Mark Twain Die Tagebücher von Adam und Eva

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Inhaltsangabe zu „Die Tagebücher von Adam und Eva“ von Mark Twain

Ein großes Plädoyer für die Liebe und eine hinreißende Lektüre.Mit einer kaum zu überbietenden Liebeserklärung enden die ‹Tagebücher von Adam und Eva›, doch von Liebe auf den ersten Blick kann hier jedenfalls nicht die Rede sein: Adam fühlt sich durch die geschwätzige Gefährtin in seiner Ruhe gestört, verständnislos steht er vor ihrer innigen Zuneigung zu jeglichem Geschöpf, wie nutzlos es auch sein mag. Eva dagegen fühlt sich von seiner nüchternen Sachlichkeit und seinem mangelnden Einfühlungsvermögen vor den Kopf gestoßen und merkt erst mit der Zeit, dass sie ihn trotz all seiner Mängel liebt. Mit bekannt pointenreichem Humor und ausgesprochen liebevoll schildert Mark Twain (1835-1910) die Anfänge eines abenteuerlichen Lebens zu zweit, wobei er allerhand Klischees und Vorurteile auffährt, die es zu überwinden gilt, bevor das Postulat «seid fruchtbar und mehret euch» erfüllt werden kann. Alles in allem sind die ‹Tagebücher› nichts weniger als ein großes Plädoyer für die Liebe und eine hinreißende Lektüre. Mit der Übersetzung von Andrea Nohl liegt hier die erste und einzige Ausgabe der ‹Tagebücher von Adam und Eva› im deutschen Sprachraum vor, die das Original unverkürzt und möglichst authentisch wiedergibt.

Kurzweilig, schnell zu lesen und duch nichts für zwischendurch oder für immer wieder.

— karatekadd
karatekadd

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  • Anbeginn

    Die Tagebücher von Adam und Eva
    Arun

    Arun

    Die Tagebücher von Adam und Eva von Mark Twain Ein kleines Büchlein erschienen im Herder Verlag mit gerade mal 96 Seiten. Einige davon sind mit Bilder von Henri Rousseau (1844 – 1910) bedruckt. Dieser französische Künstler – Maler wird dem Post-Impressionismus zugerechnet. Er war ein Zeitgenosse des Autors Mark Twain (1835 – 1910) vielleicht auch deshalb die Kombination Sprache und Bild in diesem Buch. Inhalt: Dieser besteht aus wechselseitigen Tagebuchaufzeichnungen der beiden ersten Bewohner des Paradieses. Adam legt vor und berichtet uns von einem seltsamen Geschöpf namens Eva. Von dieser Eva ist er doch sichtlich irritiert. Laut seiner Aussage vergoss es sogar Wasser aus den Löchern, aus denen es sonst guckt. Auch hat sie ein kleines Tier gefangen, wie er es vorher noch nie gesehen hatte, sie haben ihm den Namen Kain gegeben. Eva die völlig anders als Adam gestrickt ist liebt alle Sachen und Dinge. Sehr gerne benennt sie diese auch und gibt ihnen Namen. Sie teilt uns auch mit eine Vorliebe für Äpfel zu haben. Nach dem Sündenfall und dem Auszug aus dem Garten Eden gibt Eva eine wunderbare Liebeserklärung in Richtung Adam ab. Ein schönes Buch von dem ich mir gewünscht hätte es wäre umfangreicher gewesen. Muss den Betreibern des Blogs LITTERAE ARTESQUE nochmals meinen Dank aussprechen von denen ich dieses Buch geschenkt bekam und die es mir ermöglicht haben dieses Werk zu lesen.

