Es ist ein Buch, das man nicht gleich wieder vergisst. Leseempfehlung!

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    miro76s avatar
    miro76vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön, emotional und poetisch - ein Roadtrip aus der Kindheit oder der Verlust der Leichtigkeit!
    Kleine Jungs, große Träume und noch größere Gefühle

    J.J. und Tony - alias El Greco - sind Kinder der späten 60er Jahre. Sie sind Jungs, die eine Menge Unsinn im Kopf haben und Verwirrung stiften wollen und vor allem sind sie die allerbesten Freunde. Sie teilen Freud und Leid und stehen zueinander.


    "Klar, ich kannte den Unterschied zwischen Falsch und Richtig, aber ich verwischte ganz gern das Make-up ein wenig, um das Funkeln der Wahrheit zu verschleiern, das mir entgegenleuchtete, ein ganz kleines bisschen nur, um einen Tag aufzupeppen, der in Richtung Mittelmäßigkeit steuerte."                                  S. 169

    Ihre Kindheit ist geprägt von Freiheitsdrang und Zeit im Freien. Sie träumen von Reisen in die Welt und vor allem an den Pazifik.

    Ihre Freundschaft wird immer wieder auf die Probe gestellt, doch ihre Bande sind fest. Abwechselnd übernehmen die Jungs die Führung, doch El Greco ist der weisere der beiden. Er wirkt häufig recht abgeklärt, obwohl er auch nur ein kleiner Junge mit einer schwierigen Kindheit ist.

    Ihre Zeit ist geprägt vom Vietnamkrieg, der Rassentrennung, aber auch dem Freiheitsdrang der 68er. 

    Der Autor hat die Stimmung der späten 60er Jahre sehr gut eingefangen und hinterfragt kritisch. Er versteht es, die schweren Themen der Zeit mit einer brise Humor zu würzen und schreibt ausgesprochen poetisch. Das macht den Roman ungemein fesselnd und liebenswert, auch wenn viele Szenarien schwer zu verkraften und aufrüttelnd sind. 

    Mich konnte das Buch von der ersten Seite an begeistern. Mir gefällt die Geschichte, aber allem voran gefällt mir die Art, wie sie erzählt wird. J. J. erzählt uns seine Geschichte rückblickend, reflektiert. Es wird zwar nicht erwähnt, wie alt er als Erzähler ist, aber es ist spürbar, dass er zurück schaut. Ganz besonders beeindruckt hat mich auch der poetische Schreibstil. Der Roman strotzt nur so von Stilblüten. Ein echter Lesegenuss!!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mare_Verlags avatar

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser,

    ein weiteres Highlight aus unserem neuen Programm ist der Debütroman des britischen Autors Mark Thompson. »El Greco und ich« erscheint am 14. August und erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft im Amerika der 1960er Jahre. Wenn Ihr das Buch vor dem offiziellen Erscheinen lesen möchtet, dann bewerbt Euch bis zum 30. Juli für unsere Leserunde und gewinnt eines von 15 Exemplaren.

     

    Zum Buch:

    Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony »El Greco« Papadakis sind zehn und unzertrennlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik – hier können sie unbemerkt geklaute Zigaretten rauchen, den Möwen nachschauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugendlichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekannte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert.

    Woodstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hintergrund zu diesem oft unwiderstehlich komischen, zuweilen herzzerreißend traurigen Roman über zwei Freunde, deren große Prüfung erst noch bevorsteht.


    Hier geht`s zur Leseprobe.


    Um an unserem Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach folgende Frage:*

     

    El Grecos größter Traum ist es, einmal den Pazifik zu sehen. Hattet Ihr auch einen Kindheitstraum? Wenn ja: Wovon habt Ihr geträumt?

     

    *Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

    Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 14. August 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.

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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    jenvo82s avatar
    jenvo82vor 2 Monaten
    Das kommt auf die WuLi. Leserstimmen haben mich überzeugt.
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