Mark Twain Bummel durch Europa

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Inhaltsangabe zu „Bummel durch Europa“ von Mark Twain

Im Jahr 1878 verwirklichte Mark Twain seinen ehrgeizigen Plan, die Alte Welt zu Fuß zu erkunden: So ging es von Deutschland aus über die Alpen nach Italien. In 50 Kapiteln und einem Anhang würzt Twain seinen grandiosen Reisebericht »Bummel durch Europa« mit einer gehörigen Prise Humor und bedenkt immer wieder augenzwinkernd die Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks. Seine Betrachtungen sind bisweilen nachdenklich, meist hochkomisch, stets ungeheuer unterhaltsam – hierzulande besonders köstlich: das wunderbare Stück »Die schreckliche deutsche Sprache«.

Stellenweise amüsant, stellenweise informativ, stellenweise langatmig

— Freda_Graufuss

Eine großartige Reise in die Vergangenheit!

— Karl-Theodor

Enttäuschend langweilig, hab's abgebrochen. Das Beste war noch der Anhang mit "Die schreckliche deitsche Sprache".

— Apfelgruen

Unterhaltsame, mitunter satirische Betrachtung Europas im guten wie im schlechten aus der Sicht eines Amerikaners.

— bibliophilist1985

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  • Good Old Europe!

    Bummel durch Europa

    Karl-Theodor

    23. February 2016 um 07:47

    Mark Twain (1835 bis 1910) hieß eigentlich Samuel Langhorne Clemens, aber der Name tut wenig zur Sache, wenn sich einer auf eine interessante Reise begibt. Wer sich auf den durchaus packenden Bericht über Twains historische Europafahrt einlässt, findet sich auf einer spannend-amüsanten Reise in die Vergangenheit unseres Kontinents wieder. „Good old Europe“ vom Besten: Deutschland, die Schweiz, Italien und Frankreich anno 1878! Ob Twain sich gerade mit Schwung und Elan in das klassische Studentenleben der alten Universitätsstadt Heidelberg stürzt, ob er sich über das steife Betragen der deutschen Biederbürger in der hehren Anstalt des Opernhauses wundert, oder ob er sich über die Charakteristika der Absteigen auslässt, in denen er jeweils sein müdes Haupt aufs Kissen bettet, das Schmunzeln - und oft auch das herzhafte Lachen! - des Lesers/der Leserin sind ihm gewiss. Das gilt gerade für uns mit deutscher Muttersprache, wenn Twain ausführliche Reflexionen über die in seinen Ohren „schreckliche Sprache“ Deutsch anstellt! Never forget: Der Mann ist vor bald 200 Jahren in Florida geboren, und sicher meinte es der Autor von unsterblichen Schätzen wie „Tom Sawyer“, „Life on the Mississippi“, „Huckleberry Finn“ und „Pudd'nhead Wilson“ niemals böse mit uns, sorry, mit unseren Vorfahren. Nicht auf jeder Etappe dieser Reise dominieren die Ironie und lustige Komponenten. Beim anstrengenden Bergsteigen in den Schweizer Alpen ist für den zum Gipfel strebenden Twain definitiv „Schluss mit Lustig.“ Der amerikanische Schriftsteller gelangt an die Limits seiner Belastbarkeit und lässt seine LeserInnen gerne auch an seinen Schwächen teilhaben. Seine Aussagen sind überhaupt oft unverhohlen aufrichtig und freimütig. Auch das, was er an ekligen Sachen erlebt, und die ihm unsympathischen Menschen werden von ihm ohne sonderliche Zurückhaltung beschrieben. Nicht immer sind dabei seine Ansichten und Einschätzungen solche, die heute bei jedermann/frau ein beifälliges Nicken und ungeteiltes „Ja!“ ernten werden. Aber es ist eine historische Reise eines Autors, der uns in den Spiegel der Vergangenheit blicken lässt. Ein großes Geschenk an die heutigen. Für jemanden, der wie ich gerne in ferne Länder Ostasiens reist, war die Fahrt mit Mark Twain ein besonderes Erlebnis. Es war nicht nur ein exotisches Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, das mir in diesem empfehlenswerten Buch begegnete, sondern vieles lässt sich auch heute noch erkennen - und wenn man das Gestern kennt, sicher auch besser verstehen. Mein aufrichtiger Dank an Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain!

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  • Rezension zu "Bummel durch Europa" von Mark Twain

    Bummel durch Europa

    bibliophilist1985

    Mit welch vortrefflichen Humor Twain gesegnet ist, eröffnet sich erst durch die Lektüre dieses Werks, dessen Detailreichtum und Überzeichnung einen schwer zu beschreibenden, selten in dieser Form zu findenden und nie böswilligen Unterton an sich haben, der die liebenswerten Schrulligkeiten der Europäer darstellt. Ob das Stilmittel der Auflistung der Kontraste zwischen Europa und den USA ernst gemeint oder dem Unterhaltungswert geschuldet ist, lässt sich nicht klar eruieren, wie Küche und Kultur angesichts des selbstverständlich überlegenen amerikanischen Lebensstils durch den Kakao gezogen werden, sucht aber ihresgleichen.  Mit welch wunderbaren Bildern und Metaphern die Etappen der Reise ausgeschmückt werden, wie schön ausbalanciert sich die Schilderung von Landschaften mit der augenzwinkernden Illustration von Menschen in unterschiedlichsten Situationen abwechselt und zu welchen Schlussfolgerungen und Hypothesen es mitunter kommt ist unvergleichlich. Sei es die Wissenschaft einer Bergbesteigung beziehungsweise deren Motivation, im Detail geschilderte Mensuren, den Gepflogenheiten, mit denen die korrekte Ausführung eines Duells einhergeht oder die Erlernung der deutschen Sprache, in allen Situationen blitzt hinter komischen Details Menschenkenntnis und die tiefere Betrachtung des Alltags durch einen wachen Geist auf. Es steht nur zu hoffen, dass die Lektüre des Romans in der Heimat des Autors kein wie von ihm illustriertes, mitunter nicht unbedingt erstrebenswertes oder schmeichelhaftes, Bild der alten Heimat gezeichnet hat, was angesichts des Klischees des wenig leseaffinen Amerikaners aber keine ernste Problematik für den europäischen Ruf darstellen dürfte. Und wie viel ärmer wäre die literarische Welt ohne solche Koryphäen der Wortaneinanderreihung, die eben diese Wertbilder und Klischees als das darstellen, was sie sind. Einmal zutreffend, dann wieder frei erfunden, aber in jedem Fall Belege einer bunten, unterschiedlichen und spannenden Welt.  

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  • Rezension zu "Bummel durch Europa" von Mark Twain

    Bummel durch Europa

    Ben78

    04. June 2012 um 20:05

    Unfassbar witziges Buch. Ich bin ein Freund von Aphorismen und so kommt man natürlich unweigerlich auch auf Mark Twain. Nachdem mir seine Zitate so gut gefallen und ich mich aus meiner Jugend noch gut an die Verfilmung von Huckleberry Finn erinnerte konnte, stand schon länger fest das ich ein anderes Werk von Twain lesen wollte. In der Buchhandlung fiel meine Wahl nach einigem stöbern dann auf den Bummel durch Europa. Glückliche Wahl! Wer hätte gedacht, das jemand bereits vor langer Zeit schon derart verschmitzt schreiben könnte. Ich hatte regelmäßig Tränen in den Augen vor Vergnügen. Ein konsequent unterhaltsamer Bummel durch Europa, wie treffend schon der Titel.

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