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    • 17
    clary999

    clary999

    02. August 2014 um 15:20
  • Wenn schon Klischees, dann bitte so!

    Die Tagebücher von Adam und Eva
    parden

    parden

    WENN SCHON KLISCHEES, DANN BITTE SO! Liebe auf den ersten Blick war es weiß Gott nicht - so lässt sich der Beginn der Romanze zwischen Adam und Eva beschreiben, wenn wir uns nicht auf die Genesis, sondern auf die Tagebücher berufen, die Mark Twain (1835-1910) seinen biblischen Protagonisten in die Federn diktierte. Mit ebenso humor- wie liebevoller Nachsicht verhandelt der weltberühmte amerikanische Autor hier die keineswegs paradiesischen Unzulänglichkeiten der Geschlechter am Beispiel des ersten Traumpaars der Geschichte. Dass die beiden schließlich doch noch zueinanderfinden, ist ein seltenes Glück für die Menschheit - und für den Leser! Adam: "Ich habe keine Veranlassung, irgend etwas von mir aus zu benennen. Dieses Geschöpf benennt einfach alles, was ihm vor die Augen kommt, bevor ich noch Einspruch erheben kann. Und immer gebraucht es dafür die gleiche Rechtfertigung: 'Es sieht eben so aus.'" (S. 8) Augenzwinkernd enthüllt Mark Twain in diesem Büchlein urmenschliche Irrungen und Wirrungen, die sich fortsetzen bis auf den heutigen Tag. Bereits zu Beginn aller Zeiten war klar: Mann versteht Frau nicht, Frau versteht Mann nicht... Eva: "Ich versuche mich so nützlich wie möglich zu machen, damit er mir mehr Aufmerksamkeit schenkt. In den letzten Tagen habe ich ihm die ganze Arbeit des Benennens abgenommen. Das war eine große Hilfe für ihn, und er ist mir sehr dankbar, denn ihm fehlt jegliche Begabung für diese Tätigkeit. Ihm fällt nie ein vernünftiger Name zur rechten Zeit ein, aber ich lasse mir nicht anmerken, daß mir seine Unfähigkeit aufgefallen ist." (S. 46) Sei es Evas großer Hang zum Reden, der Adam nervt, Evas Faszination an schönen Dingen, ihre Neugierde, die Liebe zu ihrem Spiegelbild - sei es Adams Ignoranz von Evas Bemühungen, sein fehlendes Taktgefühl und Einfühlungsvermögen oder auch sein alleiniges und pragmatisches Interesse an praktischen und rein notwendigen Dingen: Mark Twain verschont hier keines der Geschlechter. Doch diese Klischees sind amüsant zu lesen, nicht schulmeisterlich, sondern liebevoll verpackt und mit leiser Ironie gewürzt. Besonders gelungen fand ich Adams große Verwirrung angesichts gewisser neuer Entwicklungen nach der Vertreibung aus dem Paradies: "Wir haben es Kain genannt (...) Schon der Größenunterschied läßt darauf schließen, daß es sich um eine andere, möglicherweise neue Tierart handelt - vielleicht um einen Fisch." (S. 23) Als das Wesen zu wachsen beginnt und sein Aussehen immer wieder verändert, wächst Adams Verwirrung noch. Ein Känguru? Ein Bär? Erst Jahre später ist auch ihm endlich klar: Kain und Abel sind Jungen! Ich habe eine alte Ausgabe des Buches, die erste Auflage des Herder Verlages aus dem jahr 1994, wunderschön bebildert mit Ausschnitten aus Gemälden von Henri-Julien Félix Rousseau (1844-1910), einem bedeutenden Vertreter der Naiven Malerei. Diese Gesamtkomposition hat mir wirklich gut gefallen, und das einzige Manko des Buches ist für mich: es ist zu kurz! Zum Selberlesen für eine schöne Stunde und ein wirklich hübsches Geschenk für jeden Bücherfreund! © Parden

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    • 8
  • Die ersten Tagebücher der Menschheitsgeschichte

    Die Tagebücher von Adam und Eva
    karatekadd

    karatekadd

    Woran denkt man als halbwegs versierter Leser, wenn man den Namen MARK TWAIN hört? Also ich denke da an Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Nicht nur weil im Lesebuch der fünften Klasse die Geschichte wie Tom einen Zaun streichen sollte abgedruckt war, sondern weil ich die dann auch wirklich gelesen habe. An was denkt man noch? Vielleicht an EIN YANKEE AN KÖNIG ARTUS´ HOF und an DER PRINZ UND DER BETTELKNABE. Aber man muss wohl schon viel Zeit zum Stöbern aufbringen um das nun folgend kurz vorgestellte Büchlein zu finden, es ist nämlich genau das, ein Büchlein. Außerdem steht es vermutlich nicht in dem Regal, in welches man MARK TWAIN verorten würde, nämlich zur Abenteuer- und Jugendliteratur. Aber da gibt es ja noch BINEA & Mr. RAIL, die Literatur ZWEI, oder LITERATURTWO. Das ist ein Blog, in dem es sich ebenfalls zu stöbern lohnt und die stellten am 03. März ebendieses Büchlein mit dem Titel DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA vor. Wenn nun ausgerechnet ich mir so etwas vornehme, dann liegt das an zwei Dingen: Einmal kann man der Dresdnerin und dem Münchner der LITERATWO durchaus vertrauen, was vorstellte Bücher betrifft und zum zweiten reizt natürlich MARK TWAIN, wenn er sich solcher Themen annimmt. Zum Büchlein, welches noch nicht einmal 100 Seiten aufweist. Wenn es kleingedruckt wäre, dann würde ja immer noch viel Text reinpassen, aber es wurde auch mit den „paradiesischen“ Bildern eines Henri Rosseau versehen. Ergo, viel zu lesen hat man da nicht. Aber es macht Spaß. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass der geneigte Leser unseres Blogs auch den obigen Link zu LITERATWO angeklickt hat, oder dies noch tun möchte, dann nehme ich zur kurzen Vorstellung mal nicht den Adam, sondern die Eva und wage zu zitieren: „Sterne sind auch hübsch. Ich würde mir gern ein paar davon ins Haar stecken. Aber ich glaube, das geht nicht. Es überrascht einen, wie weit weg sie sind, denn es hat gar nicht den Anschein. Als sie zum ersten Mal erschienen, gestern Nacht, versuchte ich, einige mit dem Stock heruter zu holen, aber er war zu meinem Erstaunen nicht lang genug; dann versuchte ich es mit Lehmklumpen, bis ich völlig erschöpft war, aber ich traf keinen einzigen. Das liegt sicherlich daran, dass ich Linkshänderin bin und nicht gut werden kann. Selbst wenn ich auf den einen zielte, den ich gar nicht wollte, traf ich den anderen nicht…“[i] Ach siehe da. Sie kann nicht gut werfen. Das was sie auf ihren ersten Seiten zusammengeplappert hat, geht sowieso nicht auf eine Kuhhaut. Dann trifft sie auf ein Reptil oder so. Das ist vermutlich ein Mann, der von ihr so gar nichts wissen will. (Das es, das Geschöpf, ihm gehörig auf die Nerven geht, kann man dem anderen Tagebuchteil entnehmen.) Diverse bekannte Metaphern sind uralt. Mindestens 7000 Jahre, denn es soll ja Leute geben, die immer noch meinen, die Erde wäre da entstanden. Sorry, die Erde wäre zu dieser Zeit geschaffen wurden. „Zuerst fürchtete ich mich davor und war immer bereit wegzulaufen, sooft es sich umdrehte, denn ich glaubte, es wollte mich jagen. Allmählich wurde mir klar, dass es nur versuchte, mir zu entkommen. So legte ich meine Scheu ab und verfolgte es, stundenlang, mit einem gewissen Abstand. Es wurde ganz nervös und unglücklich. Am Ende war es ziemlich verstört und kletterte auf einen Baum… Heute genau das Gleiche. Ich habe es wieder auf die Palme getrieben.“[ii] Einen kleinen Spoiler kann ich mir nicht verkneifen: „Als ich feststellte, dass es [Adam] reden kann, gewann ich neues Interesse an ihm, denn ich rede so gern. Ich rede den ganzen Tag und sogar im Schlaf – ich denke schon, dass ich sehr anregend bin, doch wenn ich mit jemand anderem reden könnte, könnte ich doppelt so interessant sein und würde, falls gewünscht, nie mehr mit dem Reden aufhören.“[iii] Und so geht es weiter. Der Tod kommt in die Welt und plötzlich fressen die Tiere sich auf. Vorher fraßen die Tiere Erdbeeren. Woher das kommt kann sich wohl jeder denken, es kommt vom Apfel. Auch bringt die Eva plötzlich ihnen ähnliche Geschöpfe mit, die einer enormen Betreuung bedürfen und viel kleiner sind, keine zähne haben und nicht laufen können. Die ersten beiden heißen KAIN und ABEL. Woher die kommen, erfahren wir nicht, wir wissen aber ja auch wie es geht. Mit dem Apfel, das weiß jeder Mensch, ist das Paradies dem Menschen verschlossen. Es dauert aber auch nur knapp einhundert Seiten bis es geschrieben steht: Inschrift auf Evas Grab WO IMMER SIE WAR, DA WAR EDEN Adam * * * Es ist ein kurzweiliges Büchlein und der erfahrene Samuel Langhorne Clemens zeigt den Menschen seiner Zeit und uns natürlich auch, den Spiegel, auf, dass wir uns in ihm eingehend betrachten mögen. Es ist zwar kurz und lässt sich in einem Rutsch durchlesen, aber dies kann Mann & Frau immer wieder tun. Immer wieder werden wir ein paar neue Passagen finden, die uns zum Schmunzeln bringen werden. »Mit leichter Feder wagt sich Twain in Untiefen des männlich-weiblichen Beziehungssumpfes und punktet dabei vor allem mit ironischer Schärfe, die manch Neueres zum Thema schlecht parkender Frauen und nicht zuhörender Männern in den Schatten stellt.« schreibt die Stuttgarter Nachrichten am 20.01.2007 [iv]. Humor und Satire gehörten immer schon zu Mark Twain, der als Vertreter des amerikanischen Realismus gilt und dessen Erzählungen ihn wegen des genau beobachteten sozialen Verhaltens und wegen des innewohnenden Lokalkolorits berühmt machten. Ernest Hemingway sagte über ihn: „All of American literature comes from one book by Mark Twain called Huckleberry Finn … There was nothing before. There has been nothing as good since.“ „Die gesamte amerikanische Literatur stammt von einem Buch von Mark Twain namens Huckleberry Finn, ab. Vorher gab es nichts. Seitdem gab es nichts, was dem gleichkommt.“ [v] Nun, also nicht von diesem hier, aber es reiht sich hervorragend in das Werk des vielleicht berühmtesten amerikanischen Autors ein. Wenn ich mit LITERATWO angefangen habe, dann benutze ich jetzt mal einen Ausdruck von Binea oder Mr. Rail: Es wird uns buchige Stunden bescheren. Vielleicht nur eine. Aber die wird uns in Erinnerung bleiben. * * * Mark Twain, mit bürgerlichen Namen Samuel Langhorne Clemens wurde am 30.11.1835 in Florida, Missouri geboren. Er kritisierte den sogenannten American Way of Life, flüchtete vor dem Sezessionskrieg in den Westen und hatte großen literarischen Erfolg mit der Biografie des Generals und späteren Präsidenten Ulysses „Sam“ Grant. Er arbeitete auf einem Mississippi – Dampfer, war Mitglied einer Freimauerloge und zeitweise Goldgräber. Nach seiner Heirat mit Olivia Langdon, mit der er vier Kinder hatte, wohnte er in Hartfort, Connecticat, wo ihn Harriet Beecher Stowe (Uncle Toms Cabin) in seiner Abneigung gegenüber der Sklavenhaltung bestärkte. Hier schrieb er den Tom Sayer und den Huckleberry Fin. Mark Twain starb am 21. April 1910 in Redding, Connecticut. © KaratekaDD PS: Die etwas längere und bebilderte Version gibt es natürlich auf LITT-ART [i] Siehe MARK TWAIN: Die Tagebücher….; Seite 42 [ii] Siehe Ebenda, Seite 46 [iii] Siehe Ebenda, Seite 48 [iv] http://www.amazon.de/Die-Tageb%C3%BCcher-von-Adam-Eva/dp/3451296888 am 08.03.2014 [v] http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Twain am 08.03.2014

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    • 4
  • Rezension zu "Die Tagebücher von Adam und Eva" von Mark Twain

    Die Tagebücher von Adam und Eva
    Marion

    Marion

    24. January 2009 um 11:27

    Mit leichter Hand schildert Mark Twain, dass es zwischen Adam und Eva nicht gerade Liebe auf den ersten Blick war. Jeder fühlte sich durch den anderen gestört. Erst nach und nach lernte man die Schwächen und Unzulänglichkeiten des anderen lieben. Für mich eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt - rührend und sehr humorvoll